Mittwoch, 27. Juli 2011

"erlaubt eine Überschreitung des Richtwerts"

Die Rektorin der UMIT in Hall - ja richtig, das ist die mit den Plagiats-Problemen mit ihrer eigenen Dissertation, hier nachzulesen  - ersucht darum, bei der Diskussion um die mangelnde wissenschafttliche Qualität in manchen Bereichen der Privatuniversität das gesamte Gutachten der österreichischen Akkreditierungsagentur AQA zu veröffentlichen.

Das mache ich gerne und lade dazu ein, den Originaltext hier nachzulesen.

Besonders spannend sind darin die Reaktionen der UMIT auf aufgezeigte Kritikpunkte. Die AQA ist, ebenso wie der österreichische Akkreditierungsrat der Ansicht, dass ein Betreuungsverhältnis von 1:6 angemessen ist. Das war einer der großen Kritikpunkte, die zur Aberkennung der Akkreditierung geführt haben. Wie reagiert nun die UMIT darauf? "[Die UMIT] erlaubt jedoch nach besonderer Prüfung eine befristete Überschreitung dieses Richtwertes" schreibt sie selbst dazu.

Und was ist von den Informationen zu halten, die die UMIT an die Agentur AQA selbst geliefert hat? AQA schreibt, informiert vom Rektorat:

"Der Zuschuss des Landes Tirol ist über einen langen Zeitraum mit einem Betrag von 2,2 Mill. € stabil geblieben, ohne dass die Vergrößerung der UMIT und die seit der Festsetzung dieses Betrages eingetretene Kaufkraftverringerung in Rechnung gestellt wurde. Zwischenzeitlich wurde eine Erhöhung des Landeszuschusses auf 4,4 Mill. € in Aussicht gestellt, welche durch den Tiroler Landtag inzwischen beschlossen wurde. Dies hilft, die durch den Ausfall der Einnahmen aus dem Doktoratsprogramm entstandene Lücke zu schließen, ist jedoch nicht ausreichend, um sowohl die Lehre als auch Forschungsaktivitäten zu finanzieren."


Nur, wie ist die Realität? Das hat der Landtag tatsächlich beschlossen: "Das Land Tirol beteiligt sich an den Kosten der von der UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften,
Medizinische Informatik und Technik Gesellschaft mbH betriebenen Privatuniversität (kurz:
UMIT) für die Studienjahre 2011/2012 bis 2015/2016 mit einem Betrag von € 3.200.000,-- pro Studienjahr, wertgesichert mit dem Anteil, um welchen das Gehalt eines Beamten der Dienstklasse V, Gehaltsstufe 2, des Landes Tirol, jährlich erhöht wird. Basisjahr bildet das Jahr 2011."


Was ist von einem Rektorat zu halten, das seine PrüferInnen so informiert? Wie schon Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf meinte: Die neue Rektorin bringt die besten Voraussetzungen für dieses Amt mit, hier nachzulesen. Welche das sind, darüber kann sich inzwischen jedeR selbst ein Bild machen.

Und ob es wohl klug ist, wenn nun aus TILAK-Reihen der Aufsichtsratsvorsitz an der UMIT übernommen wird und damit das schon einmal gescheiterte Modell, die UMIT aus der TILAK zu leiten, fortgesetzt wird?

Das Rektorat an der UMIT macht also weiter, was es bisher schon gemacht hat. Da hilft, wie auch bisher schon, auch das Engagement der Agentur Hofherr nichts. Die machen nämlich keine gute PR, Frau Rektorin.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das hat der Landtag tatsächlich beschlossen: "Das Land Tirol beteiligt sich an den Kosten der von der UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften,
Medizinische Informatik und Technik Gesellschaft mbH betriebenen Privatuniversität (kurz:
UMIT) für die Studienjahre 2011/2012 bis 2015/2016 mit einem Betrag von € 3.200.000,-- pro Studienjahr, wertgesichert mit dem Anteil, um welchen das Gehalt eines Beamten der Dienstklasse V, Gehaltsstufe 2, des Landes Tirol, jährlich erhöht wird. Basisjahr bildet das Jahr 2011."

Wertsicherung per Beamtengehalt für eine GmbH? Das ist neu!

Anonym hat gesagt…

Lieber Gebi!
Vielleicht kannst du dich noch erinnern, ein Prof. an der LFU hat mal gesagt: "...auch wenn er nichts weiß, er tut zumindest so, als würde alles wissen...". Leider hat der Prof. diese Worte nicht an dich gerichtet, heutzutage würde man dich aber in dieses Zitat aufnehmen müssen. Den Wählern sei dank, dass 1 aus 4 Grünen und sohin insgesamt 1 aus 36 im Landtag zu vernachlässigen ist und wenn Willi geht, dann wird sichs auf 1 auf max. 3 bzw. 36 einspielen. 2013 wird vieles klar stellen.

Anonym hat gesagt…

He Gebi - kommst du mit dem Löschen der Negativkommentare nicht mehr nach?

