Samstag, 24. August 2013

Kein Geld für Sotchi

Wentworth Miller tut es. Der deutsche Außenminister tut es. IOC-Mitglied Claudia Bokel tut es. Kanada tut es. Innsbruck tut es. Nur die Tirol Werbung hat es noch nicht verstanden.

Prison Break-Star Wentworth Miller hat es sehr deutlich gemacht. Als schwuler Mann könne er aufgrund der anti-homosexuellen Gesetzgebung in Russland derzeit keine Einladung dorthin annehmen. Er hoffe, dass sich die Gesetzeslage wieder ändere, dann freue er sich auch wieder über Besuche in dem faszinierenden Land. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat vor Reisen von Lesben und Schwulen nach Russland gewarnt, IOC-Mitglied Claudia Bokel hat sich sehr besorgt gezeigt, und Kanada hat aufgrund der Gesetzgebung signalisiert, russischen Schwulen und Lesben Asyl zu gewähren. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Und die Stadt Innsbruck hat es nun auf andere Weise deutlich gemacht: 25.000 Euro sollten ursprünglich für einen Werbeauftritt in der russischen Olympia-Stadt Sotchi locker gemacht werden. Das passiert nun nicht, und damit hat Innsbruck völlig recht. Olympia wird in Sotchi stattfinden. Aber man muss die Plattform für ein Land mit anti-homosexueller Gesetzgebung wie es Russland seit kurzem ist nicht auch noch finanziell unterstützen. Ein Bravo also für Innsbruck!

BMW-Werber Josef Margreiter sieht das anders. Am Dienstag will die Tirol Werbung beschließen, sich am 2 Millionen Euro schweren Österreich-Tirol-Haus in Sotchi zu beteiligen. Im Österreich-Tirol-Haus wird dann bei Champagner, Kaviar und Schlutzkrapfen darauf angestoßen, dass man sich in einem Land befindet, in dem Diskriminierungen nicht abgeschafft, sondern erst eingeführt werden.

Im Koalitionsprogramm hat sich die neue schwarzgrüne Landesregierung gegen jegliche Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen. Wer die russischen Spiele in Sotchi mit Millionen unterstützt, macht das Gegenteil. Darüber könnten einige Menschen verschärft nachdenken, bevor sie das Tiroler Werbegeld dirigieren.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schwul hin, lesbisch er. Russland ist für den Tiroler Tourismus ein interessanter Markt. Ein Werbeauftritt dort macht Sinn, auch wenn Kleinbei-Gebi zuhause bleiben muss. In Sotchi wird ihn eh niemand vermissen, woanders vermutlich auch nicht.

Anonym hat gesagt…

hier gehts ja nicht da drum, dass irgendwer wen vermisst oder dass Gebi Mair oder wer auch immer daheim bleiben "muss".
Es geht vielmehr darum, dass Josef Margreiter einen großen Fehler begeht.
Man kann doch nicht so egoistisch sein und ohne Rücksicht auf andere nur dem Geld und dem Werbezweck hinterher sein!
Mir ist bewusst, dass dies rein vom Prinzip her gute Werbemöglichkeit wäre, allerdings nicht unter solchen Bedingungen!
Wir hier in Österreich haben es endlich geschafft Diskriminierung bis zu einem gewissen Grad zu reduzieren und es ist sicher sehr hilfreich, dass wir hier in Tirol nun schwarz-grün sind, da ich der Meinung bin, dass Tirol noch srecht veraltet ist und viele Menschen an alten Mustern hängen, die wir eigentlich schon lange über Bord werfen hätten sollen!!
Was soll denn aus der Welt werden, wenn jedes Land nur Schritte zurück macht & nicht in die Zukunft geht. Eine Zukunft die eigentlich Toleranz beinhalten sollte und in der man nicht Angst haben muss, aufgrund der eigenen Gefühle ins Gefängnis zu kommen.
Indem der liebe Herr Josef Margreiter so für Tirol wirbt, ist er nicht viel besser als Russland selbst.
Auf Innsbruck bin ich allerdings mehr als nur stolz, dass es wahre Größe beweist und nicht nur ans Geschäft denkt, sondern auch an seine Bürger!
Ich vermute Sie haben ja keine Ahnung wie es ist, auf der Straße blöd angemacht zu werden, nur weil man sich nicht versteckt und glücklich ist.
Zu Ihnen hat sicher noch niemand nach einem Kuss gesagt, dass Sie doch bitte verschwinden sollen weil "es" Kinder sehen.
Nun stellen Sie sich mal vor, Sie müssten ihre halbe Identität verbergen, nur weil Ihr Land so intolerant ist.
Die einzigen die hier nicht tolerierbar sind, sind Josef Margreiter und Russland selbst!

