Donnerstag, 30. Juni 2011

Wie viele Tierversuche gibt es in Österreich?

Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt. Das Amtsblatt zur Wiener Zeitung beantwortet die Frage:

Im Jahr 2010 wurden in Österreich 187.236 Tierversuche durchgeführt. Darunter 148.567 Mäuse, 16.584 Kaninchen, 9.281 Ratten, 5.065 Meerschweinchen, 2.206 Schweine, 2.095 Fische, 1.307 sonstige Vögel, 1.032 Hamster, 378 Rinder, 215 Amphibien, 212 Schafe, 137 Hunde, 38 Katzen und so weiter.

Ich wusste, dass die Zahl hoch ist, aber jeden Tag 513 Tierversuche in Österreich finde ich ehrlich gesagt wahnsinnig viel.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was bedeuten die Zahlen?
Was ist ein Tierversuch?

Wenn ein Hund an einem Experiment teilnimmt wo irgendetwas gemessen wird (Blutabnahme, Reaktionstest,...) und das dauert 100 Tage, sind das dann 100 Tierversuche?

Wenn einer Maus am Tag drei Mal Blut abgenommen und einmal Antikörper gespritzt werden, über einen Zeitraum von 80 Tagen, sind das dann 320 Tierversuche?

Diese Zahlen sind ohne einer Definition von "Tierversuch" und ohne zu wissen was als "1x Tierversuch" gilt völlig uninteressant.

"jeden Tag 513 Tierversuche" ist IMHO un-Grüner Populismus.

Gebi Mair hat gesagt…

1 Tierversuch dauert vom Beginn eines Versuchs bis zum Tod des Tieres.

"Erneut verwendete Tiere" sind darunter nur 320.

Anonym hat gesagt…

Ok wow - Danke für diese Zusatzf-Info!
Sollte in den Artikel wandern.

Gibt's da noch mehr Informationen darüber?
Wer meldet das, welche Firmen/Behörden/etc. führen die Versuche durch, etc. - gibt's da was?

Gebi Mair hat gesagt…

Wer die einzelnen Versuche macht, steht nicht im Bericht, nur bei welchen Ministerien sie gemeldet wurden. Was genau nach dem Tierversuchsgesetz gemeldet werden muss weiß ich nicht, ich hab mich nur über die veröffentliche Tabelle gewundert.

unwählbar hat gesagt…

warum muss ein tierversuch zwangsläufig mit dem tod eines tieres enden? hoffentlich gelingen auch manche und die tiere überleben!?!

Anonym hat gesagt…

und das echt perverse dran - ein großteil ist für die kosmetische industrie oder sind versuche, die sich nachweislich nicht am menschen verwerten bzw. anwenden lassen.

hier gehörte schon längst ein europaweiter ehrenkodex her. naja, zumindest träum ich davon...

Anonym hat gesagt…

die versuchstiere werden wohl grundsätzlich sterben müssen - dreimal darfst raten warum... vielleicht gibts ausnahmen - aber so ein tier ist ja dann total artentfremdet. und die medizin- und kosmetiklobby werden nicht gerne ihre zombies herzeigen. das liegt auf der hand.

Anonym hat gesagt…

Wer gegen Tierversuche ist, dem rate ich bei der nächsten Lungenentzündung, sich so behandeln zu lassen wie vor 100 Jahren. Damals gabs keine Tierversuche. Viel Spaß dabei!

unwählbar hat gesagt…

prinzipiell sollte man nicht veralgemeinern. das gilt auch für tierversuche. man muss klar unterscheiden, warum der versuch gemacht wird. der gebi schreibt ganz klar, dass das eine allgemeine zahl ist und nicht, wer die versuche macht. versuche, die zur medikamentenherstellung nötig sind, sind häufig unvermeidbar. in der kosmetik glaub ich aber auch, dass man sie nicht unbedingt braucht. es gibt immerhin genug konzerne, die vormachen, dass es funktioniert!

Anonym hat gesagt…

Wenn man bereits vor Beginn einer Versuchsserie weiß, dass das Tier stirbt, ist das traurig und dürfte eigentlich nicht sein.
Beim Tierschutz und der mitunter sehr emotional geführten Debatte stellt sich für mich aber auch immer einer weitere Frage zu einem ebenso emotionalen Thema. Der Frage der Abtreibung. Sicher die Positionen sind hier in den Lagern verhärtet. Trotzdem möchte ich Dir die Frage stellen:
Wenn jedes Lebewesen für sich einen Wert und insbesondere einen Existenzberechtigung hat – wie sieht es dann mit dem kleinen Menschen aus, der noch in einen anderen Menschen „eingebaut“ ist? (ich lasse hier jetzt bewusst das Wort „Frau“ weg, denn so pseudoethisch bin ich nicht, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das mit dem technischen Fortschritte und den irgendwann auch ein „Mann“ sein kann).
Auch von einem rein naturwissenschaftlichen Standpunkt und unter der Annahme, dass eine „Seele“ im Menschen nicht vorhanden wäre (man kann hier ja weder pro noch kontra beweißen), spricht allein die Nachhaltigkeit gegen die Abtreibung. Denn ein gerade gezeugter Mensch hat eine höhere Lebenserwartung als der Träger dieses Menschen je nach dessen alter wird der unterschied wohl zwischen 17 und 45 Jahren liegen. Es ist also eine Vergeudung von Zeit und Energie Menschenleben vorzeitig zu beenden zumal gerade bi diesem natürlichen Vorgang (zugegebenermaßen auch danke Tierversuch) die Eltern häufiger als früher überleben. Selbst wenn die Eltern das Kind nicht haben möchten so wollte doch das Kind auf die Erde und nicht die Eltern. Und eigentlich haben sich die Eltern dem ggf. murrend zu fügen. Ich bin froh, dass ich und z.B. Du nicht abgetrieben wurden (schon wegen Deines interessanten Blogs ;-)
Das unsere lieben organisierten Abtreibungsgegner mitunter gar nicht Unethisches radikalen Ausgrenzungen bis zu Krieg und Todesstrafe finden, mindert ihr Anliegen in Bezug auf die Abtreibung nicht.

Anonym hat gesagt…

wer mit lungenentzündungen und krebs argumentiert, der sollte auch wissen dass 70% der tiere bis zum tode gequält werden ohne dass der mensch davon auch nur den geringsten nutzen hätte. die meisten tiere krepieren übrigens durch versuche neue kosmetikprodukte herzustellen. und den abnormen, die für tierversuche ohne wenn und aber sind, denen wünsche ich im nächsten leben als versuchstier geboren zu werden!!!
tierversuche nur, wenn es um lebensbedrohliche erkrankungen geht und nicht weil ein "leerer" zombie, der tag und nacht eigentlich beten müsste kinderlos zu bleiben, sich auf teufel komm raus zb. trächtig machen lassen will - bei 7 milliarden leut...

Anonym hat gesagt…

noch was - jedes kind, das durch verhütung verhindert wird, ist ein dienst am menschen.

jetzt dürfen alle hirnlosen wieder kreischen