Samstag, 23. Mai 2009

Mir sein Italiener

Wer eine Reise tut kann bekanntlich etwas erzählen, selbst wenn sie gar nicht so weit geht: Gestern und heute war ich in Wien, und auf dem Weg zum Westbahnhof begegnet mir heute eine Gruppe junger Menschen, ganz offensichtlich mit Südtiroler Zungenschlag. Sie sehen die rote Fußgängerampel, zögern kurz. Einer sagt: "Mir sein Italiener", und schon geht die ganze Gruppe über den Zebrastreifen mit der roten Ampel. Irgendwie auch eine schöne Bestätigung dafür, dass die Position der Ewiggestrigen zu Südtirol mit der Realität nicht viel zu tun hat. Ich bin ja gespannt, was weiter passiert: Gestern ist auch der SPÖ der Kragen geplatzt und sie überlegt, ob man den Landesfestumzug im Herbst nicht absagen sollte, weil die Forderungen der Südtiroler Schützen immer skurriler werden. Wir werden im Juli-Landtag die Nagelprobe machen und einen dringlichen Antrag stellen, die 850.000 Euro des Landesfestumzugs besser für Sozialinittiativen zu verwenden. Dann wird sich zeigen, wie ernst es die SPÖ wirklich meint.

Apropos Italiener: "Mir sein Italiener" gilt offenbar auch für die ÖBB. Ich bin heute extra mit einem späteren Zug gefahren, weil ich den neuen Railjet ausprobieren wollte. Laut ÖBB sei das ein völlig neues Fahrgefühl und eine neue Generation des Reisens. Ich komme mir aber eher vor bei bei der Trenitalia: Das Innendesign des Zuges stammt wahrscheinlich direkt aus den 80ern (ist das jetzt wieder modern?), die Sitze sind kleiner und ungemütlicher als in den anderen Zügen, die Ablagen noch kleiner als sonst schon immer, zwei Sitze haben jeweils nur eine Steckdose, der Speisewaagen ist abgeschafft und der Zug hat nur halb so viele Plätze wie ein normaler Eurocity, weshalb der Zug total überfüllt ist. Wirklich, ein völlig neues Fahrgefühl...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hahaha, ich sehe schon, Antrag abgelehnt, alter "Landtagszeitverschwender"

Antrag auf Verwendung von Gebis Gehalt für Sozialinittiativen: eistimmig angenommen! Dein Lohn reicht e genau für es schwulen/Lesbenzentrum.
Wäre super, oder Gebi?!

für den Stuhlgang was du den ganzen Tag verzapfst,solltest du dem Landtag was zahlen!

Dr Christian Warum hat gesagt…

Herr Gebi Mair haben Sie sich nie gefragt ob nicht wenigstens die italienischen Faschisten mit dem "grünen quotenschwulen" eine Freude haben? Immerhin unterstützen Sie deren Politik und bedienen sich sogar von Mussolinis Schergen erfundenen Ortsnamen in Südtirol. Wie gesagt Faschismus ist für Sie keine Meinung, sondern ein Verbrechen, ausser er terrorisiert das eigene VOLK. Dann bekommt er sogar einen rosa-grünen GEBI-Anstrich....

Dr Christian Warum.

Paul hat gesagt…

menschen, zur zukunft

- ohne herrn mairs persönliches südtiroltrauma gut zu finden hat er in der sache recht: südtirol ist teil italiens, wer will, dass all dieser nationalitäts-blödsinn endlich aufhört, sollte sich für Europa stark machen. ein europa, wo menschen italienerInnen sein können und tirolerInnen und jenbacherInnen, ohne dass das alles viel mehr bedeutet als kreuzerl auf einem formular.

wer nur in den rückspiegel schaut, kommt vom weg nach vorne ab.

Frage hat gesagt…

Was ich nicht ganz versteh, aber der Gebi ja in seiner Weisheit erklären kann: Die Linke setzt sich zwar dafür ein, dass das Baskenland bzw. Katalonien unabhängig wird - aber nicht in Tirol, was ihnen ja näher liegen sollte... Warum das?? Obwohl sie sich hier ja sogar auf die Seite der Faschisten stellen...??
Kennst dich hier dann noch irgenwer aus? Gleiches Recht für alle?

