Donnerstag, 5. November 2009

Tiroler Identität

Nach einem Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes in Straßburg (übrigens keine Einrichtung der EU, sondern des Europarates) kommen hierzulande einige Menschen drauf, dass Religionsfreiheit eben nicht nur die Freiheit der Ausübung der Religion ist. Religionsfreiheit heißt auch Freiheit von der der Religion. So hat der EGMR geurteilt und verfügt, dass AtheistInnen das Recht haben, in einer Schulklasse nicht von einem Kruzifix belästigt zu werden.

Hierzulande fühlen sich einige Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein und ebenso wackeligem Glauben gleich einmal in ihrer Identität gefährdet. In der Tiroler Tageszeitung heißt es zu den Kreuzen "Für FP-Chef Hauser sind diese ein wesentlicher Bestandteil der christlichen Wertegemeinschaft und müssen hängen." Und Landeshauptmann Platter (VP) erklärt in der Kronenzeitung: "Der christliche Glaube und die damit verbundenen Symbole gehören zur Tiroler Identität. Daran wird auch nicht gerüttelt."

Schon lustig, wie schwach deren Glaube sein muss, wenn er durch ein fehlendes Kreuz erschüttert wird. Wobei, wenn ich mich recht entsinne, dann hängt im Büro des Landeshauptmannes auch kein Kreuz. Ich werde das nächste Mal berichten, wenn ich dort war.

Ich freue mich jedenfalls über das Urteil, weil es AtheistInnen wie mich in ihren Rechten stärkt. Insgesamt aber sagt die Diskussion wenig über das Kreuz und seine Funktion selbst aus, sondern über die psychische Konstitution dieser Gesellschaft. "Verbietet das Kopftuch" schrie der Boulevard unisono, und mit ihm die rechten Parteien des Landes, ÖVP und FPÖ. Wenn nun ein Gericht urteilt "verbietet das Kreuz", gibt es von den selben Protagonisten einen Aufschrei. Offenbar geht es ihnen nicht wirklich um die Religionsfreiheit, sondern darum eine bestimmte Religion zu bevorzugen und eine andere zu benachteiligen. Das passt vielleicht in einen Taliban-Staat, aber eigentlich nicht in eine moderne westliche Republik. Aber Tiroler Identität und Taliban haben bekanntlich auch sonst mehr gemeinsam als man auf den ersten Blick denkt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ja genau gebi!

schaffen wir einfach alles ab, hängen wir das kreuz ab das an die prägung des christlichen europas erinnert!
dafür hängen wir vielleicht den halbmond in jedes klassenzimmer, um ein zeichen zu setzen, dass die hier lebenden muslime von uns besonders geschätzt werden, wär doch richtig oder?

was mich immer wundert: sobald es gegen das christentum geht bist du dabei!
aber gegenüber dem islam kommt dir nie ein kritisches wirt über die lippen, ach stimmt ja da ist man ja dann ein rassist!
mach mal die augen auf und schau was in europa so abgeht, dann wirst du feststellen, dass die christen wahrlich nicht die demokratiegefährder sind!
geh mal mit offenen augen durchs o-dorf und red mit deinen türkischen freunden was sie von der demokratie halten und vorallem auch von homosexualität, dann wirst merken dass es der islam ist, der unsere freiheit gefährdet aber das siehst du eh nicht ein!

Gebi Mair hat gesagt…

Ich glaube nicht, dass ich mich hier in irgend einer Form für einen Halbmond ausgesprochen hätte - ganz im Gegenteil. Ich habe geschrieben, dass ich als Atheist finde, dass Religionsfreiheit auch die Freiheit von der Religion ist.

Anonym hat gesagt…

dann musst aber konsequenter weise auch gegen das kopftuch tragen sein...
aber da hab ich das gegenteil von dir gehört. auch keine eindeutige haltung.

Anonym hat gesagt…

also i halt von religionen prinzipiell nix. und wenn i etwas bedauere, dann höchstens, dass ich nicht viel früher aus der kirche ausgetreten bin. es gibt KEINE religon, die nur heil bringt. religionen sind doch nur massen-psychotherapien für in jederlei hinsicht leichtgläubige.
da ich jedoch an eine höhere macht sehr wohl glaube, aber sich diese sicher nicht als moslem, katholik oder so zu erkennen gibt, bin ich überzeugter agnostiker.

es gibt nämlich keinen gott für die andreas-hofer strasse und einen für theran - wer das glaubt, hat ja nicht alle.

