Montag, 4. September 2017

Peter Pilz und seine Kandidaten

Ich kenne und schätze Peter Pilz seit vielen Jahren und bin dankbar für seine Verdienste um die Transparenz in der österreichischen Politik. Ich habe ihn auch am Grünen Bundeskongress gewählt und hätte mir gewünscht, dass er weiter für uns kandidiert.

Seit Peter Pilz sich entschieden hat, nicht mehr weiter für die Grünen kandidieren zu wollen muss ich mich allerdings über ihn wundern. Zeig mir mit wem du dich umgibst und ich zeige dir, wer du bist heißt es doch. Seine Tiroler Nationalratsliste ist dafür das beste Beispiel.

Auf Platz 2 der Tiroler Landesliste für Peter Pilz steht nämlich Wilhelm Schlögl. Wilhelm Schlögl ist in Tirol kein Unbekannter. Seit Jahren ist er einer der Verteidiger der Privilegien der Agrargemeinschaften gegen die Ansprüche der Gemeinden. Als Ober-Agrarier verfasst er auch selbst Pamphlete, in denen er schon einmal von "Wahnsinn" spricht wenn es um die Rechte der BürgerInnen geht. Kein Wunder, dass sein Verein auch "Verein zur Förderung der Eigentümerinteressen in Tirol" heißt.

Mit den Förderern der Eigentümerinteressen sitzt also Peter Pilz in einem Boot. Aber nicht genug damit. Wilhelm Schlögl ist auch sonst aufgefallen. Und zwar hauptsächlich als Fan von HC Strache und der rechten Recken von unzensuriert.at - hier auf seinem Twitter-Profil:





Mit solchen Kandidaten umgibt sich Peter Pilz und das macht seine Bewegung unwählbar. Als die Sache vergangene Woche aufflog kam es übrigens zu einer halbherzigen Entscheidung: Wilhelm Schlögl habe seine Kandidatur zurückgezogen und er respektiere diese Entscheidung, so Pilz. Pilz hat ihn nicht rausgeworfen. Er sagt auch nicht, dass solche Kandidaten in seiner Bewegung nichts verloren hätten. Wilhelm Schlögl wäre ihm wohl weiter willkommen - und er ist es auch: Wilhelm Schlögl ist weiterhin Kandidat Nr. 2 auf der Tiroler Pilz-Liste. Er hat auch keine Möglichkeit mehr, seine Kandidatur formell zurückzuziehen. Und man darf wohl davon ausgehen, dass sein halbherziger Rückzug schnell vergessen wäre, wenn er tatsächlich ein Mandat erringt. Wer mit dem Gedanken spielt, die Bewegung von Peter Pilz zu wählen sollte also auch das mit bedenken: Es kann sein, dass man dann mit Wilhelm Schlögl im Nationalrat aufwacht.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist wieder so eine ganz typische grüne Negativpropaganda, wie sie u.a. J. Voggenhuber gut beschrueben hat.

Der Fall Schlögel ist weitaus komplexer als Herr Mair hier darstellen möchte, um auf Stimmenfang zu gehen. Tatsächlich ist es so, dass es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der Geund besagter Person dereinst in deren Besitz gewesen ist. Plötzlich wurde er dann Anfang des 20. Jhdts. als Gemeindegut geführt. Wer sich gut informiert, wird auch auf weitere Details stoßen.

Nun zu den Grünen:

1. Diese Partei besteht nunmehr fast zu 100% aus bestenfalls mittelmäßigen Pwrsonen.
2. Wo die Grünen mitregieren, haben sie weder für die Umwelt noch für das Soziale etwas weitergebracht
3. Im Verbund mit der ÖVP haben auch sie das letzte soziale Netz so gut wie ruiniert.
4. Die Vorgänge in Innsbruck und in Kärnten zeichnen ein desaströses Zustandsbild dieser Partei.
5. Herr Schlögel känpft für sein Recht, was in einem Rechtsstaat selbstverständlich ist.
6 Frau Bsur hingegen hat Mio von Euro für Traglufthallen sprichwörtlich versenkt. Das ist unser Steuergeld!!!!!!!

Ich wiederhole es gerne noch einmal: Die Unfragen für die Grünen sehen katastrophal aus. Wenn die einzige Strategie jetzt darin besteht, alle anderen schlecht zu machen, werden sie erst recht nicht gewählt.

