Montag, 28. Februar 2011

Und aus

Ich halte illegales Glücksspiel für eine der gefährlichsten Drogen, die derzeit in unserer Gesellschaft im Umlauf sind. Mit den enormen Beträgen, die dort verspielt werden, werden nicht nur Familien gefährdet, auch die Begleitkriminalität ist enorm, wenn Menschen das verspielte Geld irgendwo wieder herbekommen müssen.

Für mich ist es deshalb ein großer Erfolg, wenn eine Glücksspielhölle aufgrund des Grünen Engagements schließen muss. Es handelt sich um eine Möglichkeit weniger, Menschen abzuzocken. In den vergangenen Monaten habe ich unter anderem gegen zwei Lokale Sachverhaltsdarstellungen bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Und das ist der Effekt: und aus für zwei Glücksspielhöllen.

Geschlossene Glücksspielhölle 1

Geschlossene Glücksspielhölle 2

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ich kann dich da nur beglückwünschen - die vielen zockerbuden gehören wirklich streng an die leine genommen.
ich fürchte nur, dass deine/eure ausländischen freunde dabei mit dir und den grünen keine freude haben werden ... weil die betreiben die läden ja in der regel (in wessen auftrag auch immer)

Anonym hat gesagt…

Auch Dank an den Gebi für sein Engagement in dieser Angelegenheit und meine volle Zustimmung.
Das mit den ausländischen Betreibern ist, glaub ich, eine Täuschung. Als Favoritner kenne ich diese Buden natürlich. Die Migranten sind dort aber eher Kunden, sicher auch wegen ihrer miesen sozialen Lage.
Als der größte Betreiber fällt mir beispielsweise Novomatic ein. Zwar ein internationaler Konzern, aber diese Ausländer meinst du vermutlich nicht?

Anonym hat gesagt…

naja, was soll man dazu sagen. für rauschgifte eher ja, für "spielhöllen" nein...
sicher ist beides nicht das gesündeste. ich persönlich habe gar nix gegen spielhöllen - obwohl mir die gefahr durchaus bewusst ist.
wenn man alles verbietet was einem fraulichen oder männlichem toaschn schaden könnte, essen wir in kürze mit den bloßen händen.
auch deine so immens geschätzten sexarbeiterinnen und sexarbeiter können süchtig machen und existenzen ruinieren - oder ein autowahn etc.pp.

wo bitte will man objektiv grenzen setzen? solange die leut nicht gezwungen werden, eine "spielhölle" zu besuchen, seh ich jedenfalls keine probleme.

die eu - und offenbar auch du - will alles reglementieren. im grunde entfernen wir uns immer mehr von einer neutralen demokratie hin zum mitglied einer wirtschaftlichen diktatur.

wie gesagt, meinetwegen sperren alle wettbüros oder spielhöllen zu - i persönlich brauch das echt nit. richtig find ichs aber trotzdem nicht.

Gebi Mair hat gesagt…

Nun, eine Sucht, die darin besteht, Geld in einen Schlitz zu werfen, kann volkswirtschaftlich nicht besonders sinnvoll sein, und auch den Einfluss auf individuelles Glücksempfinden lass ich mir nicht einreden. Beim Rausch (ob durch Alkohol oder andere Stoffe) lasse ich mit mir darüber diskutieren: volkswirtschaftlich sind sie wahrscheinlich auch nicht besonders sinnvoll, aber ich lasse mir einreden, dass sin individuell zu Glücksempfinden führen können (können! nicht müssen!). Und diese Süchte sind um so vieles billiger als Spielsucht...

Kris hat gesagt…

gewaltiger Kommentar!

Besser Alkohol trinken und Drogen rauchen als in die Spielhö(h/l)le gehn...

Wann macht das Casino jetzt dann zu?

Anonym hat gesagt…

naja, i kann nit irgendwas einem anderen individuum verbieten, was ich mir selbst zubillige. und wenn wer rauschgiftsüchtig ist liegt er auch an der klinik und der staat zahlt gleich als ob er an spielsucht leidete.
ich als eingefleischter nichtraucher kapier auch nicht den ganzen wahn ums zigarettenrauchen - die raucher werden ja beinahe schon mehr verachtet als mörder.

ich bin für weitgehende freiheiten. wenn frösche mit autos oder flieger durch die gegend schwirren, fragen sie ja auch niemandem ob sie das dürfen oder ob das gesund ist.

es wäre diktatur nur das zu erlauben, was einem selbst gefällt.
finanziell ruinieren kann sich einer überall - beim männer- oder frauenstrich, teueren autos, wohnungen etc.pp. :-P

Anonym hat gesagt…

Ich find das reichlich einseitig seltsam. Da findet ein Politiker (mit Amtseid auf die Gesetzeseinhaltung angelobt) den "Genuß" illegaler Drogen auch noch öffentlich akzeptabel und beim derzeit gar nicht bestrafbaren Glücksspiel regt er sich auf ??
Wie kann man so naiv sein und eine Verhaltensstörung ärger finden als eine stoffgebundenen Sucht mit illegalen Substanzen ?
Missbraucht er da das Glücksspiel als typische Politikerablenkung und -wichtigtuerei?