Mittwoch, 6. März 2013

Unser Wasser? Uns wurscht.

Von "Mythen des Umweltschutzes" berichtet ÖVP-Nationalrat Franz Hörl, in seinem Hauptjob Seilbahnlobbyist. Beschneiungsanlagen seien für die Umwelt völlig unerheblich, erklärt er in Verkennung der tatsächlichen Situation. Insbesondere sei der Wasserverbrauch egal, und Energie verbrauchen demnach Schneekanonen sowieso kaum.

Ich habe einmal drei Karten aus dem Tirol Atlas herausgesucht: Zum ersten einmal die Kapazität der Speicher für die künstliche Beschneiung:


Und hier den Wasserbedarf für die Beschneiung pro Saison:


Und hier auch noch eine Gesamtübersicht über die Anzahl der Schneekanonen:



Nun ist es natürlich nicht egal, ob man Wasser für die Beschneiung verwendet oder nicht - auch wenn Franz Hörl meint, das sei so. Hier eine kleine Auswahl an Auswirkungen von Schneekanonen auf den Wasserhaushalt:

- Die Entnahme des Wassers erfolgt in der wasserarmen Zeit, vor allem November und Dezember, was die Restwassermengen noch niedriger macht. In dieser Zeit ist das Ökosystem besonders sensibel.
- Der Mineralstoffgehalt des stehenden Wassers in den Speichern verändert sich.
- Der Bakteriengehalt des stehenden Wassers in den Speichern verändert sich.
- Speicherbecken führen zu Wasserumlagerung und verändern die Abflüsse.
- Rohrsysteme führen zu Wasserumlagerung.
- In nährstoffarme Biotope kann zusätzlicher Nährstoffeintrag geschehen.
- Auf beschneiten mageren Böden nimmt die Artenvielfalt ab, das hat Auswirkungen auf Landwirtschaft und Ökologie.
- Die Durchfeuchtung von Pisten und angrenzenden Hängen ändert sich durch die veränderte Schmelzwassermenge.
- Für den Bau von Speicherbecken werden große Landschaftsveränderungen vorgenommen.
- Für den Bau von Rohrleitungen und Energieversorgung werden Landschaftsveränderungen vorgenommen.

Eine kleine Auswahl nur, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn wir die Tiroler Natur bewahren wollen, dann dürfen wir das nicht vergessen. Und da haben wir noch nicht über Energie oder Lärm gesprochen. Unser Wasser? Das ist wohl nur Franz Hörl und der ÖVP wurscht.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sachen die hingänglich bekannt sind und (leider) auch zu 100% der Wahrheit entsprechen.
Ich hören den Hörl schon wieder in seiner proletigen Art pathetisch und laut herumschreien wie böse doch alle Seilbahn-Hasser wären... "Fix nu amal, i hun nid gedungt" heisst es schon in der Piefke-Saga!

Anonym hat gesagt…

muss dir gebi und dem vorschreiber recht geben. nicht jeder wahnsinn ist tragbar.

Anonym hat gesagt…

Bezüglich veränderten Mineralstoffgehalt und Bakteriengehalt gibt es sicher Unteruschungen. Warum veröffentlichst du diese nicht? Einfach zwei Prüfberichte (Wasser bevor es in den Speicher gepumpt wird/ Wasser im Speicher) hereinstellen.
Speicherteiche stören das Landschaftsbild, aber die Pisten offenbar nicht. Und schon gar nicht Windräder auf Berggipfel....
Was ist eigentlich mit den Variantenfahrern und den Tourengehern, die durch unberührte Wälder fahren und in abgelegene gegenden vordirngen, nur um die erste Spur ziehen zu können? Schon mal an die Tiere gedacht, für die jeder Eindringling Streß bedeutet? Besonders im Winter, wenn deren Stoffwechsel heruntergefahren ist, ist jede Flucht eine enorme Baelastung. Aber das ist dir ja scheiß egal, weil auch du für eine Skitour mit dem Bus größere Strecken fährst, um auf einem Gletscher dein Hobby nachzugehen.
Falsch-falscher-Gebi

