Mittwoch, 5. März 2014

Die Westachse

Eigentlich wollte ich heute über die Tiroler SPÖ schreiben, aber dann hat mir irgend jemand dort die Worte aus dem Mund genommen. Er solle den Karren der Tiroler SPÖ jetzt aus dem Dreck ziehen sagte jemand nach der Nominierung des freigestellten AMS-Betriebsrates als neuem SPÖ-Vorsitzenden in Tirol. Offenbar ist man in der Tiroler Sozialdemokratie also selbst der Meinung, dass der Karren jetzt einmal im Dreck steckt. Für mich ist die Frage dann nur noch: wer hat ihn hineingefahren? Und sind sich alle einig, worin der Dreck eigentlich besteht? Vor allem aus inhaltlicher Leere wenn man mich fragt. Aber das werden wir in den kommenden Monaten sehen, ob sich dort alle einig sind - wenn erst einmal an allen Sesseln ausreichend gesägt wurde, die noch vorhanden sind.

Ich schreibe lieber über die Bewegung, die sich in der ÖVP breit macht. Namentlich Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Ich finde seine Argumentation zur Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Eltern nämlich bemerkenswert: er kenne lesbische und schwul lebende Menschen, die er sehr liebe und wo er nicht bereit sei zu akzeptieren, dass sie schlechten Einfluss auf Kinder hätten. Zudem habe der Papst selbst dazu aufgerufen, nicht zu urteilen. So findet sich ein liberaler Argumentationsstrang mithilfe des Papstes und einem Tiroler Bauernkind wieder. Kein Wunder, dass man in Niederösterreich schäumt. So auf der Höhe der Zeit wollte man die eigene Partei schließlich nicht haben.

In der Gegenargumentation finden sich übrigens auch zwei interessante Stränge. Der erste Diskussionsstrang lautet: Lass uns doch nicht über solche Kleinigkeiten reden, wir müssen uns um wichtige Dinge wie unser Hypo-Desaster kümmern; eine altbekannte Abwehrstrategie, die häufig dann auftritt wenn es in bürgerlichen Gesellschaften um höchstpersönliche Lebensbereiche geht. Und der zweite Strang hat ein bisschen gebraucht, aber nun taucht er doch auf: Um Himmels Willen, denkt doch jemand einmal an die Kinder! Damit taucht in verschämter Form die Prägungstheorie wieder auf, die die österreichische Diskussion über so viele Jahre in Geiselhaft gehalten hat.

Ich finde das jedenfalls sehr erfrischend, wenn sich die Westachse in der ÖVP offenbar so auswirkt. Nach der Öffnung in Richtung gemeinsame Schule folgt nun vielleicht auch noch die Öffnung in Richtung gesellschaftliche Emanzipation von Lesben, Schwulen und Bisexuellen. Wenn der Landwirtschaftsminister jetzt auch noch eine Lösung für die Almflächenproblematik zusammenbekommt und sich seiner Wurzeln im Kampf um ökologisch intakte Fließgewässer in Tirol entsinnt, dann soll uns Schlimmeres passieren als die Westachse der Volkspartei.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gebiplag?
derstandard.at/1392687126369/St-Andrae-von-der-OeVP

Anonym hat gesagt…

Ich muss immer lachen, wenn der Herr Mair gegen die Spö schreibt. Anscheinend ist das der Angstgegner. Oder hat man schon erlebt,dass der Herr Mair seit der Regierungsbeteiligung einmal etwas gegen die Fpö geschrieben hat?

Anonym hat gesagt…

Michel Reimon
Man darf in der Adoptionsdebatte wirklich nichts übereilen. Zum Schluss kommen die Kinder noch in einen ÖVP-Haushalt, was dann?

Anonym hat gesagt…

Wie peinlich ist das denn? Glaubt Mair ernsthaft, die Einstellung Rupprechters zur Homosexualität habe etwas mit der schwar-grünen Koalition zu tun? Bedeutet das im Umkehrschluss, Rupprechter hätte eine andere Meinung zu dem Thema, wenn die Grünen nicht am Sautrog säßen?

