Montag, 11. April 2011

Der Hofgarten, unauffällig

Ein Foto von gestern Nachmittag aus dem Innsbrucker Hofgarten. Unauffällig, oder? Wer es nicht weiß, der wird das für ein unauffälliges Foto aus einem Park am Sonntag Nachmittag halten. Tatsächlich aber handelt es sich um einen Akt des Widerstandes, der Revolte, der Aneignung, kurzum: Das ist nicht normal!

Gestern Nachmittag trafen sich knapp 1.000 Menschen im Innsbrucker Hofgarten, um nichts anders zu tun, als zu sitzen. Und zwar dort, wo man nicht sitzen darf. Die Bundesgärten sind die Eigentümer dieses zentralen Innsbrucker Parks. Und sie wollen nicht, dass der Rasen betreten wird. Deshalb ist Sitzen im Hofgarten verboten. Das ist natürlich absurd: Die historische Qualität des Hofgartens ist ja seine Anlage, nicht der Rasen. Dass ein Park naturnah angelegt wird, das war zur Zeit der Anlage revolutionär, und dieser historische Wert soll auch erhalten werden. Aber es gibt auch andere historische Gärten in Österreich, die von den Bundesgärten verwaltet werden, und in diesen darf man sehr wohl sitzen: der Burggarten in Wien zum Beispiel.

Ich war jedenfalls gestern fasziniert, wie viele junge Menschen dem Aufruf zum Flashmob gefolgt sind, und wie unauffällig das Ergbnis war: Einfach nur sitzen.

Hier gibts noch mehr Berichte zu gestern:
Cigarman: Sit-in im Hofgarten
Provinnsbruck: Flashmob im Hofgarten
Tirol-Blog: Hofgarten-Flashmob?
Tiroler Tageszeitung: Hunderte kamen zum Flaschmob (mit Fotostrecke)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

könntest auch nennen - einfach nur provozieren. dass der rasen nicht benutzt wird, wäre mir neu. oder glaubst du die hunde benutzen kondome?
außerdem gibt es genügend bänke. traurig aber wahr, wenn so vielen der anstand fehlt. hättest du zum müllsammeln aufgerufen, du selbst reinigst ja dankenswerter weise die innufer, dann wären vielleicht eine handvoll leute gekommen.
aber schuld sind nicht die jungen menschen, sondern die lehrer, die die kinder nicht mehr auf leistung drillen dürfen - in jeder klasse sind ja mindestens 30% ausländer, die besonders gefördert werden. wer fördert denn unsere kinder??
kein wunder, dass wir technmische und wirtschaftliche intelligenz importieren müssen.

voyance hat gesagt…

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