Wir hatten Landesrat Bernhard Tilg (VP) gewarnt: Mit seiner Verschlimmbesserung wird die Rettung in Tirol teurer und schlechter. Aber er wollte nicht hören.
2009 drängte die ÖVP auf ein neues Rettungsgesetz in Tirol, das zu einer EU-weiten Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens führte. Bei der Ausschreibung selbst gab es dann für die Herren in der Landesregierung doch Einiges an Überraschung: Das Rettungswesen in Tirol ist - ehrlich berechnet - deutlich teurer als bisher angenommen. Unter anderem hatte die Landesregierung nicht bedacht, wie viel Geld die Leistung der Ehrenamtlichen spart.
Entsprechend teuer waren die Angebote aller Teilnehmer an der Ausschreibung, allesamt deutlich teurer als das bisherige System. Diese Peinlichkeit wollte sich die Landesregierung aber nicht bieten lassen. Dann trat eine undurchsichtige Phase von Verhandlungen ein, und: das letzte Angebot der Bietergemeinschaft Tirol war plötzlich günstiger.
Nun ist das Rettungswesen Neu in Tirol ein Jahr in Betrieb, und es stellt sich heraus: Das günstige Angebot deckt nicht alle Kosten ab. Das ist eigentlich überhaupt nichts Überraschendes. Davon war von dem Moment an auszugehen, wo die Bietergemeinschaft ihr günstiges Angebot gelegt hat. Die Landesregierung erinnert sich aber plötzlich an nichts mehr.
Nun gibt es seit Wochen einen kleinlichen Streit über die Mehrkosten: Die Landesregierung hat sogar einen Wirtschaftsprüfer zur Rettung geschickt. Der hat aber im Wesentlichen festgestellt, dass die Rettungsorganisationen gut arbeiten, und Kosten tatsächlich entstehen. Das reichte der Landesregierung aber auch wieder nicht. Nun wird darüber gestritten, welche Mehrkosten von der Regierung in Auftrag gegeben wurden und welche nicht.
Die gemeinnützige Rettungsdienst GmbH steht jedenfalls kurz vor der Insolvenz. Immer wieder haben die Gremien den Insolvenzantrag hinausgeschoben; die Gefahr der fahrlässigen Krida rückt damit immer näher.
Eine Rettung in der Pleite? Das wäre eine Pleite für die Landesregierung, vor allem aber für die Tiroler Bevölkerung, die die Rettung braucht.
Wir haben der Landesregierung nun eine Frist gesetzt: Es muss eine Lösung im Sinne der PatientInnen geben. Und zwar bis heute. Ansonsten kommt ein Sonderlandtag, für den sich die ÖVP warm anziehen muss. Weil wir nicht weiter zuschauen werden, wie die Regierung die Rettung in Tirol zerstört.
Heute läuft die Frist ab.
Die Regierung hat es in der Hand und ich bin gespannt.
Freitag, 27. Juli 2012
Mittwoch, 25. Juli 2012
Zoller-Frischaufs teurer Mann
Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (VP) hat sich einen Mann eingebildet, einen sogenannten Verfahrensombudsmann. Der sollte Unternehmen, die Probleme mit Zoller-Frischaufs Abteilungen im Landhaus haben, helfen. Das klingt zwar ein bisschen absurd, ist aber so.
Für den Posten wurde ein ehemaliger Wirtschaftskämmerer engagiert, für ein monatliches Fixum. Das fand damals schon die Rechtsanwaltskammer nicht besonders lustig, wie hier nachzulesen ist.
Ich habe nun einmal nachgefragt, welche Leistungen der Verfahrensombudsmann erbracht hat. Nun ja, sagen wir: klingt jedenfalls nicht überbeschäftigt. Hier nachzulesen.
Für den Posten wurde ein ehemaliger Wirtschaftskämmerer engagiert, für ein monatliches Fixum. Das fand damals schon die Rechtsanwaltskammer nicht besonders lustig, wie hier nachzulesen ist.
Ich habe nun einmal nachgefragt, welche Leistungen der Verfahrensombudsmann erbracht hat. Nun ja, sagen wir: klingt jedenfalls nicht überbeschäftigt. Hier nachzulesen.
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Dienstag, 24. Juli 2012
Gratulation, Konrad Plautz!
Konrad Plautz ist Landtagsabgeordneter der Tiroler Volkspartei, bekannt geworden unter anderem mit seiner intensiven Beschäftigung mit dem Thema Bachelor-Studium:
Feinspitze kannten ihn aber auch schon vorher beispielsweise von diesem Video als UEFA-Schiedsrichter. Auf "Englisch".
Nun ist es aber an der Zeit, Konrad Plautz zu gratulieren. Er wird nämlich heuer noch seine Masterarbeit einreichen, wie im aktuellen Bezirksblatt Stubai zu lesen war:
Ich gratuliere ihm, freue mich für ihn und frage mich nur noch: UMIT oder Azteca?
Feinspitze kannten ihn aber auch schon vorher beispielsweise von diesem Video als UEFA-Schiedsrichter. Auf "Englisch".
