Sonntag, 8. November 2009

"Entschlossenheit zeigen"

"Entschlossenheit zeigen" wollen ÖVP und SPÖ laut heutiger Tiroler Tageszeitung in Wörgl. Ihre "Entschlossenheit" zeigen sie dadurch, indem sie die städtischen Wohnungen nur mehr jenen WörglerInnen zur Verfügung stellen, die deutsch können. Deutsche Wohnungen für Deutschsprachige! sozusagen.

Die Sache ist klar rechtswidrig und widerspricht der EG-Richlinie 109/2003. Damit haben alle Betroffenen, denen die Wohnung aufgrund fehlender Deutschkenntnisse verweigert wird die Möglichkeit, dagegen zu klagen. Aber das ist für mich der uninteressante Punkt. Interessanter finde ich eine andere Frage:

Warum zeigt man "Entschlossenheit", wenn man zwei Dinge mit einander verknüpft, die mit einander nichts zu tun haben? Sprachkenntnisse und soziale Bedürftigkeit. Eine städtische Wohnung erhält man ja wohl, mein man sozial bedürftig ist und sich auf dem freien Markt keine Wohnung leisten kann. Dass es - schon im Interesse der Menschen selbst - besser ist, wenn sie Deutsch lernen ist schon auch richtig, hat aber eigentlich mit der Wohnungsvergabe nichts zu tun.

Ich glaube ja fast, dass hier jemand Fremdenhass mit "Entschlossenheit" verwechselt. Dass dies allerdings nicht nur in der ÖVP, sondern auch in der SPÖ passiert spricht für einen größeren kollektiven Irrtum.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Gebi,

Da du mit dem Goldlöffel im Zuckergoscherl aufgewachsen bist und dir so überhaupt keinen Reim auf die Probleme der "kleinen Leut" machen kannst, erklär ich dir jetzt, um was es geht.

Die ganze Idee ist natürlich hauptsächlich gegen Türken gerichtet, da gibts nix zu deuteln. Und da man schlecht hergehen kann, und den Türken den Zugang zu Wohnungen verwehren kann, macht mans halt an der Sprachkenntnis fest. Das deshalb, da es - gerüchteweise - tatsächlich noch eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen aus der Türkei geben soll, die selbst in der dritten Generation in diesem Land nicht einmal die "Basics" der deutschen Sprache beherrschen. Dafür aber schon stolze Besitzer eines österreichischen Passes sind.

Jetzt ist es halt so, dass die Sprache der beste Indikator für Integration ist. Wenn ich also Wohblocks mit Menschen vollpropfe, die sich so verhalten wie im Heimatland, das heißt in unserem konkreten Fall: den Müll da liegen lassen, wo er grad produziert wird; bis spät in die Nacht Lärm machen, so dass die Dhimmi-Familien und ihre Kinder, meist auch sozial bedürftig, um ihre Ruhe gebracht werden; die Dhimmi-Frauen geschimpft und bepöbelt werden; die Dhimmi-Kinder beschimpft und bepöbelt werden; dem Pass-Land selbst viele Kinder geschenkt werden, die die Dhimmis von kleinauf mit ihrem Fachwissen aus dem Schimfwörterbuch und später mit Polizeibesuchen unterhalten; lustige Familienfeste veranstaltet werden, auch bis weit in die Nacht und mit allerlei exotischen und köstlichen Gerüchen; die Hausordnung für nicht bindend gehalten wird - wenn ich also diese Leute ungehindert in die Wohnblocks lasse, dann mache ich damit allen anderen Menschen das Leben zur Hölle. Das heißt wiederum, das die Menschen da ganz, ganz traurig werden und wegziehen. Und damit gefährde ich dann wieder den sozialen Frieden in dem Land, weil sowas könnte man dann als kalte Vertreibung ansehen. Da gehts dann meistens um Schicksale.

