Donnerstag, 16. September 2010

Eine Ex-Universität

Die UMIT in Hall ist nun eine Ex-Uni, zumindest in großen Teilen. Die Universität wurde als Privatuniversität des Landes eingereichtet. Das ist ja schon ein Widerspruch in sich, hat aber die regierende ÖVP in Tirol nie gestört. Das Konzept der UMIT war, entsprechend den Aussagen vieler UMIT-Studierender recht einfach: Wenn du irgendwo dein Studium nicht schaffst aber Geld hast, dann kommst du nach Hall. Dort musst du einige Semester so tun, als ob du studieren würdest, hauptsächlich aber musst du bezahlen. Von Roland Staudinger bekommst du dann irgendwann dein Doktorat verliehen.

Diesen unhaltbaren Zustand hat jetzt der Akkreditierungsrat zum Glück beendet und dem Gesundheits-Doktorat die Akkreditierung entzogen. Die UMIT hat sich daraufhin endlich von Roland Staudinger getrennt. Die spannende Frage ist nun aber, ob sich das Land auch von Dr. Bernhard Tilg trennt. Dr. Tilg war Rektor der UMIT und wusste von allen Vorgängen dort. Aufgrund seiner Verdienste an der Privatuniversität wurde er von Günther Platter zum Wissenschaftslandesrat ernannt, wo er seit zweieinhalb Jahren mehr kaputt als gut macht. Auch als Wissenschaftslandesrat wusste er aber natürlich über alles Bescheid, er hat Staudinger schließlich lange genug gedeckt und immer behauptet, die Qualität an der UMIT sei gut.

Nachdem wir nun eine Ex-Universität des Landes haben, haben wir hoffentlich bald auch einen Ex-Landesrat?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Gebi lästert über andere STudenten, die laut seiner Aussage nichts leisten und können müssen.

Er, der für eines der billigsten Studien (machen halbwegs begabte Menschen neben einem richtigen STudium in annähernd Mindeststudiendauer) fast die doppelte Zeit benötigt....

Anonym hat gesagt…

Bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht von der Art wie du in deinem Blog pauschal über die UMIT urteilst, ich zitiere: "Das Konzept der UMIT war, ... recht einfach: Wenn du irgendwo dein Studium nicht schaffst aber Geld hast, dann kommst du nach Hall."

Als UMIT-Student kann ich dazu nur eines sagen: Ich lasse mich weder von Leuten wie Staudinger noch von Dir denunzieren.

Ich hoffe du denkst das nächste Mal ein bisschen genauer nach, wenn du in die Tasten haust!

Anonym hat gesagt…

Der Gebi und denken?
Verlang gleich von einem Elefanten, dass er fliegen lernt....

Leider haben die Betroffenen nicht genug Mut, den Gebi zu klagen, bzw die anderen Partein trauen sich auch nicht, weil der Gebi dann zur TT rennt und heult, dass die anderen so gemein sind....

Gebi Mair hat gesagt…

ich weiß, dass das nicht für alle studiengänge an der umit gilt, aber doch für einige.

im landesregierungssprech nennt sich das übrigens "marktorientierte studiengänge", hier nachzulesen:

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:f4Lr8kaO5acJ:www.landeszeitung.at/php/nach_erfolgreichem_start_neue_phase_fuer_die_umit,10311,8508.html+finanzierung+umit+land+tirol&cd=5&hl=de&ct=clnk&gl=at&client=firefox-a

Anonym hat gesagt…

Wann wirst du endlich mal eine Antwort auf folgende Fragen geben?

Hat die FPÖ nun ein Recht auf eine ungestörte Wahlkampfveranstaltung ohne ihre Gesundheit zu riskieren, auch wenn du sie nicht magst oder nicht?

Haben nun Vereine Recht auf eine ungestörte (rechtskonvorme) Feier, auch wenn du diesen Verein nicht magst, oder nicht?

Anonym hat gesagt…

Bin gerade zufällig auf deinen Blog gestoßen und ich muss sagen, du lehnst dich ganz schön weit aus dem Fenster. Ich mache zur Zeit meinen Master in BWL kenne die Leute, die Politikwissenschaften studieren.
Die saßen bei uns die ersten 2 Semester mit drinn!! Wie kannst du, der nicht mal nach 7 Jahren mit einem so anspruchslosem Studium fertig geworden ist über die Umit herziehen???