Anonym hat gesagt…

offenbar hat mein vorredner absolut keine ahnung wovon er spricht. seit rund 17 jahren gehe ich auf skitour. auch heute ist es definitiv noch weit davon entfernt ein massensport zu sein. solltest du selbst dieser betätigung nachgehen, solltest du auch wissen, dass das wild im winter eigentlich andere Interessen hat, als vom ach so bösen tourengeher wegzulaufen. im normalfall bleibt es einfach stehen und macht ===> rein garnix, es schaut, da es im regelfall keine gefar zu befürchten hat. und überhaupt, für tourengeher sind sowieso nur die höhergelegenen gebiete interessant, ergo das wild ist dort im winter in den tief verschneiten hängen nicht anzutreffen. und bitte, der tourengeher wäre schuld am stress vom tier? das ich nicht lache, was meinst du wie die minütlichen hubschrauberflüge für die bergung verunglückter touristen, die schneekanonen mit ihren pumpstationen und teichen, die pistenraupen, der apres-ski auf der piste, der liftbetrieb generell und eventuelle nachtbeleuchtete pisten für einen stress auf das tier ausüben? ..haha aber der tourengeher hat die schuld.

Anonym hat gesagt…

und wie kommst du in die höheren Lagen? Wir machen im Winter öfters Wanderungen auf den Waldwegen und kaum ein Waldstück, aus dem keine Skispuren kommen. Wie kommen die da wohl hin?
Und ja genau, das Wild bleibt ruhig stehen, wenn sich ein Skifahrer nähert und schaut zu, wie sie wenige Meter an ihnen vorbei fahren. Warum hast du wohl keine Tiere gesehen? Der Wald ist kein Streichelzoo mit zahmen Tieren.
Du bist ja ein enormes Genie!

p.s. du bist offenbar nicht in der Lage sinnerfassend zu lesen. Ich habe in KEINEM Satz den Skitourismus mit seinen Auswüchsen verteidigt, sondern mich ärgert diese einseitige und egoistische Betrachtung die Gebi und offenbar auch du hast. Frei nach dem Motto: "Ich darf und bin gut, macht ihr etwas ähnliches, seid ihr böse und schlecht!"

Anonym hat gesagt…

ich muss dir aber nicht jedes detail hinschreiben oder? das man durch den wald geht, bevor man in höhere lagen kommt versteht sich doch von selbst. nein ich bin nicht in der lage sinnerfassend zu lesen, ich weiß auch nicht welche wörter man groß schreibt, deshalb schreibe ich klein. idR fährt man im dichteren Wald, wo das tier im winter schutz sucht auch nicht wirklich schnell, da es auch nicht möglich ist. schalt deinen Hausverstand ein du unsportlicher typ.. welcher tiroler geht bitte im winter wander ohne ski, nur kasperl. das man mit den ski nicht zur fütterung fährt, außer wenn ich die fütterung "betreue", versteht sich doch von selbst. bist offenbar nicht oft in der natur. das erklärt auch deine nicht vorhandene Ahnung.

Anonym hat gesagt…

anonym (7.3.2013, 19:24) schrieb:
1) "...idR fährt man im dichteren Wald, wo das tier im winter schutz sucht auch nicht wirklich schnell ..."
2) "...schalt deinen Hausverstand ein du unsportlicher typ..."
3) "...welcher tiroler geht bitte im winter wander ohne ski, nur kasperl..."
4) "...bist offenbar nicht oft in der natur. das erklärt auch deine nicht vorhandene Ahnung...."

also:
zu 1) das ist dem Tier egal, ob langsam oder schnell. es flüchtet vor dem Menschen und mit Ski langsam bergabfahren ist um einiges schneller als gehen und das reicht schon aus, das die Tiere flüchten

zu 2) Aussagen die rein auf beleidigung und ohne sachlichen Hintergrund entstehen, zeigen dein geistiges Niveau. Mich kannst damit weder ärgern noch wütend machen, da dies mehrere km unter meinem Niveau ist. Dies zeigt nur, wie du tickst. Tolle Werbung für die Grünen, wenn solche Typen den Gebi nachlaufen!

zu 3) wenn du über den Tellerrand blickst, wird dir auffallen, das es sehr viele tun. Es gibt in der Welt nicht nur dich, auch wenn du so von dir überzeugt bist!

zu 4) ich bin täglich in der Natur. Wer keine Ahnung von der Natur hat, hat sich ja bei deinen Beiträgen wunderbar herausgestellt. Denn selbst Volksschüler wissen, dass Wildtiere vor den Menschen die Flucht ergreifen. Du offenbar nicht.

Anonym hat gesagt…

Sprechen wir bei dieser unsinnigen Touren-Diskussion von Standard-Routen (soll heißen: mehr als 10 Tourengeher in der Saison)? Geh bitte, da sind's die Wildtiere entweder a) gewohnt, und fliehen wirklich nicht mehr oder b) ziehen sich sowieso in Abschnitte/Waldgebiete zurück, durch die weder Aufstieg- noch Abfahrtsrouten führen.
Lass' doch bitte diese Aussagen, die Tourengeher und Freerider als verantwortungsbefreite Idioten hinstellen, die ja sowieso überall reinfahren, durchfahren, durchstapfen, ... So ist es einfach nicht.

