Dienstag, 2. Februar 2010

Steuern auf Werbung fürs Essen?

In der heutigen Tiroler Tageszeitung hat der Innsbrucker Arzt Maximilian Ledochowski einen durchaus spannenden Leserbrief geschrieben: Man solle Werbung fürs Rauchen und fürs Essen besteuern. Es gebe nämlich keinen Grund, Essen auch noch zu bewerben mit dem Ziel dass Menschen dann zu viel oder ungesund essen. Beim Rauchen sei sowieso deutlich, dass damit etwas Ungesundes beworben werde.

Ich bin mir nicht sicher. Einerseits will ich die freie Meinungsäußerung auch in der kommerziellen Werbung eigentlich nicht beschränken. Andererseits haben andere Länder, beispielsweise Frankreich auch bei Werbung für Nahrungsmittel bereits Warnhinweise, dass zu viel oder zu fett oder zu salzig ungesund sein kann. Und tatsächlich könnte eine Steuer zu einem Steuerungseffekt führen, ohne gleich ein Verbot zu sein.

Mich würden Meinungen zu diesem Thema jedenfalls interessieren. Bitte um Beiträge.


Bookmark and Share

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

das is typisch arzt: für medikamente soll aber scho geworben werden oder... sonst gibts ja keine pharmaeinladungen für die ferien. lol
sauft er, weil er nix über den alk zu schimpfen hat?
die wahrheit ist meines erachtens die: alkohol in maßen genossen ist sogar gesundheitsfördernd - das wird dir jeder halbwegs normale arzt bestätigen, besonders wein.
und i iss, was i will. lei wegen oan vermutlich in jeder beziehung ausgmergelten doc, verzicht i no lang nit aufs essen. sonst will i jede ordination nach zweckmäßigkeit durchforsten - und die honorare!
etwas allerdings stimmt (aber sicher nit fürs essen pauschal, das ah a mindestrentnerin braucht, dö froh is über sonderangebote zu erfahren!): alle süßwaren, nit die lebensmittel allgemein, der arzt hat ja nit alle!!!, gehörten mit 20% besteuert.
jetzt weiß i zumindest oan arzt wo i sicher mein leben lang nie hingehen werd. kennt er eigentlich seinen obersten chef herrn ärztekammerpräsidenten und dessen karosserie? sollt er decht dem das vortragen - aber da heisst schön brav gusch oder es gibt saures. und recht hätt er.

Anonym hat gesagt…

a wahnsinn, und das in einer zeit wo unsere patscherte regierung fieberhaft nach einnahmen sucht. sollen das die sozial schwachen wieder tragen? wer isst denn schon nach sonderangeboten - sich koa milliardär!!! i fordere allgemein für docs, dö mit realität gleich viel zu tun haben als wie a thailändische kronprinzessin bin, einen deppenaufschlag. aber fix!!!

Anonym hat gesagt…

warnhinweise auf süßigkeiten und bei süßigkeiten die mwst auf 20% anheben, wäre a vernünftige idee. neue werbesteuern sind purer nonsens - außer bei den medikamenten. um es einmal neutral, dafür aber klipp und klar zu sagen.

Anonym hat gesagt…

nachtrag
a halsmittel für das geworben wird, verursacht bei langzeiteinnahme nierenschäden (bis zu schwersten nierenschäden!)
und a abführpulver bei einen jahrelangen gebrauch zu darmreizungen.

und mir fiele weitaus mehr ein noch und noch...

dö mittel ghören rezeptpflichtig gmacht - aber heutzutage soll ja alles der patient zahlen, ge...
von den ganzn gfährlichen schmerzpulverln mal abgsehn... auch die abhängigmachenden mittel sollten alle rezeptpflichtig sein.

da hätt der liebe herr doc jahrelang zum vortragen. (aber dann würd er womöglich die macht der pharmaindustrie kennenlernen.)

Anonym hat gesagt…

mi würd a interessieren wias a arzt - jetzt allgemein gesprochen - mit seinem eid und gewissen vereinbaren kann, wenn leut für neue medikamente wia versuchskarniggl eingsetzt werden - OHNE ES ZU WISSEN!!!!!

wenn die schon so gsundheitsbewusst sind.

