Mittwoch, 12. August 2009

Sexverbot

Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) ist ein besonderes Exemplar der Gattung "hilflos und reaktionär" in der Tiroler Landesregierung. Heute liefert sie wieder ein besonderes Beispiel dafür, warum sie den Titel "Sauberfrau" verdient. In der Tiroler Tageszeitung kündigt sie eine Neuregelung des Tiroler Landes-Polizeigesetzes zum Thema Sexarbeit an. So weit so gut, die Regelungen stammen nämlich überwiegend aus dem Jahr 1948.

Doch anstatt moderne Regelungen einzuführen, will Zoller-Frischauf noch ein paar Jahrzehnte weiter zurück. Bereits jetzt ist die Werbung auf Bordellen verboten. In Zukunft will Zoller-Frischauf jedoch auch "Sex-Inserate" in Zeitungen verbieten. Ich weiß noch nicht, ob sie damit auch das Tiroler Internet meint, und ob in Zukunft Sex-Inserate und Sex-Chats im Tiroler Internet verboten sein sollen.

Zudem sollen für Straßenprostitution härtere Strafen eingeführt werden. Das ist eine repressive Maßnahme, die immer auf Kosten der SexarbeiterInnen geht. Kriminalisierung verbessert ihre Situation nicht, sondern macht Abhängigkeit und Unterdrückung nur noch größer. Frau Sauberfrau tut den SexarbeiterInnen mit ihren Vorschlägen einen Bärendienst. Leider scheint es so, dass sie sich inhaltlich nur sehr wenig mit dem Thema Sexarbeit beschäftigt hat, aber umso mehr mit ihren Sauberkeitsphantasien. Die Streichung der Subventionen für das Autonome FrauenLesbenZentrum passt dabei ebenso ins Bild wie nun der Versuch der weiteren Verdrängung von Sexarbeit aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Das ist echt Politik von vorgestern.

Kommentare:

Dr Christian Warum hat gesagt…

Angesichts der Tatsache, dass in Innsbruck inzwischen 4 (ich glaub sogar 5 ) Bordelle gesetzlich genehmigt wurden, existiert keine Notwenigkeit den Strassenstrich, der vor allem auf dem Südring seit Jahren unübersehbar ist, nicht strikter zu sanktionieren.

Dies vor allem deshalb, da die dort tätigen Prostituierten keiner medizinischen Kontrolle (Stichwort tödliche Geschlechtskrankheiten) unterliegen und eine reale Gefahr für die Volksgesundheit darstellen.

Auch die brutalen Revierkämpfe der letzten Wochen zwischen Zuhälter um Einflußzonen, welche auch für die Prostituierten zur tödlichen Gefahr werden können, bestätigen die Notwendigkeit zum Handeln.

Die betroffenen Prostituierten sollten (soferne sie legal im Land sind und alle damit verbundenen Auflagen erfüllen) die Möglichkeit haben, sich nach einer medizinischen Untersuchung in einem legalen kontrollierten nicht zuhälterverseuchten kontrollierten Bordell zu bewerben.

Was die Inserate anbelangt: Gebi, kannst Du den Lesern erklären welche Vorteile darin bestehen, wenn Bürger durch Werbung (die auch Kinder zugäglich ist) zur Prostituion "motiviert" werden?

Ich denke, dass der erwachsene Mann selbst weiss, ob er derartige "Dienste" in Anspruch nehmen soll oder nicht, dafür braucht es wirklich kein Marketing.

Ad private Prostitutionstreffs: Warum zu Geier wollt ihr Grünen illgale Treffs noch vor dem Zugriff der Polizei schützen?

Dafür gibt es nur eine rationale Erklärung: Die Hintermänner (inzwischen größtenteil aus dem Multikultiumfeld) liegen euch Grünen genauso am Herzen wie die Marokkanerdealer, Thschetschenschläger und sonstigen verurteilten dank unserer Gesetze nicht abschiebbaren Multikultiverbrecher, für deren endgültiges Bleiberecht ihr ebenfals vehement eintretet.

Aber jetzt im Ernst: Kannst Du den Lesern erklären, warum das gewerbliche Anbieten auch abartiger sexueller Spielarten in Zeitungen, welche auch von Kinder gelesen werden sowie die Existenz illegaler Prostitutionstreffs in Wohnungen euch Grünen so am Herzen liegt?

Wollt ihr vielleicht eine Niesche offenhalten, von der auch bestimmte Marokkaner, Tschetschenen, Nigerianer un sonstige "Bereicherer" in Zukunft profitieren können?

