Montag, 16. Januar 2012

Die Spenden an die ÖVP

Bei der Industriellenvereinigung Tirol hat es einen Dammbruch gegeben. Ihr ehemaliger Geschäftsführer hat sich dafür ausgesprochen, die Spenden der IV an die ÖVP Tirol offen zu legen. Die Industriellenvereinigung habe Wahlkämpfe der Volkspartei finanziert, aber keine konkreten Aufträge mit dem Geld verknüpft.

Dass die Industriellenvereinigung die Finanzierung der ÖVP-Wahlkämpfe zugibt und sich auch noch für eine Offenlegung der Spenden ausspricht, ist eine Sensation. Ich würde sagen: mutig voran, legt die Listen offen! Wenn die ÖVP selbst ihre Spenderlisten nicht öffentlich machen will, dann müssen dies eben die Spender tun.

Über das Standing von Günther Platter in Tirol sagt dieser Dammbruch übrigens auch etwas aus, aber das ist ein anderes Thema.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein Schritt in die richtige Richtung. Schluß mit der Bananenrepublik Österreich, Schluß mit Privilegien für Politiker und Parteien, Schluß mit Diplomatenpässe im Ausverkauf. Die Parteifinanzen müssen offengelegt werden - höchste Zeit für ein seriöses faires Österreich...

Anonym hat gesagt…

ein seriöses, faires österreich, europa, die welt wird es nie geben. zumindest solange nicht, solange es gier, neid und missgunst gibt.
in amerika gilt der kandidat am meisten, der die höchsten spenden erhält. wer setzt bitte schon gerne auf einen lahmen gaul?
diese mentalität wird sich europäisieren. die iv spendet der övp - na und? ichj habe die iv nie für linksextrem gehalten, lol. der ögb, konsum, bawag wurden dafür von der spö halt als selbstbedienungsläden angesehen.

nur weil einer nix bekommt, ist er noch lange kein heiliger. oft im gegenteil.

parteien stehen im übrigen für interessensvertretungen - die s für gewerkschaft, ak, und - angeblich - arbeitnehmer
die övp für wirtschaft, bauern, kirche.
jede partei hat ihr klientel.

unwählbar hat gesagt…

wenn man halt eine partei ist, der offenbar wenig bis keine wirtschaftskompetenz zugetraut wird, dann werden eben auch wenig bis keine wirtschaftsunternehmen dahinter stehen.

da der vp halt mehr kompetenz zugetraut wird, wird die IV halt auch was an sie zahlen. und ich werde nicht überrascht sein, wenn sich der gebi dann vor lauter neid (über) schwarz ärgern wird...

Anonym hat gesagt…

Die IV kann der ÖVP oder welcher Partei auch immer spenden, dies ist kein Problem, allerdings müssen die Spenden an Parteien öffentlich einsichtig sein. Mehr will nicht. Da momentan alles geheim ist sind wir näher bei einer Bananenrepublik als einem seriösem Staat. Also bitte nicht falsch verstehen, ich kritisiere nicht die Spenden sondern das Geheimnis wer, weiviel usw.

Anonym hat gesagt…

die iv ist nicht bill gates. i könnt mir vorstellen, dass in so einer riesigen organisation wie der iv es mehrere interessen gibt.

gebis neid zu schließen halten sie aber offenbar von den grünen nix.
die iv hat eine nähe zur övp - ist aber nicht die övp. ganz einfach.

was möchten denn die grünen? gleich mehr wahlspenden vom staat? also von uns allen??

ich persönlich wäre auch für eine offenlegung. dann fang du einmal an, gebi: sämtliche bezüge, vergünstigungen, reisen, förderungen, aufwandsentschädigungen etc.pp.
und weil die grünen ja sooooo sozial sind: wieviel prozent davon werden wem gespendet.