Anonym hat gesagt…

von mir aus fuattert der arzt seine familie mit heu. i bin derzeit jedenfalls selbstbestimmt und nit von an dodl ferngesteuert. der soll sich um seinen scheiß kümmern. i misch mi bei ihm ah nit ein.
der angesehene ddr. lugger war a lebtag beleibt und wurde über 90 - i kenn aber a spitzensportler was den 25. nit erlebt haben.

was mir gut tut, weiß i selber. no ghört mei gstell mir.

Anonym hat gesagt…

sorry, gebi - ghört eigentlich nit daher:
warum soll man denn die wohnbauförderung nit vorzeitig ozahlen können? wenn man alles bare hat, also eh gnuag flieder hat, bekommt man für altbausanierungen usw. ja
auch die förderung. warum sollen dann jene, die nix getun haben außer nach den geltenden gesetzen förderungsmäßig gebaut, nit auch alle förderung dafür bekommen? das land hat meines erachtens kein recht sich in kreditgebende bankgeschäfte einzumischen. wenn alles bezahlt wurde, ist die gebührende förderung auszubezahlen - alles andere is doch eindeutig gegen jeden rechtssinn.

Gebi Mair hat gesagt…

Der Vorschlag ist nicht, zusätzliche Steuern aufs Essen einzuführen, sondern eine Steuer auf die WERBUNG fürs Essen. Es geht also nicht darum, das sozial Schwache dann nichts mehr zum Essen kaufen können.

@Wohnbauförderung:
JedeR soll das Wohnbauförderungsdarlehen vorzeitig zurückzahlen sollen. Die Frage ist nur, ob er/sie das Darlehen BEGÜNSTIGT zurückzahlen können soll, also ob es vom Land dafür etwas geschenkt geben soll. Das finde ich nicht, weil es den Reichen nützt. Aber vorzeitig zurückzahlen gerne.

Anonym hat gesagt…

momentan is es so - bild i mir ein -, dass man dafür schon einen vergünstigen kredit bekommt, aber zahlst den früher ab, die förderung vom land nimmer bekommst.
du bekommst also wenn den früher ozahlst nix, weil sobald er ozahlt is, wird ja das sofort dem land gemeldet. was den "reichen" (vorwiegend häuslbauer und sanierer nützt), muss nit unbedingt für die sozialschmarotzer gift sein...
es nämlich so, gebi, dass derzeit von den banken soviel zinsen kriegst als versetzten dö dir einen arschtritt (eigentlich ein absolutes verlustgeschäft!). warum sollt dann eine fleißige familie nit ihre eiserne reserve fürn vorzeitigen ozahlen verwenden?
und das sind bei gott keine reichen. weil dö kassieren schon zinsen wias ihnen passt, keine sorge.

und nun zum doc
die mindestrentnerin sucht ja die sonderangebote aus der werbung. der doc hat einen knall. steuer für die essenswerbung, lol. viel effektiver, weil auch süchtig machend, wäre eine erhöhung der mehrwertsteuer für süßwaren auf 20%.und ein werbeverbot für medikamente, damit die leut zumindest vom apotheker fachlichen rat einholen müssen.
man muss nur etwas hausverstand haben - was dem "arzt" völlig fremd is (soll mal seinen chef den dr. dorner fragen, wenn er dazu zdeppert is!)- um zu wissen, dass zu den lebensmittel auch die sonderangebote für obst, brot, kaffee, milch, fleisch etc. zählen.
und i siech lauter dürre pensionisten, die das beziehen.
ein werbeverbot wird die preise definitiv erhöhen - die großen handelskonzerne sparen sich die millionenteuere werbung, machen preisabsprachen bis ins detail - nit wie jetzt so halb und halb - und der blöde ist der konsument.
mir ist im übrigen jeder arzt zutiefst zuwider, der über meinen körper bestimmen will.

der arzt überschätzt sich _ sollte er kassen haben, gehörten die ihm sofort entzogen. er kann aber auf freiwilliger basis gerne seine verwandten fuattern mit was er will. von mir aus fressen dö hühnerschiss.

