Donnerstag, 18. März 2010

Wie sich das Land ins Rettungs-Desaster manövriert hat

Viele Menschen, die derzeit beim Rettungs-Desaster der Landesregierung zusehen fragen sich, wie sich das Land eigentlich überhaupt in diese Situation hineinmanövriert hat. Ich habe mich das auch lange gefragt. Inzwischen kann ich die Frage ein bisschen besser beantworten: Das Land muss unbedingt aus einem Vertrag zwischen der Landesleitstelle Tirol und dem Roten Kreuz heraus, weil dieser Vertrag enorm teuer für das Land ist. Das Rote Kreuz bezahlt nur 2,50 Euro pro Disposition an die Leitstelle Tirol, dabei entstehen dort tatsächliche Kosten zwischen 8 und 12 Euro pro Disposition. Das Land hat diesen unvorteilhaften Vertrag 2005 abgeschlossen, und zwar gleich auf 20 Jahre. In diesen 20 Jahren beträgt das Defizit aus diesem Vertrag für das Land mindestens 20 Millionen Euro. Damit wird auch verständlich, warum die Landesregierung darauf drängt, dass das Rote Kreuz nicht mehr den Rettungsdienst in Tirol organisiert: weil nur dann ein Ausstieg aus diesem Vertrag möglich ist.

Wie ein Fehler zum nächsten führte - zum Nachlesen die Verträge im Original hier.


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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dass ihr grüner Haufen nun auch noch eueren Einfluss missbraucht um geheime Verträge samt darin enthaltenen persönlichen Daten über Mitarbeiter zu veröffentlichen passt gut zu eurem bisherigen Vorgehen! Und wo der Vertrag den es eigentlich nur in zweifacher Ausfertigung gibt wohl herkommt?! Ach ja, ihr seit ja im Augenblick die besten Freunde des RK, somit habt ihr für den Augenblick einen Partner gefunden, der es euch erlaubt euch wieder ein bißchen in den Mittelpunkt zu rücken ... und da steht ihr ja gerne ... koste es was es wolle!

Gebi Mair hat gesagt…

Jö, herzlich willkommen alle Leitstellenmitarbeiter auf meinem Blog ;-)

Fragdocdenynder hat gesagt…

Ich weiß nicht ob Sie sich s.g. Hr Mair über unsere Anwesenheit freuen, das was Sie und Ihre Parteifreunde hier abziehen wird ein Nachspiel haben!!
mfg der Ynder

Anonym hat gesagt…

Hallo Hr. Mair,
ob das eine Freude für sie und den Rest des grünen Gesin**** wird wird sich noch erweisen!
Ich denke eher dass sie in ihrer Naivität sich mit aller Gewalt in den Mittelpunkt zu drängen diesmal etwas zu weit gegangen sind.
mfg

ein grüner hat gesagt…

GEBI & GEORG HABEN KEINE AHNUNG VOM RETTUNGSDIENST...

Anonym hat gesagt…

... und auch von sonst nix!!!
Macht aber nix, mit Halbwahrheiten und Hetze kann man sich auch über Wasser halten .....

Anonym hat gesagt…

schlimm wie manche leute mit der wahrheit nicht klarkommen... beleidigungen helfen euch jetzt auch nicht mehr weiter!

Fakt ist: dass problem lag und liegt nicht beim roten kreuz, sondern bei der leitstelle. wer den vertrag kennt weiss dass es nur wenige schlupflöcher giebt. Würde die leitstell konkurs gehn wäre ebenfalls eine auflösung des vertrages in sicht. doch würden damit die erhöhten kosten an den krankenkassen kleben bleiben. mit etwas logik durchblickt man das dilemma. In zeiten als sich das RK noch selber disponiert hatte, hätte es so etwas nicht gegeben... und um noch hinzuzufügen: Weniger fehleinsätzte, koordinierter, genauere dispositon, arbeit von freiwilligen in den leitstellen,usw. ich will damit nicht sagen das alles was die leitstelle tirol macht schlecht ist, doch findet man dort jede menge fehler.