Anonym hat gesagt…

frei nach gebi:
was müssen die atheisten für schwachen glauebn haben, dass es keinen gott gibt, wenn sie durch ein kreuz unsicher werden......

wer sich durch das kreuz belästigt fühlt, wird sich wohl auch durch weihnachten, ostern, pfingsten, usw belästigt fühlen. also bleibt nur eines über. an diesen tagen in die schule bzw zur arbeit.
ansonsten sind sie wie der gebi: nur durch und durch hasserfüllte, intolerante typen, die ihre überzeugung über bord werfen, sobald es ums faulenzen geht!

also, wer ein problem mit christlichen symbolen hat, der hat auch kein recht an christlichen feiertagen frei zu haben!
auch kein anspruch aufs weihnachtsgeld. usw...

Michi hat gesagt…

Nein Atheisten haben keinen schwachen Glauben, denn sie glauben nicht… sie wissen ;)
Und es geht nicht gegen das Kreuz an sich, ich finde sie ja schön. Vor allem auf Friedhöfen
oder in Kirchen, wo sie eben auch hingehören.
Ganz sicher gehören sie in kein öffentliches Gebäude, vor allem in kein Gebäude in dem sich Minderjährige aufhalten. Was ist denn das auch für ein Vorbild…Einer, der zweitausend Jahre nur so „rumhängt“!
So wie keine politische Propaganda in den Klassen geduldet werden kann, kann auch keine religiöse Propaganda dort geduldet werden.
Bei Weihnachten und Co. geht es ja sowieso nicht mehr um Religion, oder?

Anonym hat gesagt…

der oder die michi ist der prototyp vom ungebildeten jung-grünen!
da kein mensch die existenz eines oder mehrerer götter belegen oder die nicht-existenz belegen kann, so ist beides nur glauben. der eine glaubt, dass es keinen gott gibt, der andere eben doch.

zu weihnachten, ostern usw.:
wer diese feste ohne probleme dulden kann, ohne sich belästigt zu fühlen, der kann auch bei einem kreuz kein problem haben.
ohne christentum gäbe es kein kreuz in den schulen, und diese feiertage auch nicht.
du bist intolerant gegen christen und heuchlerisch. einfach ein prototyp eines jung-grünen.

Anonym hat gesagt…

in bezug auf fast alle religionen sind alle menschen atheisten. insofern...

der löffelstiel

oder mit bertrand russell:
http://en.wikipedia.org/wiki/Russell's_teapot

Anonym hat gesagt…

die rechten lustig....
können nicht einmal zwischen privat und staat unterscheiden.....

Anonym hat gesagt…

die linken lustig...
wissen nicht mal, dass weihnachten, ostern, pfingsten KEINE PRIVATEN feiertage sind.....
linke und bildung... zwei dinge, die sich nie treffen werden....

Gebi Mair hat gesagt…

Weihnachten und Co sind übrigens gesetzliche Feiertage. Man muss also nicht religiös sein, sondern nur ein gesetzestreuer Bürger, um an diesen Feiertagen frei zu machen...

Anonym hat gesagt…

Und lieber Gebi so schließt sich der Kreis. Diese gesetzlichen Feiertage sind aus dem Religiösen entstanden. Und leider werden es immer weniger gesetzliche.... Maria Empfängnis... usw.... ups... tut mir leid, dass ich in deinem Blog "Heilige" genannt habe ;) - jeder ist froh, wenns ins lange Wochenende geht - schau nach China, dort arbeiten die Leute regional immer durch. Dort ist es verpönnt frei zu machen. Und warum ist der Sonntag frei? Vielleicht kann mans in Zukunft ja ändern und jeder kann sich einen Tag aussuchen?

Anonym hat gesagt…

gebi der oberheuchler....
kreuze in klassenzimmer, da tradition ist pfui
christliche feiertage frei machen ist gut....

kannst du bei so viel falschheit überhaupt noch in den spiegel sehen?

Anonym hat gesagt…

Guter Punkt mit den Kopftüchern. Sollen die jetzt auch aus den Schulen verschwinden?