Dr Christian Warum

Gebi Mair hat gesagt…

Wollten Sie sich nicht bei Herrn Federspiel herumtreiben statt bei mir?

Die Frage ist ja: Warum gibt es Zuhälter? Könnte das mit der Illegalisierung zu tun haben? Auch derzeit ist der Straßenstrich ja verboten, trotzdem gibt es ihn. Aber die SexarbeiterInnen arbeiten in einem kriminalisierten Umfeld und können so leichter unter Druck gesetzt werden. Davon profitieren vor allem Zuhälter.

Eine Legalisierung bedeutet, vorzugehen gegen Zuhälter und es bedeutet auch, dass SexarbeiterInnen zum Gesundheitsamt gehen können, die das bisher nicht getan haben, weil sie illegalisiert arbeiteten. Aus gesundheitspolitischer Sicht ist eine Legalisierung also wünschenswert.

Und: Ich bin gegen Zensur; der Unsinn der jetzt den ganzen Tag in der Zeitung steht, ist Kindern auch nicht zuträglich, und trotzdem will niemand die Tiroler Tageszeitung verbieten.

Anonym hat gesagt…

Dealende, vergewaltigende Marokkaner, Straßenstrich... Die Grünen, Partei der Halbwelt. Großartig

Anonym hat gesagt…

wie heißts so schön: Um die Politik der Grünen verstehen zu können, muss man schon ein bisscen gebildeter sein ^^
Traue ich mich jetzt zu behaupten nachdem ich diese comments gelesen habe!

in diesem sinne
lg

Dr Christian Warum hat gesagt…

Sag mal Gebi Mair glaubst Du wirklich selbst an das, was da von Dir gibst ohne dabei von der Realität verfolgt zu werden, denn:

Was würde wohl passieren wenn der Strassenstrich in Innsbruck gemäss Deiner Forderung vollkommen freigegeben werden würde?

Genau, der Druck auf die Prostituierten würde weiter zunehmen, weil noch weitere "Damen" vorwiegend aus dem Osten oder Süden in die dann freie Metropole Innsbruck drängen würden (vielleicht tatsächlich ein geheimes Grün-Multikultimodell).

Und wozu führt ein Verdrängungswettbewerb? GENAU!! zu mehr Druck und Zuhälterei (insbesondere auch deshalb weil für weniger Polizeirechte eintretet) und vor allem durch die wachsende Anzahl zu noch weniger Kontrollierbarkeit.

Die einzigen, welche aus dem daraus resultierenden Wettbewerb vielleicht profitieren könnten wären jene Freier, welche an billigen "Frauenmaterial" (Stichwort Dumpingeffekt infolge von Überangebot) interessiert sind und:

Kriminelle Migranten und auch Nichtmigranten (wobei sich inzwischen jetzt schon die Szene in Multikultihand befindet) aber sicher nicht jene armen Geschöpfe welche durch mafiöse Multikultibanden (Stichwort Menschenhandel) mißbraucht werden.

So dumm könnt selbst ihr Grünen doch nicht sein zu glauben, dass eine totale Liberalisierung und Internationalisierung der Prostitution auf allen Ebenen die Lösung des Problems darstellen kann oder negiert ihr jeden Markteffekt tatsächlich?

Für mich sieht es eher so aus, dass ihr aus ideologischen Gründen ABSICHTLICH derartige Entwicklungen wollt. Man denke in Diesem Zusammenhang nur an eure abartigen ideologischen Urväter wie beispielsweise Otto Mühl, welche ebenfals für eine Sexualisierung, verbunden mit einer Kriminalisierung eintraten.

Der nationalmasochistische Selbsthass stellt nur einen weiteren Mosaikstein eurer kranken Welt dar.

Und dass der mediale Kontakt zu abartigen sexuellen Inseraten und Angeboten für Jugendliche vielleicht aus eurer Sicht (Stichwort Mühl, Grüne und Konsorten) positiv zu bewerten ist mag sein, für die Entwicklung des jungen Menschen sind derartige Einflüsse auf jeden Fall schädlich.

UND DU BIST GEGEN ZENSUR: WARUM SCHREIT IHR NACH DEM STAATSANWALT WENN MAN EUCH NUR ANSATZWEISE EINMAL AUF DEM LEVEL KRITISIERT, DAS FÜR EUCH SELBSTVERSTÄNDLICH IST (siehe Blog wo ihr die Schützen verspottet und wegen Gegenspott den Staatsanwalt anrufen wollt)?

