Dienstag, 13. Oktober 2015

Billiger wohnen mit schwarzgrün

Nicht nur reden, ihr müsst auch was tun - so oder so ähnlich hören PolitikerInnen Aufforderungen ziemlich häufig. Bitte, wir tun was, zum Beispiel für billigeres Wohnen in Tirol.

Die Landesregierung hat eine Senkung der Zinsen der Wohnbauförderung beschlossen mit einem Volumen von 780 Millionen Euro in den kommenden 40 Jahren. Dass man so viel Geld auf einmal bewegen kann ist ziemlich beeindruckend.

Ich will jetzt niemanden mit einem Zahlenfriedhof langweilen, aber die Zinssenkung bedeutet zum Beispiel bei Wohnbauförderungskrediten der zweiten Generation nach dem 25. Jahr eine Senkung der jährlichen Belastung von 8% auf 6%. Damit sinkt die Belastung um ein Viertel. Bei einem Wohnbauförderungskredit über 50.000 Euro bedeutet das eine jährliche Entlastung von 1.000 Euro. Das ist deutlich mehr, als die meisten Menschen aus der Lohnsteuerreform des Bundes lukrieren werden.

Insgesamt 44.000 Wohnbauförderungskredite sind betroffen. Wenn wir annehmen, dass in jeder Wohnung 2 Menschen wohnen, dann profitieren 88.000 Tirolerinnen und Tiroler von der Zinssenkung. Bei neuen Wohnbauförderungskrediten steigen wir mit den abgesenkten Zinssätzen sogar bei 0% ein - das ist eine Extra-Entlastung für junge Menschen, die sich in Tirol selbst Wohnraum schaffen wollen.

Aber nicht nur neu zu bauende Wohnungen für Junge sind betroffen und vor allem nicht nur Eigentumswohnungen. Auch MieterInnen von gemeinnützigen Wohnbauträgern profitieren besonders. 2.500 Wohnungen der TIGEWOSI werden von den niedrigeren Zinsbelastungen profitieren - davon 900 sofort und die restlichen 1.600 folgen in den kommenden Jahren. Bei der Neuen Heimat Tirol (NHT) sind es 5.682 Wohnungen, wovon 1.682 sofort entlastet werden und die restlichen in den kommenden Jahren folgen.

Zwei Beispiele für Wohnungen mit Wohnbauförderung nach dem Wohnbauförderungsgesetz 1984:

TIGEWOSI, 75 Quadratmeter: monatliche Ersparnis 45 Euro, das sind 540 Euro im Jahr.
NHT, 50 Quadratmeter: monatliche Ersparnis 44 Euro, das sind 528 Euro im Jahr.

Auch Heime wie geförderte Alten-, Wohn- und Pflegeheime profitieren übrigens von der Entlastung. Billiger Wohnen mit schwarzgrün - wir tun was. In den kommenden Wochen werden alle betroffenen TirolerInnen über die abgesenkten Zinsbelastungen informiert.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das Wohnen in Tirol sehr billig sein kann wissen wir seit Herrn Switak, Mader etc. Wollen die Grünen nun auch auf das ÖVP-Günstlings Billig Wohn Konzept aufspringen. Wundern würde es mich nicht.

Anonym hat gesagt…

Wann begreifen Neokommunisten wie Mair endlich, dass der Wohnungsmarkt um so teurer wird, je stärker der Einfluss der Politik darauf ist. Österreich liegt in Sachen Wohnbauförderung weltweit auf dem ersten Platz. Und dennoch ist das Wohnen in Österreich so teuer wie sonst praktisch nirgends in der Welt.

Der soziale Wohnbau hat einzig den Zweck, dass Politiker auch in Sachen Wohnen gerne die Finger im Spiel haben. Je stärker sich der Staat um das Wohnen der Bevölkerung kümmert, desto autoritärer bzw. totalitärer ist dieser Staat. Die Politikern sollten den Menschen nicht die Hälfte ihres Einkommens abnehmen, dann wären sie auch nicht auf die Almosen der Parteien angewiesen.

Anonym hat gesagt…

Und? beim LH Günter schon bedankt für die Bereitstellung dieser Presseaussendunggauch und überhaupt der Strompreise und allem (Jobannehmlichkeiten, Wohnung )?

Nebenbei, Europa erfährt gerade eine Nullzinspolitik.

Anonym hat gesagt…

Mit einer derartigen Wohnpolitik wären die Grünen in Wien unter die 6% Marke gefallen. Sowas würden sie dort verschweigen oder als Bankrott ausgeben. Aber schwarz, wie unsere Tiroler Grünen inzwischen sind...... NIE MEHR GRÜN WÄHLEN IN TIROL NIE MEHR !!!!

Anonym hat gesagt…

Ist das Problem riesengroß, "lösen" die Grünen davon ca 5% und verkaufen das als Erfolg. Jeder Angestellt bekäme für eine derartige "Arbeitsleistung" die Kündigung oder gar die "Fristlose" wegen beständiger Arbeitsverweigerung.

Anonym hat gesagt…

Ich möchte Zahlen und Fakten dazu sehen und nachprüfen können. Und ich möchte wissen, in welchem Land mit ähnlicher Infrastruktur es wirklich besser funktioniert. Ich möchte einen direkten Vergleich. Blabla erzeugen schon die Grünen. Fakten und harte Zahlen sowie Nachvollziehbarkeit will ich hier lesen. Nicht einfach Gegenideologien. Sonst macht das keinen Sinn und gehört eher auf die Seiten der VP oder Neos.