Nun ist es aber an der Zeit, Konrad Plautz zu gratulieren. Er wird nämlich heuer noch seine Masterarbeit einreichen, wie im aktuellen Bezirksblatt Stubai zu lesen war:
Ich gratuliere ihm, freue mich für ihn und frage mich nur noch: UMIT oder Azteca?
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Montag, 23. Juli 2012
1942 war ein gutes Jahr
Das findet zumindest die ÖVP.
Die nationalsozialistische Wehrmacht hatte den Zweiten Weltkrieg in diesem Jahr bis vor Moskau getragen. In Tirol waren KZ-Außenlager von Dachau in Betrieb, das Euthanasieprogramm war im Laufen, die Verfolgung von politischen Gegnern der Nazis, von Juden, Schwulen, Behinderten und sonstigen missliebigen Personen dauerte an.
Oder, in den Worten der Tiroler Volkspartei: "So wie vor 70 Jahren schweißt schließlich ein Grundsatz auch heute noch die Menschen im Land zusammen: sie handeln für Tirol."
So gesehen in einem Inserat der Tiroler Volkspartei im "Weekend".
70 Jahre vor 2012. Das wäre 1942. Kann die ÖVP nicht rechnen oder findet sie wirklich, dass 1942 alles gut war in Tirol?
Die nationalsozialistische Wehrmacht hatte den Zweiten Weltkrieg in diesem Jahr bis vor Moskau getragen. In Tirol waren KZ-Außenlager von Dachau in Betrieb, das Euthanasieprogramm war im Laufen, die Verfolgung von politischen Gegnern der Nazis, von Juden, Schwulen, Behinderten und sonstigen missliebigen Personen dauerte an.
Oder, in den Worten der Tiroler Volkspartei: "So wie vor 70 Jahren schweißt schließlich ein Grundsatz auch heute noch die Menschen im Land zusammen: sie handeln für Tirol."
So gesehen in einem Inserat der Tiroler Volkspartei im "Weekend".
70 Jahre vor 2012. Das wäre 1942. Kann die ÖVP nicht rechnen oder findet sie wirklich, dass 1942 alles gut war in Tirol?
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Sonntag, 15. Juli 2012
Ist die TIWAG lernfähig?
Man habe das nicht gewollt, es tue einem sehr leid, und es werde nicht wieder passieren. Das erklärte TIWAG-Vorstandsvorsitzender Bruno Wallnöfer, nachdem die TIWAG mit einem Inserat samt Landeshauptmann-Gesicht als erstes öffentliches Unternehmen in Österreich nur vier Tage nach Inkrafttreten des neuen Medientransparenz-Gesetzes gleich dagegen verstoßen hatte. Das Inserat vom 4. Juli ist hier zu sehen: es handelt sich um ein Image-Inserat nach Baubeginn für einen Druckwasserstollen. Das Problem neben der Tatsache, dass Günther Platter darin abgebildet ist, ist außerdem, dass es kein konkretes Informationsbedürfnis der Bevölkerung gibt, das mit dem Inserat gedeckt wird.
Nun, das war am 4. Juli, und die TIWAG hat sich damit entschuldigt, dass das Inserat schon früher in Auftrag gegeben worden sei. Nun, was lacht heute am 15. Juli aus einer Tiroler Zeitung? Ein Inserat der TIWAG zur Imagepflege. Gleich drei Politiker sind darauf zu sehen. Konkretes Informationsbedürfnis des Bevölkerung? Zweifelhaft. Image-Nachbesserungbedarf der TIWAG? Hoch.
Das Medientransparenzgesetz und die Tiroler Medientransparenzverordnung kennen leider keine Sanktion bei Verstößen dagegen. Nach der gelben Karte für das erste TIWAG-Inserat am 4. Juli wäre jetzt nämlich schon die nächste Sanktion gegen die TIWAG und ihren Eigentümervertreter Günther Platter fällig. Lernen muss manchmal offenbar weh tun.
Nun, das war am 4. Juli, und die TIWAG hat sich damit entschuldigt, dass das Inserat schon früher in Auftrag gegeben worden sei. Nun, was lacht heute am 15. Juli aus einer Tiroler Zeitung? Ein Inserat der TIWAG zur Imagepflege. Gleich drei Politiker sind darauf zu sehen. Konkretes Informationsbedürfnis des Bevölkerung? Zweifelhaft. Image-Nachbesserungbedarf der TIWAG? Hoch.
Das Medientransparenzgesetz und die Tiroler Medientransparenzverordnung kennen leider keine Sanktion bei Verstößen dagegen. Nach der gelben Karte für das erste TIWAG-Inserat am 4. Juli wäre jetzt nämlich schon die nächste Sanktion gegen die TIWAG und ihren Eigentümervertreter Günther Platter fällig. Lernen muss manchmal offenbar weh tun.
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Donnerstag, 12. Juli 2012
Und das goldene Fettnäpfchen geht an...
... Günther Platter!