Ich selbst bin als Homosexueller natürlich für eine Gleichberechtigung dieser Personengruppe. Dabei sollte uns aber der Sinn für die Realität nicht verloren gehen. Kinder sind nun mal in Familien mit ungleichgeschlechtlichen Eltern am besten aufgehoben.

Diese Tatsache lässt sich nicht gut leugnen und ist durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt.

Anonym hat gesagt…

Ich selbst bin zwar nicht homosexuell, aber ich glaube auch nicht, dass Kinder grundsätzlich in Familien mit ungleichgeschlechtlichen Eltern am besten aufgehoben wären.

Anonym hat gesagt…

Mair, selbst bis Oberkante Unterlippe in der charakterlichen Scheisse steckend, echauffiert sich wieder einmal über die SPÖ.
Vielleicht kann er aber die Frage beantworten, sollten zwei Schwule ein Kind adoptieren können, wer die Mutter spielt.

Anonym hat gesagt…

Abgesehen vom Stillen kann ein Mann ganz die gleichen Betreuungsleistungen für ein Kind erbringen wie eine Frau. Behaupte ich als Frau.
Auch wenn ein heterosexuelles Ehepaar ein Kind adoptiert, könnte die Adoptivmutter das Kind nicht stillen.

Anonym hat gesagt…

Es geht nicht um die Betreuungsleistung sondern um die seit Jahrzehnten in Fachkreisen belegte Tatsache, dass Kinder dann am gesündesten heranwachsen, wenn die primären Bezugspersonen aus Mann und Frau bestehen. Zugegeben: Dieses Faktum entspricht nicht dem Regelwerk der Political Correctness, in dem zwischen Gleichberechtigung und Gleichheit nicht unterschieden wird.

Wenn die Grünen einst freien Sex mit Kindern propagiert haben weil sie Kinder als Opfer einer überkommenen (bürgerlichen) Sexualmoral hingestellt haben, ist das heute nur mehr peinlich. Heute sind die Linksextremen zwar weiter davon überzeugt, dass sie sich als Anwälte für Kinder einzusetzen haben, aber ihre Vorschläge gehen meist meilenweit am echten Kindswohl vorbei.

Es geht den Linken bekanntlich nicht wirklich um jene Personenkreisen, die sie zu Opfern ernennen um sich dann als deren Retter aufzuspielen.

Die aktuelle Debatte darum, was die besten Bedingungen sind, in denen Kindern heranwachsen, zeigt das ganz deutlich.

Anonym hat gesagt…

Anonym hat gesagt...
Abgesehen vom Stillen kann ein Mann ganz die gleichen Betreuungsleistungen für ein Kind erbringen wie eine Frau. Behaupte ich als Frau.
Auch wenn ein heterosexuelles Ehepaar ein Kind adoptiert, könnte die Adoptivmutter das Kind nicht stillen.

5. März 2014 11:30

Oh, Mama mia, was bist du denn für eine. Es geht nicht um's Stillen. Es geht um Mutterliebe und all das, was nur eine Mutter dem Kind mitgeben kann. In der Erziehung sind beide wichtig, Mutter und Vater, jeder auf seine eigene Weise.

Anonym hat gesagt…

Ich kenne die Studien nicht und ich bezweifle auch, dass sie heterosexuelle Elternpaare und homosexuelle Elternpaare verglichen haben, da es homosexuelle Elternpaare ja noch nicht gab. Wahrscheinlich hat man eher verglichen, ob Kinder besser mit einer Bezugsperson oder besser mit zwei Bezugspersonen aufwachsen.

Anonym hat gesagt…

Aha, es geht also nicht ums Stillen. Sondern um die "Mutterliebe und all das, was nur eine Muter dem Kind mitgeben kann".
Demnach hast du also nichts dagegen, dass ein lesbisches Paar ein Kind adoptiert. Da bekommt das Kind die Mutterliebe ja doppelt.
Wenn aber in der Erzeihung beide wichtig sind, Mutter und Vater - wie passt dann das mit dem geltenden Adoptionsrecht zusammen, wonach grundsätzlich auch eine alleinstehende Person ein Kind adoptieren kann?

