Dienstag, 18. Juni 2013

PolitikerInnen müssen - Zugfahren

Politiker sein ist manchmal sehr angenehm, manchmal auch sehr unangenehm. Zu den ambivalenten Erscheinungen gehört, sehr mobil zu sein. Das hat Vorteile, weil man viel Unterschiedliches sieht, und es hat Nachteile weil man eben viel unterwegs ist. Heute zum Beispiel mit dem Zug um 6.06 aus Innsbruck nach Wien, dort zwei Stunden Sitzung bei den Grünen und dann wieder zurück.



Oder am Freitag: In der Früh nach Molln in Oberösterreich bis zum Abend. Ich bin dabei immer froh, wenn sich Termine mit dem Zug erledigen lassen. Im Zug kann ich wunderbar entspannt arbeiten, und ich mag es, wenn die Landschaft dabei am Fenster vorbeizieht. Heute zum Beispiel: Vorbereitungen für die Landtagssitzung kommende Woche.

Also, warum diese beiden Termine beispielsweise? Heute geht's nach Wien zu einem Koordinationstreffen der Grünen Regierungsteams, wo ich Tirol vertreten darf. Wir koordinieren uns mit Oberösterreich, Wien, Kärnten und jetzt auch Salzburg in für uns Grüne wichtigen Fragen, etwa dem Naturschutz, dem öffentlichen Verkehr oder Maßnahmen zur Transparenz. Dabei lernen wir viel von den Erfahrungen der anderen Bundesländer. Manche Fehler muss man ja nur einmal machen, andere hingegen lohnt es sich zu wiederholen.

Am Freitag in Molln geht's zur Jahrestagung des Umweltdachverbandes, mit dem heurigen Hauptthema Natura 2000. Ohne Umweltdachverband wäre es ja nicht zum Vertragsverletzungsverfahren in Sachen Natura 2000 gekommen. In Molln treffen sich nun Umweltorganisationen, VertreterInnen der Länder, der zuständigen Ministerien und der EU-Kommission. Für unsere Naturparadiese geht auf dieser Tagung hoffentlich so einiges weiter.

Ach ja, und im Zug kann man Blogeinträge schreiben, wozu ich in letzter Zeit zu selten komme. Und in Zukunft gibt es hoffentlich in allen öffentlichen Verkehrsmitteln WLAN, so wie hier in der ÖBB.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

erster!

Anonym hat gesagt…

ja dann sag ich viel spaß wenn es mal eine sitzung in lienz geben würde!

Anonym hat gesagt…

Kleinbei-Gebi fährt mit dem Zug, hat sogar einen Fensterplatz und sieht staunend die Landschaft vorbeiziehen. Hoffentlich sagt ihm der Schaffner wo er aussteigen muss.

manfred hat gesagt…

Wünsche gute reise.

und wenn zeit für einen blogeintrag bleibt, dann möchte ich gerne meine frage betr agrargemeinschaften wiederholen:

ist die im koalitionspapier festgeschriebene formulierung, die grünseits als quasi-ident mit dem rückübertragungsgesetz bezeichnet wurde, mit dem bm schöpf akkordiert oder nicht?
angeblich schon, aber dann passt die mediale empörung des schöpf nicht dazu.
eine irgendwie (halb-)öffentliche stellungnahme wäre m.e. von den verhandlern bzw vom landtagsclub notwendig.

Anonym hat gesagt…

Bei den Agrar-Agenden haben Kleinbei-Gebi und die anderen Ex-Grünen Polit-Bonsais nichts mehr mitzureden. Regelt alles die ÖVP.

Anonym hat gesagt…

Statt mit dem Zug durch die Gegend zu fahren, sollte sich Kleinbei-Gebi und KumpanInnen mal um akute Probleme kümmern. Beispielsweise wollen die Klinik-Ärzte am 26. Juni streiken. Aber Kleinbei-Gebi macht Ausflüge, Felipe Fackelumzüge und die Baur vermutlich irgendwo die Leih-Oma.

Anonym hat gesagt…

ist das lieb, Kleinbei-Gebi darf schon zu einem Treffen der grünen "Regierungsteams" fahren, obwohl er doch gar kein Regierungsmitglied ist.

