Mittwoch, 9. Januar 2013

Lieber Billa,

ich mein: ernsthaft? Ich kaufe oft bei dir ein. Du bist der nächstgelegene Supermarkt. Du hast zwar nicht immer das, was ich gern hätte. Aber du bist am wenigsten kompliziert. Gestern aber habe ich mich gefragt: Muss das wirklich sein?


Am 8. Jänner gibt es bei dir Erdbeeren. Aus Spanien und Ägypten. Denen sieht man übrigens auch an, dass sie nicht schmecken können. Was man ihnen leider nicht ansieht ist das CO2, das für ihren Transport produziert wurde. Das wirkt sich aber sowieso in ärmeren Ländern dramatischer aus als bei uns, vielleicht ist es euch deshalb egal.

Mir ist es nicht egal. Diese Erdbeeren sind echte Klimafresser. Eure Kunden scheinen die Erdbeeren im Jänner ja auch nicht zu wollen. Sonst müsstet ihr nicht gleich eine 1+1-Gratis-Aktion daraus machen. Also bitte lieber Billa: Ich hätte es gerne möglichst saisonal. Und wenn regional und bio manchmal auch noch geht, dann wär mir das besonders recht. Und niemand muss Erdbeeren im Jänner essen. Die schmecken in ein paar Monaten, wenn sie aus Tirol kommen nämlich auch viel besser.

Update: 24 Stunden später sieht der selbe Korb so aus. Die spanischen und ägyptischen Jänner-Erdbeeren werden offensichtlich gekauft. Ein Argument mehr dafür, sie um diese Jahreszeit gar nicht erst anzubieten, sondern dann wenn sie Saison haben.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Welch neueste Erkenntnis...

Dafür zahlen wir dich mit unseren Steuern! Ist dir das nicht selbst auch ein wenig peinlich?

Gebi Mair hat gesagt…

Nein. Vielleicht motiviert es dich ja, dem Billa zu schreiben so wie ich das mache.

Miso hat gesagt…

Und gleizhzeitig sind in Tirol die größten Jammerlappen von wegen LKW Aufkommen zu Hause. Natürlich erzeugen den NUR die anderen und nicht wir selbst.

Anonym hat gesagt…

erdbeeren gibts übrigens auch beim M-Preis, Spar, Metro, Hörtnagl,...

Schreibst denen auch allen?

Btw.: wenn sie niemand wollte, dann hätten sie auch keine Erdbeeren. Das sind Unternehmen, die nichts herschenken, da haben die Leute echte Wirtschaftskompetenz! Du stellst hier wiedereinmal falsche Behauptungen auf, weil du keine Ahnung hast, das aber selbst nicht einsiehst! Mir wäre das schon ein wenig peinlich, aber ich glaub dir, dass dir das nicht peinlich ist, denn das würde voraussetzen, dass du dir Fehler eingestehen könntest!

Gebi Mair hat gesagt…

Schick mir ein Bild aus den anderen Geschäften, dann schreibe ich ihnen gerne auch.

Michael hat gesagt…

Schau mal zum Hofer ... die hatten am 4.1.2013 auch Erdbeeren. ;-)

Ich entdeckte auch Himbeeren. Ich hab mal in der Schule gelernt (schon lange her), dass die Saison von Himbeeren von Juli bis November in Österreich ist. Diese waren wahrscheinlich von Südamerika. (hab da aber nicht so genau geschaut).

Aber was soll EIN kleiner normaler steuerzahlender Bürger schon ausrichten?

Wenn es sich für den Betrieb nicht lohnen würde, dann wäre es auch nicht im Angebot. Die Nachfrage besteht danach ja auch :)

Wenn man alle "Billa" Kunden in ganz Österreich mobilisiern und motiveren könnte diese Erdbeeren nicht zu kaufen dann würde vielleicht eine Reaktion seitens des Konzens kommen. Aber wer hat schon die Kommunikationsplattform, Geld und Personal um so eine Aktion durchzuführen?

Im Großen und Ganzen wird es im Jänner 2014 wieder Erdbeeren geben und vielleicht steht dann dort 1+2 Gratis ;-) ...

Anonym hat gesagt…

Ganz was anderes:

Du hast auf deiner Facebookseite einen Post der Grünen Oberösterreich weitergepostet. Darin steht zum Thema Wehrpflicht: "Es gibt kaum mehr sinnlose Zeit im Leben der meisten jungen Männer, als jene 6 Monate Wehrpflicht..."

Du warst schlauer aus die oberösterreichischen Grünen und hast Zivildienst gemacht. Diese Möglichkeit hat jeder junge Österreicher. Damit kann man, wenn man will, was anderes für die Gesellschaft tun, als mit der Waffe zu spielen. Warum schreiben die oö Grünen dann von sinnliser Zeit und warum verbreitest du das weiter.

Und noch eine Frage: Falls die Wehrpflicht weiterhin bestehen bleibt, soll sie dann auch für Frauen gelten? Wenn nein, warum nicht?