Anonym hat gesagt…

Auch alleinstehenden Personen gehört es verboten, Kinder zu adoptieren.

Die Zahl adoptionswilliger Erwachsener übersteigt die Zahl der zur Adoption freigegebenen Kinder um ein vielfaches. Insofern hat man also die Möglichkeit, sich die zukünftigen Eltern auszusuchen. Im Interesse des Kindes sind also jene Bedingungen vorzuziehen, die für das Kind das Optimum bringen. Das ist nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht des Staates.

Kinder alleinerziehender Eltern leiden weit häufiger an Verhaltensauffälligkeiten und im Erwachsenenalter an psychischen Erkrankungen. Solche Untersuchungen können nicht ignoriert werden.

Wie gesagt: Als Homosexueller weiß ich, dass nur ein verschwindend kleiner Bruchteil der Schwulen und Lesben überhaupt daran interessiert ist, ein Kind zu adoptieren. Eine ähnlich aufgeblasene Diskussion haben wir ja auch beim Thema der eigentragenen Partnerschaft erlebt, die kaum jemand in Anspruch nimmt.

Eigentlich ist es peinlich, wie sehr sich eine Partei derartig für Menschengruppen einsetzt, die selbst in Minderheiten eine Minderheit darstellen. Gleichzeitig sind die Linken blind für die Probleme der großen Masse der Bevölkerung. Wo ist ihr Engagement für den gewöhnlichen Arbeitgeber, der von Jänner bis Juli für den Staat arbeitet?

Anonym hat gesagt…

... Arbeitnehmer ist natürlich gemeint ...

Anonym hat gesagt…

Du willst also noch ein paar Schritte hinter die bestehende gesetziche Regelung zurück. Dahin wird dir aber wohl keiner folgen.

Anonym hat gesagt…

Wer? Ich? Wieso?

Ich denke, dass das Wohl der Kinder an erster Stelle steht und erst in zweiter Linie die Bedürfnisse verschwindend kleiner Minderheiten zu berücksichtigen sind. So lange die Erkenntnisse der modernen Entwicklungspsychologie nicht in Einklang zu bringen sind mit den Forderungen von Linksextremen, die ihr gesamtes Selbstwertgefühl aus dem Umstand beziehen, sich für verschwindend kleine Minderheiten einzusetzen, bin ich weiter gegen ein Adoptionsrecht für Homosexuelle.

Das ist ein Zeiten wie diesen, in denen die Political Correctness vorschreibt, was wir zu sagen und zu denken haben, vielleicht ungewöhnlich - mag sein.

Wir tun auch den Homosexuellen keinen Gefallen, in dem wir sie ständig so behandeln, als wären sie auf die Anwaltschaft politischer Extremisten angewiesen. Ich für meinen Teil verwehre mich jedenfalls dagegen, dass Mair ständig im Namen aller Schwulen spricht und verweise nochmals darauf, dass selbst unter Schwulen und Lesben wahrscheinlich ein großter Teil gegen ein solches Adoptionsrecht ist.

Das hat mit Ungerechtigkeit GAR NICHTS zu tun. Die Ungleichbehandlung von Ungleichem ist nämlich eine Selbstverständlichkeit. Und wer Ungeliches gleich behandelt, begehrt Ungerechtigkeiten, das hat schon Aristoteles gewusst.

Anonym hat gesagt…

Ich selbst bin heterosexuell und kenne auch nur gezählte 6 homosexuelle Leute. Ich hab sie alle 6 gefragt, wie sie zu dem Thema stehen und alle haben gesagt: sie sind dagegen, dass ein verpartnertes homosexuelles Paar im Adoptionsrecht gesetzlich schlechter gestellt ist als ein verheiratetes heterosexuelles Paar.

Anonym hat gesagt…

Ich kenne viele Homosexuelle und darunter ist kein einziger, der sich eine Adoption wünscht. Die meisten sind gegen ein Adoptionsrecht für Homosexuelle.

Nochmals: Man tut der Gleichberechtigung der Homosexuellen keinen Gefallen, wenn man so tut, als gäbe es keinen Unterschied zwischen Homo- und Heterosexualität.