Diesmal dafür, dass er mit diesem Selbstbeweihräucherungs-Inserat schon nach vier Tagen das neue Medien-Transparenzgesetz und seine eigene Medien-Transparenzverordnung, beide geschaffen gegen dreiste Politik-Inserate auf Steuerzahler-Kosten, bricht. Herzliche Gratulation zur Auszeichnung!
Diesmal dafür, dass er mit diesem Selbstbeweihräucherungs-Inserat schon nach vier Tagen das neue Medien-Transparenzgesetz und seine eigene Medien-Transparenzverordnung, beide geschaffen gegen dreiste Politik-Inserate auf Steuerzahler-Kosten, bricht. Herzliche Gratulation zur Auszeichnung!
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Mittwoch, 11. Juli 2012
Die Loser von der ÖVP
Englisch dürfte in der Tanzschule, die die Voraussetzung für eine Karriere in der ÖVP darstellt, keine besondere Rolle gespielt haben. Im aktuellen "Das Tiroler Blatt", einer unsäglichen Papierverschwendung, empfiehlt VP-Geschäftsführer Martin Malaun Fußballstar David Alaba, beim nächsten Treffen mit Günther Platter auf die Frage "How do you do?" einfach mit "Fein!" zu antworten.
Und dann wollte die ÖVP noch besonders lustig sein und hat mich mangels eigener Inhalte in ihrer Zeitung abgebildet und sich mit Traumdeutung versucht. Dabei haben sie als Rätsel gleich zwei Denglisch-Fehler versteckt. Wer findet sie?
Fürs Archiv übrigens: Inserenten in dieser Ausgabe der VP-Zeitung: Alpine Bau GmbH, Felder Holzbearbeitung, Roman Seilbahn, Tyrolit und ein gewisses "für Tirol", ganz in Trauerfarbe. Wie viel Geld die ÖVP wohl für die Inserate erhalten hat?
Und dann wollte die ÖVP noch besonders lustig sein und hat mich mangels eigener Inhalte in ihrer Zeitung abgebildet und sich mit Traumdeutung versucht. Dabei haben sie als Rätsel gleich zwei Denglisch-Fehler versteckt. Wer findet sie?
Fürs Archiv übrigens: Inserenten in dieser Ausgabe der VP-Zeitung: Alpine Bau GmbH, Felder Holzbearbeitung, Roman Seilbahn, Tyrolit und ein gewisses "für Tirol", ganz in Trauerfarbe. Wie viel Geld die ÖVP wohl für die Inserate erhalten hat?
Dienstag, 10. Juli 2012
Eine europäische Lücke
Open Cycle Map ist ein interessantes Projekt. Dort versucht man, die Radwege dieser Welt in einer Karte zu erfassen. Ein Klick auf diesen Link lohnt sich also. Besonders empfehlenswert ist es, einmal nach Holland zu schwenken und dann wieder zurück nach Tirol.
Nun ist es in einem flachen Land einfacher, gute Radwegverbindungen zu bauen. Aber eines fällt sofort ins Auge: In Tirol klafft eine europäische Lücke im Radwegsystem: Von Innsbruck bis zum Brenner.
Durch Tirol führen einige internationale Radrouten, darunter der Radweg Via Claudia Augusta oder der Radweg Via Bavaria Tirolensis. Der Innradweg sowieso, und das Pustertal wird auch immer beliebter. Nur von Innsbruck nach Süden ist derzeit Wüste, oder besser gesagt: Bundesstraße.
Vom Brenner südwärts wurde der Eisacktalradweg geschaffen; ein schöner Radweg, auf dem man selten allein ist. Für die lokale Tourismuswirtschaft sind europäische Radwanderwege inzwischen ein wesentlicher Faktor geworden. Gerade das Wipptal hätte dringend einen touristischen Impuls notwendig.
Und nicht zuletzt könnte sich für das untere Wipptal auch eine neue umweltfreundliche Verkehrsverbindung mit einem Radweg auftun, zumindest talauswärts. Ich habe deshalb im Landtag einen Antrag eingebracht, eine Trassenstudie zu erstellen. Ich will überprüft haben, ob es möglich wäre, einen Radweg durch das Wipptal zu trassieren. Dann gibt es noch eine Reihe von Hindernissen, an denen so ein Projekt scheitern kann, aber mich würde die Machbarkeit einmal interessieren, und ich hoffe sie interessiert andere MandatarInnen auch.
Nun ist es in einem flachen Land einfacher, gute Radwegverbindungen zu bauen. Aber eines fällt sofort ins Auge: In Tirol klafft eine europäische Lücke im Radwegsystem: Von Innsbruck bis zum Brenner.
Durch Tirol führen einige internationale Radrouten, darunter der Radweg Via Claudia Augusta oder der Radweg Via Bavaria Tirolensis. Der Innradweg sowieso, und das Pustertal wird auch immer beliebter. Nur von Innsbruck nach Süden ist derzeit Wüste, oder besser gesagt: Bundesstraße.
Vom Brenner südwärts wurde der Eisacktalradweg geschaffen; ein schöner Radweg, auf dem man selten allein ist. Für die lokale Tourismuswirtschaft sind europäische Radwanderwege inzwischen ein wesentlicher Faktor geworden. Gerade das Wipptal hätte dringend einen touristischen Impuls notwendig.