*looool*

alles was stehen bleibt sind die Kommentare die du selbst unter dem Decknamen "anonym" hereinstellst...

Aber für einen lächerlichen Selbstdarsteller wie dich ist das eh normal...

Gebi Mair hat gesagt…

Ich finde, da ist nichts dabei, was gelöscht werden müsste. Nur weil ich nicht der Ansicht eines Kommentars bin, muss man ihn ja nicht löschen ;-)

LG

Anonym hat gesagt…

...hat hier niemand die kopie aus gebis seite zur umit gelesen, die oben daraus zitiert wurde? ich widerhols für die, die bei "grün" nur extrem "rot" sehen:

....wertgesichert mit dem Anteil, um welchen das Gehalt eines Beamten der Dienstklasse V, Gehaltsstufe 2, des Landes Tirol, jährlich erhöht wird. Basisjahr bildet das Jahr 2011."

ist das das finanzierungsmodell des landes?

und noch eine bitte als "anonymer" staatsbürger (der nicht gebi ist, hätte er auch nicht nötig):

anstatt polemisch gegen grün oder einzelne personen zu sein, sollten manche einfach für das land tirol mitdenken, auch für sich selber als steuerzahler.

wenn man sich die debatten auf you tube anschaut, staunt man über die aufmerksamkeit der abgeordneten...

Anonym hat gesagt…

Bekommen eigentlich die Studierenden des Doktoratsstudiums der Gesundheitswissenschaften, dem ohne aufschiebende Wirkung die Akkreditierung entzogen wurde, zumindest die bereits an die UMIT bezahlten Studiengebühren zurück? Wie wäre es eine rechtliche Vertretung für diese Studierenden einzurichten?

Anonym hat gesagt…

Aus welchem Grund gibt es immer noch keine Untersuchungskommission am Tiroler Landtag, bei der die befragten Personen zur Wahrheit verpflichtet werden könnten?
Aus welchem Grund wurden aus dem Entzug der Akkreditierung für das Doktoratsstudium der Gesundheitswissenschaften ohne aufschiebende Wirkung keine Konsequenzen gezogen, sondern im Gegenteil noch mehr Geld in die UMIT gesteckt, weil jetzt diejenigen Studienbeiträge, welche die Doktoratsstudierenden der Gesundheitswissenschaften, deren Forschung in den Wind gesetzt wurde (ohne dass einer dafür verantwortlich ist), nicht mehr zahlen, fehlt?
Welche Konsequenzen wird denn der AQA Bericht haben? Wie viele Gutachten benötigt es noch bis es zu Konsequenzen kommt?
Wieso wird die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten dermassen stark geblockt und statt dessen Doppelstrukturen geschaffen und finanziert?

Anonym hat gesagt…

"Erlaubt eine Überschreitung des Richtwerts" ist genau die Formulierung, die darauf hinweist, dass eine Kommssion benötigt ist, bei der man zur wahrheitsgemäßen Aussage verpflichtet wird. Alles andere kostet viel Geld der Steuerzahler. Wer verantwortet die bereits stattgefundenen "Überschreitungen des Richtwerts"?

Anonym hat gesagt…

Eine Finanzierung des Landes für die UMIT ohne Finanzierungsmodell - ohne jegliche differenzierte Regelung für die Verwendung der Beträge, Einforderung von Transparenz und konkrete Forderung von Zusammenarbeit zwischen den Universitäten als Bedingung - ist sehr erstaunlich! Wenn man die Gutachten von ÖAR und AQA als Konsequenzen der mangelnden Überprüfung und Verpflichtung zur Wahrheit versteht umso erstaunlicher.

Anonym hat gesagt…

Rechnet man die Zahl der Mediziner/innen, die in Pension gehen, und die Zahl der derzeitigen Medizinstudenten in Österreich, die ihre Ausbildung abschliessen (achtung: nicht diejenigen, die zugelassen werden zum Studium, sondern diejenigen die jährlich abschliessen!), wird ein deutlicher Medizinermangel in absehbarer Zeit sichtbar. In Deutschland wird dieser Medizinermangel, bezeichnet als Fachkräftemangel, mit Erleichterungen von Zuwanderung von im (auch asiatischen) Ausland ausgebildeten Medizinern (bereits diskutiert und) beantwortet.

Eine ganz einfache Rechnung zeigt den Mangel an ausgebildeten Medizinern in absehbarer Zeit!
Eine weitere ganz einfache Rechnung zeigt den künftigen Bedarf in der Bevölkerung!
Wieso wird nicht bedarfsgerecht ausgebildet?

Warum finden sich in den hier sichtbaren Entwicklungsplänen von UMIT und Medizinischer Universität Innsbruck weder (differenzierte) Aufschlüsselungen über den konkreten künftigen medizinischen Bedarf noch eine differenzierte Darstellung wie dem zukünftigen Bedarf (nämlich voraussichtlich Kranke in einer Bevölkerungsgruppe, Multimorbidität bei zunehmender älterer Bevölkerung miteingerechnet) durch Ausbildung von Fachkräften entgegengekommen wird? Das auszurechen braucht noch keine Ausbildung in Public Health.