Anonym hat gesagt…

"Zeig mir mit wem du dich umgibst und ich zeige dir, wer du bist heißt es doch." Was soll das nun konkret in Bezug auf Peter Pilz heißen, mit dem sich die Grünen ja fast seit ihrer Gründung umgeben haben? Herr Mair, wäre Ihnen wirklich bewusst, was Sie öfter schreiben, würden Sie es vermutlich im einen oder anderen Fall lieber unterlassen (haben). Dieses Posting fällt wie so viel zuvor auf die Grünen selbst zurück. Wir sind ja gar nicht besonders geneigt, zu glauben, Peter Pilz hätte sich seit seiner Wahl DURCH SIE derart grundlegend geändert, dass man ihn nicht mehr wieder erkennen könnte. Halten Sie uns für alles Mögliche, aber unterschätzen Sie nie die Intelligenz der Bürger und BürgerInnen! Vor ein paar Wochen wollten "die Ingrid" und die Ulrike sowie offenbar auch Sie noch, dass der "liebe Peter" für Ihre Partei und somit für Ihre Schäfchen, die es noch schnell ins Trockene zu retten gilt, kanditiert. Jetzt auf einmal ist alles ganz anders, weil der "liebe Peter" die "Frechheit" besitzt, doch nicht "die Ukrike" zu wählen und mit einer eigenen Liste anzutreten. Also viel durchsichtiger geht es ja gar nicht mehr. An den kommenden Wahlabenden wünsche ich Ihnen und den Grünen eine noch nie dagewesene Talfahrt. Und das mindestens dreimal: im Bund, in Tirol und in Innsbruck. Dann ist dieses stillose Theater endlich beendet. Wer bei den Grünen Freunde hat oder hatte, spart sich womöglich auch die Feinde????????

Anonym hat gesagt…

Ein Kanditat, der noch dazu zurückgetreten ist und alle anderen auf der Liste sitzen am gleichen falschen Dampfer? Das hört sich fast schon wie eine veritable Kreditschädigung aller übrigen Mitglieder der Liste an. Immerhin ist von "seinen Kanditaten" im Plural die Rede. Und das nicht einmal gegendert, obwohl Frauen auch dabei sind! Nein, die GrünInnen wähle ich ganz sicher nicht. Optionen gibt es genügend andere, aber niemand setzt auf ein sinkendes Schiff.

Anonym hat gesagt…

Nachdem die Grünen in Tirol kläglich gescheitert sind und um ihre Wiederwahl auf Bundes- und Landesebene fürchten müssen, kehrt Gebi Mair dorthin zurück, wo er sich am besten auskennt: zum Anschwärzen und Vernadern anderer. Konstruktive Regierungsarbeit ist nicht seine Sache - er empfindet sie allenfalls als Möglichkeit sich auf Kosten des Steuerzahlers "lustige Dinge auszudenken". Aber im Anpatzen von Anderen waren die Grünen immer Spitze - auch und vor allem dann, wenn es um das Denunzieren von Ex-Grünen geht.

Wieso vermisst man bei den Grünen immer die Reflexion darüber, wieso sich die Wähler und bewährte grüne Urgesteine von dieser Partei abwenden? Wieso geht man in die Offensive und setzt auf Verunglimpfungen statt in sich zu kehren und über die eigenen Fehler nachzudenken? Wie groß müssen die Stimmverluste für die Grünen noch werden, wie offensichtlich muss das grüne Multikulti-Experiment noch scheitern, wieviele Menschen müssen durch die kulturelle "Bereicherer" unseres Landes noch vergewaltigt, ausgeraubt oder ermordet werden, bis die Grünen endlich Größe zeigen und zu ihren Fehlern stehen? Wieviele verdiente Parteimitglieder müssen dieser Orgnisation noch den Rücken zuwenden, bis endlich ein Nachdenken über die eigenen Fehler aus der Vergangenheit einsetzt?

Anonym hat gesagt…

Einige dieser Fragen stelle ich mir auch. Allerdings habe ich erkannt, dass die Grünen nicht besonders lernfähig sind. Daher wundert mich auch nichts mehr. Es wird so weitergehen wie immer, bis die Grünen aus dem Parlament fliegen, weil sie fast niemand mehr wählt. Darüber hinaus sind die Erfolge der Grünen in den Ländern ziemlich mager und für die Mehrheit der Menschen nicht relevant. Erstaunlich ist, dass Herr Mair jetzt ehemalige Grüne derart massiv angreift, obwohl es eigentlich genug im Land zu tun gäbe, wobei die Grünen einiges mitverschuldet haben wie z.B. diese sinnlosen teuren Traglufthallen, von denen der Großteil nie benutzt wurde. Jedenfalls hat Herr Pilz den SteuerzahlerInnen dieses Landes nicht Mio von Euros für nichts gekostet. Insofern könnten die bekannten Untergriffe hier auch ein reines Ablenkungsmanöver sein. Denn Herr Mair weiß nur zu gut: Kommt Pilz ins Parlament, werden die Grünen massiv verlieren. Infolge dessen könnte ein negativer Sog entstehen, der damit endet, dass die Grünen auch in der Tiroler LR Geschichte sind. Deshalb: Ablenken von eigenem Versagen und den gefährlichsten Gegner attackieren und schlecht machen. Da von den anderen Parteien keine Stimmen zu holen sind, geht es diesmal eben gegen die Liste Pilz. Das ist allemal bequemer als die Forderungen des eigenen Programms durchzurechnen und sich endlich mit der Realität auseinanderzusetzen, die Pilz besser erfasst hat als alle Grünen zusammen. Es muss eine wahnsinnige Kränkung sein, dass ausgerechnet der "grüne Außenseiter" jetzt bereits in den Umfragen beinahe gleich viele WählerInnen anspricht wie die Grünen mit ihren "Erfolgen".