Anonym hat gesagt…

zu 1)
Tiere flüchten nicht grundlos. Solltest du aber wissen, wenn du oft in der Natur bist. Das Abfahren mit den Skiern ist denen vollkommen egal. Die Praxis bestätigt die Regel. Selbst bei "Insider" Touren mit sicherlich weniger als 10 Personen in der Saison. Vielleicht liegt das aber auch an meinem Wesen.

zu 2)
Wie kommst du drauf, dass ihm Forum nur Anhänger und Parteimitglieder der Grünen schreiben? Aber eines musst du schon zugeben, du bist sicher einer jener, die sich sofort aufregen wenn der hund in die wiese macht oder im wald ins gebüsch. Natur ist eben Natur - da lasst sich nichts ändern.

zu 3)
naja, bei uns kommst du ohne Ski auf den Waldwegen nicht weit. Da sinkst bis zu die Knie ein. Derartige Spaziergänger heitern uns immer auf ;-). Und dort wo man zu fuß gehen kann, dürften Tourengeher eher seltener anzutreffen sein.

zu 4)
Vgl. Punkt 1). deine Ideen klingen wie aus dem Lehrbuch. Naja in der Praxis schauts halt anders aus, du Naturbursch! ;-)

Anonym hat gesagt…

Was seid ihr bitte für ein- und ungebildete Besserwisser.
Natürlich flüchten Tiere wenn ihnen Menschen begegnen. Das lernt man nicht nur in der Schule, sondern findet man auch auf Informationsseiten im Internet, die sicher keine Anti-Tourengehr Werbung betreiben, wie z.B.: http://www.skitourengehen.info
"Wildtiere flüchten bei unvorhersehbaren Begegnungen mit Menschen und verbrauchen dabei viel (manchmal zu viel) Energie. Vor allem ab- fahrende Skifahrer nähern sich schnell von oben und veranlassen Tiere zu wilder Flucht."
oder http://www.tt.com/Tirol/6157008-2/tourengeher-als-st%C3%B6rfaktor.csp

usw....

aber in euren Augen wohl alles gelogen.
Neben eurer egoistischen Einstellung (jetzt komme ich den Berg runter, der rest ist mir egal)ist euer Bildungsmangel echt erschreckend. Ihr scheint ja wirklich zu glauben, Wildtiere sind wie im Streichelzoo zahm und wissen, der Mensch tut ihnen nichts und fliehen nur bei Menschen, die ihnen etwas antun wollen. Solche kindlichen Meinungen über Tiere sind wirklich erschreckend und zeigen, wie weit die Tiroler Bevölkerung schon von der Natur entfernt ist. Wären die Tiere nämlich wirklich so zahn und zutraulich, würdest in jeder Ortschaft in Tirol ständig auf Rehe, Füchse, usw... treffen. Und erst recht bei jedem Waldspaziergang. Warum ist das aber nicht der Fall? Genau, weil sie vor Menschen fliehen. In den Wald. Und kommt der Mensch dorthin, müssen auch dort fliehen.

Aber ihr seid die neue Generation. Die Ich-will-Spaß-und keine Verantwortung-Gesellschaft. Ihr habt weder vor anderen Leuten respekt und schon gar nicht vor der Natur. Und genau diese Wähler spricht Gebi an.

Anonym hat gesagt…

Ihr seid echt traurig! Vertraut ihr doch eher auf den Inhalt von Schulbüchern und diverser Medien, als auf die Praxis, Erfahrung und euren Verstand. Ein klarer Fall von Ignoranz der seinesgleichen sucht. Nochmals für die langsamen und wie du sagst "ungebildeten": Wild läuft nicht automatisch vom Menschen (ja auch der Tourengeher soll dazu zählen) davon. PUNKT. Weshalb du alles mit einem Bildungsmangel erklärst ist mir sowieso schleierhaft, da du offensichtlich zur Natur keine Beziehung hast und keinerlei Erfahrung bzw. Ahnung. Mach mal deinen Uniabschluss fertig dann reden wir weiter. Wo man hinsieht nur Besserwisser und selbsternannte Fachexperten.

Anonym hat gesagt…

@anonym 9.März 16:18

1) Wie kommst du auf die Idee, dass ich erst meinen Uniabschluss fertig machen soll? Woher willst du wissen, dass ich nicht schon längst fertig bin? Solche dummen Aktionen zeigen nur, dass du mit Fakten nicht umgehen kannst.

