Sonntag, 10. Mai 2009

Sicherheit für Tirols Wasserratten

Mit der Öffnung des Innsbrucker Tivoli-Schwimmbades begann gestern die Freibad-Saison für Tirols Wasserratten. Bereits vor einiger Zeit geisterte eine Meldung durch die Medien: In Kärnten war ein Kind ertrunken, der Bademeister hatte ihm nicht geholfen. In der Gerichtsverhandlung rechtfertigte sich der Bademeister damit, dass er nicht schwimmen könne. Und tatsächlich, so stellte sich heraus, müssen Bademeister nicht schwimmen können.

Das ist natürlich eine absurde Situation. Das Wirtschaftsministerium könnte dies ändern, weigert sich aber, eine neue Verordnung für die Bademeister zu erlassen. Das Land Tirol kann den Bäderbetreibern hier leider nichts vorschreiben. Aber es gibt einen anderen Weg, der mir eingefallen ist: Man könnte ein Bädergütesiegel einführen, für besonders gute Schwimmbäder. Und dazu gehören natürlich auch Bademeister, die schwimmen können. Bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben ist das zum Beispiel Standard - dort werden nur Bademeister mit Prüfung eingestellt. Aber ob das überall so ist?

Ein Tiroler Bädergütesiegel kann auch noch viele andere Kriterien umfassen: Wasserqualität, ausreichende Liegeflächen, Kinderspielplatz, Aschenbecher, und eben auch schwimmende Bademeister. Ich habe einen dementsprechenden Antrag nun im Landtag eingebracht und bin gespannt auf die Reaktionen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es gehören Leute der Wasserrettung zur Badeaufsicht in die Schwimmbäder!!!!
Der Bademeister hat genügend andere Aufgaben. (Ordnung zu halten,...) Der kann leider nicht ständig alle Becken beaufsichtigen.
Auch die Erziehung der Eltern gehört gemacht. Wer sein Kind (welches noch nicht genügend gut schwimmen kann )in der Nähe der Becken OHNE SCHWIMMHILFEN herumtoben lässt, gehört vor allen Besuchern zur Schnecke gemacht!

Was sonst noch wichtig wäre:
. ein paar abgesperrte Bahnen für Leute die wirklich shwimmen wollen und Hobbysportler.
Ich war oft im Tivoli-Bad. Dort gibt es zwar Bahnen, aber leider zu viele Kinder und Jugendliche, die auf den Leinen herumturnen, was ein Schwimmen unmöglich macht. Spricht man sie darauf an, wird man beschimpft. Und die Bademeister sehen zu.
Es muss einen klar abgegrenzten Bereich geben, in dem Leute auch richtig und ungestört schwimmen können.

Anonym hat gesagt…

...und in china ist auch wieder mal ein sack reis umgefallen...

Anonym hat gesagt…

wiedermal das wichtigste thema getroffen!gratuliere!

tiefachtungsvoll

Gebi Mair hat gesagt…

Was wäre denn das wichtigste Thema?

Anonym hat gesagt…

also die sicherheit in den badeanlagen halt i schon für wichtig. a bademeister, der nit schwimmen kann, hat jedenfalls in an bad nix zu suchen. schon mal dran gedacht, wenn der selber ins becken fliagt - sowas gäbe ein gelächter ohne end. und der arme würd am end no dasaufn.

Anonym hat gesagt…

komisch ist, dass der gebi auf ratschläge von erfarenen personen keine antwort gibt.
ich bin sein vielen jahren bei der wasserrettung und habe zwei sommersaisonen in bädern badeaufsicht gemacht. weiters habe ich schon viele schwimmkurse gegeben.
was hälst du von dem punkt, dass abhängig von der anzahl der badegäste und der größe des schwimmbades, die badeaufsicht von einer vernünftigen anzahl an ausgebildetetn leuten der wasserrettung erfolgen soll?
und bezüglich der qualität eines bades, ob man dort auch normal in ruhe schwimmen kann?

Anonym hat gesagt…

i glaub es geht ihm um eine adäquate versorgung. eine ausbildung analog der innsbrucker kommunalbetriebe - ausnahmslos bademeister mit prüfung - sollte jedenfalls für die betreibung der bäder pflicht werden.
ein bademeister, der nit schwimmen kann, wirkt ja selbst für den villacher fasching als zu plump. so was darf doch nit wahr sein.