Anonym hat gesagt…

Den Grünen kann hier nur immer wieder gesagt werden:

1. Luftgüte in Tirol
2. Umfallen bei der Mindestsicherung
3. Traglufthallen
4. Landwirtschaftskammer
5. Weisungssucht
6. Sylvester
7. Probleme in Innsbruck und Kärnten
8. Ausschluss der Jungen Grünen
9. Wien!
10. Anbiedern an die ÖVP in Tirol, Vorarlberg und Salzburg
11. Bundeskongress
12. Doppelspitze, wobei Felipe bei diversen Veranstaltungen in Wien fehlt, weil sie zusehen muss, ihren Posten in Tirol zu behalten.
13. Fehlende ordentlich durchgerechnete Konzepte
14. Sommergespräch
15. Olympische Spiele und Doppelstrategie
16. "Lustige Dinge ausdenken"
17. Verkennen der Realität

Die Grünen hätten wahrlich bei sich selbst viel zu tun und eigentlich keine Zeit mehr, auf andere zu zeigen.



Anonym hat gesagt…

Nachsatz: Selbst wenn der Herr Schlögel ins Parlament einziehen sollte, was er jetzt ja ausgeschlossen hat, blieben immer noch die obigen 17. Punkte, die wohl etwas schwerer wiegen dürften als bestimmte Personen.

Anonym hat gesagt…

Im Gegensatz zum Herrn Mair habe ich es nicht so mit Volksweisheiten und Sprüchen. Trotzdem finde ich nachfolgenden Spruch bezogen auf die Grünen recht treffend und passend: "Wer im Glashaus sitzt... ... ..."

Anonym hat gesagt…

Wer oder welche Partei unwählbar ist, bestimmen zum Glück nicht die Grünen. Es sollte den Grünen klar sein, dass am 15. Oktober die BürgerInnen dieses Landes am Wort sind und entscheiden werden, wer dieses Land regiert und wer wie stark oder wie schwach abschneiden wird. Darauf haben die Grünen nur einen geringen Einfluss.

Mich verwundert übrigens sehr, dass Pilz wegen Schlögel nicht wählbar sein sollte, während die Grünen trotz Baur und Felipe, die ja mehr durch Abwesenheit in Wien als durch Engagement für die kommenden Wahlen im Bund glänzt, wählbar sein sollen. Ich meine, Frau Baur hat gleich einmal ein paar Mio Euro für Traglufthallen versenkt. Bei Herrn Schlögl sieht die Sache etwas anders aus. Er hat keine Mio an Steuergeldern versenkt und kämpft für das, was er als sein Recht ansieht. In einem Rechtsstaat ist das legitim und entscheiden werden ohnehin unabhängige Gerichte, wobei er auch noch das Prozessrisiko trägt. Und wenn das Land mitsamt den Grünen ordentliche Gesetze gemacht hat,muss es auch nichts befürchten. Wenn nicht, gönne ich dem Herrn Schlögel einen Sieg, weil dann bezüglich der Agrargemeinschaften halt doch kein gutes Gesetz gemacht wurde. Vielleicht ist es auch das, wovor sich die Grünen fürchten. Eine Niederlage diesbezüglich vor den Landtagswahlen käme ihnen denkbar ungelegen. Zum Glück sind die WählerInnen aber wesentlich mündiger als sich die Grünen das vorstellen können. Manchmal habe ich halt schon stark den subjektiven Eindruck, dass die Grünen den großen Rest, der sie nicht wählt, und das sind lt. Umfragen mehr als 93% , für unterbelichtet oder völlig deppert halten.

Anonym hat gesagt…

Unwählbar sind vor allem die Grünen. Es wird am Wahlabend zu einem noch nie dagewesenen Desaster für die Grünen kommen, wenn die ersten Hochrechnungen einlangen. Da wird es lange Gesichter geben und aggressive Wortmeldungen en masse. Ich höre es schon: "Die WählerInnen haben unrecht, die anderen Parteien waren schuld etc. etc." Das Übliche halt.

Anonym hat gesagt…

In Sachen Dummheit hat Mair unbegrenztes Potential.

rosy123 hat gesagt…

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