Dienstag, 22. September 2009

Unsere Landesbank

"Unsere Landesbank", damit wirbt die Hypo Tirol Bank. Mit diesem Motto scheint es aber nicht besonders weit her. Das ist vor allem Rhetorik und kommt damit unserem Landeshauptmann zupass, der sich auch vor allem in schönen Worten, aber weniger in konkreter Politik auskennt.

Nach einem Verlust von 21 Millionen Euro in Bayern, vermutlich durch einen Betrugsfall, aber begünstigt durch unkluges Verhalten der Hypo Tirol, ist eine Diskussion über die Zukunft der Landesbank losgegangen, nachzulesen beispielsweise hier.

Es handelt sich um ein komplexes wirtschaftspolitisches Thema, und wie viele Menschen die Diskussionen nachvollziehen können, wage ich nicht zu beurteilen. Deshalb die grundsätzliche Frage erklärt: Wenn ein Land eine Bank besitzt, soll sich diese anders verhalten als eine Bank, die nicht in öffentlichem Eigentum steht?

Klar ist, dass sich eine landeseigene Bank im Markt bewegt. Und ein Unternehmen, das sich im Kapitalismus nicht kapitalistisch verhält, der wird nicht lange existieren. Das Kapital ist ein scheues Reh, wie schon Karl Marx schrieb. Soll man deshalb eine landeseigene Bank einfach agieren lassen, wie alle anderen? Oder soll man versuchen, wirtschaftspolitische Steuerung durch die Bank zu betreiben, mit dem Risiko des finanziellen Scheiterns? Ich bin eindeutig für letzteres, weil ich glaube dass dies möglich und sinnvoll ist. Deshalb habe ich im Landtag auch gegen den Verkauf von 25% der Hypo Tirol in Form von Partizipationsscheinen, also Anteilsscheinen ohne Stimmrecht aber mit Eigentumsrecht, gestimmt. Diese grundsätzliche Diskussion steht hinter den derzeit aktuellen Fragen, und ohne sie zu beantworten kann auch niemand entscheiden, wie es mit der Hypo Tirol weitergehen soll.

Kommentare:

Beobachter hat gesagt…

Gebi mair: Dass Du bei diesem wichtigen Thema wieder mit irgendwelchen schon urhistorisch praktisch widerlegten marxistischen Thesen daherkommst, beweist weider einmal Dein Nichtwissen gepaart mit einem ideologischen Tunnelblick unter dem derzeit alle Austrolinken (siehe zuletzt Vorarlberg) zu leiden haben.

Das Problem stellt sich real ausshalb jedes ideologischen Schwachsinnsgeplänkels folgendermassen dar:

In praktisch keiner Bank wurden aus den Debakeln mit Milliardenverlusten der letzten Monate die Vorstandmitglieder zur Verantwortung gezogen, was zu einer noch nie dagewesenen Aufweichung der Verantwortlichkeitsprinzips geführt hat.

In einer funktionierenden Marktwirtschaft hingegen würden schwere Verluste von Unternehmensvorständen (und somit auch Banken) generell zu personellen Konsequenzen mit schwerwiegenden Folgen für die Verursacher führen, was diese wiederum zu einer verantwortungsbewußteren Investionspolitik IM EIGENTINTERESSE zwingen würde.

Die Gründe, welche zum derzeit vorherrschenden Marktversagen in Zusammenhang mit der Verwortungsverlagerung auf die kleinen Angestellten, welche zusätzlichem Druck ausgesetzt werden oder die Volksmasse per se (Die Steuerzahler müssen gescheiterte Banken und Vorstände subventionieren) sind zu diskutieren und zu hinterfragen.

Aus meiner Sicht hängt diese Entwicklung mit einer zunehmenden "Freundelwirtschaft" zwischen Grossaktionären und Vorstandsmitgliedern zusammen, welche auch weit in die Politik und Verwaltung hineinreicht.