Und nicht zuletzt könnte sich für das untere Wipptal auch eine neue umweltfreundliche Verkehrsverbindung mit einem Radweg auftun, zumindest talauswärts. Ich habe deshalb im Landtag einen Antrag eingebracht, eine Trassenstudie zu erstellen. Ich will überprüft haben, ob es möglich wäre, einen Radweg durch das Wipptal zu trassieren. Dann gibt es noch eine Reihe von Hindernissen, an denen so ein Projekt scheitern kann, aber mich würde die Machbarkeit einmal interessieren, und ich hoffe sie interessiert andere MandatarInnen auch.
Montag, 9. Juli 2012
Das Stubaier Wasser
Wenn die TIWAG Wasserableitungen für ein Kraftwerk baut, dann hat das nicht nur Auswirkungen auf Flora und Fauna. Im Stubai etwa bedeuten die Planungen, Wasser aus dem Gletscherbach zu entnehmen und durch einen Stollen ins Sellrain zu leiten auch noch etwas anderes. Ein Kajakkurs am Wochenende hat mich auf eine Initiative von Kajaksportlern aus Tirol gebracht:
Mehr Infos darüber, was so eine Wasserableitung alles kaputt macht, finden sich unter www.stubaiwasser.at Anschauen, weitersagen, aktiv werden!
Mehr Infos darüber, was so eine Wasserableitung alles kaputt macht, finden sich unter www.stubaiwasser.at Anschauen, weitersagen, aktiv werden!
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Freitag, 6. Juli 2012
Wie schaut die Presseförderung in Tirol aus?
Der aktuelle Kulturbericht für Tirol ist da. Dort gibt es auch einen Bericht über die Presse- und Medienförderung des Landes. Ich darf die entsprechende Seite zur Verfügung stellen:
"VI. Presse: Keine spezifischen Förderungen"
Ob das besonders demokratiefördernd ist, wenn es keine Presse- und Medienförderung gibt aber haufenweise Regierungsinserate?
"VI. Presse: Keine spezifischen Förderungen"
Ob das besonders demokratiefördernd ist, wenn es keine Presse- und Medienförderung gibt aber haufenweise Regierungsinserate?
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Mittwoch, 4. Juli 2012
Landtag live
Heute und morgen findet die letzte Landtagssitzung vor dem Sommer statt. Unter anderem wird das wohl die letzte Landtagssitzung von Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner sein. Wir Grüne gehen jedenfalls gestärkt durch aktuelle Umfragen in die politischen Diskussionen: Laut Tiroler Tageszeitung liegen wir derzeit bei 14% (+3,5% zur vergangenen Wahl), und laut ÖVP-Umfrage liegen wir sogar bei 16-17% (+5,5-6,5%). So mag ich das!
Hier gibt es jedenfalls den Livestream aus der Landtagssitzung, heute und morgen jeweils von 9 bis ca. 19 Uhr. Erleben Sie den Tiroler Landeshauptmann, angeschlagen wie er ist:
Bei Problemen mit dem Livestream hier klicken.
Hier gibt es jedenfalls den Livestream aus der Landtagssitzung, heute und morgen jeweils von 9 bis ca. 19 Uhr. Erleben Sie den Tiroler Landeshauptmann, angeschlagen wie er ist:
Bei Problemen mit dem Livestream hier klicken.
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Dienstag, 3. Juli 2012
Neue Transparenz bei Polit-Inseraten
Seit 1. Juli gilt die Medien-Transparenz-Verordnung der Landesregierung, basierend auf dem entsprechenden Gesetz des Bundes. Seit 1. Juli darf die Landesregierung, ebenso wie die Unternehmen des Landes, nicht mehr nach Belieben Polit-Inserate schalten.
Für wen gilt das Transparenz-Gesetz bei den Inseraten? Der Rechnungshof hat drei Teillisten erstellt, in denen sich die Unternehmen wiederfinden, sie sind hier nachzulesen: Liste 1, Liste 2, Liste 3.
Und unten stelle ich die Verordnung des Tiroler Landesregierung zum Nachlesen rein. Die Landesregierung hat versucht, sich möglichst große Spielräume zu schaffen, um doch noch das eine oder andere Foto von sich unterzubringen. Klar ist aber, dass es nun eine deutliche Unterscheidbarkeit als Werbung braucht, ebenso wie einen klaren inhaltlichen Bezug, und Imagewerbung ist untersagt. Und es braucht ein Informationsbedürfnis der Bevölkerung als Voraussetzung. Wenn du zweifelhafte Polit-Inserate in Tirol entdeckst, bitte um ein kurzes Mail an mich, ich werde sie dann überprüfen.
Für wen gilt das Transparenz-Gesetz bei den Inseraten? Der Rechnungshof hat drei Teillisten erstellt, in denen sich die Unternehmen wiederfinden, sie sind hier nachzulesen: Liste 1, Liste 2, Liste 3.