Dr. Christian Waum hat gesagt…

Wenn eine Steuer auf Werbung für Essen kommt, muss der Steuerzahler davon ausgehen, dass der ORF noch weniger Werbeeinnahmen macht, und wir letzendlich noch mehr für diesen unmöglichen Sender berapppen müssen.
Ein sehr zweischneidiges Schwert für die Regierung, denn das, was man aus dieser Steuer requiriert muss man zeitgleich wieder in den ORF aus dem Steuertopf stopfen. Oder man erhöht gleich wieder die GIS-gebühr. Das zahlt halt wieder der arme Mittelstandsbürger.
In England gibt es übrigens auch diese Warnhinweise. (Salz/Fett)
Aber das ist auch notwendig, denn die Engländer verstehen nicht erst seit Asterix bei den Briten gar nichts vom Essen.

Anonym hat gesagt…

ist da leicht ein frustrierter pharmazeut, der so über ärzte schimpft? hab mir schon öfters den spaß erlaubt zu fragen, wie das medikament richtig wirfk. mit dem hinweis, dass ich chemie studiert habe und wirkmechanismus nachvollziehen könnte. nun geh ich nur mehr in die apotheke und verlange gezielt nach einem medikament.

nun aber zum thema:
kein mensch kann jemanden zwingen, nur "gesundes" zu essen. ich würde sagen, dass es einen pool gibt, der die wichtigsten lebensmittel wie brot, nudel, milch, eier, usw auch ohne steuer beworben werden können. die restlichen lebensmittel können ruhig bei der werbung besteuert werden. manche argumente sind wirklich dämlich. die ärmeren menschen kaufen eh nicht die produkte, die beworben werden, sonder die billigeren. die seuer könnte auch auf produkt die sinnlos durch die halbe welt gefahren wurden. was man in manchen geschäften so sieht, ist wirklich ein wahn. eierschwammerln aus russland, fleisch aus südamerika, usw....

warnhinweise sind meiner meinung nach sinnlos. siehe rauchen. jerder der raucht, kennt die risiken. jeder der 130 kg hat und zu mittag 5 leberkäs-semmeln verschlingt, kennt auch die folgen.

Anonym hat gesagt…

i sag dir eines, die derzeitige situation erlaubt vielen nit auf qualitätsprodukte, stichwort tiroler küah und milch, die ja so gsund neben den autobahnen grasen und in der regel an bauer haben der fast als chemieprofessor lehren könnt, zu achten. i siech um nix in der welt ein, warum der hofer zb von den bauern belagert wurde.
i kauf auch dort, wo i will und aus finanziellen gründen auch da, wo es am billigsten ist.

jeder hat halt nit das glück für 2 steile wiesen x-subventionen zu erhalten. und für a marode kuah no amal. die leut müssen ganz einfach das kaufen, was sie sich leisten können.
und österreich is auch nit grad a delikatessladele, siehe weinskandal,behandelte äpfel undundund. i möcht gar nit wissen wiaviel chemie i bei den tiroler produkten friß.

Anonym hat gesagt…

du "frißt" nur chemie! alle lebensmittel sind chemische verbindungen. was aber die milch der kühe schlechter macht, wenn sie neben der autobahn stehen, musst mir erklären.

Anonym hat gesagt…

also 1. atmen sie sicher auch die abgase ein und 2. werden gewisse schadstoffe auch ins gras gelangen, denk ich mir. i sag nit, dass die kühe schlechter dran sind wie im ausland, das wäre unfug - aber sie sind garantiert nit sooo super drauf, dass man deswegen die lieferzufahrt vom hofer blockieren muss. so etwas nenn i kriminell.

Anonym hat gesagt…

wenn sie dass co2 einatmen passiert der milch nicht viel. oder hast schon mal ne kuh gesehen, die kohlensäurehältige milch gibt? :-)
weiters ist das co2 lebensnotwendig fürs gras. ohne co2 kein gras.
das es früher gefährlich wahr stimmt, aber wir tanken nun schon sehr lange bleifrei.
p.s. die anti-hofer aktionen habe ich nie angesprochen oder verteidigt. aber warum sollen eierschwammerln von russland nach tirol gebracht werden, wenn man in den heimischen wäldern sehr viele findet. (ganz viele in kärnten)
steuer auf solche sachen. diesen artikel habe ich übrigends nicht beim hofer sondern beim spar im sommer gesehen.

