Freitag, 1. April 2011

Die Schlamperei der Neuen Heimat kostet viel Geld

Für die Youth Olympic Games in Innsbruck 2012 wird ein eigens Olympisches Dorf errichtet, das sogenannte O-Dorf 3 in der Reichenau. Gebaut wird es von der Neuen Heimat Tirol. Der Plan war, dass die Gebäude errichtet werden, dann werden sie zwei Wochen für die Youth Olympic Games verwendet, die Schäden von der Neuen Heimat repariert (wofür sie in ihrem Budget 200.000 Euro vorgesehen hat) und dann werden die Wohnungen als Sozialwohnungen vermietet.

Nun hat die Neue Heimat aber nicht nur Mietwohnungen gebaut, sondern auch Eigentumswohnungen. Vornehmlich im Erdgeschoß, mit Garten. Und dabei hat sie leider etwas vergessen: Dass sie den zukünftigen EigentümerInnen neue Wohnungen verkauft hat und nicht Wohnungen, die schon zwei Wochen vermietet wurden. Die zukünftigen EigentümerInnen haben via Arbeiterkammer mit einer Klage gedroht, und die Neue Heimat kann die Wohnungen nun nicht für die Youth Olympic Games zur Verfügung stellen, samt Außenanlagen und Tiefgaragen.

Dafür muss nun das Hotel Grauer Bär angemietet werden, geplante Kosten: 360.000 Euro. Die Schlamperei der Neuen Heimat und ihr unbedingter Wunsch, als gemeinnütziger Wohnbauträger auch Eigentumswohnungen zu bauen führen zu Mehrkosten, die die SteuerzahlerInnen berappen werden. Danke, Neue Heimat!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schlamperei oder assoziale Haltung von ein paar Eigentümer? Meiner Meinung nach beides. Moralisch kritisch ist aber das Zweite. Sie bekommen ja nicht wirklich eine gebrauchte Wohnung. Diese zusätzlichen Kosten trägt der STeuerzahler. Und nur, weil ein paar Assoziale ein Problem haben, weil in ihrer recht günstigen Eigentumswohnung vor der Übergabe 10-14 Tage junge Sportler gewohnt haben. Eventuelle Schäden würden sowieso behoben werden. Der Namen diese Eigentümer gehört veröffentlicht. Und zukünftig jede Kleine Unachtsamkeit mit voller Härte bestraft. Jede Geschwindigkeitsübertretung, falsches Parken, STraße nben dem Schutzweg überqueren, Lärm an Wochenenden usw... Alles mit voller Härte bestrafen. Gegen solche Menschen hilft nichts anderes.

Traurig, dass du hier fast jubelst, weil solche Trotteln mit Hilfe von schwindligen Juristen den Steuerzahlern unnötig Geld abnehmen. Denn diese Leute hätten keinen Nachteil.

Anonym hat gesagt…

mich würde eigentlich interessieren, weshalb laut neuem stadtrecht die grünen zu einer aufstockung der stadtsenatsmitglieder von 7 auf 9 zugestimmt haben. also hinkünftig 2 unnötige stadträte mehr. schon jetzt weiß man bei einigen nicht, weshalb manche außer ihrer schleimspur eigentlich im amt sind - ...
wie erklärst du dir das bzw.wie erklären sich das die grünen, die ja überall nach effizienz kreischen? oja, ach sorry, da gehts ja wieder einmal um den eigenen futtertrog...und dann wunderts enk, das schwarz/gelb selbst mit einem organg-utan jede wahl gewinnen würde...
jetzt bitte nit mit den verbesserungen des neuen rechtes argumentieren. eine verbesserung die fast um 1/3 mehr stadtregierungsmitglieder bringt, ist definitiv eine verschlechterung. entscheidungen gehören hin zu den bürgern verlagert und nicht hin zu den parteien. - herwig van staa hat seinerzeit den stadtsenat verkleinert und um 30% seinen bürgermeisterbezug gekürzt.

und wenn ausgrechnet sozialisten nicht erkennen, dass manches das erlaubt ist, sich einfach nicht gehört(ich stadtbaurätin, mein mann baut in der stadt öffentliche von der stadtgemeinde ausgeschriebene gebäude...), so sagt das den wählern eigentlich eh alles. wie bitte möchte man dann glaubhaft gegen den filz auftreten?

aber gegen die atomkraft oder den lybieschen terror zu demonstrieren ist halt allemal leichter als um etwas das einem selber betrifft. echt glaubwürdig. verdienst dir den glaubwürdigkeits-oscar.