2) Warum gibt es keine fachlichen Gegenargumente zu den Links? Einfach nur sagen, nein, ein Reh haut nicht ab ist zu wenig.
Zum Fluchtverhalten kannst auch unter Reh auf wikipedia nachsehen. Das sind Fakten, die man entweder mit Fakten entgegnen kann, also eine niveauvolle Debatte führen, oder wie ein kleines Kind auf denn Tisch hauech und trotzig das Gegenteil brüllen, obwohl man es nicht Belegen kann. Das ist dann primitive Kultur.
Also, wo sind nun die Fakten, dass Rehe nicht fliehen?
Die Jäger würden sich freuen, wenn ihr ihnen den Rat geben könntet, dann müssten sie nicht mehr stundenlang sich still im Wald verstecken, sondern einfach zum Reh hingehen, an die Leine nehmen und zum Schlachthof führen. Auch die Autofahrer würden sich freuen, würden die Rehe kein extremes Fluchtverhalten mehr zeigen und bei näherkommenden Autos panisch die Flucht ergreifen, sondern einfach neben der Fahrbahn stehen bleiben....
Also, ich freue mich auf deine Fakten, die belegen, dass Rehe nicht einfach so weglaufen.

Anonym hat gesagt…

Meine Fakten beruhen auf Erfahrung und Praxis. Leider legen die Menschen von heute (so wie du) keinen Wert auf Praxis und Erfahrung und glauben, dass niedergeschriebenes Wissen allumfassend ist und darum ganzheitlich Gültigkeit besitzt. Das ist auch das Problem bei den meisten Studierten (ja auch ich habe studiert): sie sind Praxisfern.

Langsam wird es lächerlich. Du zitierst als Quellen Wikipedia und diverse andere Sachen. Das ist auch das Problem von Journalisten: alle schreiben nur mehr von Reuters, Apa usw. ab, ohne die Fakten selbst zu überprüfen.

Dass du wenig in der Natur bist hast du uns bewiesen. Dass du auch von der Jagd keine Ahnung hast, hat sich mit deinem vorherigen Kommentar bestätigt. Dass du Tourengeher mit Autos vergleichst ist methodischer Unsinn.

Hoffentlich hast auch du einmal die Möglichkeit die Natur, so wie sie in Wahrheit ist, kennenzulernen. Und vielleicht auch die Möglichkeit, deine Meinung mit diversen Berufsjägern auszutauschen, um auch deine Kenntnisse über die Jagd aufzubessern. Erfahrung ist die unentbehrliche Grundlage, ja die condicio sine qua non des Wissens.

Anonym hat gesagt…

und meine Erfahrung (ich bin täglich in der Natur) sagt aber, dass Rehe doch fliehen. Und auch die Erfahrung der Jäger sagt dies, sonst müssten sie sich nicht verstecken. Auch die Erfahrung der Versicherungen sagt dies, sonst gäbe es kaum Wildschäden, würden die Rehe nicht wegen ihres panischen Fluchtverhaltens in ein Auto rennen.....

Das sind einerseits Fakten und Erfahrungen tausender Menschen die täglich damit zu tun haben. Auch wenn du deine Behauptungen 1000 mal schreibst, sie werden nicht richtiger und es gibt offenbar keine Studie dazu. Alle anderen haben also unrecht. Jeder Jäger ist dumm. Jeder Naturforscher, der Rehe untersucht hat ist dumm, nur du liegst richtig. Kommst dir nicht lächerlich vor?
Offenbar ist dein einziger Kontakt zur Natur der Streichelzoo, wo es vielleicht wirklich möglich ist, dass ein Reh nicht davonläuft. Aber in der richtigen natur ist es nicht so.

Du schreibst, ich habe keine Ahnung von Jagd. Echt lustig. Was ist daran den falsch, dass sich Jäger nicht lautstark dem Reh nähern können, sondern sich verstecken müssen, da das Reh scheu ist? Bitte um eine fachliche Begründung, wie man Rehe jagt, wenn du dich so gut auskennst.

Und wo habe ich Tourengeher mit Auto verglichen? Entweder hast du große Probleme mit dem Verstehen eines geschriebenen Textes, oder du versuchst mit wilden Schlägen dich aus deiner argumentativen Notlage zu befreien.

Ich warte auf die Fakten. Sonst musst du dir gefallen lassen, dass du als Troll bezeichnet wirst. Denn was du machst ist nichts anderes als das, was auf die Definition Forumstroll zutrifft.