schönen Tag noch & weiter so Innsbruck!! (:
C.

Anonym hat gesagt…

find es auch auffallend peinlich, dass ö wiedereinmal beweißt, dass es bei uns keine prinzipien gibt -.-

m

unwählbar hat gesagt…

villeicht würde es dann aber auch nicht schaden, wenn die stadt innsbruck auch sagt, dass man das nicht tut, weil russland solche gesetze hat? aber innsbrucks regierung tut das nicht! auch nicht z.b. innsbrucks grüne vzbgmin auf ihrem blog! die ist nämlich, laut blog, auf urlaub. seit 16. juli kein eintrag. vielleicht würde es auch nicht schaden, wenn in der tiroler tageszeitung klar stehen würde, "wir zahlen nicht, weil russland schwulen- und lesbenfeindliche gesetze hat!"
Aber das geht halt auch nur, wenn sich innsbrucks politikspitze auch wirklich so denkt. ansonsten ist dies hier nur wieder ein blabla blogeintrag des gebi m., der dinge behauptet, die nicht stimmen!

Anonym hat gesagt…

Gebi wenn das keine Koalitionsfrage ist, was dann? Wenn die Grünen die wirklichen Vertreter der Schwulen und Lesben sind, müssen sie jetzt ein Ultimatum stellen. Sonst ist die Glaubwürdigkeit in diesem Kernbereich der Grünen mehr als beschädigt.

Anonym hat gesagt…

"Was soll denn aus der Welt werden, wenn jedes Land nur Schritte zurück macht und nicht in die Zukunft geht?", so oben (24.08. 11Uhr 21).
Meint der Schreiber(in) mit Gebi Mair etwa, dass Lesben und Schwule die Zukunft sind? Wenn ja, dann brauchen wir in Zukunft weder eine Kooperation mit BMW oder sonstige Wirtschaftsaktivitäten, denn dann wird unser Nachwuchs auf natürliche Art einfach ausbleiben - so ist das. Aber Grüne stehen doch für Natur oder?
Lesbisch oder Schwul ist genau genommen wohl als unnatürlich anzusehen. Diese Leute sind eigentlich zu bedauern und daher recht stillschweigend zu akzeptieren.
Wenn nun ein Werbeauftritt in Sotschi abgesagt werden soll, weil in dem Land noch keine weitestgehende Gleichstellung mit normal geschlechtlichem Leuten Gesetz ist, so ist das der falsche Weg.
Olympia kann ohne Nachwuchs (Kinder) nicht weiterleben, ebenso auch nicht der sehr gut beworbene Tiroler Tourismus.
Das da bei letzterem auch die Bewerbung im großen und Ganzen stimmt, sagen die letztlich aufgezeigten Erfolgsmeldungen wieder einmal deutlich auf.

Übrigens BMW-Werber Margreiter:
Der hat es mit seinem Team auch geschafft, dass man immer mehr Radfahrer mit dem sehr auffälligen TIROL LOGO im In-und Ausland herumradeln. Aber so weit sehen die trüben Augen und Gedanken eines Gebi Mair bedauerlich nicht. Und das soll einer von unseren Politikern sein?

