Montag, 1. Oktober 2012

Ischgler Seilbahner mit falschen Angaben

Wenn man einen Bescheid unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erwirkt, was passiert dann mit dem Bescheid?

Die Ischgler Seilbahner gaben an, 1,3 Kilometer neue Skipiste vom Piz Val Gronda samt Lift bauen zu wollen, und zwar ins Vesiltal. Das Vesiltal ist auf einer Talseite bereits mit Liften erschlossen. Die Landesregierung stellte daraufhin einen Bescheid aus, der Lift und Piste genehmigte. Und gleichzeitig wurde in den Bescheid hineingeschrieben, dass mittel geeigneter baulicher Maßnahmen dafür gesorgt werden muss, dass die SkifahrerInnen tatsächlich ins Vesiltal abfahren und nicht über den Nordrücken des Piz Val Gronda oder direkt ins Fimbatal.

Nun ließen die Seilbahner - die Tinte unter dem Bescheid ist noch kaum trocken - die Maske fallen: Es gehe darum, mit dem Lift auf den Piz Val Gronda das neue Freeride-Gebiet Fimbatal zu erschließen.

Skigebietsgrenzen (blau) laut Skigebietsprogramm Land Tirol
Damit haben sich die Voraussetzungen grundlegend geändert: Wenn es um eine neue Freeride-Area geht, dann muss auch darum angesucht werden. So werden nämlich die Grenzen des Skigebietsprogramms gesprengt, und damit widerspricht das Projekt auch den Seilbahngrundsätzen des Landes. Das Ansuchen wäre niemals genehmigungsfähig gewesen.

Wie reagiert die Landesregierung, wenn ihr nur eine Woche nach ihrer Entscheidung gesagt wird, dass man sie getäuscht hat? Lässt sich die Regierung täuschen? Oder reagiert sie darauf entsprechend? Der Bescheid muss zurück, das ist keine Frage. Und das Fimbatal muss zum Schutzgebiet erklärt werden.

Kommentare:

unwählbar hat gesagt…

wenn man professionell ein freeride gebiet will, dann muss natürlich angesuckt werden. wenn man einen bescheid unter vortäuschung falscher tatsachen erwirkt, dann muss der natürlich auch ungültig sein! ganz einfach! wenn das juristisch wirklich nicht ganz klar ist, dann muss man es anzeigen und die gerichte haben eigentlich keine wahl. warum also den populistischen weg des postens und nicht den eigentlich viel sinnvolleren rechtsweg? nach einem gültigen urteil kann man sich den erfolg doch viel besser auf die fahnen heften, oder?

Anonym hat gesagt…

Aber Gebi, du bist doch selbst ein begeisterter Freerider, sogar im Jungwald, wie du es ja selbst verbreitet hast. Ein Mähnenpippau unter Schnee ist sicher weniger empfindlich, als eine junge Fichte, aber das ist dir sicher bewusst, oder?

Anonym hat gesagt…

Endlich was sinnvolles. Wenn die Grünen Tirol Druck machen und das Seilbahnprojekt gerät ins Trudeln , wird die Partei für mich wieder die wählbare Alternative. Sonst bleibt politisch für mich -leider- nur die Liste Fritz D. Beim Rettungsthema kommendie Grünen nicht nah genug an die Betroffenen vom RK ran, dort die Kritik kommt mehr als Profilierung in eigener Sache rüber. VAl Gronda wär natürlich ein schöner Erfolg, das zu verhindern. Schon allein wegen der Folgewirkungen. Ein Tiroler Hainburg?

Unknown hat gesagt…

Ich habe gerade Ihre Website gefunden und ich möchte Ihnen sagen, es ist wirklich sehr schön, und ich wünsche dir eine gute Fortsetzung.
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