Dienstag, 8. Dezember 2009

Tiroler Kulturpolitik geht in Konkurs

Das Bierstindl sei eine "unverzichtbare Kulturinstitution" und "ich gebe die Garantie ab, dass das Bierstindl bestehen bleibt" hatte Kulturlandesrätin Palfrader (ÖVP) noch am 4.8.2009 verkündet. Nun ist alles anders. Die Innsbrucker Kulturinstitution, Heimat für 12 Vereine und unzähliger Veranstaltungen muss schließen. Landesrätin Palfrader schickt das Bierstindl in den Konkurs, angeblich weil sie unzufrieden mit dem Sanierungsplan sei.

Das Bierstindl hatte einen Umschuldungs-Plan für die Hypo Landesbank vorgelegt. Diese war jedoch in letzter Minute abgesprungen, auch die Zusagen der Kulturlandesrätin hatten in letzter Minute nichts mehr gegolten. Ein Schelm, wer hier Böses und an einen Zusammenhang denkt. Fakt ist, die Landesregierung ist verantwortlich für den Bierstindl-Konkurs und für ein riesiges Loch im Tiroler Kulturleben.

Apropos Loch: Die Regierung hat diese Woche 200 Meter vom Bierstindl ein Loch angeschlagen, das zumindest 10 Milliarden (!) Euro kosten wird, wahrscheinlich sogar noch deutlich mehr: den Brenner-Basistunnel. Und 100 Meter über dem Bierstindl wird ein Loch aus Beton gebaut, das Bergiselmuseum, das insgesamt 24 Millionen Euro kosten wird. Am Geld scheitert es bekanntlich nicht, aber am Willen. Mit dem Bierstindl geht auch die Tiroler Kulturpolitik in Konkurs. Nun wird die Masseverwalterin noch für die Gläubiger herausschlagen, was zu holen ist, und dann ist sie abgewickelt.

TT.com berichtet


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Kommentare:

beobachter hat gesagt…

Und Tschüss....

Tirol wird auch ohne diesem linken Defizitverein, in dem sich jene abgefuckten Linksaktivisten, die sich jetzt in Hörsälen ( in Tirol im sog Sowi Max) verschiedener Unis auf Staatskosten MIT GRÜNER UNTERSTÜTZUNG marxistisch verwirklichen, gut weiterexistieren.

Die bisher angefallenen Kosten für das Anmieten von Ersatzräumlichkeiten betragen fast 1,5 Millionen EURO.

Ohne Subventionen auf Kosten der Steuerzahler wären sämtliche sog linken Sozialutopistenvereine und Treffs wie das pmk oder das z6 schon lange verschwunden.

Aber als Linker lebt man halt gerne auf Kosten anderer, ist ja nichts neues....

PS. Gebi: Könntest du nicht einen Teil deines Beamtengehaltes als Abgeordneter für derartige Sozialspinnervereine zur Verfügung stellen....

Anonym hat gesagt…

ich find das toll (geradezu basisdemokratisch!), dass hier auch feige nazis mitm brett vorm kopp ihren senf abgeben dürfen. in welchem sprachkurs hast du denn dieses wort aufgeschnappt: sozialutopistenverein?
jedenfalls danke, ich hab sehr gelacht! :D

Andreas hat gesagt…

Sehr schade um das Bierstindl und auch für alle Vereine die im Bierstindl zum Teil auch sehr Erfolgreiche Veranstaltungen geboten haben.
Und ja das Kindertheater das im Moment angeboten wird kann man doch nicht als Links oder Rechts bezeichnen, sondern einfach als wichtig für alle

Anonym hat gesagt…

Verein oder nicht - wenn meine Firma pleite geht hilft mir auch keiner.
Natürlich gehört "Kultur" gefördert, aber wenn man nur "Rote Zahlen" schreibt.....

Andreas hat gesagt…

Hm Autoindustrie, Banken wären ziemlich sicher viele pleite gegangen im letzten Jahr

Anonym hat gesagt…

@9.12.2009 01:06:
"feige nazis mitm brett vorm kopp ihren senf abgeben dürfen"
Ich verstehe nicht, wie gewisse Leute immmer alles gleich mit Nazis in Verbindung bringen. Auch bei dem Festkommers wurde alles gleich mit "Nazi" abgestempelt. Natürlich gibt es schwarze Schafe, aber alles in einem Topf werfen ist sehr naiv. Außerdem war der Sicherheitsaufwand der Gegendemstration viel höher. Also Spruch auch an Dich: "... feige Linke mitm brett vorm kopp ihren senf abgeben dürfen..." Ein zuletzt gelesenes Zitat was "leider" sicher stimmt: "Der Antifaschismus von heute ist der Faschismus von Morgen".

