Freitag, 12. Juni 2015

Kein Platz für unsern Kipa

Rund um Innsbruck gehen derzeit die Wogen in den sozialen Medien hoch: Kipa Sherpa, bekanntes Gesicht der Sommersaison auf der Höttinger Alm seit mehreren Jahren darf heuer nicht kommen. Sagt das AMS und beruft sich auf eine Verordnung des Sozialministeriums mit der die Kontingente für Saisonarbeitskräfte festgelegt werden.

Dahinter steckt ein Prinzip das wir der Politik der Freiheitlichen verdanken: Zuerst müssen Einheimische beschäftigt werden und nur wenn man keine findet, dann dürfen auch AusländerInnen Jobs bekommen. So regelt das Ausländerbeschäftigungsgesetz die Quoten für ausländische Saisonarbeitskräfte. Dadurch ist klar: Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, dann gibt es keinen Platz in Österreich. Auch nicht für Kipa Sherpa.

Ich freue mich, dass am konkreten Beispiel deutlich wird wie hart und unmenschlich unsere Gesetze manchmal sind. Es müsse doch möglich sein, Platz für "unseren Sherpa" zu haben. Das meine ich auch, allerdings auch aus einer grundsätzlicheren Überlegung: Ich finde das Sherpa-Projekt auf Hütten in Tirol seit Jahren schon sehr toll. Menschen aus Nepal erhalten die Chance, auf Tiroler Schutzhütten eine intensive praktische Tourismusausbildung zu erhalten, die sie dann in Nepal für ihre eigenen Tourismusprojekte anwenden können. Sie haben die Möglichkeit hier ein bisschen Geld zu verdienen und mit den neu erworbenen Kenntnissen zu Hause ihr Geschäft zu verbessern. Tourismus ist zweifellos eine der Chancen für Nepal, sich aus der Armut zu entwickeln.

Noch ist es nicht lange her, dass die Bilder der Zerstörung vom Erdbeben in Nepal über die Fernsehschirme geflimmert sind. Die Solidarität war groß. Man konnte von hier aus sehen, dass auch große Teile der touristischen Infrastruktur in Nepal zerstört wurden. Zum Glück gibt es Initiativen die vor Ort helfen, etwa jene von Wolfgang Nairz. Wenn jemand aus dem Erdbebengebiet nach Tirol kommen kann, hier ein halbes Jahr Geld verdienen und dann mit neuen Ideen und Fähigkeiten wieder nach Hause kommt, dann ist das aber auch eine Form von Hilfe die Nepal jetzt gut brauchen kann.

Also: Haben wir Platz für unsern Kipa? Erweicht der Sozialminister sein Herz? Und lernen wir daraus etwas Generelles darüber, wie hartherzige unsere Gesetze Dritten gegenüber geworden sind? Ich hoffe doch.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Platz für "unseren Sherpa"? Also mein Sherpa ist das nicht.

Und dass bei rapide steigender Arbeitslosigkeit zuerst österreichische Staatsbürger ein Anrecht auf einen Arbeitsplatz haben und erst dann importierte Ausländer, ist eine Selbstverständlichkeit, die nur Linksextreme nicht verstehen.

Und wenn diese Regelung tatsächlich auf Anraten der FPÖ verabschiedet wurde, ist das für mich nur ein weiterer Grund, die FPÖ zu wählen.

Dieser Beitrag, Herr Mair, zeigt wieder einmal, wie wenig Ihnen das Wohl der Österreicher ein Anliegen ist und wie sehr es Ihnen nur um persönliche Befindlichkeiten geht.

Anonym hat gesagt…

Ich finde die Quoten zwar prinzipiell blöd, aber ich frage mich auch wieviel Lohn Herr Sherpa erhalten hat. Die Bezahlung von Servicekräften auf Schutzhütten ist meiner Erfahrung nach sehr schlecht, dazu kommen extrem lange Arbeitszeiten. Wenn also die Wirte Menschen aus dem Ausland beschäftigen müssen auch diese fair entlohnt werden.

