Freitag, 1. Mai 2009

Wie es zur Krise kam

Manchmal fragen sich ja Menschen, wie es eigentlich zur Wirtschaftskrise gekommen ist. Eine Antwort darauf liefert vielleicht die "österreichische Fonds-Industrie". Obwohl man sicht dort Industrie nennt, ist man eigentlich die Interessensvertretung einer Dienstleistungsbranche, nämlich jener die in Fonds investiert. So weit so uninteressant.

Die österreichiche Fonds-Industrie schaltet jedoch seit einigen Tagen Inserate, und die sehen dann ungefähr so aus wie unten. Fällt jemandem dabei ein Missverständnis auf? Und erklärt dieses Missverständnis vielleicht, warum so manche Börseinvestoren geglaubt haben, dass es an der Börse auf Dauer nur Gewinne geben könnte? Dass man Kapitalrenditen von der Mehrwertproduktion abkoppeln könnte? Tja, vielleicht haben diese Herren da irgend etwas missverstanden...

Innsbruck, am Tag der Arbeit 2009

Screenshot von www.investieren-in-fonds.at

1 Kommentar:

Dr christian Warum hat gesagt…

Und genau in diesem Zusammenhang sitzen die Grünen und sonstigen Linken einem neuerlichen Irrtum auf, denn:

Die Forderung nach einer undifferenzierten Erhöhung des Spitzensterusatzes trifft NICHT spezifisch die Verursacher der Krise, sondern die realen Leistungsträger in gleichem Ausmass wie jene Spekulanten und Bankmanager, die es zur Verantwortung zu ziehen gilt.

Dies sei an einem konkreten Beispiel verdeutlicht:

Wenn nun ein innovativer Unternehmer, der ein neues Verfahren beispielsweise zur alternativen ökologisch orientierten Energiegewinnung patentiert hat für den Lohn seiner Arbeit und des daraus resutierenden hohen Einkommens mehr Steuern zu entrichten hat, weil er nach der Umsetzung seiner Ideen auch zu den sog. bösen Reichen gehört, dann wird er dadurch dazu motiviert werden, seine Innovation ins Ausland auszulagern.

Dieser Effekt würde zu einer weiteren Abwanderung geistigen Kapitals bzw. dessen Praktische Umsetzung (Produktion) in Niedersteuerregionen weit ausserhalb der Union führen und volkswirtschaftlich negative Auswirkungen nach sich ziehen.

Die Lösung hingegen kann ausschließlich darin bestehen, jene Personen finanziell zu belasten, deren Reichtum nicht auf realen Faktoren sondern auf Spekulationsgewinn bzw. nicht nachweisbaren Realleistungen basiert.

Dies würde in Praxi die Forderung begründen sämtliche Manager jener Banken fristlos zu entlassen, welche wegen der nicht zu verantowrtenden Investitionsaktivitäten in fonds und Ostgeschäfte nun um Staatshilfen ansuchen müssen um überhaupt liquide zu bleiben.
Bisher wurde zwar gezahlt jedoch keine einzige Konsequenz durchgesetzt. Hätte die Bawag nicht 1 Jahr zu früh die vorgeschriebene eigenkapitalquote unterschritten, dann wäre der gesamte Skandal nicht an die Öffentlichkeit gelangt und Elsner NICHT ZURECHT IM HÄFEN; sondern einer von vielen Bandirektoren, die wie Treichl und Konsorten ohne Genierer und Leistungsvorgaben den Steuerzahler belasten.

Die Tatsache, dass Faymann und Pröll in fast vorauseilenden Gehorsam den Wünschen dieser Versagermanager Gehorsam leisteten läßt zumindest beim einfachen Bürger den Verdacht aufkommen, dass politische Querverbindungen (stichwort Parteienfinanzierungen) und eine daraus resultierende Erpressbarkeit in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen KÖNNTEN (zumindest hört man derartige Vermutungen hinter vorgehaltener Hand am "von den Grünen verachteten STAMMTISCH").

Da ich keine Belege für derartiges habe beteilige ich mich nie an solchen Spekulationen, kann jedoch nicht nachvollziehen warum nicht an eine Börsenumsatzsteuer, die es international einzuführen gilt gedacht wird und vor allem an eine rigorose personelle und strukturelle Veränderung jener Geldinstitute, welche derzeit Milliarden Steuermittel sprichwörtlich ohne Kontrolle und Leistungsverpflichtung "in den Rachen geschoben bekommen".

Aber zurück zu den linken Umverteilungstheorien (Stichwort generelle "Vermögenszuwachsbestrafung"):

KAPIERT IHR LINKEN NICHT DASS UNDIFFERENZIERTE LEISTUNGSFEINDLICHE STEUERMODELLE NUR ZUR ABWANDERUNG VON LEISTUNGSTRÄGER FÜHREN UND SOMIT EINEN ÖKONOMISCHEN WAHNSINN DARSTELLEN???
SOZIALISCHE UND LINKSGRÜNE UMVERTEILUNGSAKTIVITÄTEN HABEN NOCH AUF DER WELT IRGENDWO FUNKTIONIERT, DA SIE JEDEN ANREIZ FÜR LEISTUNG ZERSTÖREN ODER NENNT MIR EIN LAND AUF DER WELT IN DEM SICH DER SOZIALISMUS ERFOLGREICH DURCHSETZEN KONNTE!!

Dr Christian Warum