Josef G. hat gesagt…

Zielführender wäre es, die entsprechenden Lebensmittel, augenscheinlicher zu kennzeichnen.

Eine Möglichkeit dazu wäre die sogenannte Ampelkennzeichnung, wie bereits in england teilweise praktiziert.

https://www.pressetext.at/news/090608029/erste-lebensmittel-mit-ampelkennzeichnung/

Anonym hat gesagt…

ja, das stimmt ja alles - aber wenn das geldbörsel zu knapp is, nimm i jedenfalls das billigste.

es wird immer reiche geben, dö waren verzehren, die luxus sind - aber dafür wird eh nie geworben. den konzernen gehts eh nur um die menge.

eierschwammerln aus russland halt i auch makaber, aber wenn sie billiger als einheimische produkte sind, warum nicht.
wir holen uns ja auch die energie - gas, öl - aus russland. da muss man globaler denken.
lg

Anonym hat gesagt…

da gibt es aber einen unterschied. öl wird für den alltag benötigt und wir haben kaum welches. eierschwammerln werden nicht benötigt und wir haben selbst ausreichend. hier ist ja das problem. das kann doch nicht sein, dass eierschwammerln aus russland billiger sind als welche die nur wenige km entfernt wachsen.
zum billig sein. die produkte, die fest beworben werden sind in der regel nicht die billigsten.

Anonym hat gesagt…

wenn sie nit billig sind, kaufts keiner. eierschwammerln sind absolut kein luxusprodukt. und wenn man die russen verärgt, das bist dir wohl im klaren, stehen wir ohne energie da. weil die gazprom ist wirtschaftlich auf zagg, und fördert mittlerweile auf der ganzen welt - als die europäer - eigentlich eh nur die kluge frau merkel - afrikas gashahn anzapfen wollte, musste sie entsetzt feststellen, dass die gazprom schon alle verträge unter dach und fach hatte.
russland kann locker die riesenländer china und indien mit energie beliefern (das wurde bereits vom kreml angedroht) - dann darfst duch dich dafür mit kaltem loch und womöglich ohne jede energie im winter auf heimische eierschwammerln freuen. du weißt aber hoffentlich schon, dass österreich die ganze beliefert.
für dumme nennt sich das exporte!
für die eu ist übrigens höchst an der zeit sich russland anzunähern, sonst werden wir den bären und väterchen frost in bälde kennenlernen.

Anonym hat gesagt…

sag mal, hast was falsches erwischt?
oder habe ich etwas übersehen und die gazprom hat jetzt auch den eierschwammerlmarkt in der hand?
wenn du schon von dumm redest, überleg dir mal, was hier sinnlos quer durch europa gefahren wird. dann denk mal, wieviele tage von der "ernte" bis zum verkauf vergehen. österr. schwammerln können innerhalb eines tages im handel sein. diese sind tage unterwegs.
wieviel liter vodka exportiert österreich nach russland? beim Gas wäre es das selbe. nur die sind nicht so dumm. die haben selbst genug gas und vodka und nehmen ihre eigenen produkte. wenn nach italien eierschwammerln exportiert werden, ist das etwas anderes, denn dort gibt es keine. Frag mal einen italiener, ob eierschwammerln ein luxusprodukt sind, oder nicht. es würde keinen weh tun, wenn man für ein kg um 10% mehr zahlt und dafür österreichische pilze hat. Denn man muss nicht zur schwammerzeil 4x wöchentlich ein eierschwammerl-gericht essen.
bedenke auch, dass es in österreich gesetze gibt, die nur ein nachhaltiges schwammerl-klauben zulassen. wetten, das gibt es in russland nicht und die zerstören ihre eigenen wälder. aber hauptsache du sparst dir 50 cent pro portion beim sonntagsessen.