Anonym hat gesagt…

das kopftuch ist eine freiwillige geste seine religion zu leben, das kreuz in einer öffentlichen schule ist eine aufoktruktion vom staat.

von mir aus können auch die religösen feiertage abgeschafft werden.

Anonym hat gesagt…

wie ist es dann mit kopftuch im staatsdienst - wohl nach gebi auch abschaffen, wenn er konsequent ist.

aber darauf antwortet er wieder nicht :-) so wie oben auch schon nicht - ein politker eben durch und durch...

Anonym hat gesagt…

"das kopftuch ist eine freiwillige geste seine religion zu leben, das kreuz in einer öffentlichen schule ist eine aufoktruktion vom staat."

Ach, wenn das so ist, dann sollen die Lehrer privat ein rotes Kreuz auf weißem Grund aufs Pult stellen. Ich mein, ist ja privat, kann ja jeder machen, was er will.

P.S.: Es geht um religiöse Symbole in öffentlichen Gebäuden in einem laizistischen Staat. Und da sollte es - eurer Logik zufolge - wurscht sein, ob man die auf dem Kopf oder an der Wand hängen hat. In der Türkei ist man diesbezüglich übrigens recht eindeutig.

Aber es wundert mich nicht, dass sich Gebi dazu nicht äußert.

Eine Frage trotzdem noch, Gebi: Es gibt bereits Kindergärten und Schulen in Österreich, da werden die Eltern aufgefordert ihren Kindern keine Gummibären oder sonstige Produkte, die nicht halal sind, mitzugeben. Auch werden von den Speiseplänen der Schulen Gerichte mit Schwein gestrichen, alles aus Toleranz und Rücksichtnahme. Da hört man von dir kein Sterbenswort.

Aber gut, ich versteh dich ja, gegen Christen sein ist erstens verdammt cool (nein, bin selbst nicht gläubig) und zweitens hättest du bei den Moslems ernsthaft mit Widerstand zu rechnen.

Gebi Mair hat gesagt…

Es gibt wohl einen Unterschied zwischen dem, was eine Schule an die Wand hängt und dem, was sich LehrerInnen um den Hals oder den Kopf hängen. Ich sehe LehrerInnen in der Schule nicht als VertreterInnen des Staates, die deshalb ohne religiöse Zeichen auftreten müssen. Das ist die liberale Interpretation der Rolle von LehrerInnen. Aber man kann es auch anders sehen, dann muss man neu darüber reden, ob Kopftücher und Kreuze bei LehrerInnen verboten werden müssten. Ich sehe dieses Verbot aber nicht als sinnvoll, weder für Kreuze um LehrerInnenhälse noch für Kopftücher um ihre Köpfe.

Schweinefleisch ist übrigens qualitativ ein ganz schlechtes Fleisch, wenn das vom Speiseplan verschwindet ist es nicht schade. Und Gummibärchen enthalten Glutamat, auch nicht gerade gesund. Ich finde es nicht schade, wenn die beiden Dinge aus dem Kindergarten verschwinden. Dass jemand sie mit der Begründung verbietet, sie seien nicht halal ist mir aber neu. Ich würde in so einem Fall um einen Beweis bitten, weil behaupten kann das jeder.

Anonym hat gesagt…

Schweinefleisch von einem österr. Kleinbauer ist qualitativ weit besser als ein Rindfleisch aus einer Tierfabrik! Sag mal, bist du jetzt ganz übergeschnapt? Jeder österr. Bauer, der qualitativ hochwertiges Schweinefleisch produziert sollte dir dafür eine Watschn geben. Anders lernst du es wohl nicht! Weiters ist die Massentierhaltung (hauptsächlich rindfleisch) in Südamerika ein enormes Umweltproblem.

zum Glutamat. da Tomaten bis zu 1% freies Glutamat ethalten, werden diese nun auch verboten? p.s. die Studien über die gefährlichkeit von Glutamat sind umstritten. Und bei der Menge an Glutamat, die in Gummibärchen enthalten sind, wären schon große Mengen notwendig um zum Chinarestaurant-Syndrom zu führen....

kleiner Ratschlag: Wenn du schon unter Bildungsmangel leidest, so informier dich doch bevor du einen Beitrag schreibst.

p.s. Wo ist deine Empörung, dass der Staat Atheisten religöse Feiertage aufzwingt? Wo ist die Empörung, dass der Staat den Firmen die Auszahlung eines Weihnachtsgeldes aufzwingt, was ja nur durch ein religiöses Fest entstanden ist?