Und unten stelle ich die Verordnung des Tiroler Landesregierung zum Nachlesen rein. Die Landesregierung hat versucht, sich möglichst große Spielräume zu schaffen, um doch noch das eine oder andere Foto von sich unterzubringen. Klar ist aber, dass es nun eine deutliche Unterscheidbarkeit als Werbung braucht, ebenso wie einen klaren inhaltlichen Bezug, und Imagewerbung ist untersagt. Und es braucht ein Informationsbedürfnis der Bevölkerung als Voraussetzung. Wenn du zweifelhafte Polit-Inserate in Tirol entdeckst, bitte um ein kurzes Mail an mich, ich werde sie dann überprüfen.
Verordnung
der Landesregierung vom 26.
Juni 2012, mit der Richtlinien über die Ausgestaltung und den Inhalt
entgeltlicher Veröffentlichungen von Rechtsträgern des Landes und
der Gemeinden erlassen werden
Aufgrund des § 3a
Abs. 2 des Medienkooperations- und
–förderungs-Transparenzgesetzes – MedKF-TG, BGBl. I Nr.
125/2011, wird nach Anhörung des Österreichischen Werberates als
Einrichtung im Sinn des § 3a Abs. 2 zweiter Satz MedKF-TG
verordnet:
§
1
Geltungsbereich
Geltungsbereich
Diese
Richtlinien gelten für sämtliche Veröffentlichungen nach § 2
Abs. 1 Z. 1 und 2 MedKF TG
(im Folgenden: „Veröffentlichungen“), die von Organen des
Landes oder der Gemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnern in
Auftrag gegeben werden.
§
2
Unterscheidbarkeit
Unterscheidbarkeit
(1) Bei der
Beauftragung einer Veröffentlichung ist der Auftragnehmer
vertraglich dazu zu verpflichten, eine eindeutige Kennzeichnung
vorzunehmen.
(2)
Veröffentlichungen in Radio- und Fernsehprogrammen sowie in
Sendungen von Abrufdiensten sind mit den Worten „Entgeltliche
Einschaltung des/der“
oder „Eine
entgeltliche Information des/der“
oder „Bezahlte
Anzeige des/der“
jeweils unter Beifügung der Bezeichnung des Organs des
betreffenden Rechtsträgers oder eines diesen eindeutig
identifizierbaren Logos zu kennzeichnen. Veröffentlichungen in
einem periodischen Druckwerk, einem wiederkehrenden
elektronischen Medium oder auf einer Website sind die Worte
„Entgeltliche
Einschaltung“
oder „Bezahlte
Anzeige“
deutlich sichtbar beizufügen.
(3)
Veröffentlichungen nach § 2 Abs. 1 Z. 2 MedKF-TG
sind so zu gestalten, dass eine Verwechslung mit dem redaktionellen
Teil des Mediums ausgeschlossen ist.
§ 3
Eindeutiger inhaltlicher Bezug zur Tätigkeit
Eindeutiger inhaltlicher Bezug zur Tätigkeit
Im Sinn des § 3a
Abs. 1 erster Satz in Verbindung mit Abs. 2 Z. 2
MedKF-TG muss bei einer Veröffentlichung der inhaltliche
Zusammenhang mit dem Wirkungsbereich eines Rechtsträgers oder
der Bezug zur Tätigkeit dieses Rechtsträgers eindeutig gegeben
sein. Zu diesem Zweck dürfen Veröffentlichungen ausschließlich
jene Aufgaben thematisieren, die zum Aufgabenbereich des
Rechtsträgers zählen. Dazu zählen auch Tätigkeiten, die erst nach
abgeschlossenem Gesetzgebungsverfahren zu einem späteren
Zeitpunkt in Wirksamkeit treten, wie etwa Informationen über
den Inhalt von Begutachtungsentwürfen und Regierungsvorlagen.
§
4
Sachinformation und konkretes Informationsbedürfnis der
Allgemeinheit
Sachinformation und konkretes Informationsbedürfnis der
Allgemeinheit
(1) Im Weg von
Veröffentlichungen darf ausschließlich Sachinformation
vermittelt werden. In Veröffentlichungen ist daher die
ausschließliche oder auch nur teilweise Vermarktung der
Tätigkeit eines Rechtsträgers untersagt. Eine solche Vermarktung
liegt insbesondere dann vor, wenn die Veröffentlichung
überwiegend der Imagepflege des Rechtsträgers dient.
(2) Die
transportierte Sachinformation muss entweder der Deckung eines
konkreten und aktuellen Informationsbedürfnisses der Allgemeinheit
dienen oder sonst einen feststellbaren potentiellen Nutzen für den
Adressatenkreis der Veröffentlichung bei Verwertung der
Sachinformation vermitteln. Dies gilt auch bei der Bezugnahme auf
vergangene, gegenwärtige oder aktuell zukünftige Tätigkeiten des
Rechtsträgers.