Anonym hat gesagt…

cool die sind ja im Angebot, da muss ich gleich zuschlagen :P

Anonym hat gesagt…

GEHEIM!!!!!


Seit vielen Jahren gibts bei uns in den Geschäften Schokolade! Der Kakao wächst auch nicht bei uns! Weder im Sommer, noch im Winter!

Anonym hat gesagt…

Lieber Gebi!
Grundsätzlich bin ich auch Deiner Meinung, wenns geht "regional, saisonal und dann vielleicht noch bio einzukaufen.
Aber Du musst die Kirche im Dorf lassen.
Du musst einfach einmal bei Deinem täglichen Frühstück ein wenig nachdenken.
Bei unserem globalen Handel ist ja innerhalb eines Tages das ganze Gemüse, das in den verschiedenen Teilen unseres Planeten angebaut wird, auf dem Tisch oder als Menü auf dem Teller.
Die Umstände wie das so ist wäre ein anderes Thema.
Auf jeden Fall schafft es Arbeitsplätze rund um den Globus.
Eine Asiatin mäöchte auch schöne Kleider, Schmuck und natürlich das neueste Handy.

Irene Labner hat gesagt…

Gäbe es keine Erdbeeren im Jänner, dann würd's auch niemand stören. So gesehen sehe ich hier ein Angebot, das keiner hohen Nachfrage nachkommt. Vielmehr gab's die vermutlich im Grosskontingent für einen Pappenstiel im Einkauf, Billa suggeriert wie jeder Supermarkt, dass wir ein uneingeschränktes Angebot brauchen, was nicht stimmt...oder gibt's hier tatsächlich jemand, der unbedingt Erdbeeren braucht.

Anonym hat gesagt…

Ich habe gelesen, dass Babycreme aus echten saisonal biologisch angebauten Babys gemacht wird. oO oder war das ein Witz was ich mal gelesen habe. Egal ... Hauptsache es gibt nich saisonale Erdbeeren bei Billa.

Anonym hat gesagt…

warum brauchen wir kiwis? oder schokolade?

brauchen tun wirs nicht, aber wenn wirs nicht (auch im Jänner) kaufen würden, hätts der billa auch nicht!

ob das aber die aufgabe eines gutbezahlten landespolitiker ist, weiss ich auch nicht...

Anonym hat gesagt…

man sollte die leute kaufen lassen was sie wollen. außerhalb des kommunismus, den du sicher verehrst, nennt man das freier wettbewerb.
mir langt es schon, dass es beim m-preis keine müller-milch produkte mehr gibt, die übrigens viel schmackhafter als jene der tirol milch waren. und mehr als verseucht wie vor einiger zeit der käse der ach so guten tiroler kühe war, können diese deutschen produkte auch nicht sein.

auch finde ich es äußerst schäbig, wenn die schmattigen bauern vor der tiroler hofer-zentrale protestieren. jeder ist nämlich kein landtagsabgeordneter wie du und muss sich jeden cent 2x umdrehen.

die waren sind halt billiger, weil vielleicht die bauern 100x so groß sind. und wie du sicher wissen wirst, gibt es so gut wie kein nutztier, dem nicht irgendwann zumindest penicilin verabreicht worden wäre.
das ist fakt.

Anonym hat gesagt…

Gebi Mair verlangt ernsthaft, dass wir ihm bilder davon schicken sollen? Geh in irgendein Geschäft deiner Wahl und geh zum Obst/Gemüse und wenns dann immernoch nicht siehst, dann bist selten dumm! Ananas, Bananen, Kiwi, Tomaten,... alles regionale Produkte, oder?

Hamma keine anderen Probleme?

Anonym hat gesagt…

die liste wäre endlos lang: Schnittlauch aus Kenia (obwohl man unsren gut einfrieren/trocknen kann), "bio-blumen" beim hofer aus tansania/kenia , bei denen die arbeiter halt vielleicht einen euro mehr bekommen, jedoch das gesamte Ökosystem aufgrund des hohen wasserverbrauchs trotzdem vor die hunde geht und ganzjährige flugware wie mango, papaya ec.
das einzige was wir im moment essen könnten: Kartoffeln, Kraut, Eier, Fleisch, und eingemachte sachen!
Die einzige Lösung: einfach weniger kaufen, anders kommt man nicht aus! Mahlzeit (oder halt eben auch nicht )

unwählbar hat gesagt…

Ich find den Artikel vom Gebi eher sinnfrei. Was jede/r kauft muss jede/r selbst eintscheiden. Ebenso was ein Geschäft verkauft! Alles andere ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte wie ich ihn eigentlich nur aus Diktaturen kenne. "Du darfst nur Essen, was der Gebi für richtig hält"?

So lange die Nachfrage besteht (was ja offensichtlich so ist), werden und sollen die Geschäfte die Waren auch anbieten. Es macht überhaupt keinen Sinn, dem Billa zu schreiben, viel wichtiger wäre es, den Menschen wieder beizubringen, welche Produkte wann Sinn machen!

