Montag, 23. Juli 2012

1942 war ein gutes Jahr

Das findet zumindest die ÖVP.

Die nationalsozialistische Wehrmacht hatte den Zweiten Weltkrieg in diesem Jahr bis vor Moskau getragen. In Tirol waren KZ-Außenlager von Dachau in Betrieb, das Euthanasieprogramm war im Laufen, die Verfolgung von politischen Gegnern der Nazis, von Juden, Schwulen, Behinderten und sonstigen missliebigen Personen dauerte an.

Oder, in den Worten der Tiroler Volkspartei: "So wie vor 70 Jahren schweißt schließlich ein Grundsatz auch heute noch die Menschen im Land zusammen: sie handeln für Tirol."

So gesehen in einem Inserat der Tiroler Volkspartei im "Weekend".

70 Jahre vor 2012. Das wäre 1942. Kann die ÖVP nicht rechnen oder findet sie wirklich, dass 1942 alles gut war in Tirol?


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

was sind das bitte für trottel? unglaublich

Erwin Aschenwald hat gesagt…

Da passt es ja ganz hervorragend in dieses Bild, dass der schon 1932 der SS und NSDAP beigetretene Gründer des 'Aufbauwerk der Jugend' und Wallnöfer-Freund Hermann Pepeunig immer noch Träger des Sozialehrenzeichens der Landeshauptstadt ist ... wahrscheinlich, weil er 1945, 2 Tage nach Führers exitus noch einen Trupp Jugendlicher gegen die bei Scharnitz einmarschierenden Amerikaner in den Tod hetzen wollte? Eine hohe Auszeichnung des Landes Tirol bekam er auch noch, der 'Kamerad'!(vom Missbrauchs-Vertuscher und 'Naziorden-Pater'Magnus Kerner, ebenfalls Sozialehrenzeichen-Träger, reden wir hier erst gar nicht ...)
PS: Erwin Aschenwald mein Name und ich find's zum KOTZEN!

joR hat gesagt…

Wieso weiten sie die Zeitspanne nicht gleich bis zum Austrofaschismus unter Dollfuß aus? War doch aus ÖVP Sicht auch eine ganz tolle Zeit.

Anonym hat gesagt…

Schön, dass das unsere grössten Probleme sind! Ich entdecke nämlich leider nur mehr solche Postings und da muss ich sagen, eigentlich gehts uns schon verdammt gut, obwohl unsere Regierungspartei offensichtlich nich viele Schlauköpfe hat. Ein paar muss es aber doch geben, sonst würd der Gebi wirkliche und gröbere Probleme kritisieren! Ganz ehrlich, mit den Problemen, die hier aufgezeigt werden, ist dieser Blog schon fast Werbung für die ÖVP!

Erwin Aschenwald hat gesagt…

@Anonym: Sie glauben also, dass diese Probleme fast schon Werbung für die ÖVP sind?

... und in der Weltstadt Innsbruck trägt mindestens ein mehrfacher Missbrauchsvertuscher nachwievor das Sozialehrenzeichen - wahrscheinlich ist das nicht so schlimm, denn einem alten Nazi - 1932 der SS und NSDAP beigetreten - wurde seines auch immer noch nicht aberkannt ... *übergeb*
http://sport.orf.at/​stories/2132379/2101089/

Anonym hat gesagt…

Das ist wohl die Symptomatik unserer Zeit... zwischen allseits bekannter aber immer streng negierter Korruption und politisch dreister unverhohlener Vetternwirtschaft ist nur ein "Nazisager" schon gar nichts außergwöhnlich Schlimmes mehr. Wie traurig, dass diese Worte ein Nachruf auf alle politische Hoffnung sein müssen, aber so ist es wohl. Und noch viel trauriger ist, dass wir so abgstumpft von all den Meldungen sind, dass sowas "eh net so tragisch" ist. Tja ich finds tragisch. Aber man darf eben nicht vergessen, dass Politik nun mal nichts mit Moral zu tun hat.

Anonym hat gesagt…

nix ist so hervorragend, herr aschenwald. i brauch ah nit jeden innsbrucker bürgermeister oder bürgermeisterin als ehrenbürger - das is geradezu pervers. die werden alle fürstlich entlohnt.
aber ein karrieregeiler schwarzer, der mal zur hitlerpartei beigetreten ist, ist für mi jedenfalls halb so schlimm wie der ss-ler und innsbrucker ehrenbürger obenfeldner. wann endlich wird ihm die ehrenbürgerschaft aberkannt - jetzt wo ohne die grünen in innsbruck nimmer regiert werden kann, so zerstritten und dumm wie die beiden schwarzen parteien - sorry eine ist ja harnfarben - aufgrund einer zutiefst persönlichen gegenseitigen abneigung derzeit sind.

Anonym hat gesagt…

allerdings würd i jetzt nit nur das böse herauslesen. zusammenhalt find i positiv. wenn man die heutigen parteien anschaut, vor allem jene für den kleinen mann: wer weiß schon, ob man als mitglied nit morgen dafür geächtet wird?
hitler bekam fast 100% der stimmen und regierte, erfolgreich 6 jahre vor der krieg begann. hitler forderte 6x!! nachdem deutschland aufgrund der verträge nach dem 1. weltkrieg abgerüstet hat und auch die allierten das versprachen, deren abrüstung. zu beginn hitlers wilsder aufrüstung stand es 97 zu 1 zugunsten der allierten.

man muss alles sehen, von a - z. nix ist gefährlicher als auf einem auge blind sein. karrieregeile idioten, die nur kleine parteimitglieder waren und ss-ler sind für mich 2 paar schuh. letzteren gebührt unter keinen umständen eine ehrung. das ist meine meinung.