Sonntag, 20. Dezember 2009

Integration heißt, auf einander zugehen

Heute haben wir in Jenbach die SpitzenkandidatInnen für die Gemeinderatswahl 2010 vorgestellt. Ich halte Jenbach dabei für das vielleicht spannendste Projekt: An der Spitze der Liste "Gemeinsam für Jenbach - Grüne und Unabhängige" steht mit Wolfgang Palaver (51) ein katholischer Theologe an der Universität Innsbruck, auf dem zweiten Platz folgt mit Mustafa Isilak (35) ein Betriebsrat bei GE Jenbacher, der mit seiner unabhängigen Liste 50% der Sitze des Arbeiter-Betriebsrates eroberte, und der Mitglied der sunnitischen Moschee ist. Auf Platz drei kommt Turgay Kilicer (25) vom alevitischen Kulturverein, ebenfalls Arbeiter bei GE Jenbacher. Und auf Platz vier Roswitha Gebauer (57), die bereits in der Periode bis 2004 die Grünen in Jenbach im Gemeinderat vertrat. Das ist eine extrem spannende Mischung. "Wann, wenn nicht jetzt sollen wir die Chance auf Selbstvertretung nutzen?" hieß es in den Vorgesprächen oft. Klar ist: Das ist kein einfaches Projekt, und die Vielfalt ist sehr groß. Integration aber heißt für mich auch, aufeinander zugehen. Da muss man nicht alle Positionen großartig finden, die jemand hat. Aber man muss bereit sein, sie konstruktiv und kreativ zu lösen. Und diese Bereitschaft gibt es bei den Beteiligten, auf Basis des Grünen Grundsatzprogramms. Auf die Anfeindungen bin ich schon gespannt, aber zu diesem Projekt stehe ich voll und ganz. Der Jenbacher SPÖ-Bürgermeister fürchtet sich jedenfalls dem Vernehmen nach schon. Wir rechnen fix mit 2 Mandaten. Ein guter Wahlkampf führt zu 3 Mandaten, und um das vierte kämpfen wir.

v.l.n.r. Turgay Kilicer, Gebi Mair, Wolfgang Palaver, Mustafa Isilak, Hermann Weratschnig, Roswitha Gebauer bei der heutigen Pressekonferenz



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Kommentare:

Arno hat gesagt…

Lieber Herr Mair,

ich möchte nur darauf hinweisen, dass Sie in ihrem jüngsten Blogbeitrag entweder den JENBACHER SPÖ-Bürgermeister gemeint haben oder aber mich irrtümlich zur SPÖ verlagert haben - ich gehöre jedenfalls nach wie vor der ÖVP an.

Ich tippe jedenfalls auf Ersteres, weil ich weit davon entfernt bin, mich vor irgendetwas oder irgendjemandem zu fürchten :-)

Liebe Grüße
Arno Abler
Bürgermeister der Stadt Wörgl

Beobachter hat gesagt…

Ich hoffe, dass in diesem Zusammenhang klar erkennbar wird, dass Integration aus linker Sicht bedeutet, dass sich die "BLÖDEN SPIESSIGEN TARROLER NAZIS" ZITAT GEBI mindestens genauso Migranten anzupassen haben als umgekehrt.

Die Grundregel, dass man sich als Zuwanderer anzupassen hat, damit ein vertretbares Zusammenleben möglich wird, wollen unsere Linken und Grünen für unsere "blöde" Bevölkerung ausser Kraft setzen.

Nicht umsonst wurde und wird aus linken Kreisen immer wieder die Forderung erhoben, dass unsere Kinder dazu verpflichtet werden sollen bei uns Türkisch und Serbokroatisch als Arbeitssprachen im Schulbetrieb zu verwenden und in der Folge bevorzugt Türken und Serbokroaten in den Schuldienst einzustellen, damit nicht die armen Migranten einseitg dazu verpflichtet werden, deutsch lernen zu müssen.