(3)
Als nach Abs. 1 und 2 zulässige Veröffentlichungen gelten
insbesondere Informationen über:
a) die rechtliche
Zuständigkeit eines Rechtsträgers für bestimmte
Lebensbereiche der Bürgerinnen und Bürger,
b) gesetzliche
Bestimmungen einschließlich bevorstehender oder bereits erfolgter
Änderungen im Wirkungsbereich eines Rechtsträgers,
c) Serviceangebote
des Rechtsträgers,
d) Verbesserungen
im Angebot bei Tätigkeiten und Servicefunktionen des
Rechtsträgers,
e)
Arbeitsplatzangebote,
f) barrierefreie
Zugänge zu den Angeboten des Rechtsträgers,
g) Hilfestellungen
für Bürgerinnen und Bürger in bestimmten Lebenslagen,
h) Informationen,
die im öffentlichen Interesse stehen, innerhalb des
Wirkungsbereichs eines Rechtsträgers.
§
5
Inkrafttreten
Inkrafttreten
Diese
Verordnung tritt mit 1. Juli 2012 in Kraft. Sie gilt für sämtliche
nach diesem Zeitpunkt verbreitete Veröffentlichungen.
Der
Landeshauptmann:
Der
Landesamtsdirektor:
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Montag, 2. Juli 2012
Ein Hubschrauberkauf
Das ist schon interessant: Das österreichische Innenministerium kauft Hubschrauber. Nur ein Unternehmen beteiligt sich an der Ausschreibung und erhält auch den Zuschlag. 48 Millionen Euro wandern für 8 Hubschrauber vom Ministerium an das Unternehmen Eurocopter.
Nicht lange davon entfernt wandern 138.000 Euro von der Firma Eurocopter zu einem österreichischen Lobbyisten, streng nach Rechnung. Ein Kabinettsmitarbeiter des Ministeriums geht beim Lobbyisten zur Jagd.
Die Beteiligten: Der Innenminister heißt damals Günther Platter (ÖVP), der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly, der mit der ÖVP-Ministerin und Kollegin von Platter in der Regierung, Maria Rauch-Kallat (ÖVP) verheiratet ist. Der Kabinettsmitarbeiter heißt Christian Switak.
Natürlich ist das alles ein Zufall. Es gibt keinen Zusammenhang. Nur, warum beantwortet Günther Platter die an ihn in dieser Causa gestellten Fragen nicht?
Nicht lange davon entfernt wandern 138.000 Euro von der Firma Eurocopter zu einem österreichischen Lobbyisten, streng nach Rechnung. Ein Kabinettsmitarbeiter des Ministeriums geht beim Lobbyisten zur Jagd.
Die Beteiligten: Der Innenminister heißt damals Günther Platter (ÖVP), der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly, der mit der ÖVP-Ministerin und Kollegin von Platter in der Regierung, Maria Rauch-Kallat (ÖVP) verheiratet ist. Der Kabinettsmitarbeiter heißt Christian Switak.
Natürlich ist das alles ein Zufall. Es gibt keinen Zusammenhang. Nur, warum beantwortet Günther Platter die an ihn in dieser Causa gestellten Fragen nicht?
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Samstag, 30. Juni 2012
Der Klimawandel und Tirol
Gestern gab es einen sehr interessanten Vortrag, organisiert vom Naturpark Zillertaler Alpen in Ginzling zum Thema Naturgefahrenmanagement. In Tirol überlagern sich dabei mehrere Effekte: Klimawandel, Wirtschaftswandel, Freizeitverhalten, Verkehr, Tourismus und Siedlungsentwicklung: in 50 Jahren ist die Bevölkerung in Tirol um 70% gestiegen, die Anzahl der Wohngebäude aber um 500%. Wir leben im Zeitalter des Anthropozän, wo Mensch und Natur nur mehr gemeinsam gedacht werden können: jede Auswirkung auf die Natur beeinflusst auch den Menschen und umgekehrt. Sehr spannend und gut besucht, ich werde einiges aus dem Vortrag verwenden können.
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Umwelt
Freitag, 29. Juni 2012
Ein subtiles Murmeltier
Manchmal kann Landhaus-Humor sehr subtil sein. Passend zum heutigen Standard-Artikel über Günther Platter, der seine Jagdgeschichten wieder aufwärmt, gibt es nämlich eine neue Broschüre über den Tiroler Landtag für SchülerInnen. DieHauptdarstellerin: Murmeltier Klara, die sich fragt: "Was ist der Tiroler Landtag?"
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Günther Platter
Mittwoch, 27. Juni 2012
Wir sind bereit!
Als
Grüner Landtagsklub arbeiten wir tagtäglich daran, die Politik in
diesem Land zu bewegen. Wir wollen Tirol demokratischer und
nachhaltiger gestalten. Damit wir das bestmöglich tun können,
gehört dazu auch die Frage, wie wir Grüne uns organisatorisch
aufstellen. Deshalb haben wir mit Blick auf die kommende Landtagswahl
nun auch den Landtagsklub organisatorisch neu aufgestellt. Wir
sind bereit!