Anonym hat gesagt…

Banken machen auch nicht 1,5 Mio Schulden, sondern 1,5 Mrd. Aber bei Banken haben die Möglichkeit es sich überall wieder zurückzuholen. Bei den Bürgern, beim Staat mit 100 Mrd. "Polster", bei Unternehmen. Und diese lokalen Unternehmen lassen sie zur Zeit ja auch richtig nett ausbluten, da Dubai wohl nicht so läuft wie sie sich gedacht haben. Ja, irgendwoher müssen sie aber auch wieder ihre Manager mit einer halben Mio. im Jahr auszahlen.
Also kommt mir nicht mit der Scheiße wie: "Und ich als Steuerzahler unterstütze diese scheiß Linken noch". Solchne Sätze sind einfach Dummheit und Naivität pur.

Aber zurück zum Thema: Wer meint dass "Kultur" etwas ist aus dem man direkt wieder das Geld zurückfordern kann, oder dass man mit Kultur gar Geld machen kann, der hat einfach nichts von Kultur gecheckt. Kultur ist die Weiterentwicklung der Menschheit, die gefördert worden MUSS, wer das nicht einsieht kann sich zu den Neandertalern in die Höhle setzen.

Und bei der Aktion von der Zach sieht man ja wirklich wie abgespaced die Politiker und "höheren" Leute unter uns schon sind. Weil ein paar Leute eine "legale" Runde im Gemeinderat machen wollen die Polizei rufen und rausschmeißen. Nein danke, dann das nächste Mal lieber gleich Radikal werden.

Anonym hat gesagt…

Kulturelle Einrichtungen nur um ihrer selbst willen zu erhalten kannst nicht sein. Hätten mehr Leute das Bierstindl besucht, oder wäre anders mit dem Bierstindl umgegangen worden, wäre es heute nicht wo es ist.

Kultur von staatlicher Seite zu subventionieren zementiert alte strukturen und ist bei der schaffung neuer kultureller strömungen und institutionen nicht rationell.

Anonym hat gesagt…

lol
ihr seids echt grün - in jeder beziehung. peinlich für euch.

Anonym hat gesagt…

wenn i an fahrn lass und das als alternatibve musik verkaffn will, warum sollt i dann gfördert werden? aus erfahrung weiß i, dass rund 70% der sogenannten alternativen kultur echt nix außer an schweiß produzieren - aber das traut si halt niemand zu sagen. weil dann wird gekreischt und demonstriert - und jede wette:a paar grüne und menschenfreunde marschieren garantiert ergänzt um auslända mit. daweil bräuchtn diese "kulturschaffenden" einen psychiater oder einfach einen menschen, der endlich klartext redt viel notwendiger.

wenn du forderst, dass jeden sozialschmarotzer gebratenen hühnchen in die goschn fliagn sollten, würd auch jeda ja schreien. aber das geld, das logger gefordert wird, stammt alles von den immer weniger werkenden menschn. warum bist so hinterfotzig und hast nit den mumm das zu sagen??? i hab jedenfalls no nie an politker, und erst recht koan grianen, erlebt, der diese im wahrsten sinne des wortes "wahnsinnskultur" aus seinem eigenenbörsel bezahlt hätt.
i bin für die abschaffung dieser kulturförderung, die eigentlich, sagen wir s doch endlich, sozialbeihilfe für unfähige kulturschaffende sich nennen sollt!

und wenn i mir die ganzn politika mit ihren großteils wahnsinnign ideen so anschau, so muss i sagen, dass wir eigentlich schon längst a gut aiderbichkl für politische idioten bräuchten - weil tian können und wölln ja dö leut nix.

Anonym hat gesagt…

Dann aber auch die Förderungen für Blasmusik, Landestheater und Schützenvereine abschaffen. Entweder man fördert alle Kulturschaffenden, oder keinen.

