Mittwoch, 19. Oktober 2011

Lobbyismus von der anderen Seite

Dass die Innsbrucker Lobbyistenaffäre etwas über den Charakter von ÖVP-Vizebürgermeister Franz Gruber aussagt, ist eine Sache und für alle offensichtlich. Und durch seine hilflosen Erklärungsversuche macht er sein skandalöses Handeln nur umso deutlicher. Er ist wohl auch deshalb so nervös, weil er weiß, dass das nicht das Einzige ist, das er lieber verborgen gelassen hätte. Ich würde sagen: Das wird alles noch rechtzeitig an die Oberfläche kommen, lieber Franz – da brauchst du nicht nervös zu sein.

Interessant ist es aber, die Lobbying-Frage von der anderen Seite zu betrachten: Hinter Hofherr als unmittelbarem Arbeitgeber von Franz Gruber steht ja die TIWAG. Die TIWAG hat Gruber als Lobbyisten angeworben: zuerst für Osttirol, dann im Kaunertal und schließlich in Innsbruck. Zwei Fragen ergeben sich daraus:

  1. Welche weiteren Lobbyingaufträge gab es an Franz Gruber?
  2. Welche weiteren PolitikerInnen wurden gekauft und als Lobbyisten eingesetzt?

Ich denke, wenn die TIWAG ihren Ruf nicht von Franz Gruber versauen lassen will, dann sollte sie diesen beiden Fragen beantworten, bevor wieder jemand anderer die Fragen für sie beantworten muss.

Update 20.10.2011: Der Standard: Innsbrucker Politiker gibt Lobbying zu

Kommentare:

der anonyme hat gesagt…

Seit einem ganzen monat kommt von dir nix anderes mehr, als schimpfen uber die anderen, ausser natürlich der listenerstellung für die wahl in innsbruck und euer kaffekränzchen auf der seegrube!

hast du keine eigenen ideen? was sind die ideen der grünen? so bist du keine alternative! genau gleich unfähig wie das restliche pack! Peinlich, oder eigentlcih sogar ein wenig traurig!

Anonym hat gesagt…

lobbysten sind das normalste auf der welt - ohne die läuft zb in den usa gar nichts.
möglich, dass dir ein kgb-agent lieber wäre. ich darf nur an al gore erinnern oder an die politiker, die in den usa stolz sind, dass sie entsprechend unterstützt werden und nicht so wie die frösche in österreich für drogendealer und asoziale regelrecht der arbeitenden bevölkerung das geld rauben wollen.
im grunde betreiben zb sämtliche ex-us-präsidenten für irgendwen lobbing - und die amis sind darauf stolz.
lobbysten sind keineswegs schlechte politiker - george shulz etwa hat nach 8 gescheiterten us-außenministern andrew gromyko endlich mit seiner unkonventionellen art in die knie gezwungen - sämtliche profis, wie henry kissinger udgl. bissen sich bei mister njet die zähne aus.

gruber unterscheidet allerdings wirklich etwas von euch - er ist in der privatwirtschaft brauchbar.

Anonym hat gesagt…

Korrupte grüne Scheisse!!!

KKN

Anonym hat gesagt…

jaaaawoll...die schwarzen kampfposter-schergen sind da!

Die Krise hat gesagt…

ein blick nach wien genügt:
kaum in der regierungsverantwortung, beginnt die freunderlwirtschaft auch bei den selbsternannten "untouchables" fuß zu fassen. zunächst (natürlich bobo-like) im kulturbereich: wer nicht zu gesicht steht, wird pilz zum fraß vorgeworfen; selbst der sonst so unauffällige zinggl wurd' plötzlich aktiv usf.
Keine Angst: sobald die Grünen an den futtertrögen sind, werden sie sich als "pfaffenhafter" erweisen, als ihnen selbst lieb ist. blöd auch, wer nicht die hand aufhält, wenn sich die gelegenheit bietet.

basiswappler hat gesagt…

den hofherr als privatwirtschaft zu bezeichnen ist wirklich witzig.

gebi, wer stellt denn in den gremien (landtag, gemeinderat) diese fragen?

mami in der tt hat gesagt…

Weder sah Gruber selbst Erklärungsbedarf vor versammeltem Plenum, noch gab es irgendeine Initiative der Grünen. Nicht einmal zu einer Portion Aktionismus hatten sich die Stadt-Grünen durchringen können, nachdem ihre Landespartei sich in den letzten Tagen via Aussendungen regelrecht auf Gruber eingeschossen hatte.

Anonym hat gesagt…

hab ich mir auch gedacht, feige durch und durch. aber es fehlt halt an der linie.

basiswappler hat gesagt…

das wird ja ein spannender gemeinderatswahlkampf in innsbruck werden, wenn die sogenannten grün-strategen schon wegen des gruber angst bekommen und nicht einmal bei einer offensichtlichen unkorrektheit eines polit-konkurrenten aufschreien.