Freitag, 9. Dezember 2011

Keine Transparenz bei Christian Switak

Landesrat Christian Switak verweigert weiterhin jegliche Transparenz, was sein Penthouse angeht. Zum Beispiel, wer ihm den aufwändigen Umbau bezahlt hat. Auch zu diversen anderen Geschenken schweigt er weiter.

Wahrscheinlich ist er aber mit anderen Dingen beschäftigt, dem hier zum Beispiel: Für 1,6 Millionen Euro wurde schon das Büro des Landeshauptmannes umgebaut, und auch Switak hat noch Wünsche, ebenfalls Transparenzfragen. Aus einem Besprechungsprotokoll:


"B05.06 Sichtschutz für Gang LR Switak

Seitens des Büros von LR Switak wurde der Wunsch nach Anbringung eines innenliegenden Sichtschutzes im Gang vor den Büros geäußert. Nach Ansicht des Architekten und aus denkmalpflegerischer Sicht wird dies eher negativ bewertet, da eine Verhängung dieser Fenster dem Gesamteindruck der derzeitigen Hofsituation nicht entspricht.
Der Architekt wird diesbezüglich nochmals ein Gespräch mit dem Landesrat führen"


Dabei geht es nicht um die Fenster zur Straße, sondern der Landesrat fürchtet sich offensichtlich, dass man aus dem Innenhof des Landhauses sehen könnte, was am Gang (!) vor seinem Büro passiert. Aber nicht nur mit der Verhinderung von Transparenz vor seinem Büro beschäftigt er sich. Auch sonst hat Switak wichtige Anregungen für den Umbau des Landhauses:


"2.03 Neubeschilderung LH

Der Architekt wird mit Atelier Mariacher Verbindung aufnehmen bezüglich einer Neu- oder Zusatzbeschilderung der bereits abgeschlossenen Umbaubereiche (Landeshauptmann), da hier auch neue Brandschutz- und Zugangstüren eingebaut wurden. (...) Auch eine neue Beschriftung auf den neuen Ganzglasanlagen ist lt. Anordnung von LR Switak aufzubringen."

Ich glaub, ich werde auch Finanzlandesrat. Da hat man offenbar Zeit für die kleinen Dinge des Lebens.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wahrscheinlich ist es besser wenn man beim Betreten des Büros von Switak nicht gesehen wird bzw. der Landesrat will nicht, dass gesehen wird wer da ein und aus geht. Dies ist Transparenz im Tiroler Stil:
- Abgeordneten, die unangenehmes zu Berichten haben, den Mund verbieten.
- Dinge die man nicht hören will als unanständig abzustempeln.
- Berichte vom Landesrechnungshof nicht im Landtag behandeln, dann hören noch mehr wie wir "unser Geld" ausgeben.
- Die Medien aus dem Landtagsitzungssaal rauswerfen.
usw.
Na bravo weit haben wir es gebracht in der angeblich ältesten Festland-Demokratie.

Gebi Mair hat gesagt…

Was ich ja beinahe schon vergessen hätte: Switak ist auch für die Liegenschaftsverwaltung des Landes zuständig, und in dieser Funktion wollte er auf den Gängen vor den Landtagsklubs Kameras anbringen lassen. Überwachungskameras für die Opposition, Sichtschutz für den Landesrat...

Anonym hat gesagt…

obwohl i euch wahrscheinlich trotzdem nit wähle, aber soviel widerwärtigste schwarz-gelbe politiker auf einem haufen habe ich noch nie erlebt.
eine schande für tirol.

Anonym hat gesagt…

im gang sichtschutz - das nenn ich pervers.

Anonym hat gesagt…

Das ist nötig wenn was verborgen werden soll!
Man investiere zuerst in einen Sichtschutz am und die nächsten investieren dann in die dort hängenden Kameras.

Anonym hat gesagt…

Ist doch lustig, hat nicht Günther Platter in seiner Zeit als Innenminister den Spruch "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten" geprägt?

Anonym hat gesagt…

Die Betroffenen würden bestimmt antworten, dass der Sichtschutz und die Kameras ja gar nichts mit irgendwelchen Befürchtungen zu tun hätten.....bestimmt findet man eine ganz rationale Begründung für die unbedingte Notwendigkeit solcher Maßnahmen.
Wenn man in der Position ist solcherlei anordnen zu können, braucht man ja nur mehr kluge Erklärungen zu finden für die getroffenen Verordnungen und Entscheidungen.

Anonym hat gesagt…

i find das ganze nur peinlich und blöd. das ganze lässt auf switaks-einstellungen tief blicken.

braucht die tirol denn wirklich so eine person bzw. was weiß die über platter? switak zu halten ist doch abnormal.

Parsifal362 hat gesagt…

Hallo Gebi, hört sich ja leider so an, als wuerde der Herr Switak etwas falsch die Prioritäten in seinem Berufsalltag setzen. Hoffentlich kommt dann bald die Einsicht :-)

Alexander von Proverit