Anonym hat gesagt…

Staudinger hat diese UMIT sozusagen erschaffen und es ist absolut nicht fair, dass er jetzt gehen muss. Schade, das hat er wirklich nicht verdient. Leider haben sich in vielen Punkten die Hierarchien verschoben, eine Fr. Dr. Them ist nun Rektorin und hat gemeinsam mit ihrem Gatten Karl Heinz nur geschleimt dass einem anders wurde. Und eine ehemalige Fotografin Frau Frischauf-Zoller hat nun in der Politik das grosse Sagen und urteilt ueber die UMIT. Auch die Tilak ist eine Einrichtung fuer sich: da kassieren manche Mitarbeiter zu hohe Gehaelter.

Anonym hat gesagt…

"Die saßen bei uns die ersten 2 Semester mit drinn!!"

Echt? So lange haben manche gebraucht um zu kapieren, dass der durchschnittliche BWL - Student ein zurechtgegelter Schleimpfropfen ist, der lange nicht so geil ist, wie er sich fühlt? Mann Mann Mann, sollte das stimmen, muss ich echt an der Intelligenz der Powi-Studierenden zweifeln.

P.S.: Frag mal in der freien Wirtschaft nach, wie toll sich die halbgöttischen BWL-er in den ersten Jahren machen. Da hörst dann, dass sie sich mehr oder weniger alles von den Sekretärinnen anschaffen lassen müssen, weil sie mangels Hausverstand so ziemlich unbrauchbar für alles sind. Es sei denn, sie kommen irgendwo bei Daddy unter. Gilt aber natürlich nicht für alle ;-) Bussi.

Anonym hat gesagt…

P.P.S.:

Herrliche BWL-er verarsche. Wer ein bisserl Zeit hat.

Kalkofe:

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=QIenrN17KjE&feature=related

Teil 2:
http://www.youtube.com/watch?v=BMAqFNKFIXU&feature=related

Pispers:

http://www.youtube.com/watch?v=teHe-GRoyrY&feature=related

Anonym hat gesagt…

P.P.S.:

Herrliche BWL-er verarsche. Wer ein bisserl Zeit hat.

Kalkofe (Zitat falsch wiedergegeben, man möge es mir verzeihen ;-)):

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=QIenrN17KjE&feature=related

Teil 2:
http://www.youtube.com/watch?v=BMAqFNKFIXU&feature=related

Pispers:

http://www.youtube.com/watch?v=teHe-GRoyrY&feature=related

Anonym hat gesagt…

Nochmals Pispers 2004(Pädagogikstudium!!!) über wirtschaftliche Zusammenhänge.

http://www.youtube.com/watch?v=mQXZQxqzA28&feature=related

Aber trotzdem Respekt, sich in diesen Zeiten als BWLer zu outen.

Anonym hat gesagt…

@ alle BWL-er

In Puncto intellektueller Schwanzvergleich siehts aber ganz düster für euch aus, da würd ich mich auf nix einlassen. Als Powi - Student hab ich in meiner Studienzeit mal mit zwei Studienkolleginnen einen BWL - Kurs als Wahlfach belegt. Im Endeffekt wars dann so, dass wir drei bei den Besten dabei waren. Der Prof jedenfalls war wirklich begeistert von uns, und ließ auch durchblicken, wie positiv wir uns vom Rest abhoben.

Ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber richtig tiefschürfende Gespräche sind bei den meisten BWL-Studenten eigentlich Mangelware, da gehts mehr um teure Autos, Urlaube, Uhren, was die Eltern/Geschwister/Onkel so machen und verdienen. Danach wird dann kategorisiert.

Und zum Studium selbst: Es ist eigentlich eine Frechheit, sowas auf einer Uni anzubieten. Es gibt kein weiteres Studium, welches dem universitären Geist derart konträr entgegensteht. Da gehts weder um empirische Erkenntnis, noch um Bildung, sondern es ist schlicht eine Ausbildung zum möglichst schnell Kohle machen. Ginge es mit rechten Dingen zu, würde das auf FH´s angeboten.

