Montag, 27. April 2009

Vom Township nach Innsbruck

Aus unserem Besuch am Tafelberg wurde leider nichts, weil das Wetter zu schlecht war. Dafür haben wir eine andere Erfahrung gemacht, Mzi hat uns auf eine Feier ins Township mitgenommen. Mzi ist ein ehemaliger MK-Kämpfer, und wir haben ihn auf einer Township-Tour kennengelernt.

Mzi
Gemeinsam mit ihm sind wir zu fünft mit einem Vorortezug nach Heideveld gefahren, wo er wohnt, und von dort durch das Township. Zuerst waren wir in einer veganen Rastafari-Community, und dann schließlich bei Freunden von ihm. Dort gab es ein großes Fest, wo den Ahnen gedankt wurde. Insgesamt war es ein großes Besäufnis, getrennt nach Alter und Geschlecht: Draußen vor der Hütte tanzten die jungen Männer, im ersten und zweiten Raum saßen die Frauen und ululuten, wenn wir vorbeigingen, und im dritten Raum saßen die alten Männer. Gemeinsam war ihnen aber allen das afrikanische selbstgebraute Bier. Wir mussten natürlich auch probieren. Aus einer großen Tonne wurde es in einen kleineren Eimer geschüttet, und daraus tranken wir. Ich will nicht beschreiben, wie es schmeckte, aber wir waren froh, als wir wieder draußen waren und Cider und europäisches Bier trinken durften. Zwischendurch gab es einige kleinere Vorfälle, ein alter betrunkener Mann wollte uns beispielsweise für die Apartheid verantwortlich machen. Er wurde aber von Freunden zurückgehalten, die ihm erklärten, dass wir Gäste des Hauses und Touristen seien. Auch anschnorren durfte man uns nicht, und wer das tat, wurde von der Hausherrin hinausgeworfen. Im Township hatten wir uns auch hier wieder sehr willkommen geheißen, und aus den Gesprächen in der Metro konnten wir schließen, dass sich die Menschen freuten, wenn sich Weiße trauten, mit dem Zug zu fahren, der für seine Kriminalität berühmt-berüchtigt war.

Essen im Township


Gestern schließlich spazierten wir noch durch das Bo-Kap, das Kap-Malayische Viertel von Kapstadt. Dort gab es zu unserer Überraschung keinerleich Stacheldraht- und Elektrozäune wie sonst in den Wohnvierteln. Wer sich nicht fürchtet braucht das offenbar nicht.

Am Nachmittag schließlich hieß es Abschied nehmen und in den Flieger zuerst nach Johannesburg und von dort nach München. Nun sitze ich wieder in Innsbruck wie gewohnt und lasse die Tage an mir vorüberziehen. Es war eine schöne Reise, interessant und lehrreich gleichzeitig. Auch wenn wir nur kleine Teile Südafrikas gesehen haben, so haben wir doch einen Eindruck bekommen. Nicht selten kreisten Abends die Diskussionen unter uns Studierenden um die Frage, was diese Reise für uns bedeuten würde. Die Ignoranz vieler Menschen, waren wir uns einige, die ist wahrscheinlich schon das größte Problem in unserer Welt. Wer die Augen aufmacht kann sehen, und wer ein Mensch ist kann erkennen wie es anderen Menschen geht. Vielleicht ist es manchmal schon so simpel, und dennoch offenbar so manches Mal schon zu viel verlangt.

Nelson Mandela habe ich nicht getroffen, aber immerhin seine Statue

Kommentare:

pumuckl hat gesagt…

schöne photos, schön, dass du wieder da bist - schad, dass ich nicht da bin :-(

Voortrekker hat gesagt…

The tendency in Africa for nations to become independent, and at the same time to do justice to all, means not only being just to the black man of Africa, but also to be just to the White man of Africa.

We call ourselves Europeans. But actually, we represent the White men of Africa. They are the people, not only in the Union, but throughout major portions of Africa, who brought civilization here who made the present developments of Black Nationalism possible, by bringing them education, by showing them this way of life. By bringing in industry and development. By bringing in the ideals which Western civilization developed itself.

When the White man came to Africa, perhaps to trade in some cases, perhaps to bring the gospel, has remained to stay. And particularly we, in this Southern-most portion of Africa, have such a stake here that this is our only motherland. We have nowhere else to go. We settled a country bare. And the Bantu came in this country and settled certain portions for themselves. And it is in lying with the thinking of Africa to grant those fullest rights which we also with you admit all people should have, we believe in providing those rights for those people to the fullest degree in that part of Southern Africa which their forefathers found for themselves and settled in.

But similarly, we believe in balance. We believe in allowing exactly those same full opportunities to remain within the grasp of the White man who has made all this possible.

Die Land is ons Land!!!! De Boeren hebben werkelijk een prachtig land opgebouwd - ek verlang elke dag - ek sal hier in the VSA vergaan - met n gebroke hart, n hart wat terug verlang. Ek moes gaan - dit het wreed geword vir my kinders. Ons Vir Jou Suid-Afrika! lang leve de boeren support vanuit riebeeck's land!

Anonym hat gesagt…

mir wäre es lieber gewesen, du wärst gleich da unten geblieben .... jetzt werden die politischen diskussionen wieder super mühsam mit dir ..... arghhhhhh

Anonym hat gesagt…

kann mich nur meinem Vorposter anschließen!!

Es war total schön ohne dich!!

Jetzt muss ich mich wieder jeden Tag ärgern, wenn ich Zeitung lese und was von der grünen Front lese!!

Thomas hat gesagt…

schön, dass du wieder da bist gebi. und schön, dass sich die kampfposter hier wieder täglich über dich ärgen müssen! das ist gut und wichtig. gerade jetzt, wo die rechten recken in ibk versuchen wieder aktiv zu sein. gerade jetzt, wo sicherheitsthemen in innsbruck von rechten seiten verwendet werden um gegen ausländer zu hetzen (siehe tiroler woche von heute).

Anonym hat gesagt…

Wo ist den jetzt schon wieder Hetze??

Der Verfolgungswahn mancher ist echt witzig!

Zuoft Shining gekuckt????

Anonym hat gesagt…

@anonym.
wer lesen kann ist klar im vorteil.