Anonym hat gesagt…

Ja, das wissen wir. Man kann hier gut leben und nur 5-10% des Einkommens für Mieten zahlen. Das allerdings gilt nur für 0,1% der Bevölkerung. Mit Segen der Grünen, der sich darauf beschränkt, bis zum Aufkommen eines Skandals zunächst einmal nichts zu sagen. Erst wenn die Sache ruchbar wird, setzen sich neuerdings auch die Grünen - nachdem sie grünes Licht seitens der ÖVP (!!!) erhalten haben- in Bewegung. Und das noch eher halbherzig. Das sind unsere Grünen in Tirol. IN TIROL NIE WIEDER GRÜN WÄHLEN!

Anonym hat gesagt…

Es ist keine gute Alternative, aber das geringere Übel und der wirklich einzige Garant, dass man nicht etwas bekommt am Ende des Tages, was man nicht will: IN ZUKUNFT SPÖ WÄHLEN UND AUF KEINEN FALL MEHR GRÜN!!! (Nachsatz: Die Grünen ruhen sich in puncto Sozialpolitik auf dem aus, was die SPÖ erreicht hat, ohne notwendige Verbesserungen dort anzugehen, wo es wie in Tirol in ihrer Macht stünde. Grüne Sozialpolitik in Tirol beschränkt sich auf Oberfĺächenkosmetik und auf sündteure Plakataktionen, deren Gegenwert gegen null geht und die den Steuerzahler 10 000 ende von Euros kosten! Grüne Sozialpolitik in Tirol = Propaganda zwecks Erhalt der eigenen Macht! !!!)

Anonym hat gesagt…

Obwohl die Grünen in Wien weitaus besser und sozialer eingestellt sind, mehr für die Umwelt tun etc., haben sie in Wien leicht verloren. Wenn es danach ginge, müssten die Grünen bei uns nach der nächsten Wahl bei ca. 6-7% und weit hinter F und SP liegen. Und das wird sowieso kommen. Die nächsten Wahlen sind weit weg, aber sie kommen wie das Amen im Gebet. Die Zeit arbeitet gegen die schwarzen Grünen in Tirol.

Anonym hat gesagt…

Etwas anderes: "Er könne sich vorstellen, wie sc
hwierig es sein muss, den großen Tanker Tiwag mit Aufsichtsratsvorsitzendem Ferdinand Eberle zu bewegen, kommentierte der Energiesprecher der Grünen, Hermann Weratschnig den Rücktritt von Imhof.Da gelte es, gegen jahrelang eingefahrene Männer-Strukturen anzukämpfen. In der Tiwag würden eine Reihe von personellen Änderungen anstehen, und in diesem Zusammenhang würden auch Funktionen im Aufsichtsrat neu zu besetzen sein. Man werde nun mit geeigneten Kandidaten Gespräche führen, wer die schwierige Aufgabe der Kontrolle des Tiwag-Vorstandes übernehmen kann, kündigte Weratschnig an." (http://tirol.orf.at/news/stories/2735995/) Offenbar führt Herr Weratschnig den Rücktritt von Regula Imhof auf deren Rolle aus Frau (!) zurück. Im kommt es gar nicht in den Sinn, dass es sich dabei um ein grundsätzliches Demokratieproblem in unserem Land - mit stillem Einverständnis der Grünen !!! - handeln könnte. Dabei übersieht er auch, dass Frau Imhof aus der Schweiz besser als er weiß, was Demokratie ist und wie sie funktioniert. Wir halten fest: Nach Weratschnigs Theorie ist Frau Imhof aufgrund ihres Geschlechts (!) und nicht aufgrund einer fehlenden demokratischen Kultur im Land gescheitert. Also eine derartige Aussage eines Grünen ist doch ungeheuerlich. Sie zeigt aber einiges vom grünen Frauen- und Demokratieverständnis. Ihm kommt erst gar nicht in den Sinn, dass unter funktionierenden demokratischen Strukturen das Geschlecht völlig irrelevant ist. Nachsatz: Die Schweiz hat als funktionierende Demokratie bereits die fünfte Bundespräsidentin (aus völlig unterschiedlichen Parteien !) im Amt. Auch dort gibt es beharrende Kräfte und alte Männerrunden. Durch die gelebte Demokratie und die Lernfähigkeit sind diese aber nicht in der Lage, Frauen alleine ihres Geschlechts wegen aus wichtigen Funktionen zu verdrängen. NIE MEHR GRÜN MIT DIESEN GRÜNEN IN TIROL.

Anonym hat gesagt…

Das Ganze zeigt doch nur die Inkompetenz der Grünen und die offenbar dünne personelle Decke der Grünen in Tirol. Sie fallen vor der ÖVP auf die Knie und lassen die eigene Funktionärin, die sie mangels Personals schon aus der Schweiz kommen lassen mussten, im Stich, wobei sie ihr dann implizit noch deren Geschlecht vorhalten. Was erwarten Sie sich von einer solchen Partei ?????

voyance gratuite par mail hat gesagt…

Es ist wirklich eine große und hilfs Stück von Informationen. Ich bin froh, dass Sie einfach teilte diese nützliche Informationen bei uns. Bitte halten Sie uns wie folgt informiert. Ich danke Ihnen für das Teilen.