Donnerstag, 8. September 2011

Immer noch zu viele illegale Spielautomaten in Tirol

Eine Wiener Marktfoschungsfirma hat versucht, den Glücksspielmarkt in Österreich zu durchleuchten, und zwar den legalen ebenso wie den illegalen. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, wer die Firma beauftragt hat und deshalb auch nicht sagen kann, ob ihre Zahlen zuverlässig sind. Für Tirol kommen sie mir noch unterschätzt vor nach meinen eigenen Erfahrungen.

Was die Firma jedenfalls erhoben hat: In Tirol dürften derzeit etwa 880 illegale Glücksspielautomaten stehen. Das sind um 120 weniger als noch im Vorjahr. Damit ist der Rückgang mit -14% deutlich geringer als in den Nachbarbundesländern Salzburg (-30%) und Vorarlberg (-67%).

Und selbst wenn uns die Studie sonst nichts sagen sollte: Sie sagt uns zumindest, dass der illegale Glücksspielmarkt in Tirol unverantwortlich hoch ist und mehr getan werden könnte, im gegen das illegale Glücksspiel und seine zerstörerischen Folgen zu kämpfen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

880 für Tirol allein ist wirklich erstaunlich viel! Was kann man denn tun dagegen?

Anonym hat gesagt…

mehr polizei? mehr kontrollen?

wie siehts denn mit den card casinos aus?

Anonym hat gesagt…

Dafür gibt es bestimmt nicht genügend Personal zum Kontrollieren. Solche Kontrollen müssten ja regelmäßig gemacht werden, damit es was bringt und dann ist es sowohl zeit- wie auch personalaufwändig.
Gibts am Tiroler Landtag die Möglichkeit, dass Bürger/innen Petitionen einreichen so wie das in Deutschland möglich ist???
Ein Petition zur Überwachung und Abschaffung dieser illegalen Spielautomaten wäre vielleicht angebracht. Ansonsten macht man halt gegen das was illegal ist eine polizeiliche Anzeige, oder? : Vielleicht sollte man gleich ein Formular für alle Anzeigen fertigen, in das man dann nur die neu entdeckten illegalen Spielautomaten jeweils einträgt. Das muss dann zumindest bearbeitet werden.

Anonym hat gesagt…

du weisst, dass i da anders denk. man soll den leuten nit jede freud nehmen - zigaretten, spielautomaten, dann kimmt verbot von süßem und garantiert ah von alkohol.
i find, man soll eigenverantwortlich sein. alle anderen bräuchten ja an bevollmächtigten.

du siehst das anders - dein gutes recht. nur i möcht nit alles reglementiert und die leut entmündigt wissen. in amerika wird bereits überlegt, das rauchen ah im freien zu verbieten. i bin überzeugter nichtraucher - aber i gönn anderen zumindest im freien ihren glimmstängel.

Anonym hat gesagt…

wie gesagt, du hast mit deiner meinung sicher die mehrheit hinter dir - aber i denk anders. mi zipfts an, wenn mir von a - z gesagt wird was i tun soll und was gsund ist undundund...

Anonym hat gesagt…

Schon mal was von Psychologie des Suchtverhaltens gehört? Schon mal Leute gesehen, die ihre gesamte Existenz verspielt haben?
Hier geht es nicht um Gängelei, sondern um die Einhaltung von Gesetzen und die Durchsetzung des Verbots von illegalem Glücksspiel. Der Name trügt, es macht nicht glücklich.

tarot hat gesagt…

Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Initiative. Wirklich, kann keine Worte beschreiben die extreme Qualität Ihrer Arbeit.

Anonym hat gesagt…

lieber herr tarot, haben sie denn mit ihrem seltsamen präsidenten sarkozy keine anderen probleme als die grünen seite eines tiroler landtagsabgeordneten?
oder finden sie zb sarkozys lobbing gegen gaddaffi, das unter einfluss einer 35%igen ölausbeute
erfolgte, so ehrenhaft?
gibt es in frankreich denn kein illegales glücksspiel oder leben sie nur auf dem mond??!!!

Anonym hat gesagt…

Bin selbst spielsüchtig und einer von denen, die einen Monatslohn max.innerhalb einer Woche verspielen und dies schon seit Jahren.Viel Drama, viel negative Energie auf sich selbst richtend...
Verstehe nicht, wie dieses Treiben der Spielhöllen-wo bekanntlich illegal- man einfach stattfinden lässt und auch noch darauf Steuern erhebt, nach meinem Verständnis ist dies staatliche Mittäterschaft an kriminellem Treiben. Ist es möglich Anzeigen zu erstatten,deren Konsequenz die Schliessung solcher Orte bewirkt oder gar einen Teil der Wiedergutmachung von politischer und/oder Betreiberseite? Denn normalerweise werden doch illegale Betreibungen bestraft und geschlossen...

Anonym hat gesagt…

Erfahrung: eine Anzeige erstatten. Den Rest der Anzeigen (alle anderen Spielhöllen) dann unbedingt direkt an die zuständige Staatsanwaltschaft (sonst bleibt das am Weg...). Gleichzeitig einen Rechtshilfeantrag an das zuständige Gericht (wird wohl erst mal das Innsbrucker sein) - die entsprechenden Formulare findet man an der Gerichtswebsite - und am Amtstag den Antrag stellen.

Anonym hat gesagt…

Möglicherweise wird die Geschichte am Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof enden. Gegen (absurde behördliche) Bescheide kann dort Einspruch erhoben werden ebenso wenn man 6 Monate keine Antwort von der Behörde erhält (mit Antrag auf Verfahrenshilfe, Formulare und Erklärungen auf deren Websiten). Doch das Ganze geht ja immer von unten nach oben schrittweise.....