Montag, 9. Januar 2012

Wie macht das die ÖVP mit dem Geld?

Die Agentur Headquarter ist die Haus- und Hofagentur der ÖVP und macht viele ihrer Wahlkämpfe. Die Verbindungen sind so eng, dass der Geschäftsführer der Agentur, Martin Malaun, kürzlich sogar zum Geschäftsführer der ÖVP Tirol bestellt wurde.

Man fragt sich ja manchmal, wie die Geldwaschmaschine der ÖVP funktioniert. Nun, schauen wir uns diese Werbeagentur einmal an.

Dass Headquarter von öffentlichen Aufträgen profitiert, ist nichts Neues. Dazu gehören etwa Aufträge beim Bergiselmuseum, die Entwicklung des Inns'bruck "Logos" oder große Aufträge aus dem Innenministerium. An einem kleinen Beispiel soll gezeigt werden, wie das Werkl tatsächlich läuft:

Der Tag der offenen Tür des Landeshauses kostete 283.270 Euro. Der wichtigste Posten sind natürlich Personalkosten für MitarbeiterInnen des Landes von 85.000 Euro. Weitere große Posten sind Zeltverleih, Bühne und Möblierung. Wie aber kommt die Werbeagentur Headquarter ins Spiel? Für die Werbung natürlich.

In Inserate wurden 88.848 Euro an Steuergeldern gesteckt. Für die Inserate und einige weitere kleine Aufgaben, etwa die Gestaltung von Plakaten und Einladungen wurde eine Agentur beauftragt, eben Headquarter. Dafür erhielt Headquarter 35.640 Euro.

Damit ist Headquarter vermutlich die teuerste Werbeagentur, die Tirol zu bieten hat. Die Leistungen von Headquarter wurden massiv überbezahlt. Die Frage ist: Was passiert mit dem überbezahlten Geld? Wie profitiert die ÖVP davon? Ich denke, Headquarter und ihre Volkspartei haben Aufklärungsbedarf. Praktisch, dass das der Hauptgeschäftsführer in Personalunion machen kann.

Kommentare:

unwählbar hat gesagt…

Danke wieder einmal dafür, dass du dich so für ein gutes niveau in der tiroler politik einsetzt. wenn man einer regierungspartei eine "geldwaschmaschine" unterstellt, dann hilft das sicher.

mittlerweile hast du wirklich jeden anstand und den letzten funken moral verloren...

Anonym hat gesagt…

Welcher Werbeagentur bedient sich eigentlich die UMIT?

Anonym hat gesagt…

uns fehlen die brutalen deutschen journalisten vom springer-verlag u.a. so seh ich das.
es geht keine aufdeckungsjournalisten mehr. viele medien gehören indirekt parteien - övp und konrad zb

Anonym hat gesagt…

wie das die övp macht, kann man sich auch im orf-tirol fragen.

das einstandsinterview vom schwarzen krieghofer ließ tief blicken. selten war ein orf-ler so spöttisch und abwertend wie herr krieghofer zu seinem mitarbeiter, herrn pettinger.

was ist bzw war krieghofers leistung - außer jahrelang hand aufhalten und fett abkassieren?

Anonym hat gesagt…

kennst du "tirol heute"?

Anonym hat gesagt…

ja, i kenn tirol heute. die sendung ist informativ - aber das einstandsinterview des schwarzes messias war ein absoluter tiefpunkt.
aber man braucht diesen noblen herrn eigentlich nur in die augen schauen. wenn ich als chef einen mitarbeiter zwischen den zeilen in der öffentlichkeit abkanzle, so disqualifiziere ich mich von selbst.
und warum muss jede spitzenposition mit schwarzen parteileuten besetzt werden - tigwag, hypo, orf etc.pp.

wobei ich bruno wallnöfer entgegen der meinung vieler für absolut clever und hervorragend halte. aber was brauchts einen eberle etc. ...