Donnerstag, 22. November 2012

Hopp, Schwyz!

Der Piz Val Gronda liegt an der österreichisch-schweizerischen Grenze. Das heißt, wenn man genau ist: Ziemlich viel vom Piz Val Gronda liegt eigentlich in der Schweiz. Und zwar der südliche Teil, wie hier zu sehen ist:


Unter dem Titel "Sie verkaufen die Alpen" berichtet die heutige Schweizer Ausgabe der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" von den Plänen des Graubündner Amtes für Jagd und Fischerei. Als Reaktion auf die von den Ischgler Seilbahnern geplante Erschließung des Piz Val Gronda planen sie nämlich die Einrichtung eines Wildruhegebietes auf Schweizer Seite.

Das heißt: Wer mit den Skien aus dem geplanten Lift aussteigt und ein paar Meter Richtung Schweiz rutscht, der wird gestraft. Das Betreten von Wildruhegebieten ist im Winter nämlich verboten.

Damit steht das gesamte Projekt nun auf der Kippe. Wenn die von den Seilbahnern geplante Erschließung der Freeride-Area im Fimbatal nämlich nicht möglich wird, dann verliert das Projekt seinen Sinn. Wegen 1,3 Kilometern neuer Piste lohnt sich das Wahnsinngsprojekt nämlich nicht. Uns bleibt also nur zu sagen: Hopp Schwyz, wir hoffen dass ihr mit dem Wildruhegebiet ernst macht. Offenbar seid ihr klüger als die Tiroler Touristiker.

Hier gibts den Artikel aus der Zeit. Update 23.11.: Krone, Österreich und Tiroler Tageszeitung haben ebenfalls berichtet, ich bin gespannt wie jetzt Bewegung in die Sache kommt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ja da freuen wir uns natürlich sehr wenn unser Nachbarland Tiroler Betriebe Schwierigkeiten macht. Das ist wirklich toll hier die Schweiz noch zu ermutigen. Ein hoch auf unsere Landesvertreter oder sollte man da lieber Landesverrä... schreiben?

Anonym hat gesagt…

bravo gebi!
nur mut und weiter so!
die eidgenossen sind wie in fast allem um lichtjahre voraus, nur unsere vom feinstaub und treibhausgasen vernebelten schwarzen und roten und umweltzerstörenden liftscheißer kapieren gar nichts.
hoffentlich stellen die schweizer ordentlich ordnungshüter auf und strafen saftig ab. draufzahlen tut eh nur der skifahrer, aber die haben eh genug geld und von denen tut mir keiner leid...

Anonym hat gesagt…

Und weiter gehts mit den Luegen. Falls du es noch nicht kapiert hast, wir fahren auf oesterr. Seite runter. Und lieber bin ich ein Liftscheisser als ein dummer Stadtler, der in Wirklichkeit die Umwelt zerstoert. Oder wer faehrt denn jeden Meter mit dem Auto. Und warum geht Ihr nicht gegen die Hoppyfliegerei in Innsbruck vor. Das dient nur ein paar wenigen, verursacht unnoetig Laerm und Umweltverschmutzung.

Anonym hat gesagt…

Super Gebi
Die einzigen die ueber die Grenze fahren sind die Alpenvereinsmitglieder, die zur Heidelberger Huette fahren. So legt man sich selber Eier. Super durchdacht. Ha Ha.

Anonym hat gesagt…

@anonym am 25.11.2012 19:12: Da muss ich dir nur recht geben. Heuer im Sommer ist so ein Hobbyflieger mit seinem lauten Motorscheißer am Wochenende öfter über uns gekreist. Der Motor heulte wie verrückt immer wieder auf. Ein furchtbares Geräusch kaum auszuhalten - hier wäre es wesentlich wichtiger etwas dagegen zu unternehmen. Diese Sportfliegerrei am Wochenende stört und belästigt viele im Inntal. Zu viele sind an ihrem freien Tag im Garten von diesen furchtbaren Motorgehäule belästigt. Von dem sinnlosen Treibstoffverbrauch möchte ich gar nicht reden...