Wenn der Bedarf (an Ärzt/inn/en, Therapeut/inn/en und Krankenpflegepersonal) in den Entwicklungsplänen nicht mitbedacht und dann nicht konsequent durch gute Ausbildung von Fachkräften gedeckt wird, wohin wird sich dann die gesamte medizinische Versorgung in absehbarer Zeit entwickeln (nicht nur in Tirol)?

Wenn diese konkreten, durch einfache Rechenleistungen zu erschliessenden Fragen von voraussichtlicher künftiger Nachfrage und Deckung des Pflege- , Therapie- und medizinischen Versorgungsbedarfs nicht durch Ausbildung einer entsprechenden angemessenen Menge an Fachpersonal entgegengewirkt wird, dann kommt es in absehbarer Zeit zu größeren gesundheitspolitischen Fragestellungen, deren Lösungen noch viel brisanter und umfassender sind als die derzeit diskutierten Probleme.

Für die Ausbildung in medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Berufen wären- insbesondere ob der Fülle der Spezialisierungen und Neuerungen und wenn man sich ansieht wie viele der Ausbildungen lernpsychologisch aufgebaut sind - medizindidaktische Konzepte und Ausbildung von Personen in Medical Education (oder wie immer genannt) ziemlich sinnvoll und zielführend. Wie sieht denn derzeit die Zusammenarbeit zwischen Medizinern/Therapeuten/Pflegepersonal und Pädagogen aus? Gibt es sie überhaupt? Wieso ist derzeit die einzige Ausbildung in Medical Education (nur für von den entsprechenden Universitäten empfohlene Mediziner, nicht für Therapeuten und Pflegeberufe) in Heidelberg zu finden...?

Anonym hat gesagt…

der vorgebliche Ärztemangel hat andere Ursachen
momentan werden jährlich 280 MedizinerInnen an der MUI fertig
vor dem neuen Studienplan waren es noch 220 - es werden auf jeden Fall mehr ausgebildet
Südtirol hat nur deswegen ein Problem, weil kaum SüdtirolerInnen den EMS Test schaffen (~20/Jahr)
sinnvoller wäre es in gute Arbeitsbedingungen zu investieren
alleine schon dass die Anfangsgehälter beim Turnus seit 30-40 Jahren gleich geblieben sind, spricht Bände - hier haben wir auch eine Burnoutrate von rund 45%
es wäre sinnvoller in eine gute Facharztausbildung und Arbeitsbedingungen (Work-Life-Balance) zu investieren und den Turnus abzuschaffen (Stichwort: Facharzt für Allgemeinmedizin), dann werden wir auch keinen Ärztemangel haben

Anonym hat gesagt…

Ich stimme zu bei der Notwendigkeit die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wer trägt dafür Sorge und übernimmt diese Verantwortung? Ich stimme zu bei den Anfangsgehältern im Turnus. Wer entscheidet darüber? Ich stimme zu bei der Eingrenzug der Gratisarbeit (dreimonatiges Krankenpflegepraktikum für ein Medizinstudium in Deutschland, jetzt fehlen auch noch die Zivildienstleistenden) wie soeben vom Hartmann Bund in Deutschland als Unterschriftenaktion durchgeführt wurde.
Ich denke allerdings nicht, dass in ganz Österreich mehr Medizinstudenten ausgebildet werden in den letzten Jahren (oder kennen wir verschiedene Zahlen?), eher weniger und wenn man sich das "Rausprüfen" ansieht fragt man sich nach dem Sinn der Angelegenheit .....und nach dem Sinn junge Menschen in solchem Stil zu verheizen.
Es wäre sinnvoll, schon in der Medinerausbildung erstens in eine gute Ausbildung zu Burnoutprophylaxe zu investieren und zweitens sich die Strukturen, die hierzu führen, mal etwas genauer anzusehen. Doch die zu ändern bedarf wohl einer Sysiphus Arbeit gegen Widerstand?
Eine Abschaffung des Turnuns bewirkt noch nicht die Lösung des Ärztemangels, das wäre wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein (wenn auch fraglos kurzfristig effektiv), der das Grundproblem (noch) nicht löst (siehe Deutschland).

Anonym hat gesagt…

Eine Diskussion von Vertreter/innen aus Medizin, therapeutischen und pflegenden Berufen, inklusive Gesundheitswissenschaften - denn alle sind für die künftige Krankenversorgung wesentlich und unentbehrbar - aus dem gesamten deutschsprachigen Bereich, länderübergreifend, wäre vielleicht ganz sinnvoll?
Hieraus könnten sich länderübergreifende Vertretungen der Berufsgruppen entwickeln, Curricula diskutiert und verbessert und auch gleich die nicht ausbleibende Diskussion über die Umstellung auf B.A. und M.A. länderübergreifend diskutiert. Ansonsten haben wir wie derzeit üblich die Abwanderungen in andere Länder je nach Stand der Ausbildung und Aufnahmebedingungen und dann die Rückwanderungen oder Auswanderungen je nach Arbeitsbedingungen wieder während oder nach der Ausbildung.

