Freitag, 4. Dezember 2009

Wo das Minarett wirklich ist

Medial wird so manches Bild vom Telfer Minarett produziert. Meistens sieht das dann ungefähr so aus:


Dann heißt es, wie kürzlich in der Kronenzeitung, das Minarett sei gleich neben der Telfer Pfarrkirche gebaut worden. Man kann die Sache auch anders fotografieren:


Was ich damit sagen will: Bilder sind manchmal verführerisch, deshalb muss es noch nicht richtig sein, was sie suggerieren. Auf der Landkarte liegen etwa 500 Meter Luftlinie zwischen Moschee und Kirche. Stimmig ist also wohl das zweite Bild, und nicht das erste. Ich hoffe, dass FotografInnen auch manchmal daran denken, was sie mit Fotos bewirken können.

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Update 5.12.: Wie ich heute gesehen habe, ist auch Bildblog.de Ähnliches wie mir aufgefallen. Nicht die schlechteste Referenz.


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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

die schweizer entscheidung ist absolut nicht haltbar, also beruhige dich wieder.

Der Imam hat gesagt…

Gott sei dank sind sie eher ein fotograph als ein politiker Herr Mair!

Gebi Mair hat gesagt…

Es geht mir dabei gar nicht um die Schweizer Entscheidung, sondern um Einfluss, den FotografInnen nehmen. Ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt. Das bedrohliche Bild des Minaretts, das höher ist als der Kirchturm hat die Debatte in Telfs befeuert. JedeR, der/die einmal in Telfs war weiß, wie lächerlich klein das dortige Minarett ist. Und das macht für den Eindruck, den Menschen haben dann schon einen Unterschied.

Der Imam hat gesagt…

http://wahrheitgraben.wordpress.com/2009/02/27/christenverfolgung-in-zahlen-daten-und-fakten/

Beispiel 1: Ägypten
Entführungen und Zwangsislamisierungen junger Christinnen

Beispiel 2: Kamerun
Al Kaida will Christen aus dem Land vertreiben

Beispiel 3: Eritrea
Über 200 Christen ihres Glaubens wegen in Haft

Beispiel 4: Somalia
Christen als Menschen zweiter Klasse

Beispiel 5: Türkei
Christen führen ein Dasein als Bürger zweiter Klasse

Beispiel 7: Saudi Arabien
Null Rechte für Christen

Beispiel 9: Malediven
Terror gegen Christen

Soviel zum Thema Religionsfreiheit

Andreas hat gesagt…

Das Minarett in Telfs ist nicht mal so hoch das wenn man nicht genau davor steht, dass man es nicht mal findet da es gleich groß bzw. kleiner als die umliegenden Gebäude ist

Gebi Mair hat gesagt…

@Imam: Sind wir hierzulande nicht viel klüger als diese Regionen der Welt? Menschenrechte sind ja kein Tauschhandel, oder?

@Andreas: danke, das wollte ich mit den Fotos auch ausdrücken.

der Koran hat gesagt…

Stand mal davor, weil ich eine Freundin besucht habe (die sehr froh ist aus telfs weggezogen zu sein) und das scheiss teil passt sowas von nicht ins Ortbild!! schaut aus wie ein rießen dildo mit loch.

bussi

Anonym hat gesagt…

aber jeder anderer scheiss passt ins ortsbild, das ich nicht lache.
tirol hat sowiso keine baukultur mehr, hauptsceh lederhosenarchitekturfassaden, damit die touris jodeln.

Der Imam hat gesagt…

@gebi: mit deiner Aussage wertest du ander Völker und ihre Kulturen ab.Mit dieser Problematik zb. in der Türkei sind sie noch lange nicht EU-Fähig.Religionsfreiheit ja, Gebetsräume ja, Minarett nein.Rechte haben hierzulande die Moslems genug, aber Rechte hier zu verlangen, die nichteinmal in ihrem Land gelten(zb.Kopftuchverbot) das geht eindeutig zu weit.

Anonym hat gesagt…

schauen wir mal bitte nach telfs:

telfs ist nunmal leider ein industriell geprägtes dorf, mit vielen heruntergekommenen aufgelassenen fabriken.
woanders hätte das minarett nicht reingepasst, dazu ist es einfach viel zu hässlich (sry, aber es sieht leider aus wie ein betondildo -.- es hätte wahrlich schönere beispiele gegeben. so wurde zB. ein vorschlag es optisch dem kirchturm anzunähern abgelehnt von den minarettgegnern ) aber in telfs passts wunderbar rein. man findet es eh ned, so versteckt wie es iss

Gebi Mair hat gesagt…

Hässlich oder nicht, das ist ja wohl nicht die Frage. So manches, was in Tirol gebaut wird ist hässlich. Trotzdem gibt es kein Bauverbot dafür. Und an anderer Stelle werden minarett-ähnliche Bauten (Hungerburgbahn) als besonders qualitativ hochwertige Architektur einer Starachitektin, nämlich Zaha Hadid, gefeiert.

Die Frage ist, ob es ein Menschenrecht auf Religionsausübung gibt oder nicht, wenn es dieses Recht schon für andere Religionen gibt. Mit mir kann man bekanntlich auch darüber diskutieren, wie es mit der negativen Religionsfreiheit aussieht. Aber in den Tiroler Dörfern stehen nun einmal Kirchen herum. Ich habe sie nicht hingebaut, da sind sie nun einmal. Dann müssen Menschen anderer Glaubensrichtungen aber auch die Chance haben, ihre Symbole zu zeigen.

Anonym hat gesagt…

@ gebi

http://www.pi-news.net/2009/12/christen-als-argument-gegen-moscheebau/#more-103975

Anonym hat gesagt…

Auch noch interessant:

http://www.pi-news.net/2009/12/rtl-schweizer-sind-schuld-an-christenverfolgung/?wpmp_switcher=mobile

V.a. deswegen interessant, weil vor kurzem noch einer rumgetönt hat, alleine in Istanbul gebe es noch 150.000 Christen, um deren Minderheitsrechte es so toll bestellt sei.

Fakt ist: In der ganzen Türkei (dem ehemals christlichsten Land der Welt!!!!!) gibt es noch diese Anzahl an Christen, deren Rechte eingeschnitten werden, wo es nur geht (Erbrecht, Enteignung, Ermordung etc. etc. etc.).


Nicht zuletzt zu empfehlen: Das Minarett-Verbot aus der Sicht eines Linken (!) Soziologen, der mit politisch-korrekten wie G.M. hart ins Gericht steigt.

http://sioede.wordpress.com/2009/12/01/zur-excellenter-beitrag-von-h-krauss-schweizer-volksabstimmung-gegen-minarette/