Dienstag, 21. August 2012

Ein Budget in einer Minute

Das Budget des Landes Tirol umfasst Ausgaben von 2,96 Milliarden Euro im ordentlichen Haushalt, verteilt auf 5.000 Budgetzeilen. Wer sich das genauer anschauen will, kann das hier tun.

Ich brauche mehrere Tage, um mir das im Detail anzusehen. Wo wurde gekürzt? Wo gibt es mehr? Und warum? Die Landesregierung braucht offenbar nicht besonders lange dafür, nämlich etwa eine Minute.

Das vertrauliche Protokoll der Regierungssitzung zum Budget findet sich hier. Es umfasst 59 Tagesordnungspunkte, wovon das Budget einer ist. Und hat genau eine Stunde gedauert.

In 60 Minuten handelt die Landesregierung also 59 Tagesordnungspunkte ab; bleibt statistisch eine Minute für das Landesbudget. Sieht so seriöse Beratung in der Regierung aus?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wunderst du dich eigentlich wirklich, warum man die geheime oder vertrauliche Informationen, wenn möglich, nicht anvertraut? Du beweist hier selbst, wie vertrauenswürdig du bist. Vertrauliche Informationen veröffentlichen, das kennt man normalerweise von der Kronenzeitung oder der FPÖ! Und dabei aufregen, dass andere unseriös sein sollen, statistisch! Mir wärs peinlich.

Anonym hat gesagt…

dann frag ich mich warum die grünen den vertrag zur fiskalunion bzw esm unterfertigten - weil will man dieses regelwerk wirklich studieren, bräuchten vermutlich 90% der abgeordneten nachhilfe.

dagegen ist das tiroler budget ein lercherl. auch sollte man so fair sein und sagen, dass sämtliche bundesländer den auftrag haben x-milliarden einzusparen. nämlich für die eu.

dass ihr unfähigen unsympathler in innsbruck zur macht gekommen seid, bei 10% zuspruch für die pitscheiderin - rechnet man die 50% wahlbeteiligung um sinds gar nur 5% - verdankt ihr einzig und allein einer völlig unbedachten und hasserfüllten vorgangsweise der bürgermeisterin.
wo bitte möchte eine 5% kraft einen regierungsauftrag sehen??

die ganze stadt schaut jetzt schon aus wie ein sauhaufen - verschandelungen ohne ende.

dann was zu euerem assiwahn. ich kenn selber eine derartige bagage und kann daher sicher wie folgt feststellen:
es gibt in armut geratene, die sich auch jetzt schon bemühen, ihre kinder größtmöglich zu fördern.

dann gibt es aber die gesamte "bedürfnisfraktion" (wenn i ein bedüerfnis hab, dann geh i scheißen!):
diese zeugen kinder nicht aus kinderliebe (sonst würde man jeden werkenden kinderhass unterstellen, das dürfte sogar euch komisch vorkommen) sondern als einkommensabsicherung.hat man kinder gibts eine bessere wohnung, mehr kohle undundund.
diesen kindern kann weder ein gratisgarten noch eine gratisschule helfebn -- aus einem ganzganz einfachen grund (i weiß, ihr hasst den hausverstand vermutlich no ärger als den platter): diese kinder werden immer in abhängkeit zu ihren eltern sein. immer. und die eltern haben jede menge druckmittel - oder meint so ein grüner träumer, dass diese assis auf die kids, ihre unterhaltsversicherung, verzichten?
bei mir wäre der kindergarten halbtags gratis (von 0 - 6 Jahre)und jede zusätzliche leistung ist zu bezahlen.
weil zahlen tut diese ganze perversion der steuerzahler - und sicher nicht die hinterfotzigen politiker.

Anonym hat gesagt…

mi wundert wie du in den finanzausschuss gekommen bist. du weisst haargenau, dass x-vorbesprechungen stattfinden. und vorgelegt wird dann das endwerk zur beschließung.
oder meinst dich fragen sie um jeden neuen nachttopf? no dazu wo du dermaßen weltfremd bist, dass bei mir schon längst ein ex-grüner wärst.

unwählbar hat gesagt…

Wenn ich den ganzen Tag, zumindest laut deinen Facebookeinträgen, klettern oder Kajakfahren gehe, dann brauch länger als andere.

Aber wofür gibts denn im Landtag einen Finanzausschuss? Bzw. wer sind denn die Mitglieder des Finanzausschusses und des Finanzkontrollausschusses?

Anonym hat gesagt…

Muss das budget in dieser Sitzung erst durchanalysiert werden, dann hat der/die abgeordnete sich schlecht vorbereitet. ansonsten haben z.b. die grünen zumindest ein mitglied im finanzausschuss, welches sich genauer damit befassen sollte und seinen kolleg/innen eine zusammenfassende erklärung geben können sollte. wenn alle abgeordneten alles immer exakt und bis ins kleinste detail ausarbeiten und analysieren müssen, dann brauchts keine ausschüsse und zuständigkeiten. in den sitzungen sollen beschlüsse gefasst werden, oder auch nicht, detailanalysen haben ausserhalb stattzufinden, denn nur für die sitzungszeiten wäre der verdienst doch zu hoch!