Gerechtigkeit und Gleichheit sind zwei grundverschiedene Dinge. Das ist Linken meist nicht bewusst und in der politisch korrekten Berichterstattung wird Gleichheit und Gerechtigkeit meist gleichgesetzt.

Für mich ist der Preis zu hoch, den Kinder womöglich zahlen müssen, nur weil sich eine Handvoll Politiker als "Rächer der Enterbten" profilieren möchte. Gerade von Seite der Grünen hatten wir eine ähnliche Diskussion vor 30 Jahren, als die Grünen freien Sex zwischen Kindern und Erwachsenen gefordert haben.

Anonym hat gesagt…

Ich selbst war vor 30 jahren zwar auch schon Mitte 20, aber ich habe damals diese Diskussion nicht mitbekommen. Das habe ich erst vor kurzem gehört, als im deutschen Fernsehen darüber berichtet worden ist. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass diese Diskussion vor 20 oder 15 oder 10 Jahren geführt worden wäre. Anscheinend haben die Grünen diese Forderung rechtzeitig aufgegeben.
Dass nicht jeder Homosexuelle ein Kind adoptieren will, ist völlig in Ordnung, es soll ja niemand dazu gezwungen werden. Es soll nur die gesetzliche Möglichkeit geschaffen werden, dass ein homosexuelles Paar g e m e i n s a m ein Kind adoptieren kann. Einzeln kann ein/e Homosexuelle/r eh schon nach der geltenden Rechtslage adoptieren, so wie ein/e einzelne Heterosexuelle/r adoptieren kann.
Derzeit kann ein gemischtgeschlechtliches paar, wenn es verheiratet ist, gemeinsam adoptieren.
Wenn das gemischtgeschlechtliche Paar nicht verheiratet ist, sondern nur in Lebensgemeinschaft lebt, kann es nicht "gemeinsam" adoptieren, sondern nur einer der beiden kann adoptieren.
Wenn ein homosexuelles paar nur zusammenlebt, kann es auch nicht "gemeinsam" adoptieren, sondern nur einer der beiden.
Wenn ein homosexuelles Paar verpartnert (=verheiratet) ist, kann es auch nicht gemeinsam adoptieren, sondern nur einer der beiden. Hier soll eben die Rechtslage geändert werden, damit das verpartnerte Paar auch "gemeinsam" adoptieren kann und nicht nur einzeln.

Ich seh echt nicht, wo das Problem liegen soll. Die Övp will nscheinend nur vermeiden, dass Verpartnerung gleich viel "wert" sein soll wie Eheschließung.

Anonym hat gesagt…

"Ich selbst war vor 30 jahren zwar auch schon Mitte 20, aber ich habe damals diese Diskussion nicht mitbekommen."

Ich schon. Eines war damals schon klar: "Kinder sind Opfer und wir (die Grünen) müssen uns für deren Rechte einsetzen." Die Täter waren damals all jene, denen man eine überholte oder faschistoide Sexualmoral unterstellt hat. Diese Parallelen zur heutigen Diskussion sind es, die mich stutzig machen.

Es ging damals nicht um die Kinder - so wie es heute nicht um die Schwulen geht, die zu 90 % von dem Thema gar nicht betroffen sind. Es ging darum, sich als Partei zu profilieren, in dem man sich für die Rechte von Minderheiten einsetzt.

Das ist schön und gut, so lange klar ist, dass dabei niemand unter die Räder kommt. Und das ist in beiden Fällen eben nicht klar.

Anonym hat gesagt…

Wie lange noch soll denn das ein Problem sein?

Anonym hat gesagt…

Dass die SPÖ in Tirol alles andere als optimal funktioniert, ist allen klar. Mit ihren SPÖ-Seitenhieben wollen die Grünen allerdings von der Tatsachenwahrheit ablenken, DASS SIE UND NICHT DIE SPÖ BEI DEN REGIERUNGSVERHANDLUNGEN UMGEFALLEN SIND. Ursprünglich wollten sie eine Regierung ohne VP! Vor der Wahl. Ablenken wollen die Grünen auch davon, dass im Sozialressort nichts weitergehen zu scheint. Frauen und Gendern ist dzt. das einzige Thema, das man v. Frau Baur hört.