Ich weiß, aus der Sicht von einem, der immer nur die Hand aufgehalten hat, und Ausländer nur von Workshops, Weltreisen und aus Restaurants kennt, hört sich das an wie eine Ansammlung von bösen Vorurteilen. Aber für viele Menschen ist das die bittere Realität.

Ich weiß, all das juckt dich als klassebewussten Weltenbummler einen Dreck. Ich hab daher einen Vorschlag für dich. Du hattest da mal so eine Aktion am laufen, wo dich deine Parteikumpels zum Fressen und Saufen eingeladen haben (Rent a Gebi oder so). Du machst das jetzt so: Du mietest dich gegen Kost und Logis in einem "Brennpunktbezirk" oder "Brennpunktblock" bei einer Familie ein, die die obigen Probleme hat. Stellst dich unseren muslimischen MitbürgerInnen als der homosexuelle neue Nachbar vor, und versuchst mittels Mediation und Dialog die Probleme auszuräumen.

Ich geb dir vier Wochen, dann schreist nach deinem Goldlöffel.

Also: 1.) Nicht alles, was nach Fremdenhass klingt, ist auch Fremdenhass
2.) Ab und an kann man auch mit Betroffenen sprechen. Und wenn man dazu keine Lust hat und auch sonst nix checkt: Einfach die Fr**se halten.

Gebi Mair hat gesagt…

Lieber Anonym,

ich gehe davon aus, dass das eine Einladung zu dir nach Hause ist. Du wirst ja hoffentlich an einem dieser Brennpunkte wohnen und nicht von etwas schreiben, von dem du keine Ahnung hast. Ich ziehe also gerne bei dir ein und schaue mir die Sache vor Ort an.

In meinem Elternhaus in Fulpmes (3 Wohnungen) war, seitdem sie fertig ausgebaut war immer eine Wohnung von einer türkischen Familie bewohnt. Auch im Haus meiner Großeltern gab es eine Art Gastarbeiter-Wohnung für eine türkische Familie, deren Vater in der Schmiede gearbeitet hat, und er ist auch geblieben, als er eines Tages nicht mehr dort gearbeitet hat.

Ich bezweifle nicht, dass es Probleme gibt. Ich bezweifle aber stark, dass fremdenfeindlich motivierte Maßnahmen wie diese dazu beitragen, dass die Probleme in irgend einer Form kleiner werden. Der Ausschluss vieler MigrantInnen in Innsbruck aus der städtischen Wohnungsvergabe hat zu einer Konzentration an der Haller Straße geführt. Was wird wohl in Wörgl passieren, wenn man MigrantInnen aus der städtischen Wohnungsvergabe ausschließt?

Anonym hat gesagt…

jetzt ist man auch schon fremdenfeindlich, wenn man erwartet, dass zuwanderer die sich nicht selbst erhalten können deutsch lernen sollen.....
lange wirds nicht mehr dauern, bis man fremdenfeindlich ist (zumindest in den augen der grünen), wenn man deutsch spricht......
warum sollten menschen, die vom staat erhalten werden müssen nicht auch ein wenig integrationwillen zeigen und die sprach lernen?

Anonym hat gesagt…

p.s. die von dir genannanten türken, konnten die deutsch?

ich hat gesagt…

Zwei Pfarrer unterhalten sich über ihre Verpflichtungen der letzten Woche. Sagt der Erste: "Ich hatte eine Hochzeit und zwei Beerdigungen." Meint der Zweite: "Ich hatte zwei Begräbnisse und eine Kompostierung." – "Was ist eine Kompostierung?" – "Na ja, auch die Grünen kommen in die Jahre ..."

nachzulesen im "Tiroler Sonntag", der Kirchenzeitung der Diözese Innsbruck vom 8. 11. 2009 auf S. 20 in der Rubrik "Wer zuletzt lacht ..."
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a)
ich find' den witz in einer offiziellen kirchenzeitung eigentlich eine (hintergründige) frechheit
b)
ich kann mit den GRÜNEN - bei aller sympathie für ihre übrigen anliegen - auch nicht mehr, weil sie in der ausländerfrage dem eigenen land permanent in den rücken fallen und sich jedem moslem oder mohren anbiedern.

