Dienstag, 21. Januar 2014

Mahlzeit Eugen Freund!

Dass SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund wenig Ahnung von der Lebensrealität von ArbeiterInnen hat, hat er in den vergangenen Tagen bereits ausreichend bewiesen. Dass er auch geschichtlich nur bedingt beleckt ist wurde bisher wenig diskutiert. Er wolle nicht mit "Freundschaft" grüßen, weil er auch im ORF nicht mit "Mahlzeit" gegrüßt habe.

Dazu muss man vielleicht wissen, woher der Gruß "Mahlzeit" kommt, der einem auf den ersten Blick in den österreichischen Amtsstuben etwas verschimmelt vorkommt. In der Nazizeit wurde in Behörden natürlich viel Wert darauf gelegt, dass mit dem Deutschen Gruß "Heil Hitler" gegrüßt wird. Wer mit "Grüß Gott" grüßte, machte deutlich dass er zur anderen Seite gehörte. "Grüß Gott" war bereits ein Akt des Widerstandes. Den wollten natürlich nicht alle so offen leisten. Deshalb kam eine Grußformel auf, die unverdächtig klang, aber auch einen Widerstand gegen den Deutschen Gruß beinhaltete: "Mahlzeit." Wer das weiß, muss vielleicht nicht mehr so arg über Menschen urteilen wie dies Eugen Freund tut.

Apropos Urteil - man lasse sich diese Formulierung aus einer heutigen Presseaussendung des SPÖ-Landtagsabgeordneten Thomas Pupp auf der Zunge zergehen: Er begrüßt die Ausbildungsverpflichtung für Jugendliche, um "zu verhindern, dass ein Heer an 15-Jährigen ohne Bildungsabschluss bzw. an Hilfsarbeitern oder Arbeitslosen geschaffen wird, die dann auf Dauer das Sozialsystem belasten." Was will uns das sagen, wenn 15jährige ohne Bildungsabschluss, HilfsarbeiterInnen oder Arbeitslose für einen SPÖ-Politiker das Sozialsystem "belasten"? An welchen österreichischen Politiker erinnert mich diese Formulierung?

Kommentare:

Oliver hat gesagt…

Selten so einen Schwachsinn gelesen, aber wenn es gegen irgendwelche SPler geht sind auch so primitive Untergriffe erlaubt.
Obwohl allerdings Menschen die direkt von der Uni in die Politik wechseln auch nicht gerade viel zu unserem Sozialsystem beitragen....

Anonym hat gesagt…

pupps Formulierung ist die Wahrheit. er sagte ja nicht, arbeit macht frei...
eine gute Ausbildung ist doch das um und auf - warum bist du denn in ein katholisches eliteinternat geschickt worden? und dann an die uni?
ich begrüße jede Weiterbildung.

freund allerdings ist auch für mich eine absolute Fehlbesetzung. als Politiker wirkt er unsympathisch. in der zib war er für seine versprecher bekannt.
wenn einer einen 3000 euro monatslohn für einfache arbeiter schätzt, so hat er sich nicht einmal ein paar zahlen davon gemerkt, das jahrzehntelang vorlas...
aber die anderen Parteien haben auch um kein haar bessere europapolitiker.
wir entsenden den wildesten politmull und wundern dann uns, wenn wir in der eu nix erreichen...

Anonym hat gesagt…

oh mann - unsere politik ist ja wirklich zum totalen kasperltheater verkommen. scheisse - wohin soll uns dass bloss führen...
erschreckend lächerlich, bedauerlich und skandalös zugleich!
Gebi - schande über dich und deine Zunft!

Anonym hat gesagt…

Eumel Kleinbei-Gebi eumelt mal wieder.