joR hat gesagt…

Wie die Gemüter hochgehen, wenn Wahrheiten aufgedeckt werden. Herrlich! ;-D

Hugo hat gesagt…

@Anonym (2Posts weiter oben):
... ich finde auch, dass früher alles besser war. Da hat man nämlich alleine deshalb schon weniger Fehler gemacht weil man sie halt wunderbar vertuschen konnte - da blieb es halt in der Familie. Ach waren da schöne Zeiten!

rettungsdienst gesetz hat gesagt…

@joR: Tut mir leid, aber wenn du Wahrheiten willst bist du hier leider auf der Falschen Homepage! Außerdem geht es hier u.a. darum, dass die scheinheiligen Grünen nun auch noch Verträge veröffentlichen, in welchen persönliche Daten von Mitarbeitern enthalten sind und weder das Hirn noch den Anstand besitzen diese wenigstens zu schwärzen!

ein grüner hat gesagt…

wie gern das rote kreuz vertuscht, solange es selbst disponiert kann man an diesem beispiel aus stuttagrt sehen: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2379602_0_2147_-schwere-vorwuerfe-gegen-rotes-kreuz.html

is irgendwie menschlich-logisch. zumal jetzt 2010 wo eine VERBESSERUNG von Personal, Fahrzeugen, und Stationierung/Verfügbarkeit in gesamt Tirol erfolgen soll, nicht mehr jeder Rorkreuzhäuptling auch seine Macht erhalten kann.

Schade dass die Grünen jetzt auf diesen populistischen Zug aufsprigen und sich vom ÖRK vor den Karren spannen lassen.

DENN EIGENTLICH SOLLTS UM DIE PATIENTEN GEHEN!

Anscheinend geht die ganze DIskussion wie oben vermutet aber eher um dei Befindlichkeiten der Freweiwilligen und Ihrer Vorgesetzten wie ein anonymer Innsbrucker Rotkreuzfahrer von der ZEIT inetrviewt wurde: "Kein Freiwilliger macht nur Essen auf Rädern. Er will mit Blaulicht fahren!" (http://www.zeit.de/2010/11/A-Tirol)

Dass dies dann oftmals nicht einmal in einem richtigen Rettungswagen geschieht (sie EN 1789 zb unter http://www.lrs-baden.de/uploads/media/Normen_01.pdf) ist nur mehr ein Tropfen zum Überlaufen.

Aber wenns ihr Tiroler weiterträumen wollt dann tuts das eben. Schade eigentlich, denn ich bin schon für diverse Rotkreuz wie Private Rettungsdienste gefahren.

Aber was ich hier in Tirol erlebe, lässt mir die Lust am Roten Kreuz wie an den Grünen vergehen.

Schade eigentlich, denn das neue RDG würd im Vergleich zum übrigen Deutschsprachigen Raum einen Vorzeige Rettunsgdienst ernöglichen...

rettungsdienstgesetz hat gesagt…

@ein grüner: DANKE!!! Du sprichst mir aus der Seele!

Gebi Mair hat gesagt…

Dass es für Freiwillige eine bestimme Motivation darstellt, auch mit Blaulicht zu fahren, kann ich nachvollziehen und stellt aus meiner Sicht per se nichts Schlechtes dar. Bei Menschen, die unentgeltlich ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen, darf man durchaus unterschiedliche Motivationslagen zulassen finde ich.

ein grüner hat gesagt…

unterschiedliche motivationslagen sind durchaus legitim. das (zurecht) hochgelobte ehrenamtliche engagement dann aber nur aus der motivation des blaulichtfahrens heraus finde ich schräg. kommt mir vor wie hospizmitarbeiter die sich an den letzten atemzügen ihrer patienten ergözen oder polizisten die nur darauf warten, endlich in notwehr leute erschießen zu dürfen.

dass nicht alle so sind ist mir bewusst. dennoch konnte ich in meiner berufsschulklasse von rettunsgassistenten immer wieder für tumulte sorgen wenn ich ihnen vorgeworfen habe, sie seien nur wegen des blauchlichtes im kurs...