Freitag, 28. März 2014

Für die Schule: die besten Köpfe...

...und nicht die besten Kontakte.

Im Schulwesen in Tirol passiert gerade ein Schritt, von dem ich jahrelang kaum zu träumen gewagt habe: Eine Objektivierung in der Schulleiterbestellung.

Von 2003-2008 war ich Mitglied im Kollegium des Landesschulrates für Tirol und gut vernetzt in andere Bundesländer. Immer wenn es um das Thema Bestellung von DirektorInnen ging wurde es allerdings peinlich. Dann musste ich aus Tirol nämlich immer erzählen, dass die BewerberInnen ins Kollegium kommen, das proporzmäßig nach dem Landtagswahlergebnis zusammengesetzt ist. Dort bekommen sie einige Pseudo-Fragen gestellt und dann wird nach Parteien abgestimmt. Bei manchen Bewerbern fand sich irgendwo versteckt in der Bewerbung das Kürzel "FCG", und dann wusste man, dass sie es meistens werden würden.

Mit dieser Peinlichkeit ist nun Schluss. Im Kollegium des Landesschulrates wurde, entsprechend dem Arbeitsübereinkommen der schwarzgrünen Koalition, ein neues Modell für die Bestellung von SchuldirektorInnen ausgearbeitet. Mit 1. August werden wir dafür die Bezirksschulratskollegien abschaffen und das Modell gilt für alle DirektorInnen von Schulen in Landeszuständigkeit.

Wir richten nun eine Objektivierungskommission ein, die allen BewerberInnen faire Chancen gewährleisten soll. Die Objektivierungskommission soll die Fähigkeiten und Kompetenzen bewerten und aufbereiten. In dieser Objektivierungskommission sind nun nicht mehr Parteien vertreten, sondern ExpertInnen. Zum ersten Mal werden damit ein Schulpsychologe / eine Schulpsychologin und ein Mitglied des Zentrums für Führungspersonen im Schulbereich aus der pädagogischen Hochschule über zukünftige DirektorInnen mitentscheiden. Damit soll es eine fachliche und keine parteipolitische Auswahl geben.

Am Schluss schleicht sich die Politik natürlich nicht aus der Verantwortung und die Entscheidung kommt ins Landesschulratskollegium und in die Landesregierung. Aber diese Gremien werden sich gut überlegen müssen, ob sie die Empfehlung der ExpertInnen umstoßen. Das werden sie dann auch öffentlich begründen müssen. Wir schaffen damit Öffentlichkeit, wir schaffen faire Chance und fachliche Bewertungen. Und damit hoffentlich auch Anreize für engagierte Menschen, sich für DirektorInnenstellen auch wirklich zu bewerben. Es ist nämlich nicht mehr von vornherein ausgemacht, wer das wird. Und ich muss mich nicht mehr schämen, wenn ich in anderen Bundesländern von unserer DirektorInnenbestellung erzähle.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es ist unglaublich, welche Macht die ÖVP in diesem Land doch hat! Und mit welchen frechen Maßnahmen sie diese umsetzt!

Anonym hat gesagt…

klingt ja alles sehr nett - nur auch die "Expertinnen und Experten" werden von jemandem bezahlt und wollen ihren Job nicht verlieren.
in einigen gemeinden in der eu sortieren head-hunter die Bewerbungen vor - und seltsamerweise und natürlich nur rein zufällig sind dann über 90% Sympathisanten der regierenden oder völlig unfähige "lückenfüller", die das ams zahlt und dann als sozialstaffage den leuten verkauft werden.
wer zahlt den die expertenkommission? ich kenne weltweit anerkannte experten (zB auf dem gebiet der Medizin) die keine gutachten mehr erstellen dürfen - weil sie von sich selbst so sehr überzeugt waren, dass es zu verheerenden fehlern kam.
ein Schulleiter, der in der regel mehr als 5 jahre leiter sein wird (will), ist naturgebunden mehreren Politikerinnen verantwortlich. wo ist da das Problem?
und wenn ein Bewerber das kürzel fcg im Bewerbungsschreiben erwähnt, müsste er deinen iq haben. weil dass das kürzel Fraktion der christlichen Gewerkschafter heisst, weiß jeder der im öffentlichem dienst zu tun hat. so einer müsste ja wegen geistesschwäche psychiatriert werden.
viele der hohen posten wurden und werden in den bruderschaften ausgemauschelt - die sogenannten Expertinnen sind rein eine kostspielige beschmückung für das dumme Volk. und offiziell ist wieder einmal die Politik für nichts zuständig. wenn das so weiter geht, würde ich die Politiker abschaffen und nur mehr experten regieren lassen.
ich kenne jedenfalls keinen einzigen menschen, der keine politische Meinung hätte... und erst recht keinen experten.

