Mittwoch, 24. Februar 2010

Schluss mit dem Rettungs-Versteckspiel

Georg Willi und Gebi Mair

In einem Brief an die haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Rettungsorganisationen in Tirol habe ich heute gemeinsam mit Georg Willi angekündigt, in den nächsten Tagen das Versteckspiel der Landesregierung rund um die Ausschreibung für den Rettungsdienst zu beenden: Wir werden die Ausschreibung veröffentlichen, und da werden sich manche Menschen anschauen was da alles drinsteht und wie die Landesregierung vorsätzlich das Tiroler Rettungswesen zerstört.

Hier zum Brief.

Wer gegen das VP-SP-Rettungsgesetz aktiv werden will, kann das übrigens in dieser Facebook-Gruppe tun.

Informationen aus der Ausschreibung:

- Folge 1: Das Preisdiktat

- Folge 2: Die hohen Angebotssummen
- Folge 3: Die Gefährdung der Ortsstellen

Tiroler Tageszeitung: Land kann ohne Angabge von Gründen Ausschreibung widerrufen



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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

handelt es sich dabei dann um den gesamten Ausschreibungstext oder nur um eine "oberflächliche "Auswahl, wo im Endeffekt dann alle gleich viel wissen wie davor?

Anonym hat gesagt…

gebi, der willi ist älter und soviel i weiß derzeit landeschef der grünen - der anstand würde es gebieten, dass zuerst ihn nennst und dann dich, zumal im brief das ebenso entsprechend angeführt ist...
die geplante umänderung ist wirklich ein schmarren und vertreibt die freiwilligen - da habt ihr recht.man muss ja nur logisch denken, nicht jeder freiwillige wird sich zum spezialisten ausbilden lassen - viele tragen bloß die bahre.
aber im krankenhaus werden dann die patienten von hilfspflegern
und auszubildenden ärzten versorgt...
wahnsinn die geplante änderung.

Gebi Mair hat gesagt…

Wir werden den gesamten Inhalt der Ausschreibung veröffentlichen, es soll sich ruhig jedeR ein eigenes Bild machen können.

Anonym hat gesagt…

die ausschreibung ist a wahnsinn. die freiwilligen dürfen unter keinen umständen vertrieben werden. lg

rettungsdienstgesetz hat gesagt…

Es ist schön zu sehen wie der Genpool unseres Landes zu Grunde geht und die Könige dieser umgekehrten Evolution sind bei den Grünen!
Aber wir sind ja in einem freien Land, also darf auch Schwachsinn verbreitet werden und das können halt manche in ihrer selbstverherrlicherischen Weise besonders gut! ... und sich mit dem RK zu verbünden passt halt gerade besonders gut, dann kann man sich wieder ein bißchen im Rampenlicht sulen und in ein paar Monaten wenn die Ausschreibung vorbei ist - und auch die dümmsten verstanden haben dass ein höherer Standard der Notfallrettung als es ihn derzeit gibt nichts schlechtes ist - dann werden wir halt wieder ein anderes Thema politisieren um unser Gesicht in die Medien zu bringen!
Du könnstest aber auch deine Blog-Seite in eine Bildergalerie umbauen, einen Haufen von deinen oben ohne Fotos (nicht diskriminierend gemeint, aber die gibt es ja rechts in der Fotoübersicht jetzt auch schon) online stellen. Dann werden die Zugriffe auf deine sicher Seite mehr ;-) und alle anderen müssen sich den belanglosen unrecherchierten Schmarrn nicht mehr .....

Anonym hat gesagt…

Die Gewichtung der Indexanpassung mit 70% Gehaltssteigerung und nur 30 % Verbraucherpreisindex in der Ausschreibung enttarnt, dass nie wirklich ernsthaft geplant war Freiwillige einzubinden !!! 70 % Personalaufwand entspricht einem rein hauptamtlichen Betrieb. Mit Freiwilligen wären die Personalkosten weitaus geringer.

