Montag, 17. September 2012

Ein verstecktes Nicht Genügend

Nicht immer sind die Ergebnisse politischen Handelns sofort und für alle sichtbar. Manchmal sind sie auch etwas versteckt, aber deshalb können sie genauso dramatisch sein. Eines dieser dramatischen Ergebnisse österreichischer Politik versteckt sich in der Studierenden-Sozialerhebung 2011: Vom Jahr 2006 bis zum Jahr 2011 ging die Anzahl der Studierenden, die Studienbeihilfe erhalten, von 19% auf 14% zurück.

Das bedeutet, dass die Studienbeihilfe signifikant weniger Studierenden zu Gute kommt. Vom Ausbau der Beihilfen, wie beständig versprochen, kann also keine Rede sein. Dabei wurden in diesem Zeitraum die Studien gestrafft ("verschult") und mehr Pflichtanwesenheiten in den Lehrveranstaltungen eingefordert. Also weniger Zeit für die Studierenden, selbst Geld zu verdienen. Mit einem Stipendiensystem, von dem so wenige Studierende profitieren hat sich meines Erachtens auch die Diskussion über Studiengebühren erledigt. Wenn nämlich nur 14% Unterstützung erhalten, dann geht das derzeitige System der Studienbeihilfe offenbar davon aus, dass 86% der Studierenden keine finanziellen Probleme während des Studiums haben. Wenn ich da an Studierende in Innsbruck und die Wohnungspreise denke, dann kommt mir das jedenfalls anders vor.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

...das solltest du der pitscheider sagen, die wird ja als erste vize in innsbruck wohl was zu sagen haben...
weil wenn nur weiter gejammert wird, dann hätte die grünen niemand in der regierung benötigt.

außerdem fängt das problem wohl bei jenen an, die aufgrund ihrer herkunft nicht einmal zur matura kommen.
wenn man bei den studienberechtigungen eine inländerquote braucht - um zb die besser ausgebildeten deutschen zu vertschüssen - liegt das problem wohl nicht nur an den zu hohen wohnungspreisen. studieren kann man auch in einem schlafsaal.

Anonym hat gesagt…

wir haben viel zu wenige maturanten, die wir auf die uni schicken könnten - da krankt es. es krankt - um es brutal zu sagen - an der faulheit der lehrer, da sich normalverdiener nicht über jahre hinweg einen nachhilfeunterricht leisten können.

im übrigen ist ein numerus clausus absolut unverzichtbar. da sollte man mit offenen karten spielen. und wenn die deutschen besser sind, dann haben eben die in tirol zu studieren. eine ärzteflucht gibt es nur dann, wenn diese deutschen ärzte in österreich viel weniger verdienten. wenn man sich aber vor augen hält was die ganzen skandalprofessoren an der uni-klinik innsbruck einstreiften, ist diese sorge wohl mehr als unberechtigt.
bin ich sterbenskrank möchte ich nicht von einem quotendodl aus reichem tiroler haus, sondern vom besten behandelt werden. punkt.

Anonym hat gesagt…

Aber wenn der beste arzt zufällig einen bruder in der övp hat, dann tut der gebi alles, damit sich der schleicht! denn da zählt qualifikation nix!

entrümpelung hat gesagt…


vielen Danke .. Zum Thema, ich hoffe, mehr anzeigen .. :)