Anonym hat gesagt…

EMS abschaffen!

Anonym hat gesagt…

Der Originaltext ist ein Link zum Zeitungsartikel. Eine Untersuchung, wie im Leserbrief dort vorgeschlagen, wäre tatsächlich sehr aufschlussreich. Denn: die vielen internen Karrieren bringen der UMIT nämlich genau kein Geld, weil für interne Abschlüsse keine Studiengebühren bezahlt werden. Interessant wäre tatsächlich ob TILAK Mitarbeiter/innen und wer sonst noch aller als "interne Karrieren" lief.
Könnte man so etwas vielleicht als ein internes nicht als solches deklariertes Stipendien-System bezeichnen?

Anonym hat gesagt…

soviel zum Pseudoärztemangel:
http://presse-online.at/salk/pdf_article.php?art=66086
+
http://www.aeksbg.at/c/document_library/get_file?uuid=81c24be2-1022-46d5-aed9-133ffffd9c40&groupId=10682
ab Seite 10

wenn wir rechnen dass früher ~220/Jahr in IBK abgeschlossen haben, dann macht das nun 60 mehr pro Jahr (vgl. Leistungsvereinbarungen) + ~ 40 aus Salzburg
alleine das ergibt 100 Abschlüsse mehr wie früher (nur in IBK und Sbg.) - dann kommt auch noch Krems dazu

somit erscheint eine Medical School speziell für die SüdtirolerInnen unsinnig

zum Burnout:
http://steiermark.orf.at/stories/513262/

eine Abschaffung des Turnus würde die Ausbildung der Allgemeinmediziner verbessern - damit wäre schon sehr viel gewonnen

EMS-Test abschaffen - vielleicht wäre es nach dem Urteil gegen Belgien sogar wieder möglich auf das frühere System umzuschwenken (nur wer im Heimatland studieren darf, darf auch bei uns studieren)

Anonym hat gesagt…

Konzept zur Bekämpfung des Ärztemangels, beispielsweise hier:
http://www.hartmannbund.de/de/aktuelles/presse-orig/konzepte-2/

Änderung der Approbationsordnung, beispielsweise hier:
http://www.hartmannbund.de/enews/1798/144/Otte-dringt-auf-rasche-aenderung-der-Approbationsordnung/

Wir reden über Gesundheitswissenschaften- hier eine Diskussion "Gesundheit soll neu definiert werden":http://www.hartmannbund.de/enews/1812/142/Gesundheit-soll-neu-definiert-werden/

Wo ist die Sozialmedizin an der Meduni Innsbruck- hier eine Diskussion: Med"Unis sollen soziale und empathische Kompetenzen stärker berücksichtigen" http://www.hartmannbund.de/enews/1790/142/Unis-sollen-soziale-und-empathische-Kompetenzen-staerker-beruecksichtigen/

Anonym hat gesagt…

die Medizinstudierenden in Graz z.B. sind deutlich weniger geworden in den letzen Jahren....

Anonym hat gesagt…

Das Burnout fängt schon im Medizinstudium an!

Anonym hat gesagt…

Was tun wir gegen Burnout im Medizinstudium - weitermachen wie bisher und die jungen Leute "verheizen"?

Gebi Mair hat gesagt…

Danke für die spannende Diskussion hier, ich lerne bei jedem Beitrag etwas.

Anonym hat gesagt…

Danke für Ihre/deine Beiträge hier!
Das ermöglicht nämlich die Diskussion erst!
Man wird ja etwas blind gehalten vom Schönreden.......

Anonym hat gesagt…

Im gesamten deutschsprachigen Raum gab es bislang nur eine einzige Universität, an der man ein Doktoratsstudium in Public Health abschliessen konnte, nämlich die Universität Bielefeld.

Im gesamten deutschsprachigen Raum gab es bislang nur eine einzige Universität, an der man ein Doktoratsstudium in Gesundheitswissenschaften abschliessen konnten, nämlich die UMIT.

Zweiteres gibt es nicht mehr.
Dafür gibt es jetzt im gesamten deutschsprachigen Raum 2 Universitäten, an denen man das Doktoratsstudium in Public Health absolvieren kann.

Wie viele fertig ausgebildete Professoren für Public Health haben wir folglich im gesamten deutschsprachigen Raum für die zu betreuenden Studierenden?
Und wo bilden wir diese künftig benötigten Professoren im Fach Public Health und Gesundheitswissenschaften denn aus?
An der Universität Bielefeld gibt es betreuungsmäßig einen Aufnahmestopp und an der UMIT ist der Aufnahmestopp auf der Website sichtbar.

Eine Diskussion über die Ausbildungsstandards im Fachgebiet ist dringendst benötigt!

