Freitag, 27. Juli 2012

Tiroler Rettung in der Pleite?

Wir hatten Landesrat Bernhard Tilg (VP) gewarnt: Mit seiner Verschlimmbesserung wird die Rettung in Tirol teurer und schlechter. Aber er wollte nicht hören.

2009 drängte die ÖVP auf ein neues Rettungsgesetz in Tirol, das zu einer EU-weiten Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens führte. Bei der Ausschreibung selbst gab es dann für die Herren in der Landesregierung doch Einiges an Überraschung: Das Rettungswesen in Tirol ist - ehrlich berechnet - deutlich teurer als bisher angenommen. Unter anderem hatte die Landesregierung nicht bedacht, wie viel Geld die Leistung der Ehrenamtlichen spart.

Entsprechend teuer waren die Angebote aller Teilnehmer an der Ausschreibung, allesamt deutlich teurer als das bisherige System. Diese Peinlichkeit wollte sich die Landesregierung aber nicht bieten lassen. Dann trat eine undurchsichtige Phase von Verhandlungen ein, und: das letzte Angebot der Bietergemeinschaft Tirol war plötzlich günstiger.

Nun ist das Rettungswesen Neu in Tirol ein Jahr in Betrieb, und es stellt sich heraus: Das günstige Angebot deckt nicht alle Kosten ab. Das ist eigentlich überhaupt nichts Überraschendes. Davon war von dem Moment an auszugehen, wo die Bietergemeinschaft ihr günstiges Angebot gelegt hat. Die Landesregierung erinnert sich aber plötzlich an nichts mehr.

Nun gibt es seit Wochen einen kleinlichen Streit über die Mehrkosten: Die Landesregierung hat sogar einen Wirtschaftsprüfer zur Rettung geschickt. Der hat aber im Wesentlichen festgestellt, dass die Rettungsorganisationen gut arbeiten, und Kosten tatsächlich entstehen. Das reichte der Landesregierung aber auch wieder nicht. Nun wird darüber gestritten, welche Mehrkosten von der Regierung in Auftrag gegeben wurden und welche nicht.

Die gemeinnützige Rettungsdienst GmbH steht jedenfalls kurz vor der Insolvenz. Immer wieder haben die Gremien den Insolvenzantrag hinausgeschoben; die Gefahr der fahrlässigen Krida rückt damit immer näher.

Eine Rettung in der Pleite? Das wäre eine Pleite für die Landesregierung, vor allem aber für die Tiroler Bevölkerung, die die Rettung braucht.

Wir haben der Landesregierung nun eine Frist gesetzt: Es muss eine Lösung im Sinne der PatientInnen geben. Und zwar bis heute. Ansonsten kommt ein Sonderlandtag, für den sich die ÖVP warm anziehen muss. Weil wir nicht weiter zuschauen werden, wie die Regierung die Rettung in Tirol zerstört.

Heute läuft die Frist ab.

Die Regierung hat es in der Hand und ich bin gespannt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Geld für die Förderung der UMIT für die Rettung abzweigen?

Anonym hat gesagt…

den Abgeordneten ihr arbeitsloses Einkommen kürzen

Anonym hat gesagt…

Gebi, kennst Du den Grundbuchsauszug des Rotes Kreuzes?
Was passiert mit den Geldern der Spender und der Blutbank?
Kannst Du darüber Auskunft geben?
Du bist ja diplomierter Bilanzbuchhalter.
Wie steht es mit den Boliden der Bosse?
Bitzte leg endlich Fakten auf den Tisch und nicht Lügen.

Anonym hat gesagt…

Gebi!
Keine Antwort ist auch eine Antwort, oder hast Du vieleicht den Schwanz eingezogen?

Anonym hat gesagt…

der gebi antwortet nicht auf fragen oder postings, die ihm nicht wohlgesonnen sind. frei nach dem motto der grünen: wir akzeptieren alle meinungen, solange sie mit der eigenen ident sind!

Anonym hat gesagt…

die rettung sagt, dass man einsparen kann, der zuständige landesrat, sagt es, eigentlich alle sind der meinung, aber der Gebi weiss es trotzdem besser. dann wirds wohl stimmen, schliesslich dagt er es am öftesten!

Stef hat gesagt…

vielleicht sollte man ja be den bezirksgeschäftsführern einsparen. die braucht eh niemand!

Anonym hat gesagt…

bei den rotkreuz beszirksstellenleitern könnte man ja anfangen. die sind eh umsonst! und kosten zu viel!

Anonym hat gesagt…

Die Leiter der Bezirksstellen kam man einsparen und bitte gleich damit anfangen, im Oberland.

Anonym hat gesagt…

Kein Wunder, dass die pleite sind. Zwei Geschäftsführer mit satten Gehältern, aber keiner von beiden hat eine kaufmännische Ausbildung genossen oder irgendwelche Erfahrung im kaufmännischen Bereich vorzuweisen! Außerdem lieber Gebi erkläre bitte mal, warum die Grünen gegen das Rettungsgesetz keine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingereicht haben. Denn Verfassungskonform kann diese Ausschreibung nicht gewesen sein.

Anonym hat gesagt…

hmmm, eine frist läuft ab, der gebi hat schon lange alles genau gewusst, aber nutzt eine ganze woche nicht, um sich zum ergebnis zu äussern. wohl wieder einmal gemeint, gscheider als alle anderen zu sein. a bissl errinnerts mich an den rogan, der glaubt auch der schlauste zu sein, aber wahrscheinlich ist der geni auch zu super zum antworten oder reagieren....

unwählbar hat gesagt…

offensichtlich ist dem gebi das thema doch nicht so wichtig, wie er tut. so ists auch eine pleite für den gebi, aber langsam gewöhnen wir uns eh dran...

unwählbar hat gesagt…

Ich bin der Meinung, dass, nach den früheren Postings, dass Gebi Mair beim Hofherrprozess nicht schuldig wäre, jeder hier wissen sollte, dass Gebi Mair selbst anerkennt, schuldig zu sein! Für alle, die den kleinen, (aus gebis sicht verständlicherweise)versteckten Link rechts oben noch nicht gesehen haben, hier noch einmal:

https://cms.gruene.at/fileadmin/tirol/download/gebi/Vergleich_P8_H.pdf

Anonym hat gesagt…

ein schuldeingeständnis müsste eigentlich, nach grünen regeln, einen rücktritt nach sich ziehen!?!

Anonym hat gesagt…

ja klar. aber hauptsach mauscheln und die wahlgewinner aushebeln wia in innsbruck.
aber dann in die hosn scheißen und nur mehr alle heiligen zeiten an stadtsenat ohalten, weil ja der platzi wieder was aufdecken könnt.

Anonym hat gesagt…

was gibt es neues gebi?
hat der ÖVP-BM eine seiner vielen funktionen zur verfügung gestellt.
Hmmmmmmm nicht schlecht?