Zu glauben, dass in Österreich nicht genauso Absprachen zwischen politischen Akteuren, Vorstandmitgliedern und Grossaktionären, welche GROSSZÜGIG Steuergeldversorgung im Falle von Versagen garantieren, wie sie kürzlich in Deutschland (Stichwort "Treffen" Merkel, Ackermann - Wahlkampfthema)) passierten, wäre aus meiner Sicht extrem naiv und würde an der Realität verbeigehen.

Hier gelte es hart durchzugreifen und hart personelle Konsequenzen zu fordern. OB NUN VON EINER LANDESBANK TEILPRIVATISIERUNGEN IN FORM VON PARTIZIPATIONSSCHEINEN (man diese auch an öffentliche Gebietskörperscahften verkaufen, was zu einer "vergesellschaftung von Verlusten" in den letzten Jahren bei vielen Banken geführt hat) vorgenommen werden oder nicht ändert an diesem strukturellen Problem wenig.

A propos an der Realität vorbeigehen: Wie kommt gerade Gebi Mair dazu zuerst mit total überholten marxistischen Thesen daherzukommen, um danach die Behauptung in den Raum zu stellen, dass der "Bankendiskussion" ohnehin wenig folgen können?

Gebi Mair die Leute haben schon ausreichend die Folgen eurer linken Gesellschaftspolitik (Stichwort Familienzerstörung, falsche Zuwanderung u.a.) zu tragen und wurden und WERDEN in diesem Zusammenhang von gescheiterten Altmarxisten Deiner Sorte als dumm beschimpft. Fange bitte nicht noch an mit derart tatsäch (jetzt auf dich bezogen) DUMMEN SELBSTBSTÄTIGENDEN Thesen Wirtschafts und Finanzpolitik zu betreiben, denn:

Die TATSACHE, DASS DER SOZIALISMUS AUF ALLEN EBENEN GESCHEITERT IST UND KEINE ZUFUNFTSPERSPEKTIVE HAT, kapiert inzwischen sogar der tatsächlich dümmste nicht ideologisch total verbohrte Bürger unseres Landes (wie auch die Wahlergebnisse immer wieder von neuem unter Beweis stellen).

Anonym hat gesagt…

Herr Gebi Mair sie scheinen ja tatsächlich zum Kommunismus sehr enge Affinitäten zu haben, immerhin deuten Ihre Aussagen in diese richtung.

Gerolf hat gesagt…

Lieber GEBI

Ihre AUSSAGE:"Es handelt sich um ein komplexes wirtschaftspolitisches Thema, und wie viele Menschen die Diskussionen nachvollziehen können, wage ich nicht zu beurteilen."

OFFENSICHTLICH SIND SIE, NACH IHREM BEITRAG ZU URTEILEN, SELBST NICHT DAZU IN DER LAGE!!!!

mit Tiroler Gruß

GEROLF hat gesagt…

LIEBER GEBI,

ich habe mir gestern aus Interesse die Freiheit genommen grüne WählerInnen zu befragen,und sie gebeten mir einen rationalen Grund zu nennen, warum sie denn letztes mal die GRÜNEN gewählt haben.
Einen RATIONALEN GRUND dafür konnte mir irgendwie KEINER so Recht nennen.

Am treffendsten vielleicht noch eine junge GRÜN-WÄHLERIN, die meinte: "Weil eh alles SCHEIßE ist und unsere Kultur den UNTERGANG verdient hat!"

Anonym hat gesagt…

die bank wegen ein mieses geschäft schlechtreden, ist dumm. no dümmer übrigens sind jene heuchlerischen politiker, die spekulationsgeschäfte verbieten wollen.
ohne spekulationsgeschäfte ist die wirtschaft tot, sind die kreditzinsen enorm und die zinsen für spareinlagen mickrig. die wirtschaft funktioniert ohne spekulation nicht. höchste zeit, dass sich bald ein politiker getraut dies auszusprechen. was zum kollaps führte war ein jahrzehntelanger wildwuchs, aber nicht die spekulationen an sich.
es gibt keine bank die ganz ohne spekulation auskommt. keine einzige. das ist fakt.

wome hat gesagt…

Schon spassig, dass Wolfi Schüssel offenbar immer Karl Marx in den Mund genommen hat ("Kapital ist ein scheues Reh.").