Anonym hat gesagt…

es wäre sinnvoll sich weniger an Deutschland, sondern sich mehr an Skandinavien oder Ländern mit einer Public Health Tradition zu orientieren (wie z.B. die Niederlande)
es ist generell schade dass sich die Mediziner aus diesem Bereich zurückziehen, da sonst die Sicht des Individuums (eben patientenbezogen) fehlt
eine allzu technokratische Auffassung des Faches ist sicher nicht wünschenswert
die Ausbildungsstandards sind in Österreich Thema - offensichtlich hat die Diskussion noch nicht gefruchtet
(http://www.centrum-cordis.at/cc/de/13-wissenschaftliche-tagung-der-oesterreichischen-gesellschaft-fuer-public-health)

Anonym hat gesagt…

Da ist aber nichts vom Doktorat Public Health als Ausbildungsstandard.

Ausserdem fangen wir tatsächlich dann an, nur Österreich, eine jahrzehntelange Forschungslücke zu schliessen...jeder kocht an seinem Süppchen...

Man könnte wenigstens bis München schauen, ist ja nicht soo weit von Innsbruck, hat aber auch keinen PhD in Public Health, den gibt es genau nur in Bielefeld:
http://www.mc-health.uni-muenchen.de/forschung/index.html

http://www.mc-health.uni-muenchen.de/forschung/index.html

http://www.mc-health.uni-muenchen.de/spezifisch/publichealthforum/index.html

Anonym hat gesagt…

http://www.mc-health.uni-muenchen.de/spezifisch/helmholtz/index.html

Anonym hat gesagt…

Public Health Ausbildung in Österreich – gemeinsam oder einsam?
Bernhard Güntert (Österreichische Gesellschaft für Public Health)

gemeinsam etwas anzudenken ist in Österreich eh schon ziemlich progressiv - inhaltlich ging es dann um die mangelnde Qualität

die Forschungslücke war wenn schon im deutschsprachigen Raum (alleine schon wegen des Namens - "Volksgesundheit" und das nach dem 2WK)- nicht nur in Österreich - Österreich hinkt nur Deutschland nochmal hinterher

Anonym hat gesagt…

Nach inzwischen jahrelanger leidiger Erfahrung in den Gesundheitswissenschaften an der UMIT - der Güntert ist mir dort nicht untergekommen!

Wie kann das nur geschehen sein?

Wie kann es nur immer noch Studierende ohne Betreuung geben wie bereits vom ÖAR bemängelt???

Anonym hat gesagt…

Gesellschaft ohne Lehre?
Leere Gesellschaft?

Anonym hat gesagt…

Klar war die Forschungslücke im gesamten deutschsprachigen Raum und zwar bis in die 70Jahre!
Manche Wunden heilen langsam.

Anonym hat gesagt…

wo forscht eigentlich der Staudinger momentan ???

Anonym hat gesagt…

Konzipiert der nicht gerade die neue Meduni für Tirol&Südtirol?

Anonym hat gesagt…

Naja, denken tut bestimmt besser jeder selber - an der UMIT wurde den Studenten auch die Zusammenarbeit als hoher Wert verkauft.
Das war der Schmäh statt der Betreuung.

Anonym hat gesagt…

"Die neuen Doktoratsprogramme wurden von insgesamt 8 internationalen Gutachtern kritisch geprüft und für gut befunden. "
Nur virtuell exitstierende Programme sind jedoch noch nicht das für eine Betreuung nötige habilitierte Personal!

Anonym hat gesagt…

Gebi, kann der Landtag "interne Karrieren" an der UMIT, TILAK etc. überprüfen oder eben diese Prüfung beauftragen?
Das würde doch mit Sicherheit ein ganz anderes Licht auf den Geldmangel der UMIT werfen, oder?

Anonym hat gesagt…

Gebi, kann der Landtag eine Studie beauftragen, bei der man von den Studierenden der UMIT (seit Beginn der UMIT, besonders auch die Studienabbrecher befragen) die Bedeutung und Konsequenzen des "erlaubt eine Überschreitung des Richtwerts" von a bis z herausfindet....?

Anonym hat gesagt…

Gebi, was macht eigentlich jetzt der nach dem Akkreditierungsentzug für das Doktoratsstudium der Gesundheitswissenschaften beauftragte Untersuchungsausschuss?

Anonym hat gesagt…

wie können wir denn nun die Sache mit dem Betreuungsverhältnis auffassen?
wurden einfach soviele Studien implementiert, bis für alle Studierenden formal das Betreuungsverhältnis im Studium zutraf (jedoch das Betreuungsverhältnis pro Betreuer gleich blieb? - ein Betreuer in mehreren Studiengängen?)
oder hat sich dort tatsächlich qualitativ was getan? (was ich ja eher für unwahrscheinlich halte - woher soll auf einmal das ganze Lehrpersonal kommen)

alleine schon die Aussage im Gutachten dass € 4,4 Mio pro Jahr nicht ausreichen, sollte eigentlich langsam zu einem Überdenken der UMIT im Landtag selbst führen