Anonym hat gesagt…

Ja richtig, wo kommt denn so ein gebi mayr her? Doch auch nicht von einem schwulen paar, oder? Also, lassen wir die anders gearteten schwulen und lesben gut leben, schliesslich sind es zumeist recht nette leute, aber gsnz gleichstellen mit menschen, welche normsl verlanlagt sind und somit fuer nachwuchs sorgen, sollte man diese leider abartigen nicht. Daher ist diese mayrische Attacke gegen den tirol werber margreiter klar abzulehnen.

Anonym hat gesagt…

Diese Linkslinken beschweren sich über jede Diskriminierung von Schwulen, Frauen usw.

Gleichzeitig finden sie den Islam als eine Bereicherung für unseren Kulturkreis.

Wie geht das zusammen?

Anonym hat gesagt…

Dieser meier - ganz nach dem lied: so ein dodl mit der rodl....

Anonym hat gesagt…

Genau das ist der Punkt! Man denke nur an den ehem. "grünen" GR Isilak. Da haben weder der Herr Mair noch die Frau Felipe klare Worte gefunden, als dieser gemeint hat, er sei gegen die Gleichstellung von Homosexuellen aus religiösen Gründen. Solch peinliche Dinge lässt man dann doch lieber unter den Tisch fallen, um sie unter den Teppich kehren zu können. Manche Grüne, die gegen die christlichen Kirchen polemisieren und auch vom Islam keine Ahnung haben, spielen sich nur deshalb als VerteidigerInnen des Islam auf, um billig Stimmen zu fangen. Die Religion kennen sie ebenso wenig wie die tatsächlichen Lebensverhältnisse der Menschen.

Anonym hat gesagt…

Wenn Sie hier noch einmal von "Abartigen" schreiben, können Sie mit einer Anzeige rechnen. Das garantiere ich Ihnen. Ich bin mit dem Herrn Mair nicht einverstanden, aber Ihre Stellungnahme ist eine Zumutung. Es spricht aber ohnehin für sich, dass der Gute nicht einmal in eigener Sache auf derartige Postings reagiert. Er knickt in letzter Zeit ja überall ein.

Anonym hat gesagt…

Für den Standort Tirol zu werben sichert Arbeitsplätze. Insbesondere der russische Markt hat noch viel Potential. Aufgrund der diskriminierenden Einstellung eines Landes gegenüber Homosexuellen auf ein derart wichtiges Investment zu verzichten ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen, beziehungsweise das sprichwörtliche "Kind mit dem Bade auszuschütten".
Das eine ist, ob die Leute in unserem Land Arbeit und damit was zu essen und ein Dach überm Kopf haben. Das andere ist die Möglichkeit, seine/ihre sexuelle Ausrichtung offen leben zu können. Um darauf hinzuweisen, gibts andere Möglichkeiten, zum Beispiel die geschlossene Stimme der Bundesfraktion.
Meine Einschätzung ist, dass du, Gebi, deine Homosexualität zu allen möglichen und unmöglichen Zwecken zur Schau stellst und damit für billige Politpolemik missbrauchst. Auch eine Art der Diskriminierung!

Anonym hat gesagt…

Na gut, entschuldigung beim schreiber vom 26.8. Um 19:18.
Allerdings: ein sehr sehr hoher prozentsatz von geschlechtlichen verbindungen ist und bkeibt wohl die cerbindung von mann un frau, meine ich.

Alles andere ist... na, nenn sie das wie es ihnen gefaellt .

Anonym hat gesagt…

Werbung fuer tirol und oesterreich einstellen? dafuer diese werbegelder fuer homo und lesbi aktzeptanzen einsetzen ? Wie sagte da ein hans peter heinzl immer: gute nacht oesterreich!

Anonym hat gesagt…

Das IOC bietet der russischen Homophobie eine Plattform und die innsbrucker Grünen bieten dem ioc eine plattform, indem sie die olympischen kinderspiele (!) zulassen. klare linie, durch die grüne brille!