Ausserdem lehnen die Grünen jede Selektierung bei Neuzuwanderern nach ökonomisch vertretaren Kriterien, wie Bildungsniveau, Besitz oder sozialverträglichen Kritereien, wie kulturelle Verwandtschaft etc. im Sinne unserer Bürger ab und fordern eine möglichst unbegrenzte Nichtselektive Zuwanderungspolitik, über deren Berechtigung am besten mit Hilfe der NAZIKEULE (JEDER KRITIKER WIRD SOFORT ALS NAZI DENUNZIERT UND DADURCH MUNDTOT GEMACHT) nicht diskutiert werden darf.

Traurig mit welchem Hass die sog. Grünen und Linken sich dazu ausersehen sehen, dem eigenen Volk und der eigenen Kultur einen kollektiven Suizid mit autoritären antidemokratischen Mitteln aufzuzwingen.

Welche bessere humanere Gesellschaft diese heimtafeindliche kultursuizitale Politik langfristig hervorbringen soll, wissen diese Genossen zwar selbst nicht, aber darum geht es Gebi und Genossen auch nicht.

Die autochthone NAZISPIESSERNOCHMEHRHEIT hat bei dieser Thematik aus linker Sicht ausschließlich die "Goschn zu halten" und die geballte Faust in der Hosentasche zu lassen, gell Gebi und Konsorten...

Anonym hat gesagt…

Lustig kanns werden, wenns um Themen wie:
Kreuze in Klassenzimmern
Traditionsveranstaltungen wie prozessionen
usw..
geht.
Das würd ich mir geben, wie sich die eigene Fraktion bekämpft...
:-)

wome hat gesagt…

Bin ich gespannt, wie das ausgeht. Derzeit erscheint mir die Lage in Jenbach angespannt zu sein. Von Integration ist da nicht viel zu spüren (ist auch die SP mit Schuld, die dort seit ewig den Bürgermeister stellt).

Anonym hat gesagt…

Nur eine Frau?!?! Das ist nicht ok lieber Gebi!!

Gebi Mair hat gesagt…

Lieber Arno Abler,

gemeint war natürlich der JENBACHER SPÖ-Bürgermeister. Ich hab offensichtlich dauernd Wörgl im Kopf (warum?), so kann das schon mal passieren, ich habs aber ausgebessert.

@anonym 07.12:
Ja das stimmt, eine Frau ist nicht ok unter den ersten vier. 5 Frauen unter den ersten 12 ist auch nicht ok. Aber es ist ein Anfang. Das meinte ich damit, dass Integration auf einander zugehen heißt. Da ist nicht alles von vornherein perfekt, aber es besteht der gute Wille aller Beteiligten, das ist dsa Wichtigste.

Anonym hat gesagt…

i finds a frechheit, dass du von integration redest bei leuten, dö schon viele jahre in tirol sind. bei der innbus gibts fast ausschließlich busfahrer, die nicht unbedingt tirolstämmig sind.
und das ist gut so - denn es gibt sehrsehr viele kluge und auch beliebte leute, dö nit unbedingt tirolstämmig sind.
was mi wurmt, bei dir klingt das ganze so als würden frisch aus dem flüchtlingsheim a paar kandidieren, allein schon deine überschrift spricht bände.

da musst dir gar nix groß erwarten - wenn die leut unkemmen, werdens gut abschneiden. i halt nix von an politischen "quotenausländer" oder berufsschwulen (wie du gehandelt wurdest - und wirst?...) etc.
es kommt auf die ideen an - mir is jeder recht, nur kein fanatiker.

Anonym hat gesagt…

an den beobachter

jeder fanatismus is a wahnsinn - ob rechts oder links. da muss man beidäugig hinschauen.

Anonym hat gesagt…

Integration heisst nicht auf einander zugehen, sondern sich einfügen und anpassen. Es kann nicht sein das sich diese "Einwanderer" bei uns aufführen können wie es ihnen passt. Und dann werden ihnen die Strafen noch von der Caritas spendiert. Habe langsam echt die Nase voll von diesen Migranten. In einer US Großstadt fühle ich mich sicherer als in Innsbruck bei Nacht.