Anonym hat gesagt…

Ich kann die arroganten Schnösel auch net ab, aber das mit den Powis stimmt, machen einen auf intellektuell und fliegen bei dem sooo schweren Mathe und Statikstik raus und verfluchen dann die BWL!!! :D
Bei eins muss ich die rosa Polohemdenträger aber in Schutz nehmen, du musst bedenken, dass du nur eine schwere Klausur hast, auf die du dich vorbereitet hast... jetzt überleg mal, wie das mit 4-5 mehr ausgesehen hätte?! Sry, aber Powi hat nichts mit Niveau zu tun, viel Spaß bei der Jobsuche!

Anonym hat gesagt…

@ 23:47

Schön ausgedrückt. BWL sucht keine Arbeit oder Berufung, sondern "Job". Im übrigen weist jede Arbeitsmarktstatistik BWL-er im Topsegment der Arbeitssuchenden aus.

Weiste auch warum? Weil in den von euch abgöttisch verehrten Segmenten der freien Wirtschaft (also zumindest mittleres Management) 24 - jährige Absolventen gefragt sind, die x Jahre Berufserfahrung ("Leadership qualities"), Praktika, Auslandsaufenthalte, Zweitstudien, Informatikkenntnisse, Fremdsprachenkenntnisse und gute bis sehr gute Notdendurchschnitte vorweisen können, und zudem flexible Arbeitszeitverhältnisse aushalten. Das kannst du alles vorweisen? Toll, dann gratulier ich dir, du bist ein gemachter Mann.

Falls nicht wünsch ich dir viel Spaß, wenn du dich mit Hak- und FH- Absolventen um Jobs rangeln musst, für die du ein Butterbrot verdienst und für die du dir die ganzen tollen Statistik- und Mathekurse hättest sparen können. Ob dir dann dein Studium immer noch schmeckt ;-)

Anonym hat gesagt…

@ 19.Sept 20:10

Kannst du nicht mal lesen? "Ich kann die arroganten Schnösel auch net ab", wie kann man darauf schließen, dass ich BWL studiere? Nicht mal nen Text erfassen können sie, die Powis... Ich habe VWL studiert und arbeite auch schon seit 3 Jahren! Ich kenne Powis, meinen weil sie mal so Wörter wie AS/AD Modell aufgeschnappt haben, dass sie von der Wirtschaft Ahnung hätten! Picken sich immer nur die leichtesten Fächer aus unserem Studium raus und dann sind sie die großen Fachmänner, ne da sind mir sogar die BWLer lieber, die können sich wenigstens nicht immer nur so ein Lullikram zusammen suchen. Du wirst schon von sehen, was du von deinem "anspruchsvollem" Studium hast! Das wird entsprechend entlohnt!! :D

Anonym hat gesagt…

Welche Ausbildung hat gleich Vizerektor Unterholzner? Keine? Tatsächlich? Eine Vizerektor ohne univerisitäre Ausbildung? Kann das sein?

Anonym hat gesagt…

@ 17:29

Ist schon witzig, du belächelst als VWLer die Powis ungefähr so, wie die BWLer die VWLer - aus ganz ähnlichen Gründen ("Was will man mit dem", "als was will man sich da bewerben" "billiger Abschluss" "Theoriekram" etc). Nicht um sonst wurde das ganze VWL - Studium im Zuge Bolgnas "BWLisiert", um es wirtschaftlich verwertbar zu machen. Und da du schon seit drei Jahren arbeitest, hast du ziemlich sicher noch keinen Master in den "neuen" VWL, sondern das ganze noch auf Diplom. Wie man sieht, hast auch du ne Hackn bekommen. Was mir wiederum ungemein Hoffnung macht ;-). Also, bleib mal auf dem Teppich.

Zum Rest: Statistik gibts bei Powi genauso, und "Mathe" (wie viel nochmal? 4 Ects?) ist bei euch ebenso nicht grad Königsdisziplin. Oder meinst, dass du mit deinem Kürschen auf der Technischen in einer Kinematik - VO mithalten könntest? Glaub ich nämlich auch nicht. Siehste, wieder einer mehr, der dich belächelt - so grausam ist die Welt.

und zu "Das wird entsprechend entlohnt": Echt? Das war dein Grund studieren zu gehen? Und dann studierst du VWL? Und das nichtmal in St. Gallen oder Zürich? Oder waren dir die Aufnahmeprüfungen dort zu Lullikram? ;-) Nimms sportlich, Compadre Einstein.

Anonym hat gesagt…

Was ist nicht alles - auch von dem werten Herrn Politiker hier - gesagt oder "zitiert" worden. Die UMIT sei eine Titelfabrik, man könne da problemlos seine Titel kaufen usw.

