Dienstag, 18. Oktober 2011

Günther Platter, eine Erinnerung

Ernst Strasser Franz Gruber reagiert und legt ÖVP-Parteimitgliedschaft ruhend
Landeshauptmann Günther Platter sorgte Dienstagmittag für einen Knalleffekt in der Lobbyisten-Affäre: Er fordert den Parteiausschluss Ernst Strassers Franz Grubers. Dieser hat nun reagiert.


Bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Tiroler Landesregierung am Dienstag ließ Günther Platter mit ungewöhnlich scharfen Worten aufhorchen. Er kündigte an, mit Vizekanzler Josef Pröll Michael Spindelegger noch einmal über den Fall Ernst Strasser Franz Gruber beraten zu wollen. Er werde „empfehlen, dass der Antrag auf Ausschluss“ den Parteigremien vorgelegt werde. LH Günther Platter: „Diesen Antrag werde ich auch unterstützen.“
Strasser Gruber selbst habe am Nachmittag seine Parteimigliedschaft bei der Volkspartei ruhend gelegt. Das bestätigt das Generalsekretariat der ÖVP in Wien.
Platter war am Vormittag der erste Spitzenpolitiker der Volkspartei, der sich für einen sofortigen Ausschluss des durch die Lobbyisten-Affäre angeschlagenen VP-Mannes stark macht. Die VP-Regierungsmitglieder hatten zuvor beim Ministerrat in Wien noch erklärt, dass Strasser Gruber mit dessen Rücktritt die notwendige Konsequenz gezogen habe.
Platter von Strasser Gruber „sehr enttäuscht“
Die Frage eines Parteiausschlusses wollte keiner der VP-Minister klar beantworten. Außenminister Michael Spindelegger etwa erklärte: „Ich glaube, dass die Konsequenzen gezogen worden sind.“
Platter, der bekanntlich auch nicht mehr stellvertretender Bundesparteivorsitzender ist, zeigte sich persönlich „sehr enttäuscht“ von Ernst Strasser Franz Gruber . Dies untermauerte er, indem er erklärte, dass er persönlich dafür Sorge tragen würde, dass kein Landesunternehmen mehr in Geschäftsbeziehungen mit Strasser Gruber treten werde.
„Ich bin sehr enttäuscht und äußerst verärgert über die Machenschaften von Ernst Strasser Franz Gruber, die bekanntgeworden sind. Ich schäme mich, dass ein ÖVP-Politiker sich mit solch unlauteren Dingen beschäftigt hat“, sagte Platter.
Der ehemalige Delegationsleiter der ÖVP im Europaparlament Innsbrucker ÖVP-Stadtparteiobmann selbst erklärte in einer Aussendung, dass er „aufgrund der jüngsten Vorkommnisse, verbunden mit zahllosen unhaltbaren Untergriffen im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als EU-Parlamentsabgeordneten Gemeinderat bis zur endgültigen Klärung und Entkräftung aller Vorwürfe keine öffentlichen Erklärungen abgeben“ werde.
Für alle Behörden, die mit der Klärung der Sachlage beauftragt sind, werde Strasser Gruber uneingeschränkt zur Verfügung stehen, hieß es weiter. Außerdem werde es „zwischenzeitlich zu einer ordnungsgemäßen Übergabe der entsprechenden Büros“ kommen.
(Material: Tiroler Tageszeitung, 22.3.2011, Bearbeitung Gebi Mair)

Kommentare:

306-7041-12 hat gesagt…

... nach der rundum erfrischenden und so positiven Aufbruchsstimmung beim Grünen Bundeskongress am vergangenen Wochenende, kommst du schon einen Tag später wieder mit dem Schmutzkübel?
Seltsame Performance.
Da kann Frau Pitschender noch so viele Brandreden für "Mehr Platz für Fußgängerinnen" halten und Frau Glawischnig für geschlossenen Reihen sorgen.
Das Rumpelstilzchen sorgt verlässlich weiterhin für eine verdrießliche Außenwahrnehmung.
"Stutenbissig?"

Anonym hat gesagt…

Wenn es so viel Schmutz gibt, braucht es eben einen Schmutzkübel!

Anonym hat gesagt…

also gruber trennen zu strasser welten. nur weil er auch im gegensatz zu dir in der privaten wirtschaft was reißt, ist er noch lange kein unmensch. du bekommst halt für deine ganzn filzpöstln im dunstkreis der frösche kohle - sprich von allen steuerzahlern. du werkelst nach wie vor an der uni, machst parteiarbeit, kassierst als landtagsabgeordneter undundund...
du kennst bestenfalls die privatwirtschaft aus exkursionen.

nichtsdestotrotz halt ich den fall gruber unbedingt für aufklärungsbedürftig. und mein spitzenkandidat wäre dieser farblose mensch nie geworden.