Ad Federspiel: Nur in bestimmten linken Blogs wie in Deinem finden sich derart widerwärtige Threads, welche einen Widerspruch geradezu provozieren.

Dr Christian Warum

Gebi Mair hat gesagt…

Das Angebot an Sexarbeit wird vor allem über die Nachfrage geregelt. Die Situation der AnbieterInnen hingegen wird per Gesetz geregelt. Mit dem Gesetz wird die Situation der SexarbeiterInnen verschlechtert (egal ob In- oder AusländerInnen), bei den Freiern ändert sich wenig. Die Schweiz geht hier einen anderen Weg und macht beispielsweise intensive Aufklärungsarbeit bei Freiern, dass Sex ohne Kondom unmoralisch ist beispielsweise.

Anonym hat gesagt…

@ warum: jeder macht seine sexuellen Erfahrung dann, wenn sie für ihn an der richtigen Stelle passiert. Beim einen Kind ist das mit 9, beim anderen mit 12, beim nächsten mit 16. Glauben Sie wirklich, dass Inserate, die übrigens hauptsächlich zB im Stadtblatt vorkommen, wirklich derartig schlecht für Kinder sind? Man bedenke, dass es auch ein Internet gibt, und in den wenigsten Haushalten eine Sicherheitszone für Kinder gibt. Wenn ein Kind zu so einem Material kommen will, dann schafft es das auch!

Ich glaube in der heutigen Zeit ist Sexualität, egal in welchen Formen sie ausgeführt wird, ob Homo, Hetero, Bi, und Prostitution eine Sache, mit der wir umgehen müssen. Außerdem finde ich, sind wir in einem Zeitalter der Aufgeklärtheit. ABer das dürfte bis zu Ihnen nicht durchgedrungen sein.

Und meinen Sie allen Ernstes, dass die Sexualität in den Zeitungen (zB) und die Threats auf Gebis Seite schlimmer sind, wie Ihre politische Einstellung?!

Da kann ich nur lachen, wenn ich mir Aussagen Ihrer Mitanhänger anhöre!

Lg

Anonym hat gesagt…

Mit neun (!!) die ersten sexuellen Erfahrungen?

Cohn-Bendit, bist du´s? Linke machen mir Angst, ehrlich...

Anonym hat gesagt…

wenn politprostitution auch unter die hurerei fiele, könnten sich manche gleich selbst entsorgen...
ich wüsste jede menge betroffene.

Anonym hat gesagt…

Warum posten hier eigentlich immer und immer wieder, bzw. eigentlich den ganzen Tag irgendwelche Rechte? Nix zu tun?

Anonym hat gesagt…

(Jugend)arbeitslos vielleicht?! Aber des kapieren die rechten ned so ganz, dass sie dam am flaschen Dampfer sein ^^

Anonym hat gesagt…

@dr. warum: Verschonen Sie doch bitte die Gesellschaft mit Ihren Ansichten und arbeiten Sie einmal was für die Versicherung, bei der Sie beschäftigt sind. Offenbar haben Sie einfach zu viel Zeit. Ihre zT völlig obskuren Theorien verbunden mit Ihrem Drang zur Selbstdarstellung sind sogar für die FPÖ zu viel des Schlechten. Tummeln Sie sich eigentlich noch immer im Dunstkreis des Polit-Sonderlings Wechselberger?

Anonym hat gesagt…

Warum posten hier eigentlich immer und immer wieder, bzw. eigentlich den ganzen Tag irgendwelche Rechte? Nix zu tun?

Die Linken pennen um die Zeit noch den Rausch von Gestern aus.

Nixdestoweniger, ein hallo-wach Ruf an die Revolution - passt zwar mehr zu einem anderen Thema, ich hätt mich dabei aber fast kaputtgelacht und möchte die Freude mit euch teilen:

http://www.youtube.com/watch?v=C5Rht0IBhWc&eurl=http%3A%2F%2Fgesamtrechts%2Ewordpress%2Ecom%2F&feature=player_embedded#t=148

Anonym hat gesagt…

P.S.: Falls der Link bei euch verrückt spielt - sehts euch von Anfang an, lohnt sich

Anton S. hat gesagt…

Respekt!

Dr.Christian Warum hat wirklich überzeugende Argumente, die mit ideologischen Standsätzen einfach nicht zu widerlegen sind.