Anonym hat gesagt…

Die sog. "moderne" Entwicklungspsychologie ist nicht modern sondern bürgerlich-ideologisch gefärbt. Ihre Ergebnisse halten denen der Kritischen Psychologie meistens nicht stand sondern werden bereits auf metatheoretischer Ebene, also lange bevor noch irgendein Forschungsgegenstand zur Debatte steht, zerpflückt und hinfällig. Darüber hinaus beruft sie sich z.T. immer noch auf Ergebnisse aus den 1950er Jahren...

Anonym hat gesagt…

Nicht die moderne Entwicklungspsychologie ist ideologisch gefärbt sondern die Gleichmach-Religion der Linken ist es. Wer in Zeiten rapide zunehmender psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter immer noch behauptet, mit linker Antibürgerlichkeit die Menschen glücklicher machen zu können, ist letztlich ein Misanthrop oder muss zugeben, dass ihm Ideologie wichtiger ist als Menschen.

Nennen Sie mir doch mal eine seriöse Studie, die die Unbedenklichkeit von homosexuellen Paaren als Eltern bestätigen könnte. Sie werden keine finden. Gleichzeitig weiß jeder, der einen Funken Ahnung von Entwicklungspsychologie hat, dass Kinder dann am glücklichsten und gesündesten aufwachsen, wenn Vater und Mutter vorhanden sind.

Anonym hat gesagt…

Anonym hat gesagt...
"Nennen Sie mir doch mal eine seriöse Studie, die die Unbedenklichkeit von homosexuellen Paaren als Eltern bestätigen könnte."

Schwule, Lespen, Transen sind die Mair-Themen wo er zumindest denkt, sich auszukennen. Aber selbst hier bestätigen ihm seine Artgenossen Ahnungslosigkeit. Wozu sich dieser Hofnarr auch immer äussert, es kommt nur Murks dabei heraus. Dieser Ignorant sollte schweigen!

Anonym hat gesagt…

Die rapide Zunahme psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter kann aber nicht auf homosexuelle Elternpaare zurückgeführt werden, denn es gibt bisher nur sehr wenige.

Da es bisher kaum hoosexuelle Elternpaare gibt, wird es auch kaum Studien darüber geben, ob diese "unbedenklich" sind.

Anonym hat gesagt…

Natürlich kann sie nicht auf homosexuelle Elternpaare zurückgeführt werden. Aber sie ist Folge einer Entwicklung, die von Seiten der Linken gefördert worden ist. Waren es nicht die Linken, die uns immer eingeredet habe, traditionelle Institutionen wie die klassiche Familie seien überholt, Kinder bräuchten nicht zwei Elternteile, freie Liebe, antiautoritäre Erziehung usw. seien die besseren Alternativen? Auf wissenschaftlicher Basis sind derartige Aussagen nie gestanden. Sie waren ideologisch motiviert, aus Ablehnung traditioneller und großteils bewährter Werte.

Während man in den Schulen mittlerweile - leider immer noch unter vorgehaltener Hand - zugibt, dass die Bildungsexperimente der 68er massiven Schaden angerichtet haben und der dramatische Abfall des Bildungsniveaus in Österreich durch eine falsche (linke) Zuwanderungs- und Sozialpolitik mitbedingt ist, fordert man nun also, dass - ohne etwas über die Unbedenklichkeit zu wissen - Homosexuelle Kinder adoptieren dürfen.

Nochmals: Ich selbst bin homosexuell und halte nichts von derartigen Experimenten. Unter dem Primat der Gleichheit (die mit "Gerechtigkeit" verwechselt wird) wurde schon zu viel Unheil angerichtet. Das Recht der Kinder ist höher einzustufen als das Recht jener verschwindend kleinen Minderheit unter den Homosexuellen, die sich die Adoption von Kindern vorstellen können.