grüßgott,
es

Anonym hat gesagt…

Ja ja, ich weiß, jeder Grüne kennt zumindest einen Asylanten/Ausländer/Mihigru, meist Teppichverkäufer/Liedermacher, der echt voll super integriert ist. Und dann kommt das Lumpenproletariat aus den Stadtwohnungen, und erzählt was von unhaltbaren Zuständen.

Zu der Einladung: Ich kann dich gerne mal hinterm Haus Holz hacken lassen. Ansonsten muss ich dich enttäuschen, ich wohn so wie du und die meisten deiner GenossInnen in einer unbereicherten Gegend. Allerdings hör ich von Reutte bis Kufstein überall dasselbe: Wo MEHRERE Türken zuziehen, gibts die genannten Probleme. Jetzt kann es natürlich sein, dass mich meine Bekannten/Verwandten anlügen und auch ansonsten eine riesige Verschwörung gegen die Türken läuft.

Allerdings nehm ich meine eigene Alltagserfahrung mit Türken, v.a. mit Jungen, addiere sie mit denen der anderen Menschen und mach mir dann so mein Bild.

Und wenn mittlerweile sogar die SPÖ auf den rollenden Zug aufspringt (auch Frau Rudas ;-)) seh ich mich nur bestätigt.

P.S.: Es gibt Probleme? ach, welche denn?

P.P.S.: Was hast du denn gegen die Haller Straße? Die ist doch perfekt bereichert? Sag bloß, sie ist dir nicht bunt genug.

Der Imam hat gesagt…

Endlich einmal einen gute Tat für den Tiroler Bürger, Hut ab!!
Es ist wohl unfair, lieber Gebweich, gegenüber denen die sich integrieren und deutsch lernen!!!!
Wer ist im kollektiven Irrtum: Du und deine Tirol bzw.Österreich hassende Partei.
Bleibt bitte beim Thema Umweltschutz, alles andere ist zu hoch für eure Intelligenz.

ps:du wirst in keinem Land dieser Welt eine Stadtwohnung bekommen, ohne die jeweilige Landessprache auch nur ein bischen zu können, du Möchtegern Weltverbesserer

Tiefachtungsvoll
ein "Wunsch" Wörgler

Anonym hat gesagt…

DIe intention weiterer auszugrenzen bewirkt genau das was hier wieder kritisiert wird: eine getthoisierung
Man braucht sich also nicht wundern wenn die Integrationwilligkeit eher zurückgeht als zunimmt.

aber es wird ja immer mit zweierlei Mass gemessen.
Die burgenländiche Gemeinden in den USA, die Tradition und Kultur erhalten, soweit die Tiroler Gemeinden in Südamerika, werden hoch gelobt, wie heimatverbunden sie sind, aber die Türken in Österreich sollen jegliche eigene identität aufgeben?

Anonym hat gesagt…

lieber gebi,

zuallererst möchte ich mich bei dir dafür bedanken, dass du trotz so vieler anfeindungen, teilweise auf unterstem niveau, so viel kraft und energie darauf verwendest den schwachen unserer gesellschaft zu helfen.


als überzeugter christ, für den das gebot der nächstenliebe über allem steht, freut es mich das du gerade bei solchen gelegenheiten immer wieder aufzeigst welche ungerechtigkeit hier eigentlich herrscht.

natürlich gibt es im bereich der integration einen gewaltigen aufholbedarf (30 jahre notorisches staatliches nichts tun hinterlässt natürlich spüren)aber dank menschen die nicht nur auf feindbilder losschlagen sondern ehrliche und zukunftsweisende ansichten vertreten, auch wenn diesen von einem teil der bevölkerung mit hass und intoleranz begegnet wird, sehe ich doch das licht am ende des tunnels.

mach bitte weiter so und lass dich nicht unterkriegen.


hochachtungsvoll,

ckw

Beobachter hat gesagt…

Zuerst bleibt festzuhalten, dass die "Wörger Maßnahmen" ohnehin nur den Versuch einer Abfederung der befürchtreten "Rache" der betroffenen Wähler bei der bevorstehenden Gemeinderatswahl darstellen.