(Nachzulesen hier: http://www.kominform.at/article.php/20090514184151680)

Anonym hat gesagt…

das thema südtirol ist staatsseitig schon längst abgeschlossen. den heutigen südtirolern gehts vor allem um das ausschöpfen der privilegien nord- und südseits des brenners. das sagen mir selbst in innsbruck studierende südtiroler.

also soll man nicht für festln und spinnereien, weil man offenbar zuviel geld hat, immer wieder leichen schminken.

wenn sie schon so gerne österreicher wären, hinderte sie nichts daran aktiver unter einhaltung der gesetzlichen möglichkeiten werden.

einmal muss diese spinnerei ein ende haben. wir gehen ja auch nicht ständig zu bayuaren fechten nur weil wir einmal eins waren.

Gebi Mair hat gesagt…

"Die Linke", das ist halt so eine schwierige Kategorie. "Tibor Zenker" war hier wohl gemeint und trifft es konkreter.

Ja, es gibt auch Menschen, die sich selbst als links verstehen und nationalistische Bewegungen in Südtirol, im Baskenland, in Katalonien, in Flandern, im Aostatal, in der Provence, in der Bretagne, in Montenegro und sonst wo unterstützen. Ich nicht.

Für mich bleiben nationalistische Bewegungen nationalistische Bewegungen, auch wenn sie sich auf eine angeblich linke Tradition berufen, wie dies manche davon tun. Die Linke ist manchmal recht unklug dabei, auszuwählen, wem sie ihre Unterstützung gibt.

Autonomie ja, Selbstbestimmung ja. Aber eine Autonomie und Selbstbestimmung der einzelnen Menschen und nicht der Regionalkaiser.

Anonym hat gesagt…

ja genau, und wegen ein paar ignoranten landsleuten(bin ein junger südtiroler) und ewiggestrigen (festhalten am alten steifen nationalistischen italien) gehen die grünen in nordtirol davon aus, dass wir südtiroler alle so denke wie ein paar linkslinke studenten, die in österreich studieren und schon fast ganz rechts ankommen vor lauter links (siehe zusammenarbeit unserer grünen-linken mit den postfaschisten hier in südtirol). nein herr mair, in südtirol ist es genauso wie in nordtirol und anderen teilen der welt, überall existieren ewiggestrige extreme leute wie sie, die gegen die gerechtigkeit des eigenen volkes sind. und wegen ein paar leuten die sich vollkommen daneben benehmen auf die allgemeine meinung hier in südtirol zu schliesen, ist wohl mehr als lächerlich. schönen gruß

Anonym hat gesagt…

In den Lienzer Dolomiten war letzte Woche ein Bericht über die brutalen Foltermethoden (Zigaretten im Gesicht ausdrücken, brutale Schläge, Nahrungsentzug etc) zu lesen, die auch in der Zeit nach dem Faschimus durch die Italienische Polizei angewendet wurden und denen auch mehrere Tiroler Freiheitskämpfer zum Opfer fielen.

Gebi Mair legitimiert und verharmlost derartige Methoden weil sie sich gegen deutschsprachige Menschen richten.

PS.: Auch einen Palästinenserstaat leht der Herr ab, weil er einseitig brutale israelische Militär und Polizeitmethoden unterstützt und auch ultranationalistische Kräfte in Israel, sowie den Einsatz von Phospahorgranaten gegen Zivilisten gutheißt.

Wie gesagt ich habe durchaus Verständnis für Israels Sicherheitsinteressen und bin auch für eine endgültige Dialoglösung in Südtirol, Gebi Mair befürwortet hingegen Selbsthass und Selbstaufgabe wenn es um das eigene und bestimmte Völker geht und spricht anderen das Recht zu, sich über jegliche Humanität hinwegzusetzen.

Er wird daher auch im Juni gemeisam mit Antifaextremisten und italienische Faschisten die Stadt unsicher machen (zumindest unterstützt er derartige Aufrufe), um gegen (angeblichen) Faschimus gewalttätig vorzugehen.

Ginge es den Grünen wie Gebi Mair um Menschenrechte, dann würden sie diese unversell (d.h. für Palästineser, Kurden, Juden, Südtiroler u.a.) gleichermassen einfordern, und nicht nur bestimmten übertrieben und anderen gar nicht zugestehen.

Ich kann mich daher dem Vorredner nur anschliessen und hoffen dass diese heimatfeindliche linksaussen Partei bzw deren Protagonisten bald ihren abstrusen Wahnsinn in der ausserparlamentarischen Opposition (back to tho roots) verbreiten können.