Dienstag, 11. September 2012

Wie man das Land schützt (oder nicht)

Manchmal muss man sich doch wundern, wie die Regierung mit unserem Land umgeht. Nun hat sie eine Novelle zum Naturschutzgesetz vorgelegt, nur zum Beispiel.

Darin steht doch allen Ernstes, dass in Zukunft in Ruhegebieten Baulärm nicht mehr als Lärm gilt. Dabei hat das Lärmverbot in Ruhegebieten während der Bauzeit bisher viele Betonierer von Projektideen in diesen sensiblen Naturräumen abgehalten. Nun scheint der Baulärm nicht störend zu sein, dabei können manche Baustellen - man denke nur an Kraftwerke - durchaus mehrere Jahre bestehen. So wird der Schutz des Landes massiv aufgeweicht.

Und dann noch das: Im Gesetz gibt es Verfahrensbefreiungen bis 2.500 Quadratmeter, die sich beispielsweise für Müllumladestationen auswirken. Wer eine Müllumladestation mit 2.499 Quadratmetern errichten will, braucht kein naturschutzrechtliches Verfahren. Wer aber eine Solaranlage mit 3 Quadratmetern errichten will, braucht ein Verfahren. Bei Solaranlagen gilt nämlich die Grenze schon ab 2 Quadratmetern. Gegen Solaranlagen wird die Umwelt geschützt, gegen Müllumladestationen nicht. Soll sich einer auskennen. Da fehlt es gröber am Verständnis, was Tirol und seine Bevölkerung brauchen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"daGriane" moant:
diesen mafiösen machenschaften kann wohl wieder nur mit rigorosem handeln begegnet werden. wo sind sie denn alle, die die welt retten? im tv sieht man sie immer, beinahe täglich. terminator, badman usw. wo seit ihr?

Anonym hat gesagt…

i kann zwar ohne weiters dir und den grianen recht geben - a i halt das für skandalös. skandalös halt i aber a die grianen in innsberuck, die jetzt umweltfreundliche autos - die eh viel teurer in der anschaffung no sind - gleich behandeln wie uralte abgasbomben.
deine letzten vorschläg sind entgegen deiner sonstigen art alle super. aber i hab angst wie das dann ist, wenn ihr mitregiert...