Anonym hat gesagt…

"Schweinefleisch ist übrigens qualitativ ein ganz schlechtes Fleisch, wenn das vom Speiseplan verschwindet ist es nicht schade. Und Gummibärchen enthalten Glutamat, auch nicht gerade gesund. Ich finde es nicht schade, wenn die beiden Dinge aus dem Kindergarten verschwinden. Dass jemand sie mit der Begründung verbietet, sie seien nicht halal ist mir aber neu. Ich würde in so einem Fall um einen Beweis bitten, weil behaupten kann das jeder."

Gott, ich hab gewettet, dass das kommt. Danke, Danke, Danke. Das erinnert mich irgendwie an die skandinavischen Emanzen, die neuerdings den jungen einheimischen Mädels empfehlen, keine Röcke mehr zu tragen, damit sich die Bereicherer nicht mehr provoziert fühlen müssen.

http://www.pi-news.net/2008/10/kein-schweinefleisch-in-frankfurter-schulkantinen/

Aber du kannst gerne mit deinen Wiener KollegInnen reden, da siehts gleich aus.

Ich finds ja einfach nur drollig. Wenn sich Einheimische mittlerweile in den Schulen als "Schweinemenschen" beschimpfen lassen müssen, dann ists dem Gebi wurscht. Müssen sich einheimische Mädels als "Huren" und schlimmeres beschimpfen lassen, und werden sie pogromartig von Bereicherern aufgrund ihrer Herkunft durch Innsbruck getrieben, ists dem Geberl wurscht. Müssen sich Lehrerinnen anpöbeln lassen, weil sich die Bereicherer nix von Frauen sagen lassen, ists dem Gebi wurscht, da kommt nix von wegen Laizismus an den Schulen. Wenn sich nichtchristliche Jugendliche oder v.a. auch jugendliche OHNE Religionsbekenntnis an den Schulen von Bereicherern bedrohen lassen müssen, juckt des den Gebi überhaupt nicht.

Aber wenn ein Stück Holz an der Wand hängt, dann ist er live dabei. jämmerlich.

Anonym hat gesagt…

P.S.: Wie ein Vorposter schon bemerkt hat: Es geht vor allem um die Qualität des Fleisches. Und da garantier ich dir, dass so ein Putenfilet aus einer Massenhaltung um ein x-faches ungesünder ist als ein Schwein aus Bio-Haltung.

Aber wenn du dir schon über die Herkunft des Essens solche Gedanken machst: Soll in Zukunft Fleisch von geschächteten Tieren mit in die Schule gebracht werden dürfen? Wenn dir schon die Güte so von Wert ist.

Und zu deinen liberalen Prinzipien: Schön so. Dann sollen sich halt ein paar gläubige Schüler zusammenreden und ganz privat ein Kreuz an die Wand hängen. Am besten in jeder Klasse. Und jeder Schule. Freiwillige gibts sicher genug. Da musst dann halt liberal und tolerant sein, weil ist ja privat, wie bei den Kopftüchern. ;-)

P.P.S: Es geht nach wie vor um religiöse Symbolik in öffentlichen Räumen. Die ist entweder erlaubt oder nicht. Ist sie es, gilt das auch für Kreuze an der Wand. Ist sie es nicht, gilt das auch für Kopftücher. Wurscht ob privat oder öffentlich finanziert. Siehe Türkei.

Anonym hat gesagt…

P.P.P.S.: Sollte das jetzt der Gang der linken Argumentation sein: Ich kann den Schülern nur empfehlen, die Kreuze an den Wänden der Schule abzuhängen, sie der Schule dann für einen symbolischen Preis abzukaufen und sie dann ganz privat wieder aufzuhängen. Das geht ja nach Gebi.

Wie gesagt, ich bin komplett ungläubig, aber da gehts nur ums Prinzip. Nur weil ein paar Liberale das von ihnen als solche erkannte Fundament unserer Kultur aushebeln wollen, und dabei für strenggläubige Moslems unter jedem nur erdenklichen Vorwand Ausnahmen zu machen bereit sind, muss man das nicht in unterwürfigem Gehorsam nachvollziehen. Wie gesagt, ich kann mit Religion überhaupt nicht, aber so gehts ja wirklich nicht.