Nach der Wahl werden diese Maßnahmen von jenen, welche Wörgl zu ersten "multrikulturellen Stadt" erhoben und sogar Wahrzeichen nach türkischen Massenmörder (Bsp.: Ata Türk Brunnen u.a.) benennen, ohnehin augeweicht bzw nicht exekutiert.

Dass jedoch ein paar Linksträumer, welche sich teilweise sogar christlich tarnen (siehe Vorposter) das Verlangen des Erlernens der Amtssprache DEUTSCH nach Jahrzehnten als Voraussetzung für die Zutilung von öffentlich geförderten Wohnungen als umenschlich etc kritisieren wirkt schon mehr als lächerlich, denn:

1) Es gibt mit Sicherheit keine Länder auf der Erde in denen darauf verzichtet wird die Kenntnis der Amtssprache von Zuwanderer zu verlangen, ODER SOLLEN WIR EINES TAGES IN ÖSTERREICH TÜRKISCH SPRECHEN?

Niemand will den AUSTROTÜRKEN ihre türkischen Feste und Traditionen verbieten, solange diese nicht die Lebensqualtität der autochthonen Bevölkerung beeinträchtigen. Für unsere Auswanderer insbesondere nach Nord- und Südamerika stellt die Beachtung dieses Prinzips eine Selbstverständlichkeit dar.

Die Grünen hingegen haben bereits mehrfach gefordert, Türkisch als Amtssprachen in Schulen verpflichtend auch für UNSERE KINDER einzuführen, um den "armen Migranten" entgegenzukommen.

2) Für viele Grüne insb. Gebi Mair geht es darum, den Hass auf die eigene Kultur durchzusetzen, weshalb sie jede Maßnahme, welche darauf hinzielt, auch unser Volk und unsere Gesellschaft zu schützen kollektiv verurteilen und ablehnen. Nicht umsonst erklärt sich Gebi Mair mit gewaltbereiten Personen aus dem sog. Antifaumfeld, welche ausschließlich durch Überfälle, Wahlkampfstöraktivitäten, Schmieraktionen und anderen destruktiven Aktivitäten von sich reden machen, solidarisch.
Von seiner offenen Unterstützung der Marokkanerdealer- Rauber und Vergewaltigerszene für deren Vertreter die Grünen ein Abschiebeverbot fordern, ganz zu schweigen.

Anonym hat gesagt…

"Von seiner offenen Unterstützung der Marokkanerdealer- Rauber und Vergewaltigerszene für deren Vertreter die Grünen ein Abschiebeverbot fordern, ganz zu schweigen."

Geh, das ist dem Gebi doch so wurscht. Was wirklich paradox ist, die weiblichen, meist jugendlichen Vergewaltigungsopfer erhalten vom Gender-Freak und der Frauenanwältin im Landtag genau null Solidarität. Da üben sie sich fleißig in sekundärer Viktimisierung. Besonders krass wars im Fall der 17-Jährigen, die von vier Bereicherern brutal vergewaltigt wurde. Da war sich Gebi nicht mal zu blöde, wenige Tage nach der Tat öffentlich eine vorzügliche medizinische Behandlung auf Steuerkosten für die Täter einzufordern. Von Mitleid für das Opfer- keine Spur.

Aber wehe, irgendwo hat einer mal ein Binnen-I vergessen. Da kennt er plötzlich keine Verwandte mehr.