Anonym hat gesagt…

Die Sache bleibt undurchsichtig,
1. weil "erlaubt eine Überschreitung des Richtwerts" ja stündlich verändert werden kann und daher von keiner zeitliche Stabilität auszugehen ist,
2. weil auch noch im Dezember 2010 externe Betreuer herangezogen wurden, die nur formal das Betreuungsverhältnis annahmen,
3. weil weder Betreuungsverhältnis noch Vereinbarungen, z.B. zum Forschungsthema eines/einer Studierenden, schriftlich fixiert werden (wie das auf anderen Universitäten üblich ist) und daher die Studierenden keinerlei Rechte gegen "kreative Lösungen" sowie auch die Beliebigkeit "erlaubt eine Überschreibung des Richtwerts" haben und ihnen daher nicht einmal eine rechtliche Vertretung (die übrigens immer noch fehlt!) helfen würde
4. weil es neue Doktoratsstudiengänge, inzwischen wieder nur mehr virtuell (siehe UMIT Website, Stichwort "Aufnahmestopp") gibt, was jedoch keineswegs bedeutet (wie schriftlich seitens des Rektorats der UMIT versprochen worden war und anzunehmen wäre), dass die Studierenden dorthin zur Betreuung zugeteilt worden sind (!) Diese Expansion ist nur die virtuelle Werbung, viellicht kommt sie späteren Studierenden zugute sobald es dann die nötige Menge an habilitiertem Personal gibt (das offensichtlich fehlt). Daher wäre eine systematische Befragung aller Studierenden sinnvoll, damit man die Relation von "Studienabbrechern" zu "internen Karrieren" und alles was dazwischen liegt (dzt. z.B. a.o. Hörerstatus, "Dr.phil." ohne Fach, Abschlüsse im Dr. Pflegewissenschaften) überhaupt noch durchblicken (und dokumentieren!) kann.
Qualitativ hat sich aus Studentenperspektive noch nichts getan, doch dies zu erfassen wäre durchaus eine Studie wert, die bestimmt billiger kommt als einfach nur unreflektiert hohe Summen in die Aufrechterhaltung der bewährten Expansion zu stecken.

Gebi Mair hat gesagt…

Der UMIT-Ausschuss des Landtages wurde von der ÖVP-SPÖ-Mehrheit nicht mehr einberufen, als klar wurde, dass er seine Arbeit ernst nimmt. Da passiert im Moment also einmal gar nichts.

Die Prüfung der internen Karrieren wäre tatsächlich einmal eine lohnende Aufgabe - ich werde das beim Landesrechnungshof anregen, dem ich auch sonst schon Unterlagen zur finanziellen Entwicklung der UMIT übermittelt habe.

Anonym hat gesagt…

Was kann man tun, damit er wieder einberufen würde? ÖAR informieren?
Welche Instanzen für Universitätsrecht gibt es noch in Österreich?

Anonym hat gesagt…

Brief an den Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof?

Anonym hat gesagt…

An die Medien gehen?

Gebi Mair hat gesagt…

Bei einer Privatuni bist du da ziemlich machtlos - am meisten Eingriff hat der Eigentümer. Die Eigentümervertreterin des Landes Tirol als 100%-Eigentümer heißt allerdings Patrizia Zoller-Frischauf...

Anonym hat gesagt…

Seit wann genau wird er denn nicht mehr einberufen?

Anonym hat gesagt…

Die Sache mit den Betreuungsverhältnissen: Die Menge der neuen Doktoratsstudien und die Menge fehlender Betreuungsverhältnisse in den bestehenden Studien stehen gar nicht in Korrelation zueinander!

Die neuen Doktoratsstudien wurden nach Begutachtung akkreditiert. Somit ist diese Angelegenheit positiv erledigt und wird für Werbung benutzt.

Das hat doch mit der Menge an habilitierter Betreuender nichts zu tun.

Für die Lösung der Folgen des Akkreditierungsentzugs hält sich keiner für zuständig, weil Privatuniversität.

Ausserdem ist der Entzug der Akkreditierung ja wirklich schon sehr lange her (und über diese Sache sollte Gras gewachsen sein) und seither wurden "strukturelle Änderungen" und Verbesserungen.
vorgenommen.....und - die Studierenden sind halt entweder in interne Karrieren übergangen, in die Pflegewissenschaft gewechselt worden oder zu Studienabbrechern geworden.

Anonym hat gesagt…

Hallo Gebi, ich war nun 3 Wochen auf Urlaub und freue mich, wenn ich auf deiner Seite alles Wissenswerte nachlesen darf. Eine Frage hätte ich noch: Wo ist der Staudinger, weiss irgendwer, wo der umgeht und was er vor hat? Danke

Gebi Mair hat gesagt…

Meines Wissens nach ist Staudinger bis zum Auslaufen der Frist im September 2011 immer noch Angestellter der UMIT und geht bei vollem Gehalt spazieren. Das war zumindest mein letzter Stand.

Anonym hat gesagt…

Wenn das so läuft, dann ist logisch, dass die UMIT einen großzügigen finanziellen Zuschuss benötigt, welcher ja bereits im Tiroler Landtag beschlossen wurde.
Wenn das so läuft, dann ist logisch, dass die UMIT die Gelder der Studierenden des Doktoratsstudiums Gesundheitswissenschaften im Sommersemester 2011 in Form der Inskription dieser in einen "Dr.phil." ohne Fachangabe benötigte.

