Mittwoch, 19. September 2012

Die Umweltpartei, dringender denn je

Hoch über Innsbruck, in der Bergwelt des Karwendel haben wir Tiroler Grüne gestern in einer Klubklausur unsere Schwerpunkte für den Herbst festgelegt. Und der heutige Tag bestätigt uns: Es braucht uns Grüne als Umweltpartei, dringender denn je.


Heute hat die Landesregierung nämlich ihre Entscheidung bekannt gegeben, die lifttechnische Erschließung des Piz Val Gronda zu genehmigen. Damit zeigt sich: Der Umgang dieser Regierung mit unsrer Natur kann nur mehr als fahrlässig bezeichnet werden. Daran konnten weder der Einspruch des Landesumweltanwaltes noch die Verweise auf die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt etwas ändern: Es wird erschlossen. Bekanntlich nicht das einzige Projekt im Land in der heurigen Saison.

Das ist kein starker Einstieg des neuen Umweltlandesrates Thomas Pupp (SPÖ) und leider auch ein schwacher Abgang von Hannes Gschwentner, der ihm diese Last abnimmt, zu Gunsten des Koalitionsfriedens und auf Kosten der Umwelt.

Eine ausführliche Auflistung, wie dieses Liftprojekt die Tiroler Natur gefährdet, gibt es hier auf den Seiten des Alpenvereins, inklusive Bilder, Grafiken und der Möglichkeit, Protestbriefe an die Regierung zu richten.

In der gestrigen Klausur haben wir besprochen, wie wir uns noch stärker als jene Partei in Tirol positionieren können, die die Schönheit Tirols bewahrt. Eine Reihe guter Ideen wurde fixiert und werden den politischen Herbst in Tirol beleben.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Du schimpfst über ein Liftprojekt, aber die Klubklausur macht ihr auf der Seegrube. Das war auch einmal ein wunderbarer Naturraum, aber jetzt mit Seilbahn und Skigebiet ists das nicht mehr so ganz. Aber das ist was ganz anderes...

Sind ja sicher alle mit dem Radl oder zu Fuß rauf. Vor allem die Baur, gell... Nehmt ihr euch selber eigentlich ernst?

Gebi Mair hat gesagt…

Ich bin mit dem Radl rauf und runter, und ich nehme mich (meistens) ernst.

Ich sehe - ebenso wie das Tiroler Seilbahnkonzept - jedenfalls einen unterschied zwischen bestehenden Aufstiegsanlagen und Neuerschließungen, und die Seegrube ist meines Wissens nach schon ziemlich lange erschlossen.

Anonym hat gesagt…

also findet die klausurtagung der grünen vielleicht irgendwann am piz val gronda statt? irgendwann ists ja offensichtlich nimma so schlimm, da ists ja dann "schon lange erschlossen"!

und ich glaube dir, dass du mit dem radl rauf und runter bist, aber du alleine bist halt auch keine partei! Entweder brauchts Schigebiete, oder nicht! Wenn man den Betrieb auf der Seegrube einstellen würde und ein Naturschutzgebiet draus machen würde, dann würde dort auch bald eine schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt entstehen können.

Anonym hat gesagt…

Ich finde die Leute in den Tälern sollen gefälligst den Alpenvereinsfunktionären die Rucksäcke und das Heizmaterial auf den Berg tragen und sich dafür mit dem Funktionärsanorak (welch ein schönes Wort) vom Vorjahr zufrieden geben.
Heut wollen die ja alle selbst Geld verdienen. Eigentlich ein Wahnsinn. Ist halt so, leider.

kraftwerksdialog hat gesagt…

wer ist denn in diesem Verfahren Partei mit Recht auf Berufung?

der Kostenzer offenbar ist Partei hat aber kein Recht auf eine Berufung gegen den Bescheid?

Anonym hat gesagt…

die umwelt kann jedenfalls nicht noch weiter zerstört werden - grüne partei hin oder her. wir leben ja beinahe schon in der piefke-saga letzte staffel.
schigebiete brauchts, sicher. aber ausgewiesene gebiete und alles andere ist wieder rückzubauen. und die einnahmen werden halt, so wie auch bei der mehrwertsteuer tirolweit aufgeteilt mit vielleicht 10% bonus für jene gemeinden, die die hotelburgen tragen müssen. dann kann man meinetwegen auch dort wirkliche events veranstalten - und nit nur den auftritt 3.klassiger altstars.
aber ein rückbau kleinerer gebiete oder in besonders schützenswerter natur ist jedenfalls unumgänglich. übrigens auch rund um innsbruck gehörte manches wieder der natur übergeben.
den flughafenausbau finde ich auch so einen wahnsinn. innsbruck wird nie in der lage kommen eine kapazität von einem wirklichen flughafen zu tragen - oder will man auch noch die berge wegsprengen und mit asylanten die bevölkerung aufrüsten?

Anonym hat gesagt…

zur glaubwürdigkeit der grünen gibts noch ein aktuelles beispiel aus innsbruck. es erinnern sich wahrscheinlich noch alle an die yog und die haltung der grünen dazu. jetzt setzten sie sich dafür ein, dass sich Innsbruck für die 7. International Children's Winter Games bewirbt. aber das ist ja auch ganz was anderes...

entrümpelung hat gesagt…


vielen Danke .. Zum Thema, ich hoffe, mehr anzeigen .. :)