Ingrid
Felipe ist seit kurzem neu im Landtag, Georg Willi orientiert sich in
Richtung Nationalratswahl. Wir haben deshalb den Klub organisatorisch
neu aufgestellt, und ich freue mich sehr darüber, dass wir eine
einstimmige Entscheidung getroffen haben: Wir haben einstimmig
Christine Baur zu unserer neuen Klubobfrau gewählt.
| Georg Willi, Christine Baur, Gebi Mair, Ingrid Felipe (v.l.) |
Ich
bin überzeugt davon, dass Christine mit ihrer Umsicht und mit ihrer
inhaltlichen Kompetenz dazu beitragen wird, dass die Arbeit der
Grünen im Landtag erfolgreich sein kann. Deshalb habe ich sie
ebenfalls gewählt, weil ich ihr für diese Arbeit voll vertraue.
Wir
haben mit Ingrid eine Kapitänin, wir haben mit Christine eine Trainerin. Und irgend jemand
muss auch die Tore schießen, das wär dann ich. Und grätschen kann ich übrigens auch.
Als Team gewinnen wir.
Mir
selbst gibt das die Möglichkeit, mich mit voller Kraft auf die
Politik zu konzentrieren, die ich am liebsten mache: nämlich Tirol
demokratischer und die Politik transparenter zu gestalten. Bei meiner
Ehr!
Und bevor
die ÖVP glaubt, sich jetzt die Hände reiben zu müssen - ich habe
so noch viel mehr Zeit, mich um ihre Machenschaften zu
kümmern. Ich wäre ja gerne nicht mehr dieser politische Stachel,
aber die Partei Günther Platters macht das notwendig.
Und
wenn einige sich in der ÖVP jetzt freuen, dass sie mich nicht im
Klubobleuterat haben, dann sage ich ihnen: freut euch nicht zu früh,
vielleicht trefft ihr mich ja irgendwann in der Regierung wieder.
Davor steht aber die Entscheidung der WählerInnen, und auf die
werden wir uns jetzt konzentrieren.
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Grüne
Dienstag, 26. Juni 2012
Freiwillig für die Umwelt
Seit 1. Juni gibt es ein neues Freiwilligengesetz in Österreich. Mit dem Gesetz wurde auch das bisher bekannte freiwillige ökologische Jahr durch ein "freiwilliges Umweltjahr" ersetzt.
Das Freiwillige Umweltjahr bietet jungen und engagierten Menschen die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Einsatzstellen im Umwelt-, Naturschutz- und Nachhaltigkeitsbereich in ganz Österreich zu engagieren. Viele können diesen Einsatz als Berufsorientierung nutzen. Für die Freiwilligen gibt es Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung und neben Unterkunft und Verpflegung noch ein Taschengeld.
Eine runde Sache, möchte man meinen. Vor allem junge Frauen haben die Möglichkeiten des freiwilligen ökologischen Jahres bisher genutzt. Außerdem entstehen nicht nur praktische Erfahrungen in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, sondern auch eine Stärkung für das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und der Umgebung des Menschen.
Nur: Das Land Tirol beteiligt sich nicht am freiwilligen Umweltjahr. Weder unterstützt das Land Tirol die Trägerorganisation noch gibt es eine Förderung für die Einsatzstellen. Zu wessen Lasten das geht? Zu Lasten der jungen Menschen und der Umwelt in Tirol. Aber das sind zwei Anliegen, für die die Tiroler Landesregierung noch nie besonders viel übrig hatte.
Das Freiwillige Umweltjahr bietet jungen und engagierten Menschen die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Einsatzstellen im Umwelt-, Naturschutz- und Nachhaltigkeitsbereich in ganz Österreich zu engagieren. Viele können diesen Einsatz als Berufsorientierung nutzen. Für die Freiwilligen gibt es Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung und neben Unterkunft und Verpflegung noch ein Taschengeld.
Eine runde Sache, möchte man meinen. Vor allem junge Frauen haben die Möglichkeiten des freiwilligen ökologischen Jahres bisher genutzt. Außerdem entstehen nicht nur praktische Erfahrungen in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, sondern auch eine Stärkung für das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und der Umgebung des Menschen.
Nur: Das Land Tirol beteiligt sich nicht am freiwilligen Umweltjahr. Weder unterstützt das Land Tirol die Trägerorganisation noch gibt es eine Förderung für die Einsatzstellen. Zu wessen Lasten das geht? Zu Lasten der jungen Menschen und der Umwelt in Tirol. Aber das sind zwei Anliegen, für die die Tiroler Landesregierung noch nie besonders viel übrig hatte.
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Sonntag, 24. Juni 2012
Adler, flieg!
Der Adler ist Tirols stolzes Wappentier, derzeit eher im Gerede weil er von Jägern "unabsichtlich" abgeschossen wird. Der Adler ist aber auch Namensgeber für eine illustre Runde Tiroler Wirtschaftstreibender, der Tiroler Adler Runde.
Die Tiroler Adler Runde hat uns einen offenen Brief geschrieben via Inserat. Das heißt, wenn man es genau nimmt, haben sie ihn eigentlich dem Landeshauptmann geschrieben:
Schluss mit der Provinzialität wird darin gefordert. Schluss mit der Selbstbeschädigung. Schluss mit den Ausreden. Verstärkter Austausch zwischen Politik und wirtschaftlicher Praxis. Oder, auf gut Deutsch: Günther, so nicht!