Nur muss man auch ganz klar sagen, dass ein/e Tiroler/in dann nie in Kontakt mit z.b. einer Ananas kommen würde, denn die muss immer eingeflogen werden und weite Reisen sind auch schlechts fürs CO2. Aber das ist eine unendliche Diskussion...

Anonym hat gesagt…

Penicilin verabreicht? Was bist denn du für ein vogel? Viel reden und keine ahnung haben, das ist wichtig.

Anonym hat gesagt…

der letzte - auch anonym - hat offenbar einen dachschaden und kennt sich in der landwirtschaft nicht aus. glaubst du der bauer lässt eine gute milchkuh verrecken? selbstverständlich bekommt das tier arzneien. zb - bei jeder offenen verletzung meist penicilin.
und über labmagen, kaiserschnitt etc. will ich erst gar nit reden.
und bis vor kurzem mussten die kühe auch noch wegen dem eiweiß aufbereitete fleischfresser wie katzen, hunde etc. fressen.

schau dir einfach mal manches delikatesseladele von innen an...

Anonym hat gesagt…

schon allein das gras und heu, dass nur von hundescheiße so übersät ist - wo der bauer NICHTS dafür kann -
verdirbt mir den appetit.
und jetzt sollen auch noch alle mit einem dachschaden oder giftler weniger hundesteuer zahlen, weil diese viecher als "therapiehunde" gelten...

Anonym hat gesagt…

Hallo Gebi,

ich teile deine Meinung vollkommen. Keiner braucht Erdbeeren aus Spanien für deren Transport reichlich CO2 produziert wurde. Zudem sind einige landwirtschaftliche Flächen dort im Besitz der Atomindustrie..

Aber auch die Mitarbeiter der Grünen Partei sind am CO2 Ausstoß nicht schuldlos:

zB Doris Dialer, die (als persönliche Referentin der Europaabgeordneten Eva Lichtenberger im Europäischen Parlament) jede zweite Woche eigens von Brüssel nach Innsbruck und zumeist am gleichen Tag zurück fliegt!, um an der Universität Innsbruck ein Proseminar zur Einführung in die Europäische Integration (Politikwissenschaft) abzuhalten. Das muss nicht sein. Und so geht es schon seit zig Semestern.

Eventuell sollte man mit Dialer in Kontakt treten um den unnötigen CO2 Ausstoß abzustellen. Außerdem produziert ein solches Verhalten nur (Flug-)Kosten, die womöglich von der Universität, also dem Steuerzahler, getragen werden. Oder bezahlen die Grünen die Flüge von Fr. Dialer?

http://eurogreens.at/lichtenberger/

Anonym hat gesagt…

Erdbeeren als Klimakiller ... ;-)

Wie lang wird es noch dauern, bis auch zu denen ganz links außen durchgedrungen ist, dass das Märchen vom menschengemachten Klimawandel eigentlich nur mehr eine schwindende Minderheit glaubt?

Schon klar, ohne die Ammenmärchen vom Waldsterben und vom Ozonloch in den 80er-Jahren wären die GrünInnen nie in die europäischen Parlamente eingezogen. Da wundert es natürlich nicht, dass man mit der Masche vom Weltuntergang, für den man dann Patentlösungen anbietet (und so nebenbei den Kapitalismus in den Dreck ziehen kann), auch heute noch weitermacht.

Ich glaube trotzdem nicht, dass der Meeresspiegel ansteigt, wenn ich im Januar Erdbeeren esse.

Ich fürchte mich eher vor anderen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, die wir nicht zuletzt den Linken und Linkslinken zu verdanken haben ...

Mikoto Kazutaka hat gesagt…

Hallo lieber Gebi! Ich arbeite zur Zeit beim Billa als Obst und Gemüsebetreuerin damit bin ich unter anderem auch für die tägliche Bestellung zuständig. Ich weiß genau wo unsere Produkte so herkommen und wenn wir jetzt anfangen würden nur noch saisonales anzubieten dann muss ich leider sagen dass die Regale im Moment ziemlich leer wären. Dann gäbs neben den Erdbeeren auch keine Paprika, Tomaten, Gurken, Salate, Äpfel etc. mehr zu kaufen. Ich bin absolut für regionale Produkte und achte selber darauf eher Produkte zu bestellen die saisongerecht sind , aber ich muss als Verantwortliche auch dafür sorgen, dass jene Artikel bei denen eine große Nachfrage herrscht den ganzen Tag verfügbar sind. Wenn's nach mir ginge würde ich jetzt keine Erdbeeren aus Spanien oder Ägypten verkaufen (die übrigens superlecker sind ;)), aber wenn ich mir die Verkaufszahlen so ansehe, dann sieht es mir doch ganz so aus als würden wir Erdbeeren im Winter brauchen.