Anonym hat gesagt…

"wie können wir denn nun die Sache mit dem Betreuungsverhältnis auffassen?"
ganz einfach: formal wurden die Studierenden des Doktoratsstudiums Gesundheitswissenschaften im Herbst 2010 anders aufgeteilt zu (halbexternen) Betreuern- nicht etwa, dass sie dabei etwas mitzureden gehabt hätten. Und dass eine formale Betreuung keine aktive Betreuung ist, ist einleuchtend, doch wo kein Kläger da kein Richter - und wenn es keiner überprüft und einfach weiterhin die Gelder so reichlich fliessen, dann reicht es ja der Rechtfertigung halber sagen zu können alle wären jetzt gut verteilt worden, das sind die "strukturellen Veränderungen".

"wurden einfach soviele Studien implementiert, bis für alle Studierenden formal das Betreuungsverhältnis im Studium zutraf (jedoch das Betreuungsverhältnis pro Betreuer gleich blieb? - ein Betreuer in mehreren Studiengängen?)"
Es wurde die wundersame Vermehrung - aus einem Doktoratsstudium der Gesundheitswissenschaften viele Doktoratsstudiengänge - gemacht, welche als gesundheitswissenschaftliche Spezialisierung verstanden werden sollten, wie man der Medien-Berichterstattung entnehmen kann. Somit ist dann klar welche Denkweise gewünscht wird. Keiner stößt sich daran wie Geschichtsschreibung in diesem Falle funktioniert.

Auf die Doktoratsstudierenden der Gesundheitswissenschaften wirkte sich das bislang gar nicht aus (doch die werden sowieso nicht gefragt) - und weil das alles keiner prüft, wurde rasch ein Aufnahmestopp in den neuen Studiengängen verhängt. Es ist nicht mal das Verhältnis derer, die in die Pflegewissenschaften umgeschichtet wurden zum Verhältnis derjenigen die zu Studienabbrechern gemacht wurden dokumentiert worden.

Den Schaden vom Akkredierungsentzug haben die Doktoratstudierenden der Gesundheitswissenschaften. Die UMIT selbst hat nämlich nun ausreichend Werbemöglichkeit durch die neuen Doktoratsstudiengänge und doch eine ganz gute finanzielle Förderung zugesprochen bekommen. Das Vergangene sollte daher nicht nicht weiter stören, schließlich plant man an der Expansion, und ausserdem "wurden die Handlungsempfehlungen bereits umgesetzt".

Der "Schutz der Studierenden", den der ÖAR betonte, ist ein Euphemismus für den veranstalteten Schaden. Wie´s weiterging für die Studierenden, wen kümmert´s? Das zu überprüfen gibt es keine Instanzen....die Situation ist so unglaublich, dass einem wenn man es als betroffenen Person erzählt kaum Glauben geschenkt wird.

"oder hat sich dort tatsächlich qualitativ was getan? (was ich ja eher für unwahrscheinlich halte - woher soll auf einmal das ganze Lehrpersonal kommen)" Ja genau: woher soll denn das gesamte qualifizierte Lehrpersonal kommen?
Und darum sind ein Teil der Doktoratsstudierenden der Gesundheitswissenschaften in das alte (!) Curriculum der Pflegewissenschaften überführt worden (wir haben dann ausgezeichnet ausgebildete Dr. der Pflegewissenschaften), einem Teil wurde zu seiner Überraschung mitten im Sommersemester eine rückdatierte Inskription in einen "Dr. phil." ohne Fachangabe für das Sommersemester 2011 zugeschickt und ein weiterer Teil ist seit Herbst im a.o. Hörerstatus und wird das wohl auch noch länger bleiben. Das nannte sich "Schadensbegrenzung".
Solange das alles keiner überprüft und es nicht einmal eine rechtliche Vertretung für die betroffenen Studierenden gibt und sich alle zuständigen Stellen in Österreich für nicht-zuständig (gängiges Argument: weil "Privatuni") erklären, kann man einfach nur tun und lassen was man will (und dieses Ausnahmestatus scheint man sich wohlbewusst zu sein).

Und irgendwann ist dann bestimmt alles einfach verjährt.... keiner war verantwortlich und die Doktoratsstudierenden haben halt einfach "Pech gehabt".