Anonym hat gesagt…

Zu sozialen Fragen haben die Grünen offenbar nichts zu sagen. Wir harren hier schon lange der Antworten oder Entgegnungen. Aber es herrscht Schweigen im Walde. Gebi fährt zu einem Treffen, bei dem alles Mögliche besprochen und das Soziale offenbar ausgeklammert wird. Nachdem sich die Grünen mit allen möglichen und unmöglichen (Sbg., Tirol) Partnern ins Bett gelegt haben, spielen diese Dinge offenbar keine Rolle mehr. Der soziale Frieden im Lande ist aber die Voraussetzung für eine gute Umweltpolitik. Ich kann nicht die Umwelt schützen und dann plötzlich erkennen, dass in den Straßen der Städte der Hut brennt. Beides wird nötig sein: die Sicherung des sozialen Standards, eine Nachbesserung des sozialen Netzes und ein umfassender Umweltschutz, der vor allem auf Nachhaltigkeit zielt. Und unter Umweltschutz fällt weit mehr als die wenigen Punkte, die die Grünen auf dem Programm haben. Beim Umweltschutz und im Sozialen bleiben die Grünen weit hinter ihren Zielen zurück.

Anonym hat gesagt…

Offenbar sitzt der Gebi im Railjet. Hier wird ihm vermutlich in der 2.Klasse die Beengheit aufgefallen sein. Da der Railjet u. a. bis Zürich fährt, wurde diese bereits von der NZZ aufgenommen und kritisiert. Die schweizer KundInnen bemängelten u. a., dass dieser Zug für die Fahrt von Zürich nach Sargans (etwas mehr als eine Stunde) bereits zu unbequem sei. Viele warteten daher lieber auf den nächsten SBB - Zug. Jetzt frage ich mich, wie man die über vier Stunden Fährt von IBK nach Wien in diesem Plastikbomber aushalten soll? Mir tat unlängst bis Zürich schon in Fekdkirch so der A.... weh, dass ich in Sargans auf einen SBB-ICN umgestiegen bin, um in Zürich nicht steif wie ein Bock zu sein. Mit solch unbequemen Gefährten wird Bahnfahren jedenfalls nicht attraktiver. Die SBB haben übrigens bereits überlegt, eigene Garnituren ins Rennen bis Wien zu schicken. Die neuen ETR 610 der SBB (schneller und komfortabler als der lahme Railjet) wären hier eine feine Alternative. Und wohl bald auch zwischen Sbg und Wien überfüllt.

WoMe hat gesagt…

Das mit dem WLan im Zug ist aber noch stark verbesserungsfähig.

Anonym hat gesagt…

>Am Freitag in Molln geht's zur >Jahrestagung des >Umweltdachverbandes, mit dem >heurigen Hauptthema Natura 2000. >Ohne Umweltdachverband wäre es ja >nicht zum >Vertragsverletzungsverfahren in >Sachen Natura 2000 gekommen.

mmmhhh ... eigentlich Dank der vielen Experten, die fachlichen Input gegeben haben...

Voyance serieuse par mail hat gesagt…

Ihr Blog ist wirklich toll, ich bin auf jeden Tag und jedes Mal, wenn ich etwas finden, das zu mir passt Ich wünsche Ihnen viel Glück.

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Anonym hat gesagt…

Den First-Class Sitzplatz nach Wien und retour um 220,- hast du doch selber bezahlt oder doch der wir als Steuerzahler?

Gebi Mair hat gesagt…

Keine Sorge, ich habe eine Jahreskarte für die ÖBB. Die 7 Euro Aufpreis für die 1. Klasse, die ich mir hier zum Arbeiten geleistet habe, habe ich natürlich privat bezahlt.

unwählbar hat gesagt…

schön, gilt diese jahreskarte dann auch für den bus nach osttirol?

Anonym hat gesagt…

Wo hast du die Ironie versteckt?
Privat ist doch der Steuerzahler - nicht?

Anonym hat gesagt…

wenn ich mich nicht irre, dann bekommen landesabgeordnete + angestellte die jahreskarte doch gratis! aja, der gebi hat die 7 euro aufpreis selbst bezahlt. danke gebi