Gebi Mair hat gesagt…

Das neue Innsbrucker Stadtrecht war ein Kompromiss: Darin gibt es Punkte, die wir nicht wollten und Punkte, die wir sehr wohl wollten. Herausgekommen ist ein Kompromiss.

Ein nichtamtsführender Stadtrat / eine nichtamtsführende Stadträtin ist nicht wahnsinnig viel teurer als ein Gemeinderat / eine Gemeinderätin. Und das Stadtrecht schafft hier weiterhin keine eigenständige Regierung, sondern der Stadtsenat bleibt ein Ausschuss des Gemeinderates. Die Zahl zu fixieren hat den Vorteil, dass nicht nach Wahlen zurechtgeschnitten werden kann, wie man will, damit sich neue Mehrheiten ergeben (so geschehen 2008). Der 9er-Stadtsenat war somit ein wichtiger Wunsch von Federspiel. Und er bringt mehr Fraktionen Zugang zu den Unterlagen des Stadtsenates und damit mehr Transparenz in die politischen Entscheidungen, und das finde ich gut.

Anonym hat gesagt…

wird der stadtsenat fast alles weiterhin mehr oder minder alleine entscheiden oder ist zumindest vorgesehen, den gemeinderat hier mehr einzubinden? ich hab halt bedenken - als bürgermeister-in brauch i außer mir 4 leute. 2 bis 3 einmal sicher von der eigenen fraktion und dazu die pokorny, die stimmt ja alles ab. was bitte soll sich dann daran ändern?
die direktwahl finde ich allerdings auch klasse, das könnte dann zb. einen rudi federspiel als bürgermeister geben ohne mehrheit im stadtsenat.
beginnt nicht schon in allen fraktionen das große zittern? weil wohin i auch schau, es gibt derzeit keine einzige persönlichkeit. wenn der platter will, der genug in reserve hat, dann futtertrog ade...

Anonym hat gesagt…

auch denk i kaum, dass es gleich 3 stadträte ohne amtsführung nach der wahl geben wird - das wäre echt a bissl pervers. bislang waren das ausschließlich grüne stadträtinnen oder räte soviel i weiß.
2008 ging es bei den landtagswahlen total sauber zu. övp und spö haben nunmal dié mehrheit. und ddr. van staa war viel zu anständig, hier einen parteiinternen rosenkrieg vom zaum zu brechen. und selbst dann hätte zb ein dinkhauser nie eine chance bekommen, der genau einen rosenkrieg erwartete. die tiroler schwarzen sind super aufgestellt - aus schwarzer sicht. wo der dinki hero in meinungsumfragen nun liegt, dürfte niemanden verborgen geblieben sein

Anonym hat gesagt…

naja, klar ist das a schlamperei. aber i bin unbedingt dafür, dass die neue heimat auch eigentumswohnungen baut - soziales wohnen heißt für mich nämlich nicht nur finanziell knapp bei kasse oder gar ein sozialfall. man denke an behindert, gebrechlich etc.pp.
so kommt es nur zu eioner etwas bunteren mischung - von der alle profitieren.

Gebi Mair hat gesagt…

Die Mischung wäre aber auch möglich, indem in einem Wohnprojekt einfach unterschiedlich große Wohnungen geplant werden, dann sind dort automatisch Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen.

Anonym hat gesagt…

das streitet ja niemand ab. aber behinderte zb kann man nicht allein der freien wirtschaft überlassen. und wenn die kaufen wollen, sollen sie eine wohnung kaufen. private bauen - falls sie selbst nicht behindert sind - kaum behindertengerecht.
dass die wohnungsgröße eine rolle spielt, ist wahr.

i hätt übrigens an dich eine bitte - in innsbruck bekommt ein alleinstehender, auch wenn er schon 30 oder noch älter ist, von der stadt nur eine garconniere. in rum zb gottseidank auch 2 zimmerwohnungen. ich weiß ja nicht wie die frau marie-luise lebt, aber es ist für einen erwachsenen nicht toll, kochen, schlafen und leben in einem raum... hier sollte mindestens die möglichkeit geschaffen werden, dass diese leute eine entsprechende wohnmöglichkeit erhalten. ich rede hier nicht von teenagern oder jungen leuten, die ihre familienplanung noch nicht abgeschlossen haben. i red von menschen ab 30. alles in einem raum halte ich für entwürdigend.stellt hingegen eine sozialzuzltant 4 kinder auf, haust sie in einer 5 zimmerwohnung.
da bekommt ja sie auch ein eigenes zimmer und muss nicht als einzelperson bei den kindern schlafen.
da ist noch viel zu tun.