Anonym hat gesagt…

"Ich habe geschrieben, dass ich als Atheist finde, dass Religionsfreiheit auch die Freiheit von der Religion ist."

zur erinnerung: „Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen in der Öffentlichkeit oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung eines Ritus zu bekunden.“

du magst dich aufgrund deiner herkunft gerade mit diesem punkt schwer tun. aber dein persönlicher hintergrund sollte deine politische Arbeit nicht leiten.

letztendlich ist die österreichische lösung, dass ein kreuz aufzuhängen ist, wenn die mehrheit der schüler einem christlichen bekenntnis anhängt, als nicht unintelligent zu bezeichnen. wandelt sich die struktur der bevölkerung, so löst sich das "problem" kreuz von alleine.

warum schaffen atheisten es viele atheisten nicht, mit respekt vor die religiösen symbole anderer zu treten? letztendlich ist es oft nichts anderes als fundamentalismus.

Die frage nach einem gott ist für uns weder in die eine noch in die andere Richtung mit sicherheit zu beantworten. der jeweils anders denkende ist daher mit respekt zu behandeln.

eine schule ist keine amtsstube sondern lebensraum von kindern und jugendlichen. einem christen ist es zumutbar ohne kreuz im klassenzimmer zu leben. einem atheisten ist es zumutbar ein religiöses symbol in diesem lebensraum zu akzeptieren, ohne sich gleich indoktriniert zu fühlen. mehrheitsentscheidungen prägen unsere gesamte politische landschaft - in diesem punkt ist sie auch sinnvoll.

Anonym hat gesagt…

@ Anonym (20:20)

In einem laizistischen Staat hat religiöse Symbolik nix in einer Schule zu suchen, fertig. Gerade weil es Lebens- und Freiraum ist, hat Indoktrinierung und dogmatische Unterwerfung da nix verloren. Deshalb ist auch eine Abschaffung des Religionsunterrichts (was hat das an einer Schule zu suchen? Gibt ja auch keine Media-Markt Kunde) und die nicht-Abhaltung der ganzen Messen (langweilt sich eh jeder zu Tode, wird jedesmal der gleiche Schmu verzapft) zu befürworten. Da muss man Gebi recht geben.

Die Kompromisslerei ist das Problem. Während er bei den Christen den harten Hund mimt, kriecht Gebi vor gewissen anderen Religionsgemeinschaften. Kreuz nein, Kopftuch nein. that easy.

"Die frage nach einem gott ist für uns weder in die eine noch in die andere Richtung mit sicherheit zu beantworten. der jeweils anders denkende ist daher mit respekt zu behandeln."

Nein, nur weil ein paar Verwirrte den Gschichten aus der "heiligen Schrift" glauben schenken, muss man das noch lange nicht respektieren. Schon mal was von den Apokryphen gehört? Gewusst, das Jesus zum Spass Tiere tötete, um sie dann wieder zum Leben zu erwecken? Der Vatikan soll mal das ganze Zeugs veröffentlichen, dass er wohlweislich in irgendwelchen Archiven vergammeln lässt. Ich glaub, da wärs ziemlich bald vorbei mit dem ganzen Zeugs.

Der Imam hat gesagt…

Lächerlich Gebi unglaublich lächerlich!!
Ich bin auch Atheist, aber was uns unterscheidet: Ich bin TOLERANT! Ich toleriere andere Religionen! Auch die römisch-katholische und ihr Kreuz. Du redest von schwachem Selbstbewustsein, mich stört das Kreuz nicht, dich schon. Denk drüber nach...
Setz die wenigstens für unterdrückte, türkische Frauen ein, ist sinnvoller als das Kreuzthema. Schon mal überlegt, wenn Türkei in die EU will, müssen sie dann auch die Mohammed Bilder aus den Klassen entfernen? Würden sie das machen? Natürlich nicht!!!!


Ich fühle mich von deiner Partei belästigt, darf ich das auch beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof einreichen?

Anonym hat gesagt…

Iman schlecht informiert, sehr schlecht.
Abgesehen von dem Verbot eines Abbildes Mohammeds ist in der Türkei herrscht eine strikte Trennung der Religion und Politik.
Es gibt weder Bilder Mohammeds in den Klassenräumen noch sonst wo.