Donnerstag, 29. Januar 2009

Die Grüne Solidarität

Johannes Voggenhuber hat angeboten, auf dem 16. Listenplatz für die EU-Wahl für die Grünen zu kandidieren. Darüber gibt es nun eine offene Diskussion und im morgigen Erweiterten Bundesvorstand eine Entscheidung. Der Bundeskongress hatte Ulrike Lunacek statt Voggenhuber auf den ersten Listenplatz gewählt, auf Platz 2 Eva Lichtenberger und auf Platz 3 Monika Vana.

Im Online-Standard habe ich versucht, darzustellen, zwischen welchen Polen sich die Diskussion bewegt, nachzulesen hier.

Ich würde mich über eine offene Diskussion mit weiteren Argumenten für oder gegen eine Kandidatur vor der morgigen Entscheidung freuen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Gebi,

Bitte verweehrt einen, über alle Parteigrenzen hinweg angesehenen, Politiker wie Voggenhuber nicht den letzten Listenplatz!

Das wäre in höchstem Maße töricht und würde den Grünen noch dazu als fehlendes Demokratieverständnis gebrandmarkt werden.

Meine Vorzugsstimmen hätte er jedenfalls!

Anonym hat gesagt…

stefan: also ich fand das ganze vorspiel vor der listenerstellung mehr als patschert. eine gerade gewählte NR will plötzlich nach Brüssel, und dann demontiert der parteitag auch noch einen, der bekanntheit hat und im EU-Parlament vernetzt ist und weiß, wo man wen und was findet.

weil ich grün in brüssel aber stärker denn je will, wähle ich euch trotzdem.

voggenhuber auf 16 wäre für manche ein grund, grün zu wählen, hat also vielleicht einen mobilisierenden faktor (v.a. bei denen, die zwar grün mögen, aber nicht alles in der parteispitze). er holt sicher mehr stimmen als dass er verschreckt. daher würde ich mit JA stimmen.

Anonym hat gesagt…

bin weg!
bin wieder da!

woran erinnert mich das nur.....
:-)

Christian hat gesagt…

Ich bin mir sicher das die Kandidatur von Johannes mehr zusätzliche Wähler bringen würde als sie Wähler abschrecken würde, jene die ihn nicht mögen können ja dann für Ulrike mobilisieren und Vorzugsstimmen für sie sammeln.
Wenn 45% ihn gewählt haben kann er in den Augen "der Grünen" ja nicht so schlimm sein, es wäre also kein Weltuntergang sollte er wirklich nach oben rutschen. Selbst wenn jemand glaubt das Johannes auf eine Abfuhr spekuliert und dann eine eigene Liste plant, ist es doch besser ihm diesen Gefallen nicht zu tun.

Johannes wurde von mehreren Seiten zur Solidarität und Unterstützung im Wahlkampf aufgerufen, jetzt wenn er das (zumindest formal, ich kann und will ihm keine unlauteren Motive unterstellen) macht, darf man nicht beleidigt tun sondern muss dankend annehmen!
Also unbedingt das Beste aus der blöden Situation machen, die Aufmerksamkeit zur Mobilisierung nutzen und von mir aus einen Vorzugsstimmenwahlkampf für Ulrike machen. Alles andere hätte verherende Auswirkungen nach Innen und nach Außen! Denn dann sind die Grünen ja nicht nur in der Fantasie von Journalisten gespalten, sondern Schwarz auf Weiß am Stimmzettel.

Anonym hat gesagt…

Die wahre Frage ist doch was den Grünen wichtiger ist: eine meritokratische Gesellschaft oder Frauensolidarität.

Hannes

Gebi Mair hat gesagt…

Danke für die Rückmeldungen hier und für die vielen Mails, die ich in meine Mailbox, per Facebook, StudiVZ oder Gayromeo bekommen habe --- der Tenor der meisten Rückmeldungen passt zu der Überzeugung, die sich bei mir gebildet hat, dass Johannes Voggenhuber eine Solidaritätskandidatur ermöglicht werden sollte und ich hoffe auf eine offene Diskussion im Erweiterten Bundesvorstand, die diese Kandidatur ermöglicht.