Anonym hat gesagt…

Die sog. "Objektivierungskommission" wird natürlich durch politische Entscheidungsträger zusammengesetzt und letztlich entscheidet also weiterhin der Landesschulrat. Was soll sich da bitte in Zukunft ändern? Natürlich werden auch weiterhin all jene Bewerber ausgesondert, die sich nicht dem politisch korrekten Mainstream beugen. So war es bisher und natürlich wird es unter Beteiligung der GrünInnen nicht besser werden - im Gegenteil.

Anonym hat gesagt…

... wenn man nur ein wenig Ahnung von der Materie hat kann man das anforderungsprofil so definieren und den Zeitpunkt der ausschreinbung bewusst so wählen, dass - im wildesten fall - nur ein einziger Bewerber in frage kommt und die anderen naturgemäß die Kriterien nicht erfüllen (können).

was soll also diese grün-schwarze verarschung auf kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler?

Anonym hat gesagt…

hoffentlich wird da der arsch nicht mit dem kopf verwechselt, was ja bei einigen trendigen vorkommen könnte...

Anonym hat gesagt…

Wie geht es mit den Kraftwerken weiter, lieber Gebi? Das brennende Interesse der Grünsympathisanten vor der Eu- Wahl fordert eigentlich eine Stellungnahme von DIr geradezu heraus.
Schweigen?

zum Thema, ersetzt man FCG durch PHT, die sich in letzter Zeit auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, gerät der Proporz dank grüne Hand-(bzw. Zu-) langer Schlagseite, ganz im Sinne von (eh schon wissen, der Platter is a ganz a Netter )

Anonym hat gesagt…

Wieso folgte der Palfrader Beate als Direktorin in einer Tourismusschule in 6380 St. Johann eine Kitzbüheler ÖVP Stadträtin?? Zufall?? Es gibt wilde Verschwörungstheorien...

Quellen:
http://www.tourismusschulen.at/de/grussworte-der-direktion.html

http://cms.tirol.oevp.at/14759/

http://www.kitzbuehel.eu/system/web/person.aspx?bezirkonr=0&detailonr=217341307&menuonr=218979797

Anonym hat gesagt…

Es hat keinen Sinn dem Mair mit Argumenten zu kommen. Der lässt seine täglichen Sprechblasen mit allzu warmer Luft steigen und fertig.
Was von Mair, Felipe und dieser Baur zu halten ist, kann jeder im neuen ECHO nachlesen. Dort wird ihnen ihre Unfähigkeit schonungslos nachgewiesen,
Kleinbei-Gebi in seiner Unfähigkeit geradezu vorgeführt.

Anonym hat gesagt…

So wie für die TIWAG was ist eigentlich aus der Top Expertin geworden, die von den Grünen in den Aufsichtsrat geschickt wurde?

Anonym hat gesagt…

I have a dream:

"Für die Politik: die besten Köpfe...

...und nicht die besten Kontakte."

Anonym hat gesagt…

solange die grünen auf leute wie dich angewiesen sind, wie sollen die bitte dann die besten köpfe finden?
das hieße ja dann, dass ihr freiwilligen politselbstmord begeht...
und das mit den Agenturen ist ein niederträchtiger schmäh, der nichts als zusätzliches Geld kostet.

Anonym hat gesagt…

Was sagt denn der Sportler Gebi Mair zum Vorschlag der Stadtgrünen, den Schibetrieb am Kofel einzustellen?

