Dienstag, 19. April 2011

Jugendliche dürfen sich weiter verarschen lassen

Landesrat Steixner hat heute das neue Jugend-Sommerticket für Bus und Bahn präsentiert.

2009 war das Ticket für Jugendliche bis 18 Jahre gratis
2010 kostete das Ticket 22 Euro
2011 kostet das Ticket 34,90 Euro

Dafür ist es heuer mit Kernzone, und kostet im Vorverkauf 24,90 Euro.

2009 wendete das Land 1 Million Euro für die Unterstützung der Jugendlichen auf
2010 wendeten Stadt Innsbruck und Land Tirol 670.000 Euro auf
2011 gibt es noch maximal 512.000 Euro Zuschuss

Jährlich wird der öffentliche Zuschuss also geringer und die Kosten für die Jugendlichen höher. Aber das war ja irgendwie auch zu erwarten, immerhin ist heuer keine Wahl. Im Wahljahr wird das Ticket sicher wieder gratis. So kann man Jugendliche natürlich auch verarschen.

Der ÖGB ist auf unsere Linie, hier zum Nachlesen.

Kommentare:

manfred hat gesagt…

Seriöserweise müsste der Vorverkaufspreis von 24.90 angeführt werden.

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Mair,

die politische Linke hat es sich immer schon zur Aufgabe gemacht, sich für Opfer einzusetzen. Das waren am Anfang ausgebeutete Arbeitserschichten. Mit zunehmender Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse hätte sich die Linke früher oder später selbst die Wählerschaft abgeschafft. Und so mussten neue Personenkreise zu Opfern hochstilisiert werden: Frauen, Menschen mit besonderen sexuellen Präverenzen, alte Menschen, junge Menschen, Vermieter, Zuwanderer, Frauen mit Kinder, Frauen ohne Kinder, Frauen die nicht schwanger werden können oder schwangere Frauen, die nicht mehr länger schwanger sein wollen. Überall dort hat heute der moderne Wohlfahrtsstaat seine Hände im Spiel. Überall dort wird der Opfermythos zelebriert, beraten und - last but not least - gefördert. Diese Hochstilisierung des Opferstatus hat mittlerweile dazu geführt, dass sich jeder Österreicher im Durchschnitt zu vier diskriminierten Minderheiten zählt. Fragt sich nur, woraus die Gesellschaft der Diskreminierenden dann besteht ...

Aus dem Sozialstaat ist über den Wohlfahrtsstaat längst ein Anspruchs- und Vollkaskostaat geworden. Anstatt sich über die beileibe nicht selbstverständlichen Ermäßigungen im öffentlichen Verkehr für Jugendliche, Behinderte, Senioren usw. zu freuen und Dankbarkeit zu zeigen, wird bei Kürzungen derartiger Begünstigungen lautstark aufgeschrien. Aber wieso auch nicht, immerhin gilt es ja, Wählerstimmen zu lukrieren. Und wie gelingt das der Linken besser als Personenkreise zu Opfern zu machen und sich dann als deren Anwälte auszugeben.

Sie selbst glauben immer wieder, eine Entsolidarisierung der Gesellschaft beobachten zu können und das in Zeiten, in denen mehr als je zuvor umverteilt wird, in denen der Steuerzahler von Januar bis Juli für den Staat arbeitet und für jene für Sie besonders schützenden Personenkreise? Sind es nicht jene "Opfer", die allein kraft ihres Opferstatus glauben, Privilegien in Anspruch nehmen zu können und jene, die selbiges auf politischer Ebene fördern um sich Wählerstimmen zu kaufen nicht in Wahrheit diejenigen, die die Gesellschaft entsolidarisieren?

Fazit: Ich bin FÜR ermäßigte Tickets für Kinder und Jugendliche. Solche Angebote bestehen und sie sollten uns zu Dankbarkeit bringen und nicht dazu, immer weitere Forderungen zu stellen - vor allem in Zeiten nie dagewesener Staatsverschuldung.

Anonym hat gesagt…

da hast wohl recht, aber dann hätte das land nie im leben das ticket entsprechend bezuschussen dürfen.
wenn es nach dem geht, was "man braucht", dann langten jedenfalls 3 bundesländer locker, dann hätte es ein sogenanntes "vor-nazimuseum" nie benötigt, die ganzen subventionen für die sogenannten kirchlichen "würden"träger etc.pp.
dann kann ich aber halt nicht damit argumentieren, dass es bei 2 stadträten - wie in innsbruck - mehr billiger wird etc.pp. noch dazu wo eigentlich der gebi, die uschi und die sonja wissen sollten, dass im gemeinderat mindestens 20 personen als reine staffage sitzen, die man locker vertschüssen könnte, weil die halten mit ihrer dummheit nur auf und segnen genau das ab, was der jeweilige vorsitzende will. bei der golden-line war der grüne fritz auch so "schneidig", gegen die parteilinie zu stimmen. wenn das nicht zur selbstverständlichkeit zählt, brechen diese damen und herren permanent ihren eid, wirklich das beste zu wollen. aber vor lauter karrieregeil sind sie vermutlich auch noch zu doof, das zu checken.

wer sparen will kann sparen ohne ende, ohne dass er in soziale schieflage gerät.

Gebi Mair hat gesagt…

Wo ist der Vollkaskostaat, wenn in Österreich die reichsten 10% immer reicher werden und die Schere zu den restlichen 90% immer weiter aufgeht?

Anonym hat gesagt…

wann in deinem leben hast du geld in der privatwirtschaft verdient?
dein ganzes leben ist eine subvention!!!

Otto S. hat gesagt…

Hallo Gebi!
Den "Subventions"-Vorwurf brauchst Du Dir nicht gefallen zu lassen!
Das ist doch ein Witz!!
Du hast gebuggelt wie kein zweiter!!!

Viele Grüsse, Dein
Otto S.