Anonym hat gesagt…

Woher soll das gesamte qualifizierte Lehrpersonal kommen: beachte, dass die einzige Universität im deutschsprachigen Raum, die ein Doktoratsstudium Public Health hat, die Universität Bielefeld ist. Für das akkreditierte Doktoratsstudium der Public Health an der UMIT gibt es einen Aufnahmestopp. (Ob es darin auch nur einen einzigen Studierenden gibt, überprüft bislang ja keiner.)
Die entsprechende Abteilung der Universität Bielefeld hat im Herbst 2010 geantwortet, dass nicht sein könne was nicht sein darf (zum Thema Akkreditierungsentzug für das Doktoratsstudium der Gesundheitswissenschaften an der UMIT) und bei erneuter Anfrage im Frühjahr wohl entschieden, den von der UMIT anfragenden Studierenden der Gesundheitswissenschaften mitzuteilen, dass die eigene Betreuungskapazität erschöpft sei.
Auf eine Anfrage wann denn diese wieder gegeben sein würde (in wieviel Jahren), bekommt man genau gar keine Antwort.
Woher sollen den nun also die habilitierten Personen für die Fächer Public Health bzw. Gesundheitswissenschaften kommen?

Eine Option wäre, sie aus englischsprachigen Ländern einzufliegen oder Leute in englischsprachige Länder zur Weiterqualifikation zu senden, was nicht ganz einfach sein dürfte (weil wo bilden wir sie denn in den entsprechenden Grundlagen der Public Health aus?) , eine andere Option ist, sie aus anderen Fächern (z.B. Mediziner - wenn man die Stellenausschreibungen an den Universitäten für Public Health ansieht, dann sucht man Mediziner, die Public Health und/oder Epidemiologie unterrichten.....) heranzuziehen.

Anonym hat gesagt…

Wann zahlt eigentlich die UMIT von den erhaltenen jährlichen € 3.200.000,-- pro Studienjahr Entschädigungen für die geschädigten Doktoratsstudierenden der Gesundheitswissenschaften und die von jenen bereits bezahlten Studiengebühren für ein Studienfach, das es nicht mehr gibt, retour?
Mit einem "die Handlungsempfehlungen wurden bereits umgesetzt" auf der UMIT-Website ist das bestimmt nicht getan wenn viele Doktoratsstudierende bereits unfreiwillig zu Studienabbrechern gemacht wurden. Welche Instanz in Österreich überprüft dies?

Anonym hat gesagt…

Übrigens, folgenden Artikel findet man derzeit schon wieder nicht mehr wenn man im Google nach "UMIT news" sucht:
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/Politik/PolitikTirol/PolitikTirolContainer/3106475-8/im-schnellverfahren-zum-professor-gemacht.csp

Anonym hat gesagt…

Das schaut dann in Berichterstattung so aus als wären da nur lauter unglaublich schlechte Doktorarbeiten der Studierenden......

Anonym hat gesagt…

http://derstandard.at/1313024228955/Finanznot-Wien-Salzburg-Innsbruck-Unis-ueberlegen-Studienfaecher-zu-streichen

Anonym hat gesagt…

http://derstandard.at/1311803163903/Finanznot-Engl-erwaegt-Einstellung-einzelner-Studienrichtungen

Anonym hat gesagt…

http://derstandard.at/1310512179751/Experte-10000-Deutsche-kommen-im-Herbst-an-Oesterreichs-Unis

Anonym hat gesagt…

http://derstandard.at/1313024476582/Soziologe-Kellermann-Platz-im-Gefaengnis-ist-teurer-als-Studienplatz

Anonym hat gesagt…

Die Logik ist ganz einfach: Eine Privatuniversität darf sich "Überschreitungen des Richtwerts" erlauben, weil diese keine Konsequenz haben.

Anonym hat gesagt…

Empfehlungen des Expertenrates:
"PRIVATUNIVERSITÄTEN: Die Experten sprechen sich dafür aus, jene Privatunis, die hauptsächlich aus öffentlichen Mitteln der Länder finanziert werden, in das öffentliche Uni-System einzubeziehen. Die wenigen verbleibenden Privatunis, die völlig privat finanziert werden, seien hingegen "Mini-Institutionen", so dass zu überdenken wäre, ob sie tatsächlich das Promotionsrecht haben sowie den Titel "Universität" tragen sollen."
siehe http://derstandard.at/1313024907165/Im-Detail-Die-Empfehlungen-fuer-den-Hochschulplan

Anonym hat gesagt…

Etablierte Strukturen lassen sich nicht so leicht ändern - was sagt der Expertenrat denn zu den zu erwartenden Widerständen dagegen und was sagt er dazu wer dies umsetzen soll?

Anonym hat gesagt…

http://tirol.orf.at/stories/537505/
Dann haben ja bloss die Studentierenden des Doktoratsstudiums der Gesundheitswissenschaften Pech gehabt.....und an der UMIT geht´s weiter wie bisher....

Anonym hat gesagt…

http://tirol.orf.at/stories/537505/
Dann haben ja bloss die Studierenden des Doktoratsstudiums der Gesundheitswissenschaften Pech gehabt...und an der UMIT geht´s weiter wie bisher....

Anonym hat gesagt…

"Wer als Forscher betrügt dem kann sein Doktortitel aberkannt werden" - das jüngste Gerichtsurteil hierzu wurde soeben in Deutschland bestätigt:http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-09/schoen-plagiat-doktor

Doch an der UMIT und in Tirol ticken die Uhren irgendwie anders. Da ist sogar eine illegale Inskription in einen "Dr.phil." ohne Fachangabe erlaubt.