Hier scheint es mir der Fall, als würden die Kräfte aus dem Ausland auch dazu dienen sich einen für unsere Verhältnisse fairen Lohn zu ersparen.

Anonym hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Mair, Sie haben entweder nichts verstanden, leben auf einem anderen Planeten oder wollen noch einige Menschen gegen sich aufbringen.

1. Wenn die Arbeitslosigkeit so extrem steigt wie jetzt, müssen Arbeitsplätze zumindest mit EU- und EWR - BürgerInnen besetzt werden. Wie soll das Land sonst aus der Krise kommen?
2. Ist es fair, dass Menschen die ihr Leben lang hier gearbeitet, Steuern gezahlt und hier ihre Heimat haben, jetzt Arbeitslosengeld und Minisicherung beziehen müssen?
3. Derartige Regelungen gibt es auch in vielen anderen Staaten. Und dort ist keine FPÖ schuld.
4. Der Kipa Sherpa gehört ebenso wenig Ihnen wie das Land.
5. Sie gehen stets nur von Ihren Befindlichkeiten und vom Einzelfall aus. Und von Ihrer Klientel. Der Rest interessiert sie nicht.
6. Kümmern Sie sich bitte einmal nur um jene Menschen, die schon seit Geburt oder zumindest sehr lange hier leben in Verhältnissen, die Sie sich nicht vorstellen können.
7 Ķümmern Sie sich einmal um die Kranken, Alten, Behinderten, die Jugendlichen und Kinder, die ihn diversen Heimen leben müssen, deren Träger trotz Skandale in der Vergangenheit noch immer dieselben sind.

Anonym hat gesagt…

"Unser Kipa". Haben Sie noch alle Glocken im Turm, Herr Mair?
Ihr scheinheiliges Gesabbel ist für die Sondermülltonne.

unwählbar hat gesagt…

Er verdient sicher nicht so schlecht, denn er war bisher nicht als einfache Küchenhilfe angestellt, sondern als Koch und Almfachkraft! Er bringt Wissen nach Tirol, muss keine neuen Fähigkeiten erlernen, sondern bringt auch einiges an Know How zu uns. Ich finde es schade, dass er nach vier Jahren, in denen er Steuern gezahlt hat, nicht mehr her darf, denn er ist eine Bereicherung für alle, die ihn wirklich kennen.
Gebis Post finde ich, aufgrund der schlechten Recherche, populistisch, aber derzeit verkauft es sich halt ganz gut, etwas für Nepal zu tun. Die restlichen (bisherigen) Kommentare zeigen, wie wenig Ahnung manche Menschen in unserem Land haben. Er braucht gar nix von uns, sondern gibt mehr, als er bekommt, aber wenn man das Menschen nicht gönnen kann, dann kann ich nicht mehr helfen...

Anonym hat gesagt…

"UNSER kipa" klingt wie ein sklave, den sich der Gebi aus Nepal holen wird um ihn dann auf die alm zum arbeiten schicken will...
Gebi, das ist ein Mensch, der NIE DEIN sein wird! Bist wohl doch noch ein wenig krank?
nuff said

kraftwerksdialog hat gesagt…

wenn es die grünen mitglieder der tiroler Landesregierung gemeinsam mit dem clubobmann nicht schaffen, den kipa legal auf der höttinger alm unterzubringen, dann ist das schwach. ansonsten, gebi, musst dich an den georg willi wenden.

Anonym hat gesagt…

Der Einfluss der "Grünen" reicht nicht einmal bis zu Höttinger Alm.

Anonym hat gesagt…

Irgendwie macht er einen etwas hilflosen Eindruck, der Clubobmann. Statt etwas zu regeln, summst und jammert er hier herum. Bekommt diese Figur überhaupt rein gar nichts auf die Reihe?
Heuwenden unter Aufsicht wäre eventuell eine geeignete Tätigkeit für ihn.

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