Und was kommt nun im Untersuchungsausschuss raus?

In nun knapp acht Jahren sind gerade einmal 64 Doktorate vergeben worden, also knapp acht pro Jahr. Wahnsinn, da sind die Doktorate echt im großen Stil vergeben worden... :rolleyes:

Und zum Betreuungsverhältnis: Mag sein (ich habe da keine so genauen Einblick), dass es eine "Richtlinie" von 1:6 für die UMIT vom ÖAR gab (was auch immer die rechtliche Bedeutung einer "Richtlinie" sein mag). Aber warum bekommen andere Privatuniversitäten für sie bessere Quoten? Warum bekommen staatliche Universitäten gar keine Betreuungsquoten? Die Nachbar-Uni der UMIT, die Uni Innsbruck hat vor einiger Zeit mal verlautbaren lassen, dass das Verhältnis dort über zehn Mal schlechter ist. Da sagt keiner was... Also bitteschön gleiches Recht für alle!

Was Teile der Politik gerade allein zur Selbstprofilierung macht, ist einfach unerträglich. Wegen Fehler einzelner werden die Lebensläufe vieler Studenten und auch Wissenschaftler nachhaltig schwer beschädigt, teilweise sogar zerstört. Ganz toll.

Den Studenten wurde in der Tat geschadet, die Frage ist nur, ob von Tilg und Co. oder der sensationsgeilen Opposition!?

Aber das scheint ja heutzutage Politikstil zu sein. Dem Bürger (und Wähler) schaden, ohne Rücksicht auf Verluste, Hauptsache man hat was zu meckern und kann sich irgendwie profilieren. Und da wundert man sich über Politikverdrossenheit...

Ach ja, eine Privatuniversität in Hand des Landes ist kein Widerspruch in sich, sondern zwangsläufiges Ergebnis des Hochschulrechts. Wenn das einem Politiker nicht passt, soll er sich gefälligst darum kümmern, dass das geändert wird. Wenn er dafür keine Mehrheit findet, hat er das zu akzeptieren. Das nennt sich dann Demokratie: akzeptieren, was die Mehrheit will.

Und für die Zukunft eine Bitte: bevor man so die Klappe aufreißt und wild rumtönt, erstmal überlegen, wem man damit schadet.

P.S.: Hat eigentlich mal jemand darauf geachtet, wer dem ÖAR vorsteht? Dann wird einem einiges klar... Alles reine Politik und Machtkampf auf dem Rücken der Studenten. Aber daran ist wohl nicht Skandalöses...

Gebi Mair hat gesagt…

Demokratie ist mehr als nur zu akzeptieren, was die Mehrheit will. Aber dass das in diesem Land anders gesehen wird, ist ja nichts Neues.

Dass die UMIT ein Titelkaufhaus sei, habe ich nie gesagt. Das hat der Standard getitelt. Ich habe der UMIT geraten, sie solle den Standard doch klagen, wenn sie der Ansicht sind, dass das nicht stimme. Aber bis heute ist keine Klage erfolgt. Sagt das mehr über den Standard oder mehr über die UMIT aus?

Anonym hat gesagt…

Na ja, Sie haben das Wort "Titelkauf" nicht direkt in den Mund genommen. Das ist richtig.

Dieser Blog-Beitrag von Ihnen vom 05.11.2010 enthält aber nicht anderes als genau diesen Vorwurf:

"Heute werden Studierende insbesondere von der FH Nordhessen angeworben, die hier gegen gutes Geld Titel erhalten können."

Mit dieser Aussage wird das, nämlich ein Titelkauf, unzweifelhaft suggeriert. Und zwar als eigene Meinung des Verfassers, also von Ihnen. Wenn das nicht Ihre eigene Ansicht ist, hätte das so gekennzeichnet werden müssen. In der Wissenschaft nennt man das sauberes Arbeiten... ;-)

Ihre Aussage, Sie hätten sowas nie behauptet ist also nicht richtig. Aber keine Angst, ich werde deshalb keinen Untersuchungsausschuss beantragen... ;-)

Erst im Satz danach ("Der Standard nannte dieses System „Titelkaufhaus“.") wird auf die Formulierung des Standards hingewiesen. Dadurch, dass das aber gerade so wiedergegeben wird, erscheint auch diesbzgl. der deutliche Eindruck, dass der Verfasser sich dies zu eigen macht und ebenfalls - weil unkommentiert und unwidersprochen - so sieht.

