Mittwoch, 15. Februar 2012

Studierende "enderledigt"

Vor dem GröSpaZ, dem größten Sparpaket aller Zeiten gab es schon einmal ein Sparpaket. Das trug den unspektakulären Namen "Loipersdorfer Sparpaket".  Das ist übrigens gar nicht lang her. Damals strich die Regierung den Studierenden die Familienbeihilfe, und beinahe unbemerkt: die Sanierungsförderung für Studierendenheime.

Wenn die Sanierungsförderung für Studiheime wegfällt, dann wird die monatliche Miete in einem Heim um 40-90 Euro teurer. In der Folge werden die Mieten für alle Studierenden in der Stadt um diesen Betrag steigen, weil die Konkurrenz ja auch teurer geworden ist.

Das hat nicht nur mich geärgert, sondern auch Landtagspräsident Herwig Van Staa (ÖVP). Der Tiroler Landtag hat unseren gemeinsamen Antrag im Juli 2011 beschlossen. So weit, so gut. Dann aber kam Landesrat Bernhard Tilg (VP) ins Spiel. Er sollte mit der Bundesregierung verhandeln, die Förderung oder eine adäquate andere Lösung zu erhalten. Tilg schrieb der Regierung allerdings nur einen Brief, und nachdem die Antwort negativ war, sah er die Sache als "enderledigt" an und teilte dies dem Landtag mit. Dass er, laut Antrag, eigentlich auch noch erheben hätte sollen, wie Nachfrage und Angebot bei den Studiheimen in Innsbruck aussehen, das war ihm offenbar egal.

Nun muss Tilg nachbessern. Im vergangenen Landtag hat er sehr kleinlaut erklärt, er werde hier noch etwas nachliefern, wenn der Landtag so nicht zufrieden sei mit seiner Arbeit. Nein Herr Tilg, niemand ist mit Ihrer Arbeiten zufrieden! Nicht die Studierenden und sonst übrigens auch niemand.

Stadtblatt: Förderung bleibt gestrichen

Kommentare:

unwählbar hat gesagt…

Also, er sieht einen fehler ein (auch wenn mich das selbst überrascht!) und will dort nachbessern. das finde ich diesmal sogar positiv (auch wenn sich das befremdlich anfühlt).

ABER: lieber gebi, nimm dir bitte doch ein beispiel, sogar der tilg schafft es, fehler einzusehen und auf solche kritiken zu antworten, DU NICHT!

Gebi Mair hat gesagt…

keine sorge, er "will" überhaupt nicht, er muss...

unwählbar hat gesagt…

ok, aber er tut zumindest und ist dir damit voraus, denn du tust und willst nicht!

Anonym hat gesagt…

Nun kenn ich mich nicht mehr aus. Lieber unwählbar du schreibst in Bezug auf gebi mairs - er "will" nicht er muss: er tut zumindest. und an gebi mair schreibst du: du tust und willst nicht - ja ist das nicht das selbe? Also für mich ist das das selbe, warum soll nun der tilg dem mair voraus sein?

unwählbar hat gesagt…

stimmt, kann man falsch verstehen, sorry! ich wollte eigentlich sagen, dass der gebi weder will noch tut!

damit meine ich übrigens ausdrücklich nur das eingestehen von fehlern!

Anonym hat gesagt…

uuuuund, hat er bei der UMIT auch nur irgendwas getan als die Doktoratsstudierenden ihre Studien verloren?
Das stünde wohl auch noch an!

Makrus hat gesagt…

Die Familienbeihilfe wurde nicht "abgeschafft"... Ich finde es wirklich bedenklich, welche politische Rhetorik hier angewendet wird! Dir ist ja klar, dass sie nicht abgeschafft wurde, um möglichst skandalträchtig schreiben zu können entfernen sich deine Beiträge immer öfters von der Realität und das ist nicht richtig so!

Aufdecken? Ja bitte, aber sachlich und korrekt, dass ist ja billigster Populismus!

Zu den Studentenheimen: Wenn die Länder nicht Heimkontingente zu überhöhten Preisen "reservieren" würden (ist ja völlig kranker Lokalpatriotismus..." und das Geld statt dessen zur direkten Förderung von Heimbewohnerinnen nützen würden wären die Preise leistbar.

Gebi Mair hat gesagt…

Ok, die Familienbeihilfe wurde für Studierende über 24 abgeschafft. Oder wie nennt man das sonst, wenn sie sie nicht mehr kriegen?

Anonym hat gesagt…

Ok über 24 wurde sie abgeschafft - nicht generell. Ist ein erheblicher Unterschied.

Anonym hat gesagt…

die familienbeihilfe hat jeder student gleich lange zu erhalten wie jeder lehrling. und eine jährliche studiengebühr sozial gestaffelt von null bis zu 3.000,00 euro im jahr hielte ich für sozial und längst überfällig.
man kann nicht gute ratschläge für sachen haben, die einem nit betreffen und ansonsten glaubt man es fliagen für asoziale brathendln durch die gegend.
auch frage ich mich, warum die koalition nicht den mumm hatte in bestehende pensionen einzugreifen - und zwar ab´er asvg höchstbemessungsgrundlage. weil ein ehemaliger hofrat hatte eh im berufsleben ein x-faches vom normgehalt - aber stinkt mit 80 nicht anders als jeder andere auch.
das feige pack raubt lieber meist jungfamilien, die bauen oder a wohnung kaufen, die hälfte bausparprämie.
auch bin ich durchaus für verschieden hohe pensionen, sonst leben ja nur mehr arbeitslose drogendealer da, aber aber der asvg-höchstgrenze muss für alle sense sein. und wären die sozialisten und die linken grünen wirklich sozial, gäbe es schon lange die pension beitragsmäßig erhöht und nicht prozentual - und zwar für alle. Erhöhe ich zb die Pension um € 56,00 hat einer mit 900 Euro eine 7% ige Erhöhung - aber schon ab 1.500,00 wären das nicht mehr als 3,7%.
aber kein wunder wenn man sich diese sogenannte soziale bagage anschaut. der bleche ist als komposti sicher nicht wegen seiner schönheit nochmal vater geworden...