Montag, 19. Dezember 2011

Wie geht es Tirol finanziell?

In den vergangenen Tagen war beständig davon zu hören, insbesondere natürlich von der Regierung, dass Tirol finanziell besonders gut dastehe. Tirol habe die niedrigsten Schulden pro Kopf in ganz Österreich. Weggelassen wird dabei das große "aber". Tirol hat niedrige (wenn auch nicht die die niedrigsten) Finanzschulden, aber: Es reicht natürlich nicht, die Finanzschulden allein anzuschauen. Neben den Schulden gibt es nämlich auch noch Haftungen, und zwar nicht zu knapp. Im Fall der Hypo Tirol hat man nun gesehen, dass auch Haftungen nicht nur eine theoretische Frage sind, sondern eine sehr praktische. Und eine sehr teure.

Eine Tabelle vergleicht die Zahlen aus dem Jahr 2008. Seitdem sind Schulden und Haftungen Tirols noch angestiegen, dank der Schulden-Budgets von Landesrat Christian Switak:

Tabelle durch Klicken vergrößern

Aus dem Vorzugsschüler Tirol wird so plötzlich ein Risikokandidat. Die Belastung pro Kopf ist nämlich mit den Haftungen plötzlich über 50 Mal (!) höher als allein durch die Schulden. Ich finde, dass die TirolerInnen die volle Information verdienen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

viel wichtiger wäre mir, dass im hochpreisland tirol die leute nicht mehr am wenigsten von ganz österreich kaufkraft haben. diese tatsache ist unbestritten.
haftungen sind nix schlimmes. viel schlimmer sehe ich die haftungen österreichs für eu-bankrottländer und die nach wie vor distanzierte haltung unserer bundespolitiker zu deutschland.
haben wir einen guten draht zu deutschland, ist uns nämlich die erste euroliga so gut wie sicher.

auch die bevölkerungexplosion zu bekämpfen wäre viel wichtiger als jede klimakonferenz.

bin ja gespannt wie diese katastrophe gelöst wird - mit einem aids für alte?

Anonym hat gesagt…

Ich bin derart Sauer über diese Aktionen in der Hypo die da ablaufen bzw. abgelaufen sind. Liest man diesen Artikel des Kurier "Hypo Tirol versickert im Bermuda Dreieck" und hört man den Ruf nach neuen Steuern usw. dann platz mir fast der Kragen. Tirol vom Musterschüler zum Sitzenbleiber und dass in weniger als 10 Jahren. So eine Wahnsinn das muss man sich wirklich vorstellen. Größenwahnsinnige und realitätsfremde Personen sind hier am Werk. Die ÖVP von früher gibt es nicht mehr und auf den Verdiensten der Vergangenheit auszuruhen ist zu wenig. Ein Desaster folgt dem nächsten. Wo führt das hin. Ich bin der Meinung, dass es höchste Zeit ist der momentanen ÖVP die Augen zu öffnen. So kann das nicht weitergehen. Den Landesrat für Finanzen noch im Team zu halten ist ein fataler Fehler. Es gibt 1000 mal bessere wie Ihn und ein Sympathieträger ist er keineswegs. Was muss noch alles passieren?

Anonym hat gesagt…

@anonym um 18:23, du hast vollkommen recht. die verbindungen zu deutschland sind für uns und unsere wirtschaft sehr wichtig. dies sollte auch unserer landesregierung mal jemand sagen. es wäre besser die beziehungen nach bayern und baden-württemberg zu vertiefen. die verbindungen südlich des brenners sind historisch auch wichtig aber das ist eine ungleiche partnerschaft in der wir nur geben und nichts bekommen. so kann das auch nicht sein. vielleicht darfs noch eine staatsbürgerschaft sein oder mal ein klinikaufenthalt in ibk usw.
man sollte sich an den anforderungen der heutigen zeit orientieren und nicht immer an vergangenem und reaktionärem festhalten. dies würde einiges für unser land verbessern.

Anonym hat gesagt…

1. Das Geld ist nur geliehen. Die Hypo muss es ans Land zurückzahlen, sobald sie in der Lage ist, wieder Gewinne zu erwirtschaften. Das muss schon 2012 sein. Ich will mein Geld zurück. Euro für Euro. Cent für Cent. Und das ist von der Landesregierung in den Verhandlungen zugesagt worden.

Stimmt das nun oder nicht? Die Hypo sagt sie muss das Geld nicht zurückzahlen!