Günther Hye hat gesagt…

Es ist unfair, nur einen Teil der Presseaussendung zu zitieren. Pupp fordert einen Rechtsanspruch auf Ausbildung und Schaffung der notwendigen Schulplätze. Hier der vollständuge Text der Aussendung:


Für SP-Bildungssprecher Thomas Pupp ist die von der neuen Bundesregierung angekündigte Ausbildungsverpflichtung prinzipiell der richtige Weg, um Jugendliche zu qualifizieren und um zu verhindern, dass ein Heer an 15-Jährigen ohne Bildungsabschluss bzw. an Hilfsarbeitern oder Arbeitslosen geschaffen wird, die dann auf Dauer das Sozialsystem belasten.

Allerdings fordert LA Pupp, dass die Jugendlichen einen Rechtsanspruch für die Aufnahme in der von ihnen gewählten weiterführenden Schule haben müssen. „Es kann nicht sein, dass die Jugendlichen, die ihre Ausbildungsverpflichtung in einer Gymnasium-Oberstufe, HTL, HAK, HASCH oder Fachschule absolvieren wollen, vor verschlossen Türen stehen. Das heißt, wer Ausbildungsverpflichtung sagt, muss auch die Schulen öffnen und die wohnortnahen Schulplätze schaffen“, so der SPÖ-Politiker.

„Weiters finde ich die Absicht, Eltern zu bestrafen, wenn ihre Sprösslinge die Ausbildungsverpflichtung nicht wahrnehmen, für kontraproduktiv und schäbig. Damit trifft man einmal mehr die bildungsfernen Schichten, ohne an der Situation etwas zu ändern“, befürchtet Pupp.

Aus Sicht des SP-Bildungssprechers müsse generell früher angesetzt werden. „Durch ein optimales, ganztägiges, ganzjähriges Kindergarten- und Schulangebot – ich spreche von einer ganztägigen, gemeinsamen Schule mit verschränktem Unterricht – könnte man gerade jene Kinder fördern, die aus bildungsfernen Schichten kommen“, beschreibt Pupp abschließend die Vorstellungen der SPÖ.

Anonym hat gesagt…

Lieber Gebi !

"Schwach!" das ist der derzeitige Inbegriff deiner und der Grünen Politik ! Das einzige was immer noch funktioniert ist die "anderen" anfetzerei,auch einen Feuerwehrchef aus Telfs weil er in einem Interview eine unglückliche Wortwahl getroffen hat. Ist es wirklich so das sie dich mit 12.000 Euro oder mehr im Monat jetzt komplett Mundtot gemacht haben ! Traurig !!! Im ganzen Thema Leitstelle, wo bis vor einem Jahr noch jeden und alles schlecht gemacht hast, bekommst jetzt die Bappn nit auf wo der Geschäftsführer getürkte Rechnungen an das Land verschickt ! Ja Ja lass die Sau zum Futtertrog ! NIE MEHR und das schwöre ich werde ich Euch Brennesel Partei wieder wählen

Anonym hat gesagt…

Grüne = caritas + 0e3.

Warum nur fällt mir noch Sigi Maurer ein? Und ist Gebi endlich bald bei Manfred Pührunger "angekommen"?

Anonym hat gesagt…

Mensch Mair, DU und manch andere deiner Parteikollegen (z.B. Maurer) haben noch NIE ihren Lebensunterhalt auf dem freien Arbeitsmarkt verdient, noch NIE !
Ihr lebt ausschließlich auf Kosten der Steuerzahler, und zwar ziemlich gut, denn ihr bekommt ca. das Vierfache ( ca. 8.000 €) von dem, was der durchschnittliche Arbeiter verdient (ca 2.000 €). Seine Steuern müssen dafür herhalten, dass ihr euren unverdient hohen Obulus kriegt.

Anonym hat gesagt…

Eugen Freund hat von der Privatwirtschaft immer noch mehr Ahnung als Gebi Mair, der keinen Tag in seinem Leben einer ehrlichen Arbeit nachgegangen ist.

Anonym hat gesagt…

Keinbei-Gebi geht eben seiner Hauptbeschäftigung nach: SPÖ-Leute "hauen".
Er will damit von seinem Hauptcharakteristikum ablenken: dem Kleinbeigeben.

Anonym hat gesagt…

Gebi, meinst du diesen Beitrag ernst? Ist doch wohl ein Scherz, oder???