Soviel zur Ehrlichkeit der Landesregierung dass das Ehrenamt ihnen am Herzen liegt und deren Wertschätzung!

Anonym hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Mair,

in ihrem Text über die Ausschreibung habe ich Formulierungen gefunden, die uns Tiroler Bürger in die Irre führen könnten: Sie sprechen vom internationalen Vergleich und haben natürlich erstmal vollkommen Recht: Österreich muss sich vor den Standarts in vielen Ländern nicht verstecken, aber die Welt ist groß und wir sollten einfach mal zu unseren direkten Nachbarn schauen, auch wenn ich das nicht immer gerne tue. In Deutschland ist es schon lange Pflicht, dass auf einem Rettungswagen ein Notfallsanitäter (heißt dort Rettungsassistent) verantwortlich ist. In der Schweiz ist sogar noch eine Ausbildung zusätzlich zum Notfallsanitäter notwendig, um auf einem Rettungswagen arbeiten zu dürfen. Besatzungen wie aktuell in Tirol, die z.B. aus zwei Rettungssanitätern bestehen, dürfen in diesen Ländern nur für Krankentransporte eingesetzt werden. Das soll nur EIN Beispiel sein.

Eine Arbeit ganz ohne Freiwillige sehe auch ich kritisch, da jeder der seine Freizeit für das Gemeinwohl opfert, auch gefördert werden sollte. Leider können Frewillige in einem professionellen Rettungswesen nun mal nur einen geringen Anteil der Arbeitskräfte darstellen, da die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung nur dann wirklich professionell ist, wenn ich die Rettungsfahrzeuge auch mit Arbeitskräften der höchstmöglichen nichtärztlichen Ausbildung besetze.

Wenn ich die Informationen aus den Medien so richtig auffasse, sehe ich - neben den steigenden Kosten - durch die Ausschreibung auch eine qualitative Verbesserung der Notfallversorgung für uns alle.

Professionell und aufrichtig fände ich es nun von ihnen, wenn sie nicht nur polemisieren würden, sondern eine nachhaltige Diskussion anregen würden, die dieser wichtigen Sache tatsächlich gerecht wird.

Herzliche Grüße aus Kufstein

Gebi Mair hat gesagt…

Hallo,

man kann natürlich auch gut darüber diskutieren, ob die Qualität im Tiroler Rettungswesen steigen muss, und ob es dafür zum Beispiel bessere Ausbildung braucht. Dann soll man das aber auch so sagen und sich über die Folgen bewusst sein:

- weniger Freiwillige
- mehr Kosten

Man soll aber nicht so tun, als ob das System billiger würde und die Freiwilligen bleiben würden, wenn man das so macht. Volkswirtschaftlich glaube ich, dass ein Freiwilligensystem (bzw. ein Mischsystem wie wir es haben) Vorteile gegenüber einem System von BerufsretterInnen hat.

rettungsdienstgesetz hat gesagt…

ja Gebi stimmt! Deshalb ist ja auch der einzige Bewerber der mit billigen Freiwilligen und Zivis kalkuliert einer von den teureren?! Seh logisch und vorteilhaft!
Das Studium scheint bei dir ja nicht so zu fruchten .....

Gebi Mair hat gesagt…

Kein Anbieter kann mit Zivis und Freiwilligen anbieten. Wer bei dieser Ausschreibung anbietet muss davon ausgehen, dass in den 10 Jahren des Angebots alle Freiwilligen weg sind und mit Hauptamtlichen gearbeitet werden muss. In der Ausschreibung geht das Land ja auch davon aus, dass die Kostenindexierung mit 70% Personalkosten und 30% Sachkosten gerechnet wird, das ist die typische Kostenstruktur eines Rettungsdienstes ohne Freiwillige.

rettungsdienstgesetz hat gesagt…

http://tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/341757-6/tilg-versichert-ausschreibung-nicht-gestoppt.csp ... zu früh gefreut ;-)