Da die Zahl der adoptionswilligen Personen jene der zur Adoption freigegeben Kinder deutlich übersteigt, sollte Adoptionseltern handverlesen werden. Dies vor allem deshalb, da adoptierte Kinder oft in frühester Kindheit bereits traumatisierenden Bedingungen ausgesetzt waren.

Niemand bestreitet, dass auch Homosexuelle eine Kind ehrlich lieben können und hochmotiviert an die Erziehung ihrer Schützlinge herangehen. Und trotzdem sind gegengeschlechtliche Partner, die eine harmonische Beziehung pflegen, nun mal die besten Eltern. Das - und nichts anderes - ist wissenschaftlich bis in die neueste Zeit bestätigt.

Anonym hat gesagt…

Ich wage zu behaupten, dass ich mich in "moderner" Entwicklungspsychologie vermutlich besser auskenne als Sie. Ihre Argumentation geht auf methodologischer Ebene auch völlig an dem vorbei, was ich eindeutig gemeint habe. Sie betreiben einen unreflektierten Positivismus. Von Erkenntnis und Interesse (Habermas) haben Sie wohl noch nichts gehört oder es einfach nicht verstanden. Dass es keine Studien zu Kindern in gleichgeschlechtlichen Beziehungen gibt, wundert Sie wirklich? Wie lange haben wir die EP??? Sie müssten wissen, dass dieser Zeitraum für eine Langzeitstudie nicht hinreichend ist. Allein Ihre Positionierung gegen die sog. LINKEN offenbart doch schon, dass Sie ideologisch ebenfalls nicht neutral sind. Also mit Wissenschaft hat das nichts mehr zu tun. Wie sagte Martin Heidegger einmal so schön: "Die Wissenschaft denkt nicht."

Anonym hat gesagt…

Ich habe selten so einen unreflektieren Unsinn gelesen. Es war wohl auch das kapitalistische Interesse des bürgerlichen Marktes, das dazu geführt hat, dass beide Elternteile arbeiten gehen müssen, um mit ihrer Familie zu erleben. Die Alternative wäre oft ein Leben in Armut. Und deren Auswirkungen auf die Psyche von Kindern ist sehr wohl erforscht Auch diejenige auf Spannungen in armen Familien. Für Linke würde es nähmlich schon reichen, kann einer der Partner frei entscheiden, ob er bei den Kindern bleiben will oder nicht. Und die Linken sind auch nicht daran schuld, dass derzeit Geld in maroden Bsnken verschwinden und immer weniger f. Familien da ist. In Wahrheit sind Ihre Postings ebenso ideologisch wie die Ihrer LieblingsgegnerInnen. Gäbe es die Linken nicht mehr, stünde Ihr Denken mit leeren Händen da, weil es mit Ihren Gegnern steht und fällt. Was aber dann?

Anonym hat gesagt…

Ich möchte diese angeblich validen wissenschaftl. Untersuchungen namentlich genannt haben, damit ich ihre methodischen Implikationen überprüfen kann. So macht die Diskussion keinen Sinn und artet in reine Polemik aus.

Anonym hat gesagt…

Dass beide Eltern arbeiten gehen müssen, liegt wohl eher daran, dass wir eine noch nie dagewesene Steuerbelastung haben. Arbeiten gehen lohnt sich schon lange nicht mehr. Egal ob man einer ungelernten Vollzeitbeschäftigung nachgeht oder ob die einzige Aufgabe des Tages darin besteht, sich das vom Steuerzahler finanzierte Methadon von der Apotheke abzuholen - unterm Strich erhält man gleich viel dafür.
Das ist die Folge linker Umverteilungspolitik, mit der man zwar bestehende Machtverhältnisse einzementieren kann, die aber mehr und mehr dazu führt, dass die österreichische Mittelschicht ausstirbt, während sich die Unterschicht munter vermehrt - mit all den bekannten Konsequenzen z. B. im Bildungssystem. Das hat mit Kapitalismus rein gar nichts zu tun. In Zeiten, in denen wir noch mehr Kapitalismus hatten, in denen nicht ein Drittel des BIP umverteilt wurde und man nicht von Jänner bis Ende Juli für den Staat gearbeitet hat, gab es diese Probleme nicht.