Ich will keinesfalls rechtfertigen, was vielleicht an der UMIT geschehen sein mag, dazu fehlt mir der Einblick. Aber es werden jetzt viele für die Fehler weniger "bestraft". Und das u.a. auch, weil Teile der Politik ohne Kenntnis aller Fakten "ein Fass aufgemacht" haben, um gegenüber den Regierenden in der Presse gut dazustehen.

Ich kritisiere nicht, dass kritisiert und hinterfragt wurde. Im Gegenteil, das ist richtig und die legitime und wichtige Aufgabe einer Opposition. Aber gerade in Zeiten einer immer sensationsgeiler werdenden Medienlandschaft wird seriöse politische Arbeit immer wichtiger. Und die hat es hier (leider wieder einmal) an einigen Stellen nicht gegeben. Und gerade, wenn man einer Universität unsauberes Arbeiten vorwirft, wäre eigenes sauberes Arbeiten besonders wichtig gewesen.

Ach ja, die Kooperation mit dieser FH Nordhessen besteht angeblich schon seit vergangenem Sommer nicht mehr. War auch ganz normal in der Presse zu lesen. Im November also noch zu erklären, auf diesem Wege würden die Doktortitel (was sachlich übrigens auch falsch ist, es handelt sich dabei nicht um Titel, sondern um akademische Grade) "angeboten", ist ein weiteres, wenn auch mittlerweile wohl nicht mehr sonderlich relevantes, nicht richtig dargestelltes Detail.

Deshalb die eindringliche Bitte (nicht nur an Sie, sondern an alle Politiker), in Zukunft sauberer zu arbeiten und auch mal darüber nachzudenken, wem man mit seinen Aktionen schaden könnte, und was dieser Schaden im Verhältnis zur angeprangerten Situation bedeutet.

Gebi Mair hat gesagt…

Gegen gutes Geld Titel erhalten, ja das ist wohl auch so, oder? Die Studiengebühren sind enorm hoch, und man kann an der UMIT Titel erwerben. Ohne das Geld gibts an der UMIT auch keinen Titel. Das bedeutet also, dass das Geld eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung für einen Titel aus Hall ist.

Anonym hat gesagt…

Richtig, die Zahlung der Studiengebühren ist eine notwendige, aber nicht die einzige Voraussetzung. Darin ist grds. auch nichts Verwerfliches zu sehen und das ist mittlerweile auch an nicht wenigen Universitäten üblich. Auch dort zahlt man mittlerweile Studiengebühren für Postgraduierten-Studiengänge. Bildung kosten nunmal Geld. Es wäre schön, wenn es anders wäre, die Realität sieht aber leider immer öfter anders aus.

So, wie Sie es allerdings in diesem anderen Blog-Beitrag dargestellt haben, klingt es halt so, als ob es gerade doch die einzige Voraussetzung sei. Manchmal liegt die Aussage ja gerade auch in dem, was man nicht sagt (bzw. schreibt). Ob Absicht oder Zufall soll dahingestellt bleiben. Der Leser jedenfalls, der gerade nicht alle Fakten kennt und sich auch nicht weiter damit beschäftigen mag, gewinnt so den Eindruck, man hätte Doktorgrade auch ohne eine nennenswerte wissenschaftliche Leistung erhalten können. Das allerdings ist selbst dem ÖAR-Bscheid, der ja von Ihnen freundlicher Weise hier online gestellt wurde (dafür übrigens ein ausdrückliches Lob, ich sage ja keineswegs, dass alles schlecht ist, was Politiker machen ;-) ), nicht zu entnehmen.

Ansonsten bleibt es dabei, dass es kein Titel, sondern ein akademischer Grad ist.

Anonym hat gesagt…

Und, wie ist die Geschichte jetzt weitergegangen? Hat noch irgendwer in irgendwelchen Sitzungen irgendwas relevantes gesagt? Oder war es mal wieder viel heiße Luft um nichts?

Gebi Mair hat gesagt…

Es hat sich noch einiges in den Sitzungen getan, demnächst gibt es einen Zwischenbericht des UMIT-Ausschusses, der wird auch öffentlich werden. Und dann wird weiter am Entwicklungsplan für die UMIT gearbeitet, weil so planlos kann es nicht weitergehen.