Montag, 8. Juli 2013

Mehr Schutz für Tirols Gewässer

Für Tirols Gewässer könnten demnächst bessere Zeiten abbrechen. Im vergangenen Landtag habe ich einen Antrag eingebracht, Verbesserungen bei Gewässerschutzsstreifen zu prüfen. Gewässerschutzsstreifen sind angrenzende Zonen an Fließgewässer. Hier sollen sowohl ökologische Verbesserungen wie auch ein verbesserter Hochwasserschutz geprüft werden.

Tirol hat derzeit Nachholbedarf beim Gewässerschutz verglichen mit anderen Ländern. Mit der Fließgewässerkartierung  wurden bereits erste Schritte gesetzt, und im Tiroler Naturschutzgesetz gibt es auch einen Absatz über den Uferschutz. Naturnahe Gewässerränder sind ein wichtiger Beitrag sowohl zum Schutz der Artenvielfalt wie auch zum Schutz vor Naturgefahren. Früher hat man besonderen Wert auf den schnellen Abfluss von Fließgewässern gelegt, etwa durch die Entfernung von Bäumen im Uferbereich. Heute weiß man, dass diese Entwicklung falsch war. Die Kanalisierung schaffte mehr Probleme als sie löst.

Auch in Tirol gab es bereits Pilotprojekte zur Revitalisierung und Aufweitung von Flüssen. Nun soll geprüft werden, welche weiteren Beiträge zur Revitalisierung und Aufweitung geleistet werden können. Freihalteflächen von baulichen Anlagen gehören ebenso dazu wie mögliche zukünftige ökologische Verbesserungen. Vorarlberg ist hier mit der dort sogenannten "Blauzonenplanung" einen großen Schritt vorausgegangen, wo es etwa um Retentionsflächen geht. Damit Tirol aufholen kann haben wir die Verbesserung von Gewässerschutzstreifen, etwa im Ortsgebiet, im Koalitionsabkommen bereits andiskutiert. Nun sollen mit dem Antrag konkrete Maßnahmen eingeleitet werden. Ich freue mich jedenfalls schon auf möglichst viele Flüsse voller Leben in Tirol!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

der lech wurde doch schon im jahre Schnee teilweise revitalisiert - da warst noch Sperma.
außerdem ist das nicht nur ein grünes Thema, sondern Selbstschutz. in Deutschland wollen sie x-tausende menschen enteignen um den flüssen teilweise ihren natürlichen lauf wiederum zurück zu geben.
das Thema ist uralt.

unwählbar hat gesagt…

stimmt schon, dass der lech schon ewig so ist. es macht aber schon sinn, auch bei anderen flüssen auch ein wenig draufzuschauen. das thema ist uralt, aber trotzdem aktuell. man muss aber auch auf einen kompromiss schauen, denn so wie der lech kann z.b. der inn gar nie werden, dafür haben wir einfach zu wenig platz in den tälern. ausserdem ist das thema energiegewinnung auch sehr wichtig, alle wollen ökostrom, aber bloss keine wasserkraftwerke, windräder, etc vor der haustür. bauen ja, aber bitte woanders!

aber grundsätzlich sollte schon über das thema nachgedacht werden und deshalb find ich den antrag gut!

Ps.: Gibts eigentlich Antworten bei den anderen Themen?

Georg N. hat gesagt…

sehr guter Antrag.
Flüsse brauchen Platz. Hochwasserschutz ist eines. Aber auch Strukurvielfalt ist enorm wichtig für die Funktion als vielfältiger Lebensraum im und am Fluss.
Beim Hochwasser wird gejammert... dabei haben WIR ja alles verbaut und eingeengt.

WIR? ... ja, WIR. unter schwarzer Führung halt...

Also: Gebi, danke! ich hoff, da geht was weiter!

Anonym hat gesagt…

was aber schon auch allen ganz klar sein muss: der wohnraum wird dadurch nicht billiger! erstens gibsts weniger und zweitens ist der qualitativ höherwertiger. für den "kleinen mann" wird tirol halt unleistbar werden....

Anonym hat gesagt…

Das ist doch dem Gebi und den Grünen egal. Inzwischen zur ÖVP-light mutiert, scheren sie sich keinen Deut um die ärmeren Schichten. Und schreien dann heuchlerisch, wenn diese plötzlich FPÖ wählen. Oder sie echauvieren sich über das, was die SPÖ in Koalition mit der gleichen ÖVP, mit der auch sie im Bett liegen, im sozialen Bereich nicht weiter bringt. So sind die Grünen: Wendehälsisch und doppelmoralisch. Nur dass der Dreck unter dem eigenen Teppich nun schön langsam auch an die Oberfläche drängt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das wahre Gesicht der Grünen in voller Blüte und ungeschminkt offenbart. Man hört ja schon einiges.

Anonym hat gesagt…

Das wahre Gesicht der Grünen hat sich schon längst gezeigt, es ist eine verzerrte Fratze.