Anonym hat gesagt…

Es ist unglaublich, wie Mair hier wieder einmal eine Pseudomaßnahme als großen Wurf darstellt. Er könnte mit dieser immergleichen Taktik den Trojanern sogar noch ein zweites Pferd verkaufen. Und die Büchse der Pandora noch dazu. Schön langsam entwickelt sich dieser Stil des Schönredens und gleichzeitigen Verschleierns mit rhetorischen Mitteln zu einer klassischen griechischen Tragöde oder in weiterer Folge gar zur comedie francaise. Man wird nach Strich und Faden verarscht.

Anonym hat gesagt…

früher wusste man, das ist Sache vom landeshauptmann walli oder vom Innsbrucker Bürgermeister Olympia Luis. die leute waren für ihr tun greifbar. Innsbruck hielten viele in der zeit für die schönste stadt Europas.
für fehler waren beide verantwortlich. keine Kommission, experten oder sonstiges - ohnehin auch parteiisches Konstrukt - mussten die beiden aus Feigheit vorschieben. die hervorragenden kontakte der beiden schwarzen zur damals rein roten Bundesregierung war legendär.

heute geht rein gar nix mehr. Innsbruck ist seit der grünen regierungsbeteiligung so verdreckt wie noch nie. obwohl ganze straßenzüge leerstehen und man sicher allein dadurch Gelegenheit hätte die Fahrräder halbwegs vernünftig abzustellen, blockieren diese den eingang vor dem Kaufhaus tyrol oder dem Rathaus. manche schlapfenträger würden ja am liebsten bis zur klomuschel radeln und von dort aus ihre Notdurft verrichten.
vom politischen gespür ist weit und breit nichts zu sehen. kein Politiker ist auch nur mehr für das geringste verantwortlich. zu was brauchen wir dann diesen völlig überbezahlten mauschlertrupp, der sich ohnehin vor der direktwahl ausgeschnapst hat wer das rennen macht?
flüchtlonge - besonders eine frau - läuft mit einem plastikbecher den leuten bettelnd nach. ich habe besagte Dame auch während die Schulkinder mittag haben vor der winzigen pizzeria beim ursulinendurchgang stehen gesehen. und zwar genau neben den kindern.

ich swill mein sauberes, blumengeschmücktes und einzigartiges Innsbruck wieder - und keine verdreckte und versiffte sandlerhochburg, wo jedes 2. haus verschmiert ist.
die grünen haben in einer Regierung absolut nichts verloren.
bei grünen themen fallen sie im liegen um und jeder ist dann verantwortlich außer sie selbst - und was sie "durchbringen" schädigt das schöne Tirol nachhaltigst und kostet bei bestenfalls gleichbleibenden eregebnis ein vielfaches.

maß0bahmen gegen die Arbeitslosigkeit, die Kaufkraft der Tirolerinnen und tiroler zu erhöhen etc. scheinen für die froschbrigade Fremdwörter zu sein.
soziales handeln sollte nicht bei den drogendealern und kleinkriminellen aufhören, sondern wäre bei den Tirolerinnen und Tirolern überfällig.
außerdem frage ich mich wenn jeder Politiker jetzt neben einer Stabsstelle eine Unzahl von sogenannten experten braucht, wie fähig oder unfähig er selbst ist.
die heutigen Politiker wollen als Politiker in rente gehen und für nix zuständig sein - so wie du, lieber gebi.

Anonym hat gesagt…

Stimmt! Innsbruck scheint zum Paradies von organisierten Bettlern aus Osteuropa geworden zu sein. Das haben wir den GrünInnen mit ihrer Legalisierung des Bettelns zu verdanken. Ganze Busse voller Zigeuner kommen täglich nach Innsbruck. Sie überschwemmen die Innenstadt wie eine Heuschreckenplage und belästigen jeden. Immer mehr Einheimische und Gäste beschweren sich darüber, aber die GrünInnen sind die letzten, die dagegen etwas unternehmen werden. Im Gegenteil: ihnen haben wir dieses Problem zu verdanken.