Anonym hat gesagt…

es is halt keine partei besser. auf s klientel wird ohne rücksicht auf verluste geschaut - siehe radler, asylanten etc.
die schweiz ist so ziemlich alles andere als als umweltmusterland zu loben. die haben für ihre minifläche pro kopf mehr atomkraftwerke als china oder japan...
allerdings bin auch ich gegen die verbauung. aber ausgerechnet die schweiz als vorbild zu nennen, find i stark.

Anonym hat gesagt…

Wenn ich nicht in Ischgl wohne kann ich auch dagegen sein. Ich mische mich aber auch nicht, z. B. im Stubai ein, die wissen selber besser was fuer sie gut ist. Vor 50 Jahren hat sich kein Mensch fuer uns interessiert. Da mussten wir selber schauen wie wir klar kommen. Jetzt, wo wir gut da stehen und schon oft richtige Entscheidungen getroffen haben, glauben viele uns beraten zu muessen. Ob diese Entscheidung gut fuer uns ist weiss ich auch nicht, aber ich bin fest davon ueberzeugt. Dass wir vielleicht auf die Nase fallen, goennen uns ja viele Leute in Tirol. Woher dieser Hass auf die Ischgler Bevoelkerung, vor allem aus dem Tiroler Oberland, kommt, weiss ich nicht.

Anonym hat gesagt…

zahlen muss aber das ganze land - und die wenigsten wohnen in ischgl. die einnahmnen gehörten viel gerechter aufgeteilt, sodass es diese alberne neidgesellschaft erst gar nit gibt.
wer argumentiert, eh arm zu sein weil er nit in ischgl wohnt, der sollte auch bedenken dass viele neben autobahnen wohnen für die touristen. jeder halbwegs normale sieht, dass man zwar moderniseren kann aber keinesfalls weiter ausbauen - sonst haben wir nämlich anstatt mehr mit der zeit gar keine touristen.
den wohlstand übrigens verdanken wir zum großteils den ungeliebten "piefkes", die nicht nur wie ein bienenschwarm über unser land einbrachen um als touristen geld da zu lassen, sondern die obendrein auch noch für die autobahnen mitzahlten.
modernisierung ja, spezialisierung ja - aber man muss irr sein, will man erweitern.
wenn jeder seine eigene suppe kocht, dann gute nacht.

Anonym hat gesagt…

... masn muss auch an seine kinder und enkel denken. allein die reisefreiheit in der eu wird die billigtouristen, und um die gehts da ja,auch nach slowenien und kroatien ziehen.
wenn die schifahrer wie ammeisen den berg runter rutschen, ist ischgl tot.

Anonym hat gesagt…

Eben, wir denken an unsere Kinder und Enkel, und investieren. In Ischgl sieht der Gast was mit seinem Geld passiert. Daher kommt er so gerne zu uns. Schaut euch doch die Orte an, wo jahrelang nichts passierte. Die habeb mit der Abwanderung zu kaempfen. Und bitte versucht deutsch zu schreiben. Ich musste Euren Kommentar 5 mal lesen, bis ich halbwegs mitgekommen bin was Ihr meint.

Anonym hat gesagt…

von mir aus liest du das 10x. dann sag ich dir eines - es ist ein GLÜCKSFALL wenn nicht jeder scheißhaufen besiedelt ist. ein glücksfall für die umwelt und für das land tirol.
abwanderungen aus ländlichen gemeinden gibt es auf der ganzen welt - was im übrigen in der internetzeit gar nicht mehr so notwendig wäre. auch müssten mit etwas mehr grips mindestens 30% nicht mehr zur arbeit pendeln. schreibtischarbeiten sind alle von zuhause aus möglich.

Anonym hat gesagt…

was? zoller-frischauf und gruber wollten das auch werden?? soll das ein witz sein??? dann ist dies aber ein sehr schlechter witz.

ich würde mir schön langsam gedanken machen, was mit platter passiert, sollte er nicht gegenüber 2008 zulegen...
er hat nämlich verdammt wenig charisma. aber um das offen zu sagen, brauchts halt schneid...