Anonym hat gesagt…

da verstehst du mi miss: i bin für die abschaffung jeder IDOTISCHEN förderung. geb dir mal einen tipp:
viele sogenannte künstler sind flugs enttarnt, wenn sie mal zb a hundsgewöhnliches portrait zeichnen sollten - sowas is für mi dann a narr, hat aber null maltechnik drauf, ebenso bei der musig etc.pp.
und falls dus nit schnallst, muss jeder, der in a blasmusigkapelle spielt, sein instrument beherrschen - und die schützen haben soziale aufgaben.

wenn i mir aber anschau, weller künstlerische (soziale will i höflichkeitshalber nit sagen)abschaum protesiert, dann wären diese leut bei jedem arzt besser aughebt. i kann doch nit für an schas auch no a förderung verlangen - normalerweise solltn die leut was zahln, dass sie überhaupt ihre "kunst" vortragen dürfn.

schau in die vergangenheit, wo österreich einen mozart usw. hervorbrachte. ja glaubst du der hätte einen anreiz gsehn, wenn jedes furzende arschloch gleich gefördert worden wäre?

Anonym hat gesagt…

Mozart wurde vom Erzbistum Salzburg, innerhalb des Heiligen Römischen Reiches hervorgebracht, nicht von Österreich zu Ruhm konstruierender Narr...

Und was "gut" und was "schlecht" ist können politische Institutionen nicht beurteilen. Da muss entweder der viel zitierte "Markt" her, oder man fördert konsequent alles.

Ich finde ein auf gutem Niveau spielendes Bauerntheater genauso fördernswert wie ein gutes Kabarett im Bierstindl.

Nur weil du für manche Kunstformen nicht offen bist, heißt das nicht, dass jene Formen "schlecht" sind.

soso hat gesagt…

...als gelernter österreicher interessiert mich zunächst die frage, ob die in der öffentlichkeit angeführten ca. 430.000 Euro Schulden des bierstindl-vereins "alles" sind oder nur die spitze des eisbergs?

Anonym hat gesagt…

kunst lässt si messen, i weiß über was i red. i kenn sogenannte maler, die von maltechnik null ahnung haben. und das setzt sich bei der musig etc. nahtlos fort.
und mozart wurde nicht nur vom erzbistum salzburg hervorgebracht lol, sondern auch von einigen einflussreichen gönnern. und übrigens starb er verarmt.
jedenfalls konnte er als kleinkind weit mehr als die alternativen furzer...
um mi nit miss zu verstehen, alles lässt sich überprüfen, die schauspielkunst, die musig, das schreiben, das zeichnen - wo potential da is, soll man ruhig in maßen fördern. das versteht sich doch von selbst. aber 70% der kulturinitiativen bestehen aus krankhaft ehrgeizigen selbstdarstellern, die anstatt einem podium für ihren schas viel eher einen guten psychiater bräuchten. das is so. es heben nur alle die goschn, weil sich keiner von den beamteten subventionsverteiler in der lage sieht, eine haltbare expertise abzugeben.
hier gehörte meines erachten was geändert - experten sollen das künstlerische potential checken - dann könnte es auch durchaus sein, dass zb ein alternativer mehr kriegt als irgendein volkloreverein.
aber was i im fernsehen sah, waren hysterische idioten, die nur ihr geld wollten. und so gehts sicher nicht.
weil diese subventionen zahlt weder der herr gebi, die grünen - oder irgendeine andere partei: das zahlen alles die arbeitenden leute.

Anonym hat gesagt…

Kurze Info für Leute, die anscheinend keine Ahnung haben über das Bierstindl:
Wir sind 13 Vereine aus den verschiedensten Bereichen der Kultur. Wir haben junge und traditionelle Vereine - 3 Beispiele der traditionellen: die Innsbrucker Ritterspiele, der Theaterverband Tirol (mit 250 Dorfbühnen), das Institut für Tiroler Dialektforschung.
Ich verwehre mich, dass unsere Vereine von irgend jemandem als linker Chaotenhaufen bezeichnet werden! Von niemandem möchten wir politisch vereinnahmt werden! Wir 13 Vereine im Bierstindl schaffen es, trotz verschiedenster Kultur-Ansätze gemeinsam friedlich zu arbeiten: Theater, Konzerte, Puppentheater, Kabarett, Vorträge, Ausbildungen, Regieberatungen, etc. etc.
Kultur heißt für mich auch kultivierter Umgang miteinander.
Ingrid Alber-Pahle
(Sprecherin der Vereine im Bierstindl)

Wolferle hat gesagt…

Anlässlich des Ausklanges der Tiroler Jubiläumsjahres 1809-2009 zur Schlacht am Bergisel, widme ich meine eigene 50. Jubiläumssendung dem schwergeprüftem Bergvolk. Aber auch die italienischsprachigen Bewohner dieses schönen Landes vergesse ich nicht.