Hier sagt sich gerade eine Wirtschaftselite vom Landeshauptmann los, weil sie sehen, dass er nichts mehr weiterbringt im Land. Das ist nicht irgend ein Ereignis, sondern ein massiver Einbruch in der ÖVP. Der Landeshauptmann wird vermutlich wieder einmal nichts tun, oder im zweitschlechtesten Fall mit symbolischer Politik antworten.
In maßloser Selbstüberschätzung sehe ich diesen offenen Brief jetzt einfach einmal auch an mich adressiert: Die Tiroler Adler Runde reicht den AdressatInnen die Hand. Ich nehme diese Hand an und freue mich über den Austausch. Adler, flieg!
Die Tiroler Adler Runde hat uns einen offenen Brief geschrieben via Inserat. Das heißt, wenn man es genau nimmt, haben sie ihn eigentlich dem Landeshauptmann geschrieben:
Schluss mit der Provinzialität wird darin gefordert. Schluss mit der Selbstbeschädigung. Schluss mit den Ausreden. Verstärkter Austausch zwischen Politik und wirtschaftlicher Praxis. Oder, auf gut Deutsch: Günther, so nicht!
Hier sagt sich gerade eine Wirtschaftselite vom Landeshauptmann los, weil sie sehen, dass er nichts mehr weiterbringt im Land. Das ist nicht irgend ein Ereignis, sondern ein massiver Einbruch in der ÖVP. Der Landeshauptmann wird vermutlich wieder einmal nichts tun, oder im zweitschlechtesten Fall mit symbolischer Politik antworten.
In maßloser Selbstüberschätzung sehe ich diesen offenen Brief jetzt einfach einmal auch an mich adressiert: Die Tiroler Adler Runde reicht den AdressatInnen die Hand. Ich nehme diese Hand an und freue mich über den Austausch. Adler, flieg!
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Mittwoch, 20. Juni 2012
Kümmert uns die Verfassung?
Das "Tiroler landwirtschaftliche Schulgesetz" hat wahrscheinlich mehr Paragraphen als dieser Schultyp SchülerInnen hat. Das gesamte Gesetz wird derzeit novelliert, was durchaus sinnvoll ist. Im Paragraphen 4 heißt es aber, Aufgabe der Schulen sei es, "(...) die Schüler zu demokratischen, heimatverbundenen, sittlich und religiös gefestigten, sozial denkenden, weltoffenen und toleranten Personen zu erziehen (...)."
Die Erziehung zu religiös gefestigten Personen widerspricht dem Prinzip der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Jemand kann durchaus gefestigt sein, auch ohne religiös zu sein. Schließlich handelt es sich um Landwirte, und nicht um ein Priesterseminar.
Auch im Staatsgrundgesetz heißt es in Artikel 14: "Niemand kann zu einer kirchlichen Handlung oder zur Teilnahme an einer kirchlichen Feierlichkeit gezwungen werden, insofern er nicht der nach dem Gesetze hierzu berechtigten Gewalt eines anderen untersteht" - womit die Erziehungsberechtigten gemeint sind. Auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention sind Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit festgeschrieben. Und sogar innerhalb des Gesetzes gibt es einen Widerspruch, wo in § 56 festgeschrieben ist, dass der Zugang ohne Unterschied des Bekenntnisses ermöglicht wird.
Im Ausschuss des Landtages gab es dazu übrigens nur zwei Wortmeldungen. Und wieder ein Gesetz in Tirol, wo wir uns weder um die Verfassung noch um die Trennung von Staat und Religion kümmern.
Die Erziehung zu religiös gefestigten Personen widerspricht dem Prinzip der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Jemand kann durchaus gefestigt sein, auch ohne religiös zu sein. Schließlich handelt es sich um Landwirte, und nicht um ein Priesterseminar.
Auch im Staatsgrundgesetz heißt es in Artikel 14: "Niemand kann zu einer kirchlichen Handlung oder zur Teilnahme an einer kirchlichen Feierlichkeit gezwungen werden, insofern er nicht der nach dem Gesetze hierzu berechtigten Gewalt eines anderen untersteht" - womit die Erziehungsberechtigten gemeint sind. Auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention sind Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit festgeschrieben. Und sogar innerhalb des Gesetzes gibt es einen Widerspruch, wo in § 56 festgeschrieben ist, dass der Zugang ohne Unterschied des Bekenntnisses ermöglicht wird.
Im Ausschuss des Landtages gab es dazu übrigens nur zwei Wortmeldungen. Und wieder ein Gesetz in Tirol, wo wir uns weder um die Verfassung noch um die Trennung von Staat und Religion kümmern.
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Montag, 18. Juni 2012
Auf die innere Haltung kommt es an
Für den Wochenstart, das flatterte in meine Mailbox:
Update: Ehre wem Ehre gebührt